20 Franc Le Coq- Nachprägungen

Europa (ohne Euros) und Afrika - ab etwa 1500.
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Mynter
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20 Franc Le Coq- Nachprägungen

Beitrag von Mynter » So 17.11.13 12:55

platinrubel hat geschrieben:zu den französischen nachprägungen:
allein die 20 francs marianne/Coq der prägejahre 1907-1914, sind von 1951-1960 mit einer auflage von 37 millionen stück nachgeprägt.
In Frankreich werden diese als "refrappes Pinay" bezeichnet
Auch hier ist die Farbe das erkennungsmerkmal - es ist zwar 900er Gold, aber die 10% Restlegierung hat eine andere Zusammensetzung.
http://www.orpostal.com/pieces-or/piece ... ianne-coq/
Um nicht den Ursprungsthread dieses Zitates von platinrubel zu unübersichtlich werden zu lassen, erlaube ich mir, es in einen eigenen Thread zu stellen.

Ich würde gern fragen, ob man weiss, wo die 37 Millionen Nachprägungen geblieben sind. Bei solch einer Menge müssten sie doch eigentlich so omnipräsent sein, wie die als Anlagegold geprägten jahrgänge des Vrenili ( zusammen 40 Millionen Stück ). Le Coq wird aber wesentlich seltener angeboten, oder ?
Grüsse, Mynter

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Re: 20 Franc Le Coq- Nachprägungen

Beitrag von Zwerg » So 17.11.13 17:58

An den Franzosen herrscht bei Händlern normalerweise kein Mangel. Sie lassen sich in Deutschland nur extrem schlecht verkaufen und wandern deswegen wohl nicht unbedingt den Weg in den normalen Verkauf.
Vreneli sind hier sicherlich häufiger.
Wie die Situation allerdings in Frankreich selber ist weiß ich nicht.

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Re: 20 Franc Le Coq- Nachprägungen

Beitrag von Mynter » So 17.11.13 22:05

Vielen Dank für Deine Antwort. Hast Du eine Erklärung dafür, dass diese Münze auf dem deutschen Markt unbeliebt ist; liegt es am Motiv ,scheuen die Käufer davor zurück, eine Nachprägung zu erwerben ?
Zuletzt geändert von Mynter am So 17.11.13 22:38, insgesamt 1-mal geändert.
Grüsse, Mynter

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Re: 20 Franc Le Coq- Nachprägungen

Beitrag von Zwerg » So 17.11.13 22:15

Hast Du eine erklärung dafür, dass diese Münze auf dem deutschen Markt unbeliebt is
Nein!
Oder wie war das 1871? :D
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Re: 20 Franc Le Coq- Nachprägungen

Beitrag von Mynter » So 17.11.13 22:41

Zwerg hat geschrieben:
Hast Du eine erklärung dafür, dass diese Münze auf dem deutschen Markt unbeliebt is
Nein!
Oder wie war das 1871? :D
1871 war das ziemlich einfach; das französische Gold war hochwillkommen.

Mich verwundert eben, dass Marianne + Hahn offensichtlich unbeliebt ist, wärend alle übrigen Anlegemünzen gekauft werden. ich dachte immer, Gold sei hold :D
Grüsse, Mynter

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Re: 20 Franc Le Coq- Nachprägungen

Beitrag von Goldfuchs » So 08.12.13 10:55

Ich könnte mir noch etwas anderes vorstellen (Achtung - nur eine Spekulation!): Frankreich hat nach dem 2. Weltkrieg sein Land wieder aufbauen müssen. Vielleicht haben sie einen ordentlichen Teil von dem frisch geprägten Gold gleich nach Prägung bei den US-Amerikanern für Kredite als Sicherheit hinterlegt? Falls 80 Prozent davon in Fort Knox und irgendwelchen anderen Tresoren lagern sollten, würde das erklären, warum sie nicht so oft angeboten werden.

Und nachdem selbst die Bundesbank ihr eigenes Gold noch teilweise dort lagert, würde es mich auch nicht wundern, wenn Frankreich es nach Rückzahlung seiner Schulden genauso gehandhabt hat und die Dinger immer noch über dem großen Teich lagern. 8O

Habe auch den Eindruck, dass Originale Napoleon III 20iger und Stücke mit dem Genius vor 1900 deutlich häufiger zu bekommen sind. Richtig selten sind sie trotzdem nicht.

Grüße vom Goldfuchs

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Re: 20 Franc Le Coq- Nachprägungen

Beitrag von platinrubel » So 08.12.13 12:47

nun, so schlimm war es mit der zerstörung in frankreich auch nicht, wie in anderen länder, wie z.bsp niederlande oder polen...
und was sie brauchten, das haben die franzmänner doch ordentlich auch ihrer besatzungszone und dem saarland rausgeprügelt.
zumal frankreich und vor allem das freie frankreich ja selbst zur besatzungszeit ein riesiges "kolonialreich" besass, welches für das mutterland bluten durfte.
also war eigentlich kein bedarf für einen goldkredit vorhanden...
grüsse

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Re: 20 Franc Le Coq- Nachprägungen

Beitrag von Goldfuchs » So 29.12.13 18:17

Naja ich denke da z.B. an die Inflation zwischen den alten und den neuen Francs. Der Charly de Gaulle und seine Nachfolger hatten ordentlich zu kämpfen mit ihrer Nachkriegswirtschaft, bis die EWG endlich richtig gegriffen hatte. Und das Kolonialreich hat in den 50ern und 60ern eher gekostet, als Einnahmen eingebracht. Diese Länder wurden schließlich alle unabhängig in den 50ern und frühen 60ern. Kostspielige Kriege und Unruhen in Indochina, Algerien und Tunesien inklusive. Auch die Briten hatten ähnliche Schwierigkeiten in dieser Zeit.

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