Brandenburg

Alles was von Europäern so geprägt wurde
SPQR
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Re: brandenburgische Pfennige

Beitrag von SPQR » Do 24.07.14 15:14

Ich habe hier noch einen mehrmals geteilten Pfennig es müsste sich um Dannenberg 113 handeln. Bf 571.
VS Auf einem Bogen sitzender,behemlmter und nach rechts blickender Markgraf,links ein Schwert und rechts ein Adlerschild haltend, über letzterem ein kleines Tatzenkreuz.
Rs Neben einem hohen,befußten Lilienzepter unten 2 Adlerschilde, darüber zwei Helme mit hohem Adlerflug.

Finde die Ausprägung vom Markgraf recht schön. alles wenig abgegriffen.
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Dannenberg 113.JPG

Büffel
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Re: brandenburgische Pfennige

Beitrag von Büffel » Do 24.07.14 20:47

jot-ka hat geschrieben: P.S. Habt Ihr Interesse an weiteren Münzen aus Brandenburg, Spät-MA, ab 1415,
wie Hohlpfennig, Scherf, Vierchen, Groschen, Halbgroschen? Das ist eigentlich mein Hauptsammelgebiet.
Die anderen Nominale müßte aber ein Moderator absegnen, die passen nicht zu 'brandenburgische Pfennige'.
Oder das Thema wird vielleicht in 'Brandenburg' umbenannt?
Ach jetzt kommt erst dein Hauptsammelgebiet :D
Mach das auf jeden Fall, dieser Thread hat sich zu einer schönen Datenbank entwickelt die es sonst nirgends gibt.

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Albert von Pietengau
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Re: brandenburgische Pfennige

Beitrag von Albert von Pietengau » Do 24.07.14 20:54

Hi,

Dannenb. 113 bzw. Bahrf. 571 ist korrekt. Das kann auch ischbierra bestätigen. :wink:

Dann habe ich noch einen schön getönten "Freddy" (OTTO mit "Scherenhänden"(Bahrf. 193b)) zu bieten.

Sehe erst jetzt am (vergrößerten) Foto, dass der Av. bereits beschriftet ist! 8O :roll: Naja, wenigstens richtig.




@jot-ka:

Vielen Dank für Deine umfassende und akribische Präsentation der Brandenburgischen Pfennige. Bitte weiter machen, aber hier im MA nur bis 1500! :D


Gruß
AvP
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K800_Zwischenablage02.JPG
Askan. Haus (13./14. Jh.); Dannenb. 113; Bahrf. 571
K800_Zwischenablage01.JPG
K800_P1120503.JPG
OTTO? (13./14. Jh); Dannenb. 129; Bahrf. 193b
K800_P1120502.JPG
Zuletzt geändert von Albert von Pietengau am Do 24.07.14 22:00, insgesamt 3-mal geändert.
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Albert von Pietengau
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Re: brandenburgische Pfennige

Beitrag von Albert von Pietengau » Do 24.07.14 20:59

Büffel hat geschrieben:
jot-ka hat geschrieben: P.S. Habt Ihr Interesse an weiteren Münzen aus Brandenburg, Spät-MA, ab 1415,
wie Hohlpfennig, Scherf, Vierchen, Groschen, Halbgroschen? Das ist eigentlich mein Hauptsammelgebiet.
Die anderen Nominale müßte aber ein Moderator absegnen, die passen nicht zu 'brandenburgische Pfennige'.
Oder das Thema wird vielleicht in 'Brandenburg' umbenannt?
Ach jetzt kommt erst dein Hauptsammelgebiet :D
Darüber musste ich auch lachen. :P
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jot-ka
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Re: brandenburgische Pfennige

Beitrag von jot-ka » Fr 25.07.14 19:41

Hallo Freunde der brandenburgischen MA-Münzen!
Zuerst einmal vielen Dank für die aufmunternden Worte (auch über PNs).
Es geht also weiter.

@A.v.P.: Danke für's Zeigen.
Da haben wir nun schon die 3. Händevariante.
Ich kenne die Kugelhände - so wie Boxhandschuhe (hab' ich) - und die spitzen Scheren.
Bei dem von dir vorgestellten Stück sind das Gnubbelscheren, wahrscheinlich von den Brüsselern entschärft
wegen der Verletzungsgefahr.
Der Porträtstil dieses Stempelschneiders kam in den letzten Jahren öfter vor.

Hier geht es nun im Thema weiter:
Im Jahre 1415 begann für die Mark Brandenburg ein neues Zeitalter.
Friedrich aus dem Hause Hohenzollern, als Friedrich VI. Burggraf von Nürnberg 1397–1420,
wurde Kurfürst von Brandenburg nachdem er bereits seit 1411 oberster Hauptmann
und Verweser der Mark Brandenburg war.
Es begann eine fast 500 Jahre währende segensreiche Herrschaft der Hohenzollern über die Mark Brandenburg.
Die Verhältnisse in der Mark waren 1415 nicht unbedingt günstig, ein marodes Geldsystem, unsichere Verkehrswege,
Handelsleute mieden die Mark, regelmäßige Überfälle der Raubritter auf die Dörfer, Städte und Warentransporte.
Da gab es viel zu tun.
Und Friedrich stellte sich den Anforderungen, kämpfte gegen die Raubritter und reformierte das Geldwesen,
wobei er sich am einzigen stabilen Faktor orientierte: Die Emissionen der Städte Stendal, Salzwedel, Berlin und Frankfurt
(Reihenfolge der Aufzählung entsprechend der Bedeutung).
Er ließ Hohlpfennige mit glattem Rand, einem Adler nach links mit Fängen prägen,
oben auf dem Rand befindet sich ein Zollernschild.
"Oft ist der Zollernschild durch mangelhafte Ausprägung und schlechten Stempelschnitt kaum erkennbar
und läßt fantasievolle Deutungen zu."
Lothar Tewes, Die brandenburgischen Adlerhohlpfennige von ca. 1380 bis 1510
NUMISMATISCHES NACHRICHTENBLATT (NNB) 40, Juni 1999, S. 242.
Und damit ist die neben Bahrfeldt Bd. II für uns wichtigste Literatur für die Adlerhohlpfennige genannt.
Für die Zeit ab Johann Cicero spielt eine weitere Publikation von Prof. Kluge eine bedeutende Rolle,
wir kommen noch auf diese Arbeit zurück.
Ein Adlerhohlpfennig mit dem Zollernschild ist auf der 1. Seite dieses Themas zu sehen.
Hier kommt der nächste:

Hohlpfennig, Mzst. Brandenburg, Bf. 6a / Tewes T 5a, 0,27 gr, Dm. ca. 16,5 mm

SG, jot-ka

P.S. Ich habe einmal Zeichnungen der neuen Denartypen des Fundes Molchow gemacht.
Wenn Interesse besteht, rede ich mit Locnar, wie man das hier im Forum am besten unterbringt.
Meine Beiträge hier werden sich noch einige Zeit hinziehen,
es fehlen noch so viele Fotos.
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Brandenburg B6a_T5a.jpg

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Re: brandenburgische Pfennige

Beitrag von jot-ka » Sa 26.07.14 18:47

Heute folgt der nächste und letzte Adlerpfennig mit dem Zollernschild.
Die Fänge des Adlers waren den kurfürstlichen Münzen vorbehalten,
die zeitgleichen Adlerpfennige der Stadt Salzwedel (siehe Bf 2a auf Seite 1 dieses Themas) hatten keine.

Friedrich I., 1415-1440
Hohlpfennig, Mzst. Brandenburg a. d. Havel, Bf. 6i / Tewes T 5a, 0,36 gr, Dm. ca. 16,5 mm
Der Adlerkörper und die Schwingen aus Kugeln gebildet.

SG, jot-ka
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Brandenburg B6i_T5a.jpg

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Re: brandenburgische Pfennige

Beitrag von jot-ka » So 27.07.14 19:47

Außer den Hohlpfennigen mit dem Zollernschild gibt es noch solche mit einer Kugel oben auf dem Rand,
einem Ringel oder 2 Punkten (Bahrfeldt Bd. II Nr. 2d-f, Tewes T 3b,c 6) sowie ein unediertes Stück
in einer Privatsammlung mit dem Zollernschild und einem nicht identifizierten Zeichen bei 2 Uhr.
Auch der Adler nach rechts ohne Zeichen auf dem Rand kommt vor.
Brandenburg war in der Zeit Friedrich I. nicht die die einzige Münzstätte.
Die Vorbereitung der Feldzüge der Hussitenkriege 1429-32 erforderten riesige Summen
und der Kurfürst ließ weitere Münzstätten in Tangermünde, Stendal und Prenzlau einrichten
(Lothar Tewes, NNB 6/99 S. 240).
Im Jahre 1427 erhielten sein Statthalter Markgraf Johann die Prägeerlaubnis für die Mzst. Brandenburg
und die Stadt Gardelegen (auf S. 1 in diesem Thema) das Recht eigene Pfennige zu prägen.
Der nächste Pfennig ist einer aus der Prägestätte Prenzlau in der Uckermark, als Prägestätte zuerst 1430 genannt:
Friedrich I., 1415-1440
Hohlpfennig, Mzt. Prenzlau, Bf. 3a / Tewes T 9, 0,28 g, Dm. 16,8 mm
Der Helm oben auf dem Rand ist leider etwas beschädigt,
die Ähnlichkeit mit der Abb. aus dem Bahrfeldt aber offensichtlich.
SG, jot-ka
P.S. Am nächsten Wochende geht es mit Tangermünde weiter.
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Prenzlau_B3a_T9.jpg

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Re: brandenburgische Pfennige

Beitrag von jot-ka » So 03.08.14 12:41

Hallo Brandenburgsammler,

Die Münzen aus Tangermünde, Stendal und Salzwedel kommen später, wenn die Bilder fertig sind.
Jetzt schiebe ich mal Pfennige von
Friedrich II. dem Eisernen, Kurfürst von Brandenburg 1440-1470, ein.

Unter dem zweiten Friedrich aus dem Hause Hohenzollern bekamen die Hohlpfennige ab etwa 1440 einen Strahlenrand.
Adler mit Fänge nach links, oben auf dem Rand der Zollernschild
Geprägt wurden diese Pfennige in der Mzst. Brandenburg an der Havel.
Bedingt durch den langen Prägezeitraum sind die Adlerdarstellungen recht unterschiedlich.
Die bei Bahrfeldt gelisteten Varianten sind lediglich Stellvertreter für Stempelgruppen.
Eine exakte Zuordnung ist bei der Vielzahl der existierenden Stempel kaum möglich
und auch nicht unbedingt erforderlich, weshalb Herr Tewes diese Hohlpfennige unter seiner Nr. T 10 zusammengefaßt hat.

Bahrfeldt 6l, Tewes T 10, 0,34 g, 16 mm, Prägezeitraum 1440-1463,
ältere Adlerdarstellung, an die Pfennige Friedrich I. angelehnt

SG, jot-ka
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Brandenburg Hohlpfennig 1.jpg

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Re: brandenburgische Pfennige

Beitrag von jot-ka » Di 05.08.14 18:26

Hier ein weiteres Beispiel für die Adlerpfennige mit dem Zollernschild:
Bahrfeldt 6n, Tewes T 10, 0,36 g, 15,5 mm, Prägezeitraum 1440-1463,
modernere Adlerdarstellung ähnlich der auf den ab 1463 folgenden Pfennigen,
der Adler mit Fängen
SG, jot-ka
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Brandenburg Hohlpfennig 2.jpg

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Re: brandenburgische Pfennige

Beitrag von jot-ka » Mo 11.08.14 18:49

Hallo Freunde der brandenburgischen MA-Münzen,
heute kommen hier zwei Pfennige aus der Zeit 1463-1468:

Ab 1463 verlor der Adler seine Fänge, der Zollernschild war schon kurz vorher verschwunden (Bf. 7a-g).
Waren das Einsparungen oder die Unterscheidung von den älteren Pfennigen? Vermutlich beides.

Hohlpfennig, Bf. 7i, Tewes T 13a, 0,33 g, ca. 18 mm, Prägezeitraum 1463-1468
Adler nach links, ohne Fänge

untere Abbildung:
Hohlpfennig, Bf. 7-Gruppe, Tewes ?, 0,302 g, ca. 17 mm, Prägezeitraum 1463-1468
Adler nach links, ohne Fänge
Auffällig sind die geraden Flügeloberkanten, nicht so barock wie bei dem oberen Pfennig.
Der Adler-Stil ist etwas anders.

Die Münzstätte für beide Hohlpfennige ist Brandenburg an der Havel.

SG, jot-ka
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Brandenburg Hohlpfennig 3.jpg
Brandenburg Hohlpfennig 4.jpg

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Re: brandenburgische Pfennige

Beitrag von jot-ka » Do 14.08.14 19:21

Ab 1463 wurden zwei weitere Münzstätten für die Hohlpfennigprägung in Betrieb genommen:
Frankfurt und Prenzlau.
Außerdem wurden Groschen und Pfennige in Havelberg (ab 1464), Rathenow (ab 1466) und
Königsberg in der Neumark (ab 1468) geprägt.

Die Frankfurter Pfennige haben oben auf dem Rand ein 'F' und existieren in mehreren Stempelvarianten:
Ohne weitere Beizeichen (Bf. 12a,c/T 16a) , mit einem Punkt unter dem linken Flügel (B 12b/T 16d),
mit Punkt auf dem Rand links und rechts (B 12d/T 16c), ein Stern rechts auf dem Rand (B 12e/T 16b)
sowie eine weitere Version in meiner Sammlung mit einem Punkt links und zwei Punkten rechts auf dem Rand.

Als Beispiel für diese Frankfurter kommt hier die Variante ohne Beizeichen:
Hohlpfennig, Bf. 12c, Tewes T 16a, 0,305 g, ca. 16 mm
Adler nach links, oben auf dem Rand 'F', ohne Beizeichen

Die Abbildung ist von muenzauktion.com aus dem Angebot der Fa. Olding in den MA-shops
und wie ein Zitat zu betrachten.
Inhaber der Urheberrechte ist Fa. Olding.
Für die Genehmigung die Bilder der von mir gekauften Münzen wiedergeben zu dürfen,
möchte ich mich an dieser Stelle bei der Münzhandlung Olding ausdrücklich bedanken!

Das 'F' ist nur selten komplett zu sehen und gut ausgeprägt.
Meist ist es unvollständig und/oder unsauber ausgeprägt
und bietet somit Spielraum für abenteuerliche Interpretationen,
mitunter ist es kaum zu erkennen.
So wie auf dem folgenden Beispiel habe ich das 'F' vorher noch nie gesehen.

SG, jot-ka
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140107073bz.jpg

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Re: brandenburgische Pfennige

Beitrag von jot-ka » So 17.08.14 18:48

Heute haben wir hier eine Premiere.

Ein unedierter Pfennig aus der Münzstätte Rathenow.
Ab der Münzreform 1468 bekam der Adler der kurfürstlichen Pfennige wieder Fänge
und die Blickrichtung änderte sich nach rechts.
Bislang bekannt waren nur die Typen Bf. 7b / Tewes T 22 aus der Münzstätte Brandenburg und
und Bf. 11 / Tewes T 21 aus der Münzstätte Königsberg/Neumark.
Wir haben jetzt für die Pfennigprägung in der Zeit ab 1468 den Nachweis einer dritten Münzstätte.
Als vor zwei Jahren mein 3. Exemplar der Pfennige mit dem Adlerkopf nach rechts ankam,
fiel bei einem Vergleich der drei Stücke mit den Abbildungen bei Tewes auf, daß der Pfennig seiner Abbildung T 22
an der selben Stelle die gleiche Auffälligkeit aufweist wie meiner (Literaturangabe weiter unten).
Ich hatte das jahrelang für eine Beschädigung gehalten.
Aber zwei Stücke mit derselben Beschädigung an der gleichen Stelle ist kein Zufall!
Eine genaue Untersuchung (auch der Rs.) ergab, daß dort ein Buchstabe geprägt ist, die gotische Minuskel 'r'.
Von 1466-1468 hatten die Pfennige aus Rathenow die Minuskel 'r' unten auf dem Rand (Siehe S. 1 in diesem Thema).
Ab 1468 wanderte das Mzz. nach links.

Auf dem unteren Bild sind alle drei bekannten Pfennig-Typen mit dem Adlerkopf nach rechts zu sehen (1 2 3).

1: Mzst. Brandenburg, 0,31 g, ohne Beizeichen, Bf. 7b / Tewes T22, Prägezeit 1468-1475

2: Mzst. Königsberg/Neumark, 0,33 g, Versal 'K' oben auf dem Rand, Bf. 11 / Tewes T 22, Prägezeit 1468-1470 (?)

3: Mzst. Rathenow, 0,35 g, Minuskel 'r' links auf dem Rand, Bahrfeldt - / Tewes -, Prägezeit 1468-1470

Die Pfennige aus der Mzst. Brandenburg wurden wahrscheinlich bis 1475, also auch unter Albrecht Achilles geprägt.
Bei den Königsbergern wäre eine Prägung bis nach 1470 ebenfalls denkbar.

Siehe dazu
Lothar Tewes
Das brandenburgische Geld zur Finanzierung der Pommernabwehr 1470/72 in der Neumark
Numismatisches Nachrichtenblatt November 2009 (NNB 11/09) S. 433-437.

Abbildung T 22 in
Lothar Tewes
Die brandenburgischen Adlerhohlpfennige
Numismatisches Nachrichtenblatt Juni 1999 (NNB 6/99) S. 241-245

SG, jot-ka
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Rathenow_ab_1468_comb.jpg
Rathenow ab 1468
Bbg_Kbg_Row.jpg
Brandenburg-Königsberg-Rathenow

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Re: brandenburgische Pfennige

Beitrag von jot-ka » So 24.08.14 18:24

Hallo Freunde der brandenburgischen MA-Münzen,
bevor es mit Pfennigen von Friedrich I. & II. weitergeht, kommen hier erst noch Neuzugänge aus älterer Zeit.
Zuerst ein anhaltischer Beischlag zu Da. 185 / Bf. 594 (weiter vorn im Thema vorgestellt):
AS 225
Thormann -
Da. 185B
Bf. 596

Graf mit zwei bewurzelten Lilien / in einem Vierpaß Kreuz mit Dreiblättern an den Enden, je vier Punkte
in den Winkeln des Kreuzes und des Vierpasses
0,53 g, 14,5 mm

"Prägezeitbestimmender Fund: Aschersleben Nr.61, 1 Ex., 0,43g.
Weitere Funde:
Cösitz Nr.44, 1 Ex., 0,46g;
Netzow Nr.153, 1 Ex."

Nach den Funden um 1350 geprägt; Dannenberg, Die Denare der Nachbarn ...

(Die Münze ist aus den MA-Shops, 25 Euro + anteiliges Porto)

SG, jot-ka
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AS225_comb.jpg

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Re: brandenburgische Pfennige

Beitrag von SPQR » Di 26.08.14 20:19

Hey Freunde der BRB-Pfennige. Hier hätte ich noch einen leider doppelt geprägt. Den Adler erkennt man kaum.Aber müsste passen.
Dateianhänge
Bahrfeldt 443.JPG

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Re: brandenburgische Pfennige

Beitrag von SPQR » Di 26.08.14 21:08

Ich hätte noch diesen Denar wo ich mir bei der Bestimmung sehr unsicher bin. VS müsste sein Mg mit 2 Helmen erkennt man ja recht gut.

Dannenberg Nachtrag 2004 Tafel 2 145B vieleicht?
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Denar unbestimmt.JPG

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