Wo römische Münzen kaufen?

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

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Re: Wo römische Münzen kaufen?

Beitrag von Numis-Student » Sa 25.12.10 17:58

Altamura hat geschrieben:Also ich hingegen finde Münzbörsen nicht schlecht :) .

(wenn einer für die Münzen aus seiner Grabbelkiste schon 33 € haben will, dann muss ich dort keine Zeit verschwenden, nie mehr :wink: ).
Hallo,
so etwas hörer ich gern. Ich habe vor "ewigen Jahren" mal eine Wühlkiste mit etwa 30 Euro (oder eher DM ? ) gehabt und dort 3 sehr tolle Münzen gefunden, eine stelle ich mal vor.

Schöne Grüße,
MR
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Re: Wo römische Münzen kaufen?

Beitrag von areich » Sa 25.12.10 18:05

Die, die Altamura wahrscheinlich meint war voller sehr schöner (aber mehr auch nicht) Spätrömer. Ich habe sie der Form halber auch mal durchwühlt aber ich habe nichts gefunden und das macht auch keinen Spaß. Sonst habe ich nichts gegen teure Grabbelkisten, wenn sie den Preis wert sind.

Die hier habe ich mal aus einer 25€-Kiste gesammelt aber 95% oder mehr waren Denare. Ob die 25€ oder mehr wert waren weiß ich nicht.

[ externes Bild ]

Phrygia, Kibyra, Heracles / Men, AE17
AE17, 3.15g
obv: bearded head of Heracles right
rev: KIBVΡATΩN Men standing left with sceptre and patera over altar

World Money Fair Berlin 02/09, Peus
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Re: Wo römische Münzen kaufen?

Beitrag von Numis-Student » Sa 25.12.10 18:07

Und weil es gerade Spass macht, gleich noch einer aus einer 25-Euro-Wühlkiste: http://www.numismatikforum.de/download/ ... &mode=view und http://www.numismatikforum.de/download/ ... &mode=view ...
Schöne Grüße,
MR
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Re: Wo römische Münzen kaufen?

Beitrag von Altamura » Sa 25.12.10 18:42

areich hat geschrieben:Die, die Altamura wahrscheinlich meint war voller sehr schöner (aber mehr auch nicht) Spätrömer. ...
Die wird's wohl gewesen sein. Es waren aber auch ein paar silberne Baktrier drin (wegen den Spätrömern hätte ich nicht reingeschaut :wink: ), die waren aber von derart bescheidener Erhaltung, dass sie mir keine 33 € wert zu sein schienen.

Als ich diese Kiste beim letzten Mal sah (von weitem :wink: ), hätte man aber schon vier für 100 € bekommen können. Da scheint jemand etwas geahnt, aber noch nicht so richtig geglaubt zu haben :| .

Gruß

Altamura

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Re: Wo römische Münzen kaufen?

Beitrag von Horschti » So 26.12.10 00:57

Ich sehe ein, dass man beim Sammeln keinen Verlust durch Schrott machen will. Aber "Gewinn" zu machen ist ja auch nicht der Sinn, oder? Klar, wenn man weiß, die ist mehr wert als man gegeben hat, ist das ein schönes Gefühl. Aber Gewinn ist es erst, wenn man sich dann auch verkauft. Und das macht man als Sammler sicher eher selten bis ungerne, wenn es nicht sein muss.

Womit habt ihr denn angefangen bzw wie wurdet ihr überhaupt darauf aufmerksam? Seid ihr anfangs über den Tisch gezogen worden? Oder seid ihr ganz gezielt an die Sache gegangen und habt euch vorher informiert, z.B. hier, bei anderen Experten, irgendwo im Netz und in Büchern?

LG

Altamura
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Re: Wo römische Münzen kaufen?

Beitrag von Altamura » So 26.12.10 08:42

Horschti hat geschrieben:... Aber Gewinn ist es erst, wenn man sich dann auch verkauft. Und das macht man als Sammler sicher eher selten bis ungerne, wenn es nicht sein muss.
...
Ich verkaufe mich eigentlich gar nie, ich wüsste auch nicht, ob mich überhaupt jemand kaufen wollte :wink: .

Aber im Ernst: Wenn man Gewinne machen will, dann sollte man, je nach Temperament, an die Börse oder auf die Sparkasse gehen :wink: . Mein Ziel beim Sammeln ist Spaß auf höherem Niveau (man könnte auch etwas gewählter von "Erbauung", "Freude" oder Ähnlichem reden, aber das hüllt nur ein bildungsbürgerliches Mäntelchen um den wahren Kern der Sache).

Wenn ich eine Kinokarte kaufe, dann zahle ich dafür, dass ich etwa zwei Stunden gut unterhalten werde und in eine andere Welt abtauchen kann. So ähnlich ist das bei mir mit dem Münzensammeln auch, nur, dass die Eintrittskarten leider manchmal etwas teurer sind :? .

Gruß

Altamura

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Re: Wo römische Münzen kaufen?

Beitrag von mias » So 26.12.10 12:15

Horschti hat geschrieben:Womit habt ihr denn angefangen bzw wie wurdet ihr überhaupt darauf aufmerksam? Seid ihr anfangs über den Tisch gezogen worden? Oder seid ihr ganz gezielt an die Sache gegangen und habt euch vorher informiert, z.B. hier, bei anderen Experten, irgendwo im Netz und in Büchern?
Viele Fragen:

Womit habt ihr denn angefangen bzw wie wurdet ihr überhaupt darauf aufmerksam?
Ich bin eher durch Zufall auf roemische Muenzen gestossen vor ueber 20 Jahren, als ich in einem Strassenladen Antoniniani aus dem dritten Jahrhundert gesehen hatte.

Seid ihr anfangs über den Tisch gezogen worden?
Ja, nicht nur Anfangs, sondern auch nach Jahren des Sammelns. Man muss sehr vorsichtig sein. Auch wenn Du im Fachhandel kaufst, heisst das nicht, dass Du hier nicht ueber den Tisch gezogen werden kannst.

Bitte nicht fragen, wieviel Geld ich in den Sand gesetzt habe... :oops:

Oder seid ihr ganz gezielt an die Sache gegangen und habt euch vorher informiert, z.B. hier, bei anderen Experten, irgendwo im Netz und in Büchern?
Erst richtig aufgeschlaut wurde ich durch dieses Forum nach 15 jaehriger Sammlertaetigkeit. Davor habe ich eigentlich - sagen wir - wenig Ahnung gehabt. Also hier immer mal wieder mitlesen, man bekommt dann mit der Zeit eine Vorstellung davon, was Qualitaet ist und was nicht. Was ich gut an den Forum finde ist, dass man nicht nur auf Ebay Schrott sondern auch auf Schrott im sogenannten Fachhandel aufmerksam machen darf. Dadurch lernt man ungeheuer viel. Ne plumpe Ebay-Faelschung zu erkennen, die Faehigkeit bekommst Du relativ schnell, aber im Fachhandel die Spreu vom Weizen zu unterscheiden, das bedarf doch einiger Erfahrung.

Gruss,

Mias

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Re: Wo römische Münzen kaufen?

Beitrag von areich » So 26.12.10 13:08

Über den Tisch gezogen nicht aber ich habe anfangs auch Ungereinigte von zwielichtigen Typen gekauft. Natürlich war ich nie so blöd zu glauben, man würde Gold darin finden (habe auch nie eine blankgeschrubbte Messingmünze für Gold gehalten) aber der Schrott, den man in der Regel bekommt ist ja nicht mal annähernd so wie auf den Bildern.
Fälschungen habe ich in den ersten 3-4 Jahren keine gekauft, weil ich auf Ebay aufgepasst habe, meine ersten habe ich auf einer Börse aus einem Haufen 'Bodenfunde' gezogen. So richtig dreckig sahen die unverdächtig aus, obwohl es zwei identische Güsse waren. Das hat mich dann in meine erste Krise gestürzt, was im Nachhinein lächerlich war, denn die Münzen waren ohne den Sand drauf überhaupt nicht gut gemacht. Aber finanziell war nicht mal der Besuch an diesem Stand ein Reinfall, weil ich einige andere preiswerte echte Münzen dort gekauft habe.

Jetzt glaube ich sogar, daß die Verkäufer das vielleicht gar nicht wussten. Daß man zuviel bezahlt kommt immer wieder vor, für Münzen, die man noch nie gesehen hat, die also selten sein müssen. :D Aber ich ärgere mich nicht lange, wenn ich für eine Münze 30€ bezahle, die vielleicht nur die Hälfte wert ist.
Nach wie vor gebe ich keine größeren Beträge ohne Recherche aus, wenn ich den Preis spontan nicht beurteilen kann.

Solange Du ein paar Grundregeln beachtest, wie einen Verkäufer sorgfältig zu prüfen, bevor Du kaufst, egal wo der Verkäufer seine Münzen anbietet
und zu Anfang klein anzufangen, kannst Du nicht viel falsch machen. Großartig zu planen, oder sich mit Gewalt ein 'Spezialgebiet' aufzuzwängen, nur weil man das Gefühl hat, man bräuchte eins nimmt einen Großteil des Spaßes aus dem Hobby. Was ich noch raten würde, wäre nicht zu begrenzt zu sammeln, also ruhig mal den einen oder anderen Griechen, Parther, Sasaniden etc. um Deinen Horizont etwas zu erweitern.

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Re: Wo römische Münzen kaufen?

Beitrag von alexander20 » So 26.12.10 15:56

Hallo Horschti,

in der Tat viele Fragen, die ich aber auch gerne beantworte:

Zum ersten mal mit römischen Münzen in Kontakt gekommen bin ich im Latein - und zum Teil auch im (Alt-) Griechischunterricht. Mein damaliger Lateinlehrer ( wir reden hier über die frühen siebziger Jahre) wollte den Lateinunterricht über antike Münzen anschaulicher machen, was ihm auch gelungen ist. Meine Lateinnote verbesserte sich von einer vier auf eine zwei. :D
Nun während meines Jurastudiums habe ich nebenbei noch Alte Geschichte studiert und bin auf die Numismatik als Hilfswissenschaft der Alten Geschichte gestossen. Tja und so sammle ich nun seit na ja round about 30 Jahren römische Münzen , wobei ich mich bereits zu Beginn meiner Sammeltätigkeit auf die römische Kaiserzeit und etwas später dann auf die Münzen des 2. und 3. Jahrhunderts (dort isnsbesondere die Severer) spezialisiert habe. Tja so wird wohl jeder seine numismatische "Vita" haben.

Ob ich viel Geld "in den Sand gesetzt habe"? Nun so würde ich das nicht bezeichnen. Sicher habe ich "Lehrgeld" gezahlt, indem ich auch mal Münzen überteuert gekauft habe oder in meinen frühen Sammlerjahren auch schon mal die eine oder andere gefälschte. Ich habe mich allerdings niemals darüber aufgeregt etwa Geld verloren zu haben. Die Münzen, die ich überteuert gekauft habe, haben mir damals gefallen und ich wollte sie sozusagen "um jeden Preis" , also habe ich eben bezahlt. Worüber sollte ich mich also aufregen ? Ich habe ja ganz bewußt so entschieden. Und das Geld , das ich für gefälschte Münzen hingelegt habe, na ja ich habe es als Lehrgeld betrachtet. Und ob es viel Geld war? Nun das ist ja immer eine Definitionssache oder? Für den einen sind 30 € viel , bei dem anderen fängt das Sammeln erst ab 300 oder 3000 € an. Na bei mir war es jedenfalls so, dass ich immer zuallererst auf die Qualität sprich die Erhaltung der von mir erworbenen Münzen geachtet habe. Entsprechende Summen habe ich dann natürlich auch ausgegeben.

Zeitgleich mit dem Erwerb meiner Münzen habe ich auch im Laufe der Jahre meine geschichtliche und numismatische Literatur ergänzt und erweitert, so dass ich heute von Mommsen bis zum RIC zumindest die wesentliche Literatur besitze. Ich halte es auch für einen ernsthaften Sammler für essentiell, sich eben auch die entsprechende Literatur dazu anzuschaffen. Da meine Generation nun wahrlich nicht mit Laptops , Computer usw. aufgewachsen ist, bevorzuge ich persönlich nach wie vor eben Bücher. Allerdings habe ich - gerade auch durch das Forum hier gelernt, dass man sich auch manch hochinteressante Information aus dem Netz ziehen kann.

Letztlich denke ich, wird jeder im Laufe seiner eigenen Sammeltätigkeit genau das finden, was ihm auch Spass macht. Und das Forum hier ... nun ja das ist wirklich eine große Hilfe dabei!!! :D

Gruss

alexander20

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Re: Wo römische Münzen kaufen?

Beitrag von emieg1 » So 26.12.10 16:47

Horschti hat geschrieben:
Womit habt ihr denn angefangen bzw wie wurdet ihr überhaupt darauf aufmerksam? Seid ihr anfangs über den Tisch gezogen worden? Oder seid ihr ganz gezielt an die Sache gegangen und habt euch vorher informiert, z.B. hier, bei anderen Experten, irgendwo im Netz und in Büchern?
Vor knapp 20 Jahren bin ich erstmalig mit römischen Münzen aneinander geraten quasi als logische Konsequenz durch mein Interesse an antiker Philosophie und Geschichte. Damals beschränkten sich meine römischen Sammelgebiete auf Republikdenare und Ausgaben zur Saecular-Feier unter Philippus Arabs. Das Angebot war beschränkt auf die Münzbörsen in meiner Umgebung (Dortmund und Trier-Konz) und Auktionen in Köln. Die Preise waren teilweise echt lachhaft; für einen Vercingtorix-Denaren hab ich bei einer Kölner Auktion umgerechnet 30 Mark hingelegt. Wenn du Glück hast, bekommst du ihn heute für einen mittleren dreistelligen Eurobetrag. Leider habe ich meine Sammlung jedoch später bei ebay komplett versteigert; besagter Vercingtorix hatte da um die vierhundert Euro erzielt und TROTZDEM hätte ich ihn lieber behalten sollen.

Vor ein paar Jahren bin ich dann erneut süchtig geworden. Anfänglich habe ich Kaiserreich quer beet gesammelt, aber mittlerweile beschränke ich mich in erster Linie auf östliche Denare der Severer (insbes. Alexandria) und Imitationen. Nebenbei bin ich noch Portraitfetischist und wenn mir dann mal ein besonderes Portrait ausserhalb meiner speziellen Sammelgebiete preisgünstig über den Weg läuft, sage ich auch nicht nein. Sich ein klein wenig zu spezialisieren macht schon Sinn: Man hat die Chance, auch mal etwas richtig seltenes abgreifen zu können, was oberflächlichen Betrachtern verborgen bleibt. Ferner ist man nicht dieser Reizüberflutung bei ebay, vcoins & Co. ausgesetzt und letztendlich schützt eine präzise Kenntnis eines oder weniger Sammelgebiete eher vor Fälschungen. Mein Schaden durch fakes liegen im untersten zweistelligen Bereich. Genaugenommen war es nur ein falscher Trajan für ca. zwölf Euro; zwei falsche Philippi konnte zurückgeben und einen gefakten Marc Antony hatte ich unter der Prämisse "gefakt" erworben nach dem Motto: "Der Sieg der Hoffnung über die Erfahrung".

Wenn ich mir selbst nicht sicher bin, frage ich bei den jeweiligen Experten hier im Forum via PN nach. Nach Möglichkeit sollten Münzen aus laufenden Auktionen vor deren Ablauf aus verständlichen Gründen hier nicht publiziert werden. Aber bevor ich meine Frage losschicke, wälze ich ACSearch, wildwinds, RIC u.a.

:!:

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Re: Wo römische Münzen kaufen?

Beitrag von Mithras » Mo 27.12.10 14:32

Hallo Horschti,
ich finde es auch sehr spannend, wer wie zu seinem Hobby kam - auch deswegen, weil ich in meinem Beruf und dort im täglichen Umgang mit jungen Menschen leider immer mehr feststellen muss, dass die junge Generation kaum noch Zugang zum Thema und Interesse an ihm hat - Münzsammler sind evtl. irgendwann selber RRR (extrem selten) ;-)
Horschti hat geschrieben: Womit habt ihr denn angefangen bzw wie wurdet ihr überhaupt darauf aufmerksam?
Bei mir fing die Faszination am Münzen sammeln mit einem Lot an, in welchem ein Siegel war, was das Ziel meines Begehrens und mein eigentliches Sammelgebiet war, in welchem sich aber auch einige römische Münzen befanden.
Horschti hat geschrieben: ...Aber "Gewinn" zu machen ist ja auch nicht der Sinn, oder? ...
Den eigentlichen Gewinn sehe ich so, wie Altamura das wunderbar beschrieben hat, in der greifbaren Beschäftigung mit einem Stück Geschichte - ein Zeitvertreib, der Ausgleich schafft und bildet.
Irgendwann werde ich wohl meine Sammlung auch spezialisieren und umbauen - dann hoffe ich, die abzugebenden Stücke wertausgleichend getauscht zu bekommen oder wenigstens kostendeckend zu veräußern - aber wirklicher materieller Gewinn? Kann ich persönlich nicht absehen! Und wenn ich die viele Zeit, die ich mit den Objekten verbrachte, in einen Stundenlohn umrechne, ist erst recht keine Rede mehr von "Gewinn"! ;-)
Gewinn gäbe es glaub nur, wenn man mit den Münzen spekuliert, Schnäppchen erkennt, preiswert kauft und wieder verkauft, ohne sich für sie zu interessieren.
Doch das ist nicht mein Anliegen.
Horschti hat geschrieben: ...Seid ihr anfangs über den Tisch gezogen worden?...
mit Sicherheit! - und nur durch mein Unwissen! ;-) Dieses Forum habe ich leider erst viel zu spät entdeckt. :-(

LG
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Re: Wo römische Münzen kaufen?

Beitrag von areich » Mo 27.12.10 17:40

Ich wollte mit der Rechnung nur nochmal darauf hinweisen, daß der Kauf von Ungereinigten nur Sinn macht, wenn man Spaß am Reinigen hat. Nicht um sich Stücke für die Sammlung auf die Art zu besorgen, nicht um damit Geld (egal wie wenig) zu verdienen und nicht, um damit besonders viel über Münzen zu lernen. Es ist teurer als 'normal' zu sammeln und sollte einem schon Spaß machen.

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Re: Wo römische Münzen kaufen?

Beitrag von Horschti » Mi 29.12.10 14:27

Was mir Spaß macht und was nicht sehe ich im Laufe der Zeit :) Vielleicht macht mir ja weder die Restauration noch das Sammeln spaß.
Ich lasse das mal auf mich zukommen. Ich denke, das merkt man dann auch schnell genug.

Ein bestimmtes Gebiet habe ich nicht, denke ich. Zumindest nicht bisher. Einfach alt ist toll. Römisch, griechisch, keltisch und was es da noch alles gibt. Ich halte mir da alle Optionen offen und muss dann wieder schaun, was mich am meisten fesselt.

Ich danke euch schonmal allen, dass ihr euch meiner so nett angenommen habt. Da sind jede Menge wichtiger Informationen zusammen gekommen. Das muss einfach einen guten Start in die Numismatik geben :D

LG

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Re: Wo römische Münzen kaufen?

Beitrag von Mithras » Mi 29.12.10 15:39

Je mehr ich hier mitlese, um so mehr kommt das Bedürfnis in mir auf, meine Münzsammlung etwas zu spezialisieren. Die von klausklage im biete/suche-thread gezeigte Caracalla-Portraitfolge wäre zum Beispiel etwas, das mich reizt, in dieser oder ähnlicher Art zukünftig zu strukturieren. Auch eine Sammlung aller Nominale einer Zeit und einer Region wäre etwas.

Im Moment habe ich, was Münzen betrifft, aus allen Epochen etwas. Einige seltenen Stücke, einige recht ordentlich erhaltene Stücke - aber irgendwie ohne Struktur. Am liebsten würde ich alles in einen Pott schmeißen, verkaufen oder tauschen - und neu beginnen. ;-)

Mein seltener Probus zum Beispiel geht doch in meiner "wilden" Sammlung unter und wäre in einer Spezialsammlung bestimmt besser aufgehoben?!?
Oder baue ich mir eine Probus-Sammlung auf? Hm. Schwierig. Ich brauche Anregungen.

Daher meine ergänzende Frage: wo kann man Münzen am besten verkaufen oder tauschen? Wo finden speziellere Stücke die größte Beachtung von Insidern?
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Re: Wo römische Münzen kaufen?

Beitrag von areich » Mi 29.12.10 16:39

So funktioniert das aber nicht, eine 'Spezialsammlung' kann man nicht eben so beschließen, das muß von allein kommen oder eben auch nicht.

Die Sache mit der Seltenheit ist eben die, wenn man kein Spezialsammler ist, dann ist es, außer vielleicht beim Wiederverkauf, fast völlig bedeutungslos, ob sie nun selten ist oder nicht. Z.B. bei Probus gibt es ja kaum wirklich Münzen, die auch für einen Nicht-Spezialisten spektakulär sind. Besonders wenig Sinn macht es, als Nicht-Spezialist einen Aufpreis für diese Seltenheit zu bezahlen.

Ich sammle z.B. Griechen so ziemlich ohne Plan, nur gefallen müssen sie mir, die würde ich nur in der größten Not alle verkaufen wollen, eigentlich ist keine dabei, von der ich mich einfach so trennen könnte.

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