FÄLSCHUNGEN - diskutieren und zeigen

Griechische Münzen des Altertums

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Hendrik65
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Re: FÄLSCHUNGEN - diskutieren und zeigen

Beitrag von Hendrik65 » Do 11.07.19 16:06

Ich meine, dass das Gusslöcher sein könnten auf der Vorderseite, min. auf den Lippen. Dazu sind die Konturen der Haare und um die Augen nicht scharf.

Das Gewicht ist mit 17,21g unauffällig.

Ja, ich versuche noch einmal besser Fotos zu machen.

Danke für die ersten Reaktionen.

Amentia
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Re: FÄLSCHUNGEN - diskutieren und zeigen

Beitrag von Amentia » Do 11.07.19 17:03

Dass Stempelrost für das Aussehen der Lippen verantwortlich ist klingt plausibel, Gusslöcher sehen anders aus.
Die Stempel waren ja in der Antike entweder aus Eisen oder Bronze und konnten somit korrodieren.

Lars ist eigentlich sehr gut, wenn es um Fälschungen geht. Auktionshaus Leu, für das er arbeitet hat mit die aller wenigsten Fälschungen in den Auktionen überhaupt. Daher ist seine Meinung eigentlich sehr hoch zu gewichten.

https://leunumismatik.com/de/aboutleu

Je besser die Bilder und desto besser der Experte desto verlässlicher ist die Expertise.

Es gibt im Internet unzählige Münzforen und da tummeln sich auch viele die sich für Experten halten es aber nicht sind oder Tolle.
Die verdammen da echte Münzen als Fälschungen und umgekehrt.

Falls du noch andere qualifizierte Meinungen hören willst (gibt ja sehr gefährliche Transferstempelfälschungen hier aber sehr unwahrscheinlich) kannst du entweder mal bei einem Händler für antike Münzen vorbeigehen und ihn fragen ob er einen Blick auf die Münze werfen kann, ich denke, dass die meisten dir eine Echtheitseinschäzung als Kundenservice geben, da sie hoffen dadurch vielleicht auch etwas zu verkaufen. Oder Fragen was die dir für die Münze bieten und dann sagen du musst es dir nochmal überlegen, wenn die dir den Preis sagen. Anhand des gebotenen Preises kannst darauf schließen ob echt oder nicht, fasch wäre nur Materialwert, echt ein paar hundert Euro. Und an falschen Münzen sind die aucht nicht interessiert, falls die dir sagen die Münze ist falsch aber die die Münze trotzdem wollen, dann stimmt was nicht und die wollen dich betrügen. Oder zu einer Münzbörse mitnehemen und da fragen. Kannst auch zu IAPN (kostet 200 Euro min.) oder David Sear oder NGC schicken.

Mit sehr guten Bilder könntest du wohl auch hier auch eine ziemlich verlässliche Einschätzung der Echtheit erhalten.

Gussfälschungen
Gussfälschungen weisen eine optisch identische Schrötlingsform wie die Mutter auf sowie dieselben individuellen Charakteristika bzw. Merkmale vom Prägen, durch Zirkulation und durch Umwelteinflüsse wie die Mutter auf. Ausnahme, die Gussformen wurden modifiziert was zu einer anderen Schrötlingsform führen kann als bei der Mutter. Eine weitere Ausnahme ist, dass man neue Designdetails der Gussform hinzufügt, und die damit gegossenen Fälschungen unterscheiden sich dann von der Mutter hinsichtlich dieser neu hinzugefügten Details.

1. In dem flüssigen Metall befinden sich häufig noch Gase, welche eine geringere Dichte haben und daher versuchen aus dem flüssigen Metall nach oben an die Oberfläche der geschlossenen Gussform zu zu gelangen. Diese Gasblasen können, wenn sie in der Gussform an die Oberfläche gelangen, typische runde Gusslöcher hinterlassen.
2. Geschmolzenes Metall hat ein größeres Volumen als festes Metall, das führt dazu, dass das Metall welches flüssig in die Gussform gefüllt wird beim Abkühlen zwangsläufig schrumpft.
Das hat die Folge, dass die gegossene Fälschung am Ende durch das Schrumpfen kleiner ist als die Mutter und weniger wiegt, wenn die Gussform nicht verändert wurde.
Eine Gussnaht am Rand, da wo beide Gusshälften zusammengefügt wurden.
Die Gussnaht wir häufig mit einer Feile entfernt, wobei es dann halt Feilspuren gibt.
Reste eines Gießkanals(häufig am Rand), durch welchen das geschmolzene Metall in die Gussform gegossen wurde. Wird in der Regel auch entfernt mit einer Feile was zu Feilspuren führt.
Feilspuren am Rand, wenn Reste eines Gießkanals oder die Gussnaht mit Hilfe einer Feile entfernt wurden.
Gussfälschungen haben Schwierigkeiten die feinsten Details der Mutter einzufangen und aller feinste Details können nicht eingefangen werden und gehen verloren. Die Konturen und Details sind je nach Gussqualität (Zentrifugalguss oder Pressguss oder Sandguss) und (ob in Kombination mit Wachsschmelzverfahren bzw. verlorene Form) unterschiedlich gut ausgeprägt aber immer weicher als bei der Mutter was bei schlechten Güssen zu matschigem Aussehen (seifig) und schlecht geformten Details und Buchstaben führen kann, die mit dem Feld verschmelzen.
Gussdefekte, wenn nicht genügend Metall in die Gussform geschüttet wird, dann bilden sich Löcher an Stellen mit hohem Relief wo nicht genügen flüssiges Metall war.
Zusätzliches perlenartiges Oberflächenmetall aus dem gegossenen Metall
Rohlingsbrüche am Rand sind häufig gänzlich oder zumindest teilweise gefüllt, außerdem sind die Kantenrisse weicher und nicht mehr so scharf wie sie es bei der Mutter sind.
Falls die Mutter, tiefe Kratzer oder Schürfspuren usw. aufweist, dann sind diese bei den Gussfälschungen nicht so scharf und tief wie bei der Mutter.
Gussfälschungen haben eine andere Dichte als echt Münzen, da bei echten Münzen der Rohling beim Prägen komprimiert bzw. ein bisschen zusammengedrückt wird.
Bei Gussfälschungen kann sich der Rand der Rohlingsvorderseite nach oben wölben was bei tatsächlich geprägten Münzen durch den Prägedruck unmöglich ist und der Übergang zum Rand kann sehr weich sein.

Amentia
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Re: FÄLSCHUNGEN - diskutieren und zeigen

Beitrag von Amentia » Di 06.08.19 20:00

Alaisa Gussfälschungen, Identische Stempelstellung, Zentrierung, Abnutzung und identische Überreste vom Gießkanal

https://www.acsearch.info/search.html?id=498409

http://coinvac.crabdance.com/2584682/cu ... eriod/all/

http://coinvac.crabdance.com/292842/cur ... eriod/all/

Amentia
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Re: FÄLSCHUNGEN - diskutieren und zeigen

Beitrag von Amentia » Fr 16.08.19 09:07

NGC gekapselte Balas Transferstempelfälschung (punktierter Rand nachgraviert).

https://www.ngccoin.com/certlookup/4277 ... CAncients/

Momentan bei Ebay zu kaufen

https://www.ebay.de/itm/NGC-AU-Seleucid ... 1438.l2649

Die Transferstempelfälschungen haben teilweise falsches Gewicht zu hoch 15.21 g oder zu niedrig 13.20 g .
Phönizischer Standard war 14.25g.
Punktierter Rand wurde nachgraviert, da wohl unvollständig bei der echten Mutter, daher ander Anzahl von Punkten des punktierten Randes.
Dann noch das Problem, der unterschiedlichen Prägestätten Tyre und Berytus und unterschiedlichen Prägejahre 148-147 BC und 150-149 BC.
Und das Problem der Transferdefekte rundes Loch im Haar von Balas und in den Buchstaben welche so aussehen wie Gussfefekte, wenn die Gussform nicht gänzlich mit Metall gefüllt, dann feht an den Stellen mit dem höchseten Relief Metall und dann hat man halt an den höchsten Stellen wo das Metall in der Gussform gefehlt hat Löcher! Oder runde Gusslöcher durch Luft bzw. Gasblasen, die beim Abkühlen aus dem Metall nach oben steigen. Die Transferstempel wurden wohl gegossen daher haben sie auch diese typischen Gussdefekte.
Gefüllte Stempel existieren wohl nur in der Theorie und das sähe wohl auch anders aus, da der Dreck sich dann irgendwo in den Stempeln ablagert und nicht ausgrechnet nur an den Stellen die die für Gussdefekte typisch sind. Natürlich gibt es auch einen Detailverlust in Form von wicheren Konturen, der sich ja nie zu 100% vermeiden lässt.

http://www.calgarycoin.com/reference/fa ... ebalas.htm

Coin #1 on the left, is an issue of Tyre mint (Sear-7032 type). FULL IMAGE. The weight is 15.21 grams, which is almost a full gram over the correct Phonecian standard of 14.25 grams. It is dated year-165 (equal to ).

Coin #2 on the right is an issue of Berytus mint (Sear not listed). FULL IMAGE. The weight is 13.20 grams, which is almost a full gram below the correct Phonecian standard of 14.25 grams. The date on this one is not clear, as it is not clear what the first letter in the date is, but it appears possibly to be an attempt at a GAMMA, which would make the date year-163 (equal to 150-149 BC).

The basic problem is: how can two coins struck at two different mints, most likely more than a year apart, share a common obverse die? The simple answer is that it is highly unlikely and most likely not possible. That is what first drew these coins into question, however the incorrect weight standards basically proves the coins are not authentic.

http://forgerynetwork.com/asset.aspx?id=HJwW83VQZ1E=

http://forgerynetwork.com/asset.aspx?id=X0NoixJlAeA=
Dateianhänge
punkte.jpg
Löcher.jpg
3-3-0.jpg

Amentia
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Re: FÄLSCHUNGEN - diskutieren und zeigen

Beitrag von Amentia » Fr 16.08.19 09:45

Und weiter geht es mit Beirut Fälschung

https://www.sixbid.com/de/ira-and-larry ... nSessions=

IBSCC Bulletin on Counterfeits BOCS Vol 5 No.1/2 1980 Page 4 Fig 6

http://forgerynetwork.com/asset.aspx?mo ... g~x~tPB6E=

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