Aureus kaufen - Vorgehen und Tipps

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

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Re: Aureus kaufen - Vorgehen und Tipps

Beitrag von Perinawa » Do 07.04.22 11:24

In die Zukunft sieht niemand von uns.

Ich sehe nur bei vielen Münzen wahrhaftige Fantasiepreise jenseits von gut und böse. Das liegt zum einen sicherlich daran, dass sich der Sammlerkreis deutlich vergrössert hat. Es reicht dann schon, dass zwei zahlungskräftige Sammler eine Münze unbedingt haben wollen.

Zum anderen aber glauben viele, dass sich der preisliche Aufwärtstrend der letzten 20 bis 25 Jahre munter so fortsetzen wird. Als Beispiel führe ich gerne den Caesarfanten an, den man damals mal locker für einen DM-Hunni bekam. Mittlerweile sind wir bei bis zu 1000 Euro in halbwegs guter Erhaltung; oft auch noch darüber.

Es mag sein, dass die Spitze vielleicht noch nicht ganz erreicht ist, aber die Kurve wird flacher werden und geht irgendwann wieder leicht nach unten.

Wie gesagt - nur meine Meinung. :D

Ich kaufe eine Münze, weil ich sie historisch (etc.) interessant finde. Ob ich in zehn Jahren einen Gewinn oder Verlust bei einem Verkauf mache, ist mir schnurzpieps.
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Re: Aureus kaufen - Vorgehen und Tipps

Beitrag von Peter43 » Do 07.04.22 12:03

Über den Wert einer Münze:

Ich kaufe eine Münze für €100.- Sie 1x in der Hand zu halten, ist mir €10.- wert. D.h. wenn ich sie 10x in der Hand gehabt habe, habe ich den Preis wieder raus. Jedes weitere Mal ist Reingewinn!

Ist die Münze teurer, muß ich sie nicht öfter in der Hand haben, sondern jeder Kontakt mit der Münze ist mehr wert!

Jochen
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Re: Aureus kaufen - Vorgehen und Tipps

Beitrag von antoninus1 » Do 07.04.22 13:45

Xanthos hat geschrieben:
Do 07.04.22 10:38
...
Hinzu kommt, dass China die antiken Münzen entdeckt zu haben scheint. Griechisches Silber z.B. geht gerade sehr vieles nach China. Aber auch Gold und auch sonst alles was glitzert und glänzt.
Das hat mir ein Auktionator auch gesagt. Bei einer eingelieferten Münze habe ich davon profitiert, die brachte etwa den 7-fachen bisherigen Preis und ist jetzt in China. Bei Münzen, die ich vielleicht noch kaufen will, werde ich nicht profitieren :(
Schaut z.B. mal, was diese "Makedonon Protes"-Tetradrachmen mit Artemis/Keule im Kranz zur Zeit kosten. Auf die stehen ein paar Chinesen zur Zeit 8O

Was dem Auktionator Sorgen macht, ist, dass diese Münzen wohl nie mehr nach Deutschland zurückkehren. Bis jetzt kam praktisch jede Sammlung nach ein paar Jahren oder wenigen Jahrzehnten wieder hier auf den Markt. Ein Auktionator kann in seinem Berufsleben dieselben Münzen zwei oder drei Mal verkaufen, wenn er treue Kunden oder deren "treue" Erben hat.
Sind die Münzen mal in Übersee, kommen sie eher nicht mehr nach Deutschland zu ihm zurück. Und gerade jetzt kommen einige tolle alte Sammlungen auf den Markt, von denen eben viel nach Übersee geht.
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Re: Aureus kaufen - Vorgehen und Tipps

Beitrag von dictator perpetuus » Do 07.04.22 13:57

Peter43 hat geschrieben:
Do 07.04.22 12:03
Über den Wert einer Münze:

Ich kaufe eine Münze für €100.- Sie 1x in der Hand zu halten, ist mir €10.- wert. D.h. wenn ich sie 10x in der Hand gehabt habe, habe ich den Preis wieder raus. Jedes weitere Mal ist Reingewinn!

Ist die Münze teurer, muß ich sie nicht öfter in der Hand haben, sondern jeder Kontakt mit der Münze ist mehr wert!

Jochen
Sowieso eine gute Einstellung. An deiner Einstellung und an deiner Sammlung gefällt mir vor allem, dass du die historische und kulturelle Bedeutung von günstigen und teuren Münzen gleichermaßen wertschätzt und außer Münzen jede Menge Wissen und Hintergründe anhäufst. Ich finde es viel bemerkenswerter, wie du durchaus einen Beitrag zur Wissenschaft zu leisten, als wie ein Künker-Connaisseur viele teure Aurei und die teuersten und gefragtesten Sesterzen von Caligula, Nero und co. in Spitzenqualität anzuhäufen, um eine Prestigesammlung aufzubauen oder vielleicht auf Gewinn zu hoffen. Das ist vor allem positiv einzustufen, weil du es wahrscheinlich wie der Künker-Connaiesseur könntest, wenn du wolltest.


Bei antiken Münzen finde ich auch den teils extremen Erhaltungsfetisch oft unpassend. Ich kann beispielsweise nicht nachvollziehen, wie man so viel für ein 0815-As hinblättern kann:
https://www.kuenker.de/en/auktionen/stueck/315005

Vor allen Dingen halte ich nichts von davon, zu sagen, man soll nur die beste Erhaltung kaufen, weil man sonst Wertverlust macht. Bestimmt haben vor 25 Jahren aucch Leute gesagt, man soll doch nicht für 80DM den Caesarelefanten in ss- kaufen, das ist nicht nachhaltig. Ich habe z.B. zwei Claudius-Asse, einer hat weniger als 1/200 und einer gut 1/20 von dem Connaisseurexemplar gekostet und ist richtig schön:
13 ClaudiusAs1.JPG
39 ClaudiusAs2.JPG
Die haben zusammen also knapp 230€ gekostet und das Connoisseur-Exemplar dafür, dass es ein bisschen schöner ist und dazu meiner Meinung nach eine suspekte Patina hat, 4000€. So optische Kleinigkeiten wären mir niemals tausende Euros wert. Und ich kann mit meinen beiden Exemplaren maximal 19€ bzw. 209€ minus machen und nicht 4000. Und so Erhaltungskleinigkeiten haben für MICH PERSÖNLICH wirklich wenig oder keinen Wert gegenüber meinem sehr schönen Exemplar. Für mich persönlich wäre z.B. eine Münze mit bekanntem Fundort Kalkriese, Pompei oder Harzhorn in ss mehr wert, als ein (noch nicht mal zu 100%) perfektes Exemplar, weil mich die Historie interessiert und nicht minimale Abnutzung.

Und wenn ich einen Aureus für wahrscheinlich eher doch 2500-4000€ kaufe, kann ich damit wesentlich weniger minus auf lange Sicht machen, als wenn ich einen für 6000-8000€ kaufe.
Dementsprechend warte ich geduldig ab, bis ich einen finde, der MIR PERSÖNLICH optisch und historisch zusagt. Der soll kein Prestigeobjekt sein.
Das Fachwissen anderer interessiert mich nicht, um Anerkennung für ein hochwertiges Exemplar zu bekommen, sondern dahingehend, dass mich störende neuzeitliche Änderungen oder Fälschungen möglichst sicher ausgeschlossen werden können.
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Re: Aureus kaufen - Vorgehen und Tipps

Beitrag von Xanthos » Do 07.04.22 14:29

antoninus1 hat geschrieben:
Do 07.04.22 13:45
Was dem Auktionator Sorgen macht, ist, dass diese Münzen wohl nie mehr nach Deutschland zurückkehren.
Genau das sind auch meine Bedenken. Gerade bei einem kommunistischen Staat wie China fragt man sich, was wohl mit den ganzen Münzen in Zukunft passieren wird und ob sie jemals wieder auf den Markt kommen werden. Und falls nicht, ist das natürlich ein weiterer Preistreiber, da das Angebot knapper wird.

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Re: Aureus kaufen - Vorgehen und Tipps

Beitrag von T........s » Do 07.04.22 14:40

dictator perpetuus hat geschrieben:
Do 07.04.22 13:57
Ich finde es viel bemerkenswerter, wie du durchaus einen Beitrag zur Wissenschaft zu leisten, als wie ein Künker-Connaisseur viele teure Aurei und die teuersten und gefragtesten Sesterzen von Caligula, Nero und co. in Spitzenqualität anzuhäufen, um eine Prestigesammlung aufzubauen oder vielleicht auf Gewinn zu hoffen. Das ist vor allem positiv einzustufen, weil du es wahrscheinlich wie der Künker-Connaiesseur könntest, wenn du wolltest.
Ich finde es viel bemerkenswerter jeden Menschen das tun zu lassen, was er will und da niemanden über die Hintertüre einen Vorwurf zu machen. Jochen hat seine Gründe zu sammeln - die sind aber nicht besser (oder schlechter) zu bewerten als jemand der aus ganz anderen Gründen sammelt. Ich werte nicht wie wo was wann warum jemand sammelt - ich - meine Meinung - habe mich um mich zu kümmern und nicht die Beweggründe anderer zu beurteilen. Daher finde ich Sätze die abwertende Abschätzung, wenn jemand aus Anlagegründen etc. sammelt nicht in Ordnung. Meine 2 Cent.
dictator perpetuus hat geschrieben:
Do 07.04.22 13:57
Bei antiken Münzen finde ich auch den teils extremen Erhaltungsfetisch oft unpassend. Ich kann beispielsweise nicht nachvollziehen, wie man so viel für ein 0815-As hinblättern kann:
https://www.kuenker.de/en/auktionen/stueck/315005
Musst Du auch nicht. Wieso aber immer dieser Sozialneid - speziell hier in D? Ich würde das auch nicht für das Beispiel Stück ausgeben. Aber gibt Menschen für die ist das kein Geld und diejenige / derjenige kann ohne sich Gedanken groß machen zu müssen den Betrag eben mal überweisen. Freut mich für die Person. Wie gesagt - mir gefällt es nicht - aber das ich es "unpassend" finden würde oder mir nen Kopf machen würde "und es nicht nachvollziehen" kann. Wieso? Was geht mich das an?

Mir ist es völlig egal was jemand sammelt. Ob er sich Hosenknöpfe zwischen Römer legt, ob seine Sammlung aus rostigen 10 Euro Exemplaren besteht, ob die Sammlung nur aus 10.000 Euro Exemplaren besteht - ob er einen sinnvollen Beitrag zur Wissenschaft macht oder ob er die Dinger nur sammelt weil die Köpfe so toll aussehen aber er einen Caracalla nicht von einem Constantin unterscheiden kann - wen interessiert das? Wenn die Person glücklich mit dem Hobby ist! Super! Hat doch mich nicht zu tangieren.

Das ist wie mit der Sammlung E.L. - wie meinte Jochen letztens - der gute Mann hatte viele römische Provinz Bronzen von denen er die Details nicht genau wusste - weil er sie gesammelt hat, weil sie einfach hübsch waren. Wenn das sein Kriterium war und er bis ins hohe Alter sich daran erfreuen konnte - super! Alles richtig gemacht!
dictator perpetuus hat geschrieben:
Do 07.04.22 13:57
or allen Dingen halte ich nichts von davon, zu sagen, man soll nur die beste Erhaltung kaufen, weil man sonst Wertverlust macht. Bestimmt haben vor 25 Jahren aucch Leute gesagt, man soll doch nicht für 80DM den Caesarelefanten in ss- kaufen, das ist nicht nachhaltig. Ich habe z.B. zwei Claudius-Asse, einer hat weniger als 1/200 und einer gut 1/20 von dem Connaisseurexemplar gekostet und ist richtig schön:
Auch da kommt es darauf an, warum DU sammelst. DU magst nur aus Spaß sammeln - wie viele Andere auch - und dann ist es - sofern man nur aus Spaß sammelt - wirklich völlig egal.

Aber es gibt eben Menschen, die sich vielleicht denken, wenn ich 70 oder 80 bin, gebe ich das Zeugs her und will von dem was bleibt nochmal was erleben / kaufen. Oder dem Enkelchen das Geld als Start ins Leben vermachen. Eben nicht völlig wertlos ins Grab nehmen. Und die wollen vielleicht nicht 1:1 das Geld raus haben - aber eben auch nicht völlig sinnlos (finanziell) gesammelt haben.

Und es ist schon immer so und wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch immer so sein.

Wenn Du eine Sammlung hast mit weniger interessanten Stücken und schlecht erhaltenen - wird das Interesse einfach weniger vorhanden sein - als eine namhafte Sammlung mit selteneren und schöneren Stücken. Und dann wirst Du einfach mehr Geld zurück bekommen, als bei ersterem Sammlungstypen.

Und auch in schlechten Zeiten - gibt es schlechte Ware in Massen und die Menschen die besondere Stücke haben - werden auch in schlechten Zeiten noch entsprechende Gegenwerte bekommen. Aber das ist in allen Märkten so, wo es Sammlerstücke gibt, egal ob Kunst, Oldtimer oder sonst wo. Exklusive Stücke haben den wenigstens Wertverlust, bleiben meistens stabil oder steigen sogar weiter im Wert.

Und wenn eben ein Sammler auch den einigermaßen Werterhalt im Auge hat - oder vor hat, dass die Kinder oder Enkel die Sammlung mal übernehmen oder zu Geld machen dürfen - halte ich es für absolut legitim das jemand darauf beim sammeln achtet. Zumindest - der Kreis schließt sich - habe ich das nicht zu beurteilen.
dictator perpetuus hat geschrieben:
Do 07.04.22 13:57
Und so Erhaltungskleinigkeiten haben für MICH PERSÖNLICH wirklich wenig oder keinen Wert gegenüber meinem sehr schönen Exemplar. Für mich persönlich wäre z.B. eine Münze mit bekanntem Fundort Kalkriese, Pompei oder Harzhorn in ss mehr wert, als ein (noch nicht mal zu 100%) perfektes Exemplar, weil mich die Historie interessiert und nicht minimale Abnutzung.
Und das ist auch völlig legitim und so soll es für Dich auch sein.

Aber Du brauchst das nicht 20x wiederholen und im Gegenzug aber intolerant gegenüber anderen Sammlern sein, sie das für sich völlig anders sehen! Ja! Indem Du andauernd betonst, dass Du "die anderen Sammler" nicht verstehst und andauernd betonen musst, wie kann man nur - distanzierst Du Dich von anders denkenden Sammlern und stellst deren Methode in Frage.

Mach doch wie Du willst. So gehört sich das auch.
Aber erwähne doch nicht andauernd - wie falsch die anderen liegen und Du da kein Verständnis hast.
dictator perpetuus hat geschrieben:
Do 07.04.22 13:57
Und wenn ich einen Aureus für wahrscheinlich eher doch 2500-4000€ kaufe, kann ich damit wesentlich weniger minus auf lange Sicht machen, als wenn ich einen für 6000-8000€ kaufe.
DAS wiederum ist eine Milchmädchenrechnung :D ... aber man kann sich das auch schön rechnen ;)
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Re: Aureus kaufen - Vorgehen und Tipps

Beitrag von shanxi » Do 07.04.22 14:43

antoninus1 hat geschrieben:
Do 07.04.22 13:45
Hinzu kommt, dass China die antiken Münzen entdeckt zu haben scheint. Griechisches Silber z.B. geht gerade sehr vieles nach China. Aber auch Gold und auch sonst alles was glitzert und glänzt.
Nach dem Immobiliencrash suchen viele händeringend nach anderen, sicheren Anlagemöglichkeiten.

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Re: Aureus kaufen - Vorgehen und Tipps

Beitrag von chevalier » Do 07.04.22 15:41

Timestheus hat geschrieben:
Do 07.04.22 14:40
dictator perpetuus hat geschrieben:
Do 07.04.22 13:57
Bei antiken Münzen finde ich auch den teils extremen Erhaltungsfetisch oft unpassend. Ich kann beispielsweise nicht nachvollziehen, wie man so viel für ein 0815-As hinblättern kann:
https://www.kuenker.de/en/auktionen/stueck/315005
Musst Du auch nicht. Wieso aber immer dieser Sozialneid - speziell hier in D?
Für den Spruch solltest du dich wirklich schämen !
Thomas

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Re: Aureus kaufen - Vorgehen und Tipps

Beitrag von dictator perpetuus » Do 07.04.22 16:08

Timestheus hat geschrieben:
Do 07.04.22 14:40
Ich finde es viel bemerkenswerter jeden Menschen das tun zu lassen, was er will und da niemanden über die Hintertüre einen Vorwurf zu machen.
Naja, wenn ich jetzt irgendein schlecht oder mittel erhaltenes Exemplar kaufen würde, vielleicht jetzt in der Auktion den Trajan, würdest du mutmaßlich schon zu den Kritikern gehören.
Einen Vorwurf machen möchte ich den Leuten, die nur Spitzenqualität sammeln auch gar nicht. Vielleicht würde ich es mit 20000€ Gehalt im Monat auch ähnlich handhaben, wenn auch wahrscheinlich mit weniger Fokus auf perfekte Erhaltung, dafür mit mehr Fokus auf historisch besonders interessante Exemplare mit historisch besonders interessanter Provenienz. Einen Vorwurf mache ich nur, wenn weniger gut erhaltene und günstige Exemplare abwertend als "Schrott" oder "Müll" bezeichnet werden.
Trotzdem muss aber lobend hervorgehoben werden, dass eine Sammlung wie die von Jochen mit dem zusammengetragenen Wissen auch einen gewissen Nutzen für die Allgemeinheit hat und das ist nicht immer so (auch bei mir nicht).
Timestheus hat geschrieben:
Do 07.04.22 14:40
Musst Du auch nicht. Wieso aber immer dieser Sozialneid - speziell hier in D? Ich würde das auch nicht für das Beispiel Stück ausgeben. Aber gibt Menschen für die ist das kein Geld und diejenige / derjenige kann ohne sich Gedanken groß machen zu müssen den Betrag eben mal überweisen. Freut mich für die Person. Wie gesagt - mir gefällt es nicht - aber das ich es "unpassend" finden würde oder mir nen Kopf machen würde "und es nicht nachvollziehen" kann.
Er kann gerne so viel ausgeben. Ist für mich sogar gut, wenn ich um mittlerer Qualität mit ihm nicht konkurrieren muss. Ich habe nur zum Ausdruck gebracht, dass
dictator perpetuus hat geschrieben:
Do 07.04.22 13:57
für MICH PERSÖNLICH
so ein Preis in keiner Relation steht zu dem, was so ein Exemplar für mich bietet.
Ich verstehe nicht, was das mit Neid zu tun haben soll. Neidisch wäre, wenn ich jammern würde, dass ich nur ein mittleres Einkommen beziehe und mir nicht viele solcher Exemplare leisten könnte. Das erinnert mich daran, dass mir mal jemand Neid unterstellt hat, als ich gesagt habe, mich nerven Xenonscheinwerfer von hochwertigen Fahrzeugen, weil die in den Augen weh tun. Das Unterstellen von Sozialneid ist in Deutschland noch typischer als der Sozialneid.
Timestheus hat geschrieben:
Do 07.04.22 14:40
Wenn Du eine Sammlung hast mit weniger interessanten Stücken und schlecht erhaltenen - wird das Interesse einfach weniger vorhanden sein - als eine namhafte Sammlung mit selteneren und schöneren Stücken. Und dann wirst Du einfach mehr Geld zurück bekommen, als bei ersterem Sammlungstypen.
Dann hat man aber auch viel mehr hingeblättert oder eben viel weniger Münzen. Und wer mehr Gewinn oder Verlust macht, weiß niemand, schon gar nicht, wenn ich in 50 Jahren oder so ablebe. Da können sich allgemeine Vorlieben mehrfach ändern.
Ich erinnere an das Caesarfantenbeispiel. Wenn du einen abgeranzten vor 25 Jahren gekauft hast, hast du eine häufige 0815 Münze in schlechter Erhaltung gekauft und wahrscheinlich trotzdem 400€ Wertsteigerung.
Wenn du einen guten Domna-Denar oder Gordianus Pius Antoninian häufigen Typs gekauft hast, ist der noch immer nur einen Fünfziger oder so wert. Vielleicht ist der dafür dann in 20 Jahren 200 wert und der Caesarfant nur noch 100, das weiß niemand.
Für relativ sichere Rendite ist antike Münzen sammeln meist nicht sinnvoll, allein wegen der Auktionshausprovisionen. Dafür macht man besser einen ETF-Sparplan oder so.
Timestheus hat geschrieben:
Do 07.04.22 14:40
Aber Du brauchst das nicht 20x wiederholen und im Gegenzug aber intolerant gegenüber anderen Sammlern sein, sie das für sich völlig anders sehen! Ja! Indem Du andauernd betonst, dass Du "die anderen Sammler" nicht verstehst und andauernd betonen musst, wie kann man nur - distanzierst Du Dich von anders denkenden Sammlern und stellst deren Methode in Frage.
Das mache ich ja eben gerade nicht. Ich verteidige nur, wenn ich etwas anders mache oder machen möchte als andere, die meinen, ich sollte es so machen wie sie es als richtig empfinden. Und wenn ich sage, ich verstehe manche Gebote nicht und halte manche Stücke für überbezahlt wie jüngst den Claudius oder den Vercingetorix, heißt das nicht, dass ich irgendwen verurteile.
Ich habe schon mehrfach gesagt, dass eine Sammlung von 50 Münzen im Gesamtwert von 500€ genau so eine Daseinsberechtigung hat wie eine Sammlung von 50 Münzen im Wert von 2 Millionen.

Und ich fand beispielsweise schade, wie hier Leute versucht haben, jemandem einen mäßig erhaltenen Aureus (https://www.kuenker.de/de/archiv/stueck/302776) madig zu machen (auch wenn ich schon einen etwas besseren zum Ziel habe):

viewtopic.php?f=6&t=64099

Besonders spricht mir dieser Abschnitt aus der Seele:
jschmit hat geschrieben:
So 26.09.21 17:22
Wenn keiner die nicht perfekten Münzen sammeln soll - wo kommen die dann hin? Mülleimer? Eingeschmolzen? Der Herr Schwarz hat sich eine Sammlung zusammengestellt die sicher nicht perfekt war. Ich gehe aber davon aus, dass er glücklich damit war da er sie vor seinem Tod nicht veräussert hat.
Wenn man dann anfängt Glückwünsche anderer (zu einem ERSTEN Aureus, nicht zu einem VORZÜGLICHEM ;-) ) in Frage zu stellen, dann frage ich mich wo wir hier sind.
antoninus1 hat geschrieben:
Do 07.04.22 13:45
Bei einer eingelieferten Münze habe ich davon profitiert, die brachte etwa den 7-fachen bisherigen Preis und ist jetzt in China.
Ob ein wachsender Markt in China auch chinesische Fälscher, die womöglich weit besser arbeiten, hervorruft?
Ist eigentlich bekannt, ob nur Topstücke nach China gehen oder auch viele im zwei- bis dreistelligen Preisbereich?
Zuletzt geändert von dictator perpetuus am Do 07.04.22 16:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Aureus kaufen - Vorgehen und Tipps

Beitrag von T........s » Do 07.04.22 16:26

dictator perpetuus hat geschrieben:
Do 07.04.22 16:08
Naja, wenn ich jetzt irgendein schlecht oder mittel erhaltenes Exemplar kaufen würde, vielleicht jetzt in der Auktion den Trajan, würdest du mutmaßlich schon zu den Kritikern gehören.
Nein! ich Maße mir nicht an jemand zu kritisieren. Jeder hat seine Vorstellungen und sein Budget. Wer bin ich - das ich sowas kritisieren sollte? Du kannst eine "Kaufberatung" bekommen - von jedem hier - von mir - und man kann Dich BERATEN aber nicht KRITISIEREN! Das sind - zumindest für mich - zwei völlig unterschiedliche Dinge.
dictator perpetuus hat geschrieben:
Do 07.04.22 16:08
Ich erinnere an das Caesarfantenbeispiel. Wenn du einen abgeranzten vor 25 Jahren gekauft hast, hast du eine häufige 0815 Münze in schlechter Erhaltung gekauft und wahrscheinlich trotzdem 400€ Wertsteigerung.
Ja und da wären wir wieder bei Deinem Vergleich - aktuell bekommst Du auch für das letzte Stück ordentlich Geld. Wenn aber in ein paar Jahrzehnten der markt sich vielleicht beruhigt, bekommt der mit dem schlechten Denar eben fast nix mehr, weil es davon hunderte gibt und der mit dem seltenen und guten Stück ist eben immer noch gefragt. Während man das schlechte Stück aktiv versuchen muss dann an den Mann (Frau) zu bringen - kann der mit dem guten Stück sich die Käufer aussuchen. Das ist der Unterschied (dann).
dictator perpetuus hat geschrieben:
Do 07.04.22 16:08
Das mache ich ja eben gerade nicht.
Doch!

Wenn ich etwas für mich gut und recht finde - wieso muss ich dann um dies zu begründen 10x den Nachbar erwähnen um das Beispiel zu verdeutlichen?

Also Du findest es reicht völlig aus Deinen Rasen im Garten 1x im Monat zu mähen. Punkt. Das alleine ist Deine Meinung und betrifft nur Dich. Weil Du das so schön findest, weil Du es magst, wenn die Bienchen fleißig Blumen finden - alles Deine Gründe. Mehr Begründung braucht es nicht.

Wenn Du jetzt aber in jedem zweiten Satz daher kommst vom Nachbar zu erzählen, dass der Mann den Rasen aber zweimal die Woche mäht, dass Du das blödsinnig findest, dass Du das unnötig findest, dass der Mann zu viel Benzin für den Mäher dadurch ausgibt, dass sein Rasen zwar schön aussieht, da aber keine Bienen Blumen finden deswegen, dass... dass... dass...

Ja dann hast Du Deine Ebene verlassen und kritisierst Andere die nach ihren Vorstellungen und Gusto leben. Denn für Deine Philosophie, Deine Vorlieben und Deine Art zu sammeln braucht es nur Dich als Begründung. Und nicht 3/4 der Argumentationskette was Andere machen.

Nicht böse gemeint - nichts für ungut ;)
dictator perpetuus hat geschrieben:
Do 07.04.22 16:08
Und ich fand beispielsweise schade, wie hier Leute versucht haben, jemandem einen mäßig erhaltenen Aureus (https://www.kuenker.de/de/archiv/stueck/302776) madig zu machen (auch wenn ich schon einen etwas besseren zum Ziel habe):
viewtopic.php?f=6&t=64099
Und da haben die Leute hier nicht Dir versucht den madig zu machen - sondern Dich zu beraten!

Madig machen + Kritik = kauf Dir mal lieber was gescheites! Wenn Du Dir das nicht leisten kannst, dann lass es! Kannst Du Dir nichts besseres leisten? Wer kauft denn so einen Mist?

Beratung = Hm. Due hast ein Budget von etwa 3.000 Euro. Also da finde ich Du bekommst für das gleiche Geld bessere Stücke. Vielleicht die Faustina dann. Ist kein Kaiser - aber aus meiner Sicht bekommst Du da mehr fürs Geld.

Bei der Beratung versucht man für Dein Budget & Wunsch das Beste raus zu holen für Dich - und beratend zur Seite zu stehen. Madig machen ist was völlig anderes. Und das hat man hier ganz sicher nicht gemacht.

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Re: Aureus kaufen - Vorgehen und Tipps

Beitrag von trevcol » Do 07.04.22 16:47

Da hier ja nach Vorgehen und Tipps gefragt wurde:
mein Tipp bei Aurei wäre sich die in Frage kommenden Stücke vor Ort persönlich anzusehen. Unbedingt. Das geht natürlich nicht immer. Aber ich habe festgestellt, dass die Fotos, wirklich oft schlecht gemacht waren. Ist auch nicht einfach bei Gold. Oft ist der Aurei in der Hand deutlich besser als das Foto.
vg trevcol
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Re: Aureus kaufen - Vorgehen und Tipps

Beitrag von dictator perpetuus » Do 07.04.22 16:49

Timestheus hat geschrieben:
Do 07.04.22 16:26
Nein! ich Maße mir nicht an jemand zu kritisieren.
Timestheus hat geschrieben:
Do 07.04.22 14:40
Wieso aber immer dieser Sozialneid - speziell hier in D?
Stelle ich mal so nebeneinander.


Und ich verstehe den Unterschied nicht, warum ich intolerant bin, wenn ich sage, ich kann für die Bronze in Topqualität die 4000€ nicht nachvollziehen und du gleichzeitig aber so tolerant bist, wenn du sagst, du kannst für das mäßige Gold die 3000€ nicht nachvollziehen.

Und sinnlos ist es, über Geschmack zu beraten. Und ich will ja nicht Hals über Kopf einen Aureus kaufen, ich fange an, nach welchen Ausschau zu halten. Wenn ich dann irgendwann zuschlage, weiß ich genau, dass das einzige, was mir die Freude an der Münze nehmen könnte, die Erkenntnis wäre, möglicherweise auf eine Fälschung oder auch eine stark bearbeitete Münze hereingefallen zu sein.

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Re: Aureus kaufen - Vorgehen und Tipps

Beitrag von T........s » Do 07.04.22 16:52

trevcol hat geschrieben:
Do 07.04.22 16:47
Da hier ja nach Vorgehen und Tipps gefragt wurde:
mein Tipp bei Aurei wäre sich die in Frage kommenden Stücke vor Ort persönlich anzusehen. Unbedingt. Das geht natürlich nicht immer. Aber ich habe festgestellt, dass die Fotos, wirklich oft schlecht gemacht waren. Ist auch nicht einfach bei Gold. Oft ist der Aurei in der Hand deutlich besser als das Foto.
vg trevcol
Das würde mich mal interessieren an sich. Wenn jemand einen Aureus für 5.000 oder 10.000 oder gar 20.000 Euro (oder noch mehr) kauft. Das ist ja dann mitunter kein Spielgeld mehr. Manch einer erfüllt sich da einen lang gehegten Traum. Umtauschen ist ja auch nicht so einfach möglich.

Schaut man sich denn solche Münzen in der Preiskategorie vorher an? Vielleicht kann ja jemand aus einem Auktionshaus berichten. Werden solche Exemplare ungeprüft einfach ersteigert in der Regel? Oder melden sich da meistens die Interessenten vorher, möchten gerne ein Video oder weitere Bilder? Wie läuft denn sowas in der Regel ab?

Würde mich mal interessieren :)

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Re: Aureus kaufen - Vorgehen und Tipps

Beitrag von antoninus1 » Do 07.04.22 17:01

dictator perpetuus hat geschrieben:
Do 07.04.22 16:08
...
Ob ein wachsender Markt in China auch chinesische Fälscher, die womöglich weit besser arbeiten, hervorruft?
Ist eigentlich bekannt, ob nur Topstücke nach China gehen oder auch viele im zwei- bis dreistelligen Preisbereich?
Interessanterweise sagte der Auktionator, dass es nicht so die Spitzenstücke sind. die ersteigert werden, sondern eher häufigere Typen, wie meines. Da können die Käufer wohl eher den Wert einschätzen als bei Spitzenstücken, wo der nicht so erfahrene Sammler nicht einschätzen kann, ob es 20000 oder 30000 wert sein könnte.
Aber ich frage mich dann doch, was es bringt, für ein 200 €-Stück 1600 € zu bezahlen 8O
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dictator perpetuus (Do 07.04.22 17:32)
Gruß,
antoninus1

T........s
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Re: Aureus kaufen - Vorgehen und Tipps

Beitrag von T........s » Do 07.04.22 17:05

dictator perpetuus hat geschrieben:
Do 07.04.22 16:49
Stelle ich mal so nebeneinander.
Du bringst da einige Dinge durcheinander. Hier wurde - wie schon öfters - gegen Menschen getrommelt, die sich aus Lust und Laune solche Münzen einfach so als Anlage leisten können. Lass die Leute doch. Wenn sie es sich leisten können ist das so. Muss man doch nicht immer gegen etwas betuchtere die Keule raus holen. Aber - da bleibe ich dabei - das ist einfach ein Problem u.a. auch hier in D. In Amiland heißt es wow - der kann sich das leisten - Respekt. Hier heißt es meist - wieso kann der Kerl sich das leisten, was soll das?! Aber das ist ein ganz anderes Thema. Ich glaub das lassen wir hier im Forum lieber - solche Diskussionen führen zu nichts.
dictator perpetuus hat geschrieben:
Do 07.04.22 16:49
Und ich verstehe den Unterschied nicht, warum ich intolerant bin, wenn ich sage, ich kann für die Bronze in Topqualität die 4000€ nicht nachvollziehen und du gleichzeitig aber so tolerant bist, wenn du sagst, du kannst für das mäßige Gold die 3000€ nicht nachvollziehen.
Ich habe die Münze kritisiert - nicht Dich! Das ist der Unterschied! Aber das verstehst Du immer noch nicht.

Du hast Dich auf den vorherigen Seiten über Sammler und die verschiedenen Sammler Typen ausgelassen = Kritik an den Personen.
Ich habe mich bei der Auswahl an Münzen die Du verlinkt hast die einzelnen MÜNZEN beurteilt und nicht DICH = Beratung.

Also den Unterschied, bei allem Respekt, sollte man schon kennen & merken!

Du hast uns 10 (ich habe es jetzt nicht gezählt) Münzen als Beispiel genannt und die wird man ja entsprechend beratend beurteilen dürfen. Und Dir sagen dürfen, dass die Faustina die Beste von allen ist und - subjektiv (das wurde immer erwähnt) die Münze XY die schlechteste. Da wurdest aber nie Du selber "an den Pranger" gestellt.
dictator perpetuus hat geschrieben:
Do 07.04.22 16:49
Und sinnlos ist es, über Geschmack zu beraten. Und ich will ja nicht Hals über Kopf einen Aureus kaufen, ich fange an, nach welchen Ausschau zu halten. Wenn ich dann irgendwann zuschlage, weiß ich genau, dass das einzige, was mir die Freude an der Münze nehmen könnte, die Erkenntnis wäre, möglicherweise auf eine Fälschung oder auch eine stark bearbeitete Münze hereingefallen zu sein.
Wenn die Haare und das Gesicht platt gerubbelt sind, wenn auf der Rückseite das Männchen platt gerubbelt ist - verwischt die Grenze zwischen Geschmack und Qualität eben schnell. Mir kann eine Münze in Erhaltung S tausendmal gefallen - das kann mir niemand absprechen - aber ich kann hier auch nur mich hinstellen und sagen - mir gefällt die Münze (trotzdem). Aber ich kann eben nicht behaupten, dass die Münze VZ-Erhaltung hat (weil sie mir gefällt). Dafür gibt es eben qualitative Merkmale.

Aber nochmals. Du hast eine Anzahl an Münzen verlinkt und hast um eine Meinung über die Münzen gebeten.
Die Münzen (!) nicht Dich hat man subjektiv eingeschätzt und Dir bei der einen Münze zugeraten oder abgeraten.

Die Vergleiche zu anderen Sammlern - die Büchse der Pandora hast alleine Du gestartet und damit geöffnet ;)


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