Medaille reinigen, aber wie?

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Julius
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Medaille reinigen, aber wie?

Beitrag von Julius » Mo 26.05.03 19:20

Hallo,

es geht um diese Medaille:

http://www.osnanet.de/thomas.martin/Scans/VW.jpg

Ich habe die Medaille bisher mit Seife und warmen Wasser gewaschen und drei Minuten in ein Münzen-Silberbad getaucht. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob die Medaille aus Silber ist, und wenn ja, wie hoch der Silberanteil ist. Vielleicht hat ja jemand Detailinfos zu dieser Medaille.

Das Ergebnis meiner Bemühungen finde ich jedenfalls alles andere als befriedigend, zwar hat sich der Gesamteindruck verbessert, zwischen den Buchstaben und ringsum am Rand befinden sich aber weiterhin unschöne schwarze Ablagerungen. Was kann das sein und wie bekomme ich es weg, ohne diese schöne Medaille zu ruinieren.

Bitte nicht falsch verstehen, ich möchte keinen unnatürlichen Hochglanz durch Paste, Drahtbürste oder ähnlich abenteuerliche Hilfsmittel, wie sie teilweise hier im Forum schon vorgestellt wurden, sondern einfach nur den Originalzustand so gut es geht herstellen. Oder muss ich mit den hässlichen Flecken/Ablagerungen leben?

Vielen Dank für eure Hilfe, Julius

mfr
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Beitrag von mfr » Mo 26.05.03 19:27

Also ich würde die nicht weiter reinigen, sieht doch gut aus, wenn du den Dreck zwischen den Buchstaben weghaben willst geht das wohl am besten mechanisch mit einem Holzzahnstocher z.B.

Material dürfte reines Silber sein, oder wofür steht die 1000 ?

Julius
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Beitrag von Julius » Di 27.05.03 00:24

@ Muenzenfreund

Danke für Deine schnelle Antwort. Ok, das Material wäre dank Deines guten Auges geklärt.

Vielleicht kommt es auf dem Scan nicht so gut rüber, aber der Mittelteil der Münze steht durch die Reinigung vom Zustand her im krassen Missverhältnis zum Aussenbereich. Während der Innenteil "schön" matt glänzt, ist z.B. zwischen den Punkten und dem Rand alles durchgehend schwarz. Sieht jetzt unnatürlich aus, wie gewollt und nicht gekonnt.

Zahnstocher habe ich schon vergeblich versucht! Was ist das vermaledeite Schwarze denn? Wenn es Dreck wäre, müsste ich es doch eigentlich abspülen können. Oder hilft ein Olivenbad? Na ja, und wenn es Oxide wären, hätte das Tauchbad doch Abhilfe schaffen müssen. Bin echt ein wenig ratlos, so würde ich die Medaille jedenfalls ungern belassen. Das gleiche Problem habe ich natürlich auch auf der Rückseite. :cry:

Viele Grüsse, Julius

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Susat
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Beitrag von Susat » Di 27.05.03 08:29

Julius, wenn du schon soviel versucht hast, dann kannst du auch noch Ultraschall versuchen, denn wenn die Medaille eine Patina hatte, ist sie sowiso hin. Uhrmacher und Goldschmiede haben solche Geräte, und bei höflichem fragen, können sie sich selten entziehen. Sollte es nichts bringen, möchten sie doch bitte das Silbertauchbad in eine Plastikschale geben, Medaille dazu und komplett ins Ultraschall geben. Wenn dir das alles zu schwierig ist, einfach in Zyankali geben, nur wer kommt noch an Zyankali :?: Einige Goldschmiede arbeiten noch damit. :wink:
mit freundlichen Grüßen aus der alten Hansestadt Soest, susat

Markus
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Beitrag von Markus » Fr 30.05.03 20:06

Hallo Julius,

da die Medaille ja Silber ist, probiere folgendes:

Tauche sie ca. 5 Minuten in Ascorbinsäure (das ist Vitamin C Konzentrat, gibts in der Apotheke. Einfach in Wasser auflösen)
Danach reibst Du die Medaille mit Natronpulver ab (auch Apotheke).
Diesen Vorgang musst Du mehrmals wiederholen. Falls sich nicht viel tut, solltest Du die Behandlungszeit der Ascorbinsäure verlängern. Du kannst die Medallie ruhig eine halbe Stunde und länger drin lassen. Es kann nichts passieren. Habe teilweise Silbermünzen schon über Nacht drin gelassen. Wichtig ist: die nasse Münze immer mit Natron abzureiben. Es entstehen keine Kratzer, da die Natronkristalle viel zu weich sind. Nach mehrmaligem wiederholen solltest Du eine einwandfreie saubere Medaille mit schönem Glanz erhalten.

Viele Grüsse ...Markus..

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