gallienus-special

Kaiser, Dynastien und Münzstätten

Moderator: Homer J. Simpson

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richard55-47
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Re: gallienus-special

Beitrag von richard55-47 » Mo 11.06.18 18:58

Ich hoffe, dass die Physiker vor meinem Tod Wurmlöcher für Zeitreisen erfinden, damit ich das an Ort und Stelle prüfen kann. Natürlich berichte ich anschließend. :mrgreen:
do ut des.

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beachcomber
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Re: gallienus-special

Beitrag von beachcomber » Di 12.06.18 14:37

top-lösung! :mrgreen:
aber es geht auch anders! schau dir mal die porträts von claudius gothicus im vergleich zu gallienus an! du wirst feststellen, dass du mit deiner kenntnis der gallienus-porträts auch bei den claudius porträts (ziemlich) sicher die münzstätte erkennst, auch wenn du dich vorher nie mit seinen münzen beschäftigt hast.
das liegt daran, dass durch den wechsel des regenten ja die stempelschneider nicht auch gewechselt haben, und ihre typische art der darstellung erhalten bleibt! sehr schön z.b. bei siscia zu sehen, wo das porträt das Göbl "räubergesicht" nannte, jetzt ganz klar bei claudius ebenso erscheint!
dann gib bei RIC online mal claudius und smyrna ein, und dann claudius und cysicus. du wirst feststellen, dass da (meist) ein klarer stil-unterschied zu sehen ist!
das gleiche sollte auch beii Gallienus funktionieren!
grüsse
frank

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richard55-47
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Re: gallienus-special

Beitrag von richard55-47 » Do 14.06.18 08:40

Ja, das ist eine Begründung für die Ähnlichkeit. Eine weitere ist, dass bei einem Herrscherwechsel die Stempelschneider so schnell noch keine Vorlage zur Verfügung hatten. Sie mussten improvisieren, ein Herrscherportrait zaubern, von dem sie oder eine "Abnahmekommission" annahmen, so in etwa den neuen Herrscher dargestellt zu haben.

Etwas anderes:
Bei

https://www.ebay.de/itm/Gallienus-AD-25 ... EBIDX%3AIT

bin ich davon ausgegangen, dass du die Spur aufgenommen hättest und Meistbietender geblieben wärest. Es war ein anderer. Die Münze ist bei Göbl 1662 nicht zu finden, er hat den Typus mit "A" auf dem 'Avers als nicht existent angesehen, ansonsten er eine entsprechende Möglichkeit offen gelassen hätte.
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beachcomber
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Re: gallienus-special

Beitrag von beachcomber » Do 14.06.18 10:05

Tja, die hab´ich wohl übersehen!
grüsse
frank

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richard55-47
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Re: gallienus-special

Beitrag von richard55-47 » Do 14.06.18 18:22

Bei dieser hier

https://www.ebay.de/itm/Antoninien-GALL ... 7675.l2557

habe ich nur gestaunt, dass die Gallienusexperten in letzter Zeit sich verdammt vermehrt haben. Sch... Konkurrenz. :evil: Ich habe aber von vornherein gewusst, dass meine Mittel zu beschränkt sind, um da ernsthaft mitzubieten.
do ut des.

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Re: gallienus-special

Beitrag von curtislclay » Do 14.06.18 19:04

richard55-47 hat geschrieben:Die Münze ist bei Göbl 1662 nicht zu finden, er hat den Typus mit "A" auf dem 'Avers als nicht existent angesehen, ansonsten er eine entsprechende Möglichkeit offen gelassen hätte.
Die neue Variante mit A auf der Vs. ist aber Göbl 1662m (bisher unbelegt), nicht wahr?

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richard55-47
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Re: gallienus-special

Beitrag von richard55-47 » Fr 15.06.18 09:47

So, wie ich das System Dr. Göbls verstehe, geht er davon aus, dass dieser Münztyp mit "A" auf dem Avers nicht existiert.
Soweit ich das überblicken kann, trägt Dr. Göbl, wenn er zwar keine Münze/kein Bild einer Münze zur Verfügung hat, von ihrer Existenz allerdings gehört hat oder von ihr ausgeht, das Münzzeichen (oder für den gegebenen Fall: den Buchstaben auf dem Avers) in der entsprechenden Zeile ein; in den Spalten des jeweiligen Büstentyps unterlässt er aber die Angabe der Anzahl der ihm bekannten Münzen.
Bei 1662 unterlässt Dr. Göbl die Angabe eines auf dem Avers befindlichen Buchstabens vollständig.
Natürlich kann man das System auch anders auslegen, wie bei 1663 ersichtlich. Da dort gibt er in Spalte m "B" an, weil ihm vom Büstentyp PCh2 drei Exemplare bekannt waren.
Ich sehe das fatalistisch. Göbls Wege sind unerforschlich. Fragen kann man ihn ja nicht mehr.
do ut des.

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Re: gallienus-special

Beitrag von beachcomber » Fr 15.06.18 16:38

richard, das ist doch das schöne an seiner arbeit, dass neu auftauchende varianten direkt ein zitat haben!
1662 m beschreibt dieses neue exemplar doch ganz genau!
grüsse
frank

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Re: gallienus-special

Beitrag von richard55-47 » Fr 15.06.18 18:02

Das ist die eine Auslegungsart. Da bei 1662 in der Spalte "Av", die für die Aufnahme eines Buchstabens bestimmt ist, eben kein Buchstabe angegeben ist, wie z. B. für Nr. 1663, sehe ich das anders.
1662m passt nur haargenau, wenn man bei der Zeile 1662 in Sp. "Av" ein "A" (unter einem Strich für im Abschnitt befindlich) einträgt, also den Katalog flexibel ergänzt. Ob Göbl diese Flexibilität bewusst gewollt hat, glaube ich nicht. Theoretisch müsste Göbl dann konsequenterweise weitere Zeilen für andere bekannte Münzzeichen auf dem Avers der PXV-Emission (Γ, B, S, z und H) in Erwartung ihres eventuellen Auftauchens freigehalten haben. Hat er aber nicht. Für mich ein Nachweis, dass er mit dem Auftauchen dieser anderen Münzzeichen genauso wenig rechnete wie mit dem Auftauchen des Münzzeichens "A".
Man muss auch den technischen Aufbau des Kataloges sehen. Die AETERNITAS 1662 gab es zweifelsfrei, aber nach dem Wissensstand von Dr. Göbl eben nicht bei der PXV-Emission mit irgendeinem Münzzeichen auf dem Avers. Und Dr. Göbl hat nie eine "0" da eingesetzt, wo das Nichtvorhandensein eines Münztyps so gut wie eindeutig war. Er konnte sich also auch bei 1662 die Zahlenangabe "0" in Spalten m - o sparen, was bedeutet, dass er das Offenlassen als "nicht vorhanden" betrachtete.
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Re: gallienus-special

Beitrag von curtislclay » Fr 15.06.18 19:47

Wo Göbl jeweils in kleiner Stückzahl Exemplare mit den Buchstaben B, Γ, S, Z und H auf der Vs. kannte, hätte er bestimmt keinen Grund gehabt, die ursprüngliche Existenz von Stücken auch mit A, Δ und E auszuschliessen! Es war ja ganz klar, dass auch solche Stücke wohl ursprünglich existierten, und wahrscheinlich noch auftauchen würden.

Jetzt ist das fehlende A belegt, und ein Exemplar mit E zeigte uns Divus im Jan. 2012. So fehlt meines Wissens nur noch ein Stück mit Δ.

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Re: gallienus-special

Beitrag von richard55-47 » Sa 16.06.18 09:01

Wie gesagt: Auslegungssache
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Re: gallienus-special

Beitrag von richard55-47 » Di 19.06.18 10:27

Ich komme nochmals auf meine Beiträge vom 01.06. und 03.06.2018 zurück.
Handelt es sich bei dem "Ding" auf der rechten Schulter des Kaisers um die Darstellung einer Spange oder um eine Ablagerung?
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Re: gallienus-special

Beitrag von gallienvs » Di 19.06.18 12:07

:wink: Streng genommen hätte eine Gewandspange auf einer Cv Büste nichts zu suchen. Wäre ja dann eine Büste mit Paludamentum.
Allerdings kenne ich einige cuirassierte Büsten mit seitlichen Verzierungen in Form von geschlängelten oder mäanderförmigen Linien.
Dein Bild ist leider auch zu grob um etwas sagen.
lg eric

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Re: gallienus-special

Beitrag von richard55-47 » Di 19.06.18 12:40

Meine Kamera gibt leider nicht allzu viel her.
Ich habe nochmals ein Foto gemacht, dort sieht das Gebilde mehr nach einer Stempelverunreinigung aus als nach einer Spange. Aber ganz sicher bin ich mir nicht.
Das Gebilde sieht in der Hand - geneigt gegen das Licht gehalten - wie eine Art Kreuz aus, wobei der Querbalken mittig des Längsbalkens erscheint.
Wie man so sagt: "In der Hand viel schöner!"
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Re: gallienus-special

Beitrag von richard55-47 » Mi 20.06.18 17:46

beachcomber hat geschrieben:am 02.05.2010: aber zurück zu den kölner prägungen.
im stil sehr eigen, und natürlich nie mit dem 'typischen' gallienus-porträt (denn zu der zeit herrschte schon postumus in köln), gibt es oft ganz jugendliche porträts, die nicht zufällig an die prägungen aus viminacium erinnnern, denn gallienus schloss diese münzstätte, und siedelte sie in köln an.
hier zwei beispiele, ein jugendliches links-porträt aus köln, und eins aus viminacium, beides sehr seltene prägungen.
grüsse
frank
Ist der Punkt unter der 891i ein Münzzeichen oder eine Signatur wie z. B. bei Göbl 1523ff ? Göbl schenkt ihm keine Beachtung
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