Brandenburg

Alles was von Europäern so geprägt wurde
SPQR
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Re: brandenburgische Pfennige

Beitrag von SPQR » Di 26.05.15 19:54

Ich habe hier einen BRB-Denar einseitig geprägt.Leider finde ich ihn nicht in meiner Literatur oder ich bin zu doof oder habe Denare auf den Augen ;)
Man sieht ein Kreuz mit Helm rechts links könnte auch ein Helm gewesen sein.
Der zweite Denar hat ein C oder sowas in der Art drauf habe das mal bei den Magdeburger Denaren gesehen.
Hast du einen Rat Jot.Ka
Beste Grüße
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DSC05092.JPG
C
DSC05087.JPG
VS
DSC05086.JPG
RS

Büffel
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Re: brandenburgische Pfennige

Beitrag von Büffel » Mi 27.05.15 21:23

Der mit dem Kreuz und 2 Helmen darunter ist wohl ein klassischer einseitiger im Bereich Da. 176 und 178A
Wie sieht denn die Rückseite des anderen aus?

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Re: brandenburgische Pfennige

Beitrag von SPQR » Do 28.05.15 16:30

ohh jetzt sehe ich es auch habe immer bei den einseitigen geschaut. Der andere ist auch einseitig gerägt.

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Re: brandenburgische Pfennige

Beitrag von jot-ka » Do 28.05.15 19:58

Hallo SPQR & Büffel,
der erste Pfennig ist der mit dem C aus der Reihe der Magdeburger Buchstabenpfennige.
Diese reichen von A bis F - zur Unterscheidung der Jahrgänge.
Die hier vorgestellte Rs. ist vermutlich Ma 9.
Rechts neben dem C ein "Dreiblatt (zwei bis drei kleine Punkte?)"
Hans-Dieter Dannenberg "Die Denare der Nachbarn Brandenburgs im 13. und 14. Jahrhundert
Anhalt
Sachsen-Wittenberg mit Brehna
Magdeburg",
NUMISMATISCHE GESELLSCHAFT ZU BERLIN 2000
Es könnte auch ein Vierblatt sein.
Im Anhang das bearbeitete Bild.
-
Zum 2. Denar:
Bei der leider einseitigen Rs. kommen drei Münzen mit drei verschiedenen Vs. in Betracht:
Da. 176, Bf. 607 0,45-0,76 g
Da. 178, Bf. 608, AS 233, 0,33-0,52 g
Da. 178A, Bf. 654, AS 234, 0,31-0,49 g

Da. 176 hatten wir hier schon:
http://www.numismatikforum.de/viewtopic ... 05#p408915
http://www.numismatikforum.de/viewtopic ... 20#p410859

Der rohe Stil deutet eher auf einen anhaltischen Beischlag hin.
Mit den metrischen Daten wie Durchmesser und Gewicht wäre manches einfacher.
-
Auf dem unteren Bild eine Neuerwerbung aus der bayerischen Zeit,
der dritte Schriftdenar von Otto VIII., "1375/80 ?" - nach Dannenberg
Da. 260, Bf.623, 0,39 g
Ein Leichtgewicht ("0,42-0,75 g").

"...zwischen den Schnäbeln ein Dreiblatt (eine Lilie?) haltend, ..." (Dannenberg)
Hier hatten wir dieses Symbol schon einmal:
http://www.numismatikforum.de/viewtopic ... 30#p404859

SG, jot-ka
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DSC05092a.jpg
D260 B623.jpg

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Re: brandenburgische Pfennige

Beitrag von jot-ka » So 21.06.15 19:46

Hallo,
als Lückenfüller bis ich wieder bei F II weitermachen kann, kommt hier eine
Neuerwerbung aus der Zeit der Markgrafen Otto IV. / Otto V., 1266-1281.
Da. 82 / Bf. 573, 0,68 g, 14,6-16 mm (600 dpi)
Dannenberg: "0,69 g (0,61-0,75), 15,2 mm"
Einen schönen gruß, jot-ka
P.S. Hat denn Keiner den Neumann-Katalog, wegen der Datierung der Vierchen?
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D82 B573.jpg

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Re: brandenburgische Pfennige

Beitrag von jot-ka » Sa 27.06.15 20:01

Den Neumann-Katalog scheint hier Keiner zu haben.
-
Von mir noch eine Neuerwerbung aus der Zeit der luxemburgischen Markgrafen:
Sigismund, 1378-1388
Denar, Da. 288, Bf. 710, 0,44 g
Dannenberg: "um 1378/80"
Herr Dannenberg tendiert zu einer Prägung in der Priegnitz.
In der Zeit Sigismunds und Jobst v. Mähren ist eine Spaltung der Währungsgebiete in der Mark nicht ausgeschlossen.
Durch die Funde von Netzow und Jübars ist eine kurfürstliche Hohlpfennigprägung in der Zeit 1380-1411 nachgewiesen.
Ein Beispiel dieser Hohlpfennige kommt in den nächsten Monaten in diesem Thema.
SG, jot-ka
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D288 B710.jpg

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Re: brandenburgische Pfennige

Beitrag von jot-ka » So 28.06.15 09:04

Ein weiterer Denar ist bei den >Schönheiten des Mittelalters<
http://www.numismatikforum.de/viewtopic ... 10#p447214
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Re: brandenburgische Pfennige

Beitrag von jot-ka » Mi 22.07.15 20:16

Hallo Freunde der brandenburgischen Mittelaltermünzen,
vorläufig sind weitere Vorstellungen von Münzen ausgesetzt.
-
Dank an die Betreiber, Administratoren und Moderatoren dieses Forums!
jo-ka
Zuletzt geändert von jot-ka am Fr 07.08.15 08:09, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: brandenburgische Pfennige

Beitrag von jot-ka » Fr 31.07.15 11:41

Hallo Brandenburgsammler,

in den ma-shops hat die
Hanseatische Münzenhandlung Bremen GmbH
Stendaler Hohlpfennige nach Tewes zitiert: "Bahrfeldt 19, Tewes 2.12."

http://www.ma-shops.de/hanseaten/item.php5?id=150730010

Kennt jemand diesen Katalog?

SG, jot-ka

edit: Die Frage hat sich erledigt, gemeint ist Neumann Bd. I.

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Re: brandenburgische Pfennige

Beitrag von Büffel » So 02.08.15 14:38

Ich stell mal ein paar weitere Denare ein.

Den Anfang macht ein Da.185 Markgraf Waldemar und Interregnum um 1320/1325.
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Waldemar und Interregnum um 1320-1325 Da.185 2.jpg
Waldemar und Interregnum um 1320-1325 Da.185.jpg

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Re: brandenburgische Pfennige

Beitrag von Büffel » So 02.08.15 14:40

Der nächste ist ein geschnittener Da.68, Markgrafen Johann I und Otto III.

Leider etwas beschädigt.
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IMG_0504.jpg
IMG_0505.jpg

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Re: brandenburgische Pfennige

Beitrag von Büffel » So 02.08.15 14:44

Und noch ein Kuriosum, hab ich so noch nie gesehen.
Beide Seiten sind nicht geprägt, eigentlich nur der Rand, bin auch der Meinung das hier keine Abnutzung vorliegt.
Gab es sowas im Umlauf?
Oder ist das der "ewige Pfennig" :D

Durchmesser 14,5 - 15mm
Gewicht 0,71g
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IMG_0515.jpg
IMG_0513.jpg

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Re: brandenburgische Pfennige

Beitrag von jot-ka » Di 04.08.15 18:49

Hallo Büffel!

"... hab ich so noch nie gesehen."
- Ich auch nicht.
Durchmesser und Gewicht sprechen für einen brandenburgischen Denar.

"Beide Seiten sind nicht geprägt, ..."
- Bist Du sicher?
Auf dem oberen Bild ist der für brandenburgische Denare typische Randring zu erkennen.
Diese Seite wurde also geprägt. Dreh das Bild mal 115° nach links.
Vielleicht einer dieser 'Einseitigen'?

"Gab es sowas im Umlauf?"
- So alt bin ich nun auch wieder nicht.
Die Frage ist,
wann wurde das gute Stück so demoliert, während der Umlaufzeit oder in den 650 Jahren danach.

SG, jot-ka
Zuletzt geändert von jot-ka am Do 06.08.15 19:12, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: brandenburgische Pfennige

Beitrag von Büffel » Mi 05.08.15 10:25

Es handelt sich um einen Ackerfund, genau wie der halbe.
Ich gehe deshalb von einer Beschädigung durch Pflug oder Grubber aus.

Was meinst du mit 115° drehen, da kann ich auch nichts erkennen, siehst du da was?

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Re: brandenburgische Pfennige

Beitrag von jot-ka » Do 06.08.15 19:14

Zuerst muß die Schrägaufnahme etwas entzerrt werden: In diesem Fall vertikal 100%, horizontal 93%.
Danach 115° nach links drehen, etwas mit Kontrast und Helligkeit basteln und
mit ein wenig Phantasie ist dann so etwas wie ein Markgraf erahnbar.

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