Historisch interessante Münzen

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

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Peter43
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Beitrag von Peter43 » Mi 09.11.05 00:25

Bei einer nochmaligen Durchsicht des obigen Beitrages ist mir jetzt ein logischer Fehler aufgefallen. Ich werde ihn erst einmal nicht verbessern. Vielleicht fällt er auch einem der Mitglieder auf?

Hier noch ein Link zur Trajanssäule (der beste, den ich kenne!):
http://www.stoa.org/trajan/

MfG
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curtislclay
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Beitrag von curtislclay » Mi 09.11.05 01:48

Eingeweiht wurde die Säule erst 112 n. Chr., als der Denar schon zehn Jahre alt war! Offensichtlich ein üblicher Typ, der gerne verwendet wurde.
Vgl. Strack, Traian, S. 107: "eine Darstellung, die auf den Abschluss des Krieges oder eines Feldzuges nach gewonnenem Sieg hier so gut wie ähnlich auf der Traianssäule nach Abschluss des ersten dakischen Krieges zielt." Strack stellt auch fest, dass die Siegesgöttin auf den Münzen halbnackt ist, auf der Säule aber voll bekleidet.

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chinamul
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Beitrag von chinamul » Mi 09.11.05 10:14

Peter43 hat geschrieben:Bei einer nochmaligen Durchsicht des obigen Beitrages ist mir jetzt ein logischer Fehler aufgefallen. Ich werde ihn erst einmal nicht verbessern. Vielleicht fällt er auch einem der Mitglieder auf?
Du meinst doch nicht etwa den bei deinem Posting von dir grammatisch nicht ganz konsequent beachteten Unterschied zwischen der Schild und das Schild? Das wäre allerdings kein logischer Schnitzer, sondern wohl eher ein sprachlicher. Abgesehen davon dürfte @curtislclay den logischen Fehler bereits aufgespießt haben, wenn man mal - anders als die Römer (s. Phönix) - von einem linearen und damit nicht umkehrbaren Charakter der Zeit ausgeht.

Gruß

chinamul
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Beitrag von Peter43 » Mi 09.11.05 13:57

Ja, es war die zeitliche Reihenfolge, die ich nicht beachtet hatte!

@chinamul:
Bei dem Schild auf der Rückseite, weiß ich nicht einmal genau, ob es sich um 'den Schild, Mz. die Schilde' handelt, also die Abwehrwaffe, oder 'das Schild, Mz. die Schilder', das dann irgendwo aufgestellt werden kann. Beide sind ja ethymologisch identisch. Maskulin und Neutrum gingen aber bereits in alter Zeit durcheinander, wie man im Grimmschen Wörterbuch nachlesen kann: http://germazope.uni-trier.de/Projects/ ... id=GS08532
Dabei wurde im Niederdeutschen gern 'das Schild' gesagt, im Oberdeutschen 'der Schild', was sich dann durchgesetzt hat.

MfG
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Beitrag von chinamul » Mi 09.11.05 14:58

Hallo Peter43!

Wenn ich von "grammatisch nicht ganz konsequent" sprach, meinte ich, unabhängig vom Genus von "Schild", vor allem den Relativsatz, bzw. dessen zu "ein Schild" nicht KNG-kongruentes Relativpronomen.
Im übrigen dürfte es sich bei den unzähligen runden Gegenständen auf Münzen zweifelsohne ausschließlich um Schilde gehandelt haben, auf denen nichts "geschildert" wurde.
Mir wurde jedenfalls, Etymologie hin, Etymologie her, regelmäßig übel, wenn ich in den Irak-Nachrichten immer wieder hören mußte, daß von Husseins Militärs Zivilpersonen als menschliche "Schutzschilder" mißbraucht wurden. Dabei unterscheidet unser heutiger Sprachgebrauch eindeutig zwischen dem Schild, der dem Schutz dient und dem Schild, das eine Information liefert.

Gruß

chinamul
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Beitrag von octavian » So 20.11.05 13:14

Hallo zusammen,
ich denke, es ist Zeit, dem Thread mal wieder Leben einzuhauchen, nachdem es schon seit längerer Zeit keinen Beitrag mehr gab. Vorstellen möchte ich gerne das sog. Nemausus-As. Eine, wie ich finde, historisch sehr interessante Münze und sie sollte deshalb in diesem Thread nicht fehlen.

As, geprägt in Nemausus (heutiges Nimes), Vs: Köpfe des Agrippa und Augustus, IMP DIVIF; Rs: Krokodil an Palme gekettet. darüber ein Kranz mit Bändern (?), COL NEM, 13,26 g, dunkelgrüne Patina.
Interessant finde ich den Grund der Prägung. Anscheinend ist sich die Fachwelt da noch nicht einig. Eine Version sagt, dass die Münze die Eroberung Ägyptens nach dem Sieg es Augustus/Agrippa bei Actium über Antonius und Kleopatra und dem darauffolgenden Tod Kleopatras feiert. Das Krokodil soll dies symbolisieren.
Eine andere Erklärung ist, dass die Prägung eine Anspielung auf die in Nemausus angesiedelten Veteranen des Ägyptenfeldzuges ist und diese ein Krokodil als "Glücksbringer" mitbrachten. Welcher Version kann man mehr Glauben schenken? Ich persönlich tendiere zur 1. Erklärung. Sehr interessant finde ich allerdings, dass sich das angekettete Krokodil auf dem heutigen Stadtwappen von Nimes befindet (dieses war mir bis zum Erwerb der Münze noch nicht bekannt). Dies könnte doch ein Hinweis auf die in Nimes angesiedelten Veteranen sein? Mangels eigener Digitalkamera habe ich das Photo der Fa. Peuss, Frankfurt, verwendet. Diese Münze habe ich lange gesucht, vor allem in etwas besserer Erhaltung. Denn gerade hier sind es doch die Einzelheiten der Prägung, welche die Münze zu etwas Besonderem machen. Auf der letzten Auktion war ich nun endlich erfolgreich :D. Frage: Kann hier irgendjemand noch weitere Infos zu der Münze liefern (Literatur? Internet?). Was z. B. bedeutet der Kranz auf der Rückseite?
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Beitrag von chinamul » So 20.11.05 13:43

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Beitrag von octavian » So 20.11.05 13:59

hallo chinamul,
danke für den Hinweis. Danach werden von Peter43 und Dir die mir ebenfalls bekannten Theorien zum Grund der Prägung aufgezeigt. Noch eine Frage. Was bedeutet der Kranz mit Bändern? Bezieht sich dieser ganz speziell auf die Rückseitenprägung?

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Beitrag von chinamul » Di 22.11.05 18:42

Als die römische Welt noch im republikanischen Lot zu sein schien ...

Drei Münzen dokumentieren die scheinbar friedliche Lage vor der dann folgenden erbitterten Auseinandersetzung um die Macht zwischen Octavianus und Marcus Antonius.
(S. hierzu: http://www.numismatikforum.de/ftopic6900-210.html)

Die erste Münze zeigt Marcus Antonius und Octavianus auf einem Denar, wobei M. Antonius schon durch die Größe seines Porträts als der Seniorpartner ausgewiesen ist.
Römische Republik
Marcus Antonius
AR Denar Asia minor (Ephesos?) 41 v. Chr. durch das Triumvirat von M. Antonius, M. Barbatius und Octavianus
Av.: M • ANT • IMP • AVG • III • VIR • R • P • C • M • RARBAT (sic!) • Q • P (= Quaestor Provinciae) - Barhäuptiger Kopf des Marcus Antonius rechts
Rv.: CAESAR • IMP • PONT • III • VIR • R • P • C • (Rei Publicae Constituendae) - Barhäuptiger Kopf des Octavianus rechts
Syd. 1181 - 3,76 g

Die zweite Münze ist ein Cistophor mit den gestaffelten Porträts des M. Antonius und der Octavia, der Schwester Octavians. Die Rückseite zeigt eine cista mystica (daher die Bezeichnung Cistophor).
Marcus Antonius
AR Cistophor Asia Minor (Ephesos?) 39 v.Chr.
Av.: M • ANTONIVS • IMP • COS • DESIG • ITER • ET TERT • - Köpfe des Marcus Antonius und der Octavia rechts nebeneinander; der des Marcus Antonius mit Efeukranz
Rv.: III • VIR • R • P • C • - Von zwei Schlangen flankierte cista mystica; darauf kleine Bacchusstatuette nach links stehend; in der Rechten Kantharos, mit der Linken auf Thyrsos gestützt
Syd. 1198 - 11,14 g

Die dritte Münze schließlich bildet die Eheleute M. Antonius und Octavia auf je einer Münzseite ab. Auch bei diesem Stück fehlt durch den Efeukranz um den Kopf des M. Antonius und um sein Porträt nicht der Verweis auf Bacchus, der vermutlich ein Seelenverwandter des Sinnenmenschen M. Antonius war.
Marcus Antonius
AR Cistophor Asia Minor (Ephesos?) 39 v.Chr.
Av.: M • ANTONIVS • IMP • COS • DESIG • ITER • ET • TERT - Kopf rechts mit Efeukranz; unten Lituus; rundum ein weiterer Efeukranz
Rv.: III • VIR • R • P • C • - Von zwei Schlangen flankierte cista mystica; darauf drapierte Büste der Octavia rechts
Syd. 1197; RPC 2201 - 11,59 g

Gruß

chinamul
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m.ant.u.jpg
m.ant.oct.jpg
m.ant - oct..jpg
Zuletzt geändert von chinamul am Fr 23.12.05 10:19, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitrag von Pscipio » Fr 25.11.05 14:50

Münznominale und Geldsummen in der "res gestae"

Heute möchte ich für einmal keine Münze vorstellen, sondern auf die Nennung von Geldsummen und Münznominale in einer antiken Quelle eingehen, nämlich der res gestae des Augustus. Diese Schrift stellt wohl eines der bekanntesten literatischen Zeugnisse der Antike dar, ein einzigartiger Bericht des Selbstverständnisses des ersten Princeps. Als "Tatenbericht" konzipiert, wurde diese Schrift von Augustus an verschiedenen Orten im Reich aufgestellt, in Rom, natürlich, aber auch in der Provinz, so zum Beispiel in Antiochia, in Apollonia und in Ancyra, wo der heute noch erhaltene Tempel der Roma und des Augustus sowohl eine griechische wie auch eine lateinische Fassung des Textes aufweist.

Vorwort (wohl unter Tiberius verfasst):
Die Taten des vergöttlichten Augustus, mit denen er den Erdkreis der Herrschaft des Römischen Volkes unterwarf, sowie die Aufwendungen, die er für das Römische Staatswesen und Volk machte, eingegraben auf zwei ehernen Pfeilern, die in Rom aufgestellt sind, wiedergegeben in folgender Abschrift.

Der darauf folgende Text nimmt interessanterweise mehrfach Bezug auf bestimmte Geldsummen, seien es Spenden an die Bürger, Baukosten oder andere Ausgaben, die der Princeps in seiner langen Regierungszeit getätigt haben will. Dies ist für uns Sammler antiker Münzen besonders interessant, sind doch Nennungen der Münznominale und überhaupt Bezüge auf Geldbeträge in den antiken Quellen eher selten (ausser natürlich bei Kriegsbeuten, Tributen und Reparationszahlungen, die aber meistens in Talenten oder Pfund angegeben werden). Ich möchte deshalb einige Beispiele aufzeigen, wie und unter welchen Umständen Augustus in diesem Text von Geldbeträgen spricht.

Res gest., 15: ... HS trecenos ..., ... HS quadrigenos ...

HS war eine römische Standardabkürzung für eine bestimme Einheit an Sesterzen, hier also aus dem Kontext heraus (Geschenk pro Kopf an die Bürger Roms) "300 Sesterzen" bzw. "400 Sesterzen".

Res gest., 15: ... sexagenos denarios ...

In dieser Passage, die wiederum von einem Geschenk an die Bürger Roms handelt, spricht Augustus interessanterweise nicht von 240 Sesterzen, sondern von 60 Denaren (à 4 Sesterzen das Stück).

Res gest., 15: ... millia nummum ...

Wurden bis anhin die betreffenden Summen jeweils in Denaren oder Sesterzen angegeben, so spricht Augustus hier nur noch von nummi, Geldstücken. In meiner Übersetzung wird hier von Sesterzen gesprochen (1000 Sesterzen), wobei ich mir nicht sicher bin, ob dies aus dem Kontext geschlossen wurde oder ob bekannt ist, dass unter nummus zur damaligen Zeit sestertius verstanden wurde.

Zu guter Letzt, um einen Eindruck über die gigantischen Summen zu verschaffen, die durch den Kaiser verwaltet wurden, hier noch eine Passage:

Res gest., 16: Ea summa sestertium circiter sexsiens milliens fuit, quam pro Italicis praedis numeravi, et circiter bis milliens et sescentiens, quod pro agris provincialibus solvi.

Übersetzung: Dies ergab eine Summe von ungefähr 600 Millionen Sesterzen, die ich für Grund und Boden in Italien gezahlt habe, und eine solche von ungefähr 260 Millionen, die ich für Ackerland in den Provinzen ausgegeben habe. Diese Zahlen beziehen sich nicht etwa auf seine gesamte Herrschaftsdauer, sondern nur auf die Jahre 30 und 14 v. Chr.!

Natürlich sind alle diese Summen mit Vorsicht zu geniessen, da es sich hier ja um einen quasi autobiographischen Text handelt, der nicht immer objektiv abgefasst ist. Nichtsdestotrotz vermittelt dieser Bericht doch eine Idee davon, wie man zur Zeit des Augustus von den Münzen sprach und welche Summen als beachtlich galten (z. B. ein Geschenk von 400 Sesterzen pro Kopf oder Ausgaben von 600 Millionen für Landzuweisungen). Überhaupt kann ich jedem historisch Interessierten die Lektüre der res gestae nur empfehlen, sie zeigt sehr schön, wie Augustus sich selber sah oder, besser, sich von seinen Untertanen und von der Nachwelt gesehen haben wollte!

Sollten mir in diesem Beitrag Fehler unterlaufen sein, bin ich für Korrekturen natürlich dankbar!

Gruss, Pscipio
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Beitrag von Peter43 » Fr 25.11.05 20:58

@Pscipio:

Interessant! Und dann noch ohne Münzbilder! Für alle, die des Lateinischen nicht mächtig sind, oder zufällig die res gestae nicht bei der Hand haben, hier der Text auf deutsch und lateinisch: http://www.tu-berlin.de/fb1/AGiW/Audito ... divAug.htm

Nach dem Fundort Ancyra ist es auch unter dem Namen Monumentum Ancyranum bekannt. Dort, dem heutigen Ankara in der Türkei, ist es 1555 von einem Gesandten der Deutschen Botschaft entdeckt worden. Weitere Information bei Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Res_Gestae_Divi_Augusti

MfG
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Beitrag von Zwerg » Fr 25.11.05 21:51

Ich liebe die res gestae, wie Mommsen sagte, ist es wirklich die "Königin der Inschriften". Numismatisch kann man teilweise die Münzprägung unter Augustus parallel "lesen".
Beeindruckend ist der erste Satz, eine Unverschämtheit, aber Octavian hat damals alles auf eine Karte gesetzt. Dies war m.E wirklich ein Meilenstein der Weltgeschichte. Welcher 19-jährige würde heutzutage so etwas unternehmen? (Bill Gates???)
Mit neunzehn Jahren habe ich aus privater Initiative und aus eigenen Mitteln ein Heer aufgestellt, mit dem ich dem Staatswesen, das durch die Gewaltherrschaft einer politischen Machtgruppe unterdrückt wurde, die Freiheit wiedergab
Grüße
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Beitrag von Pscipio » Fr 25.11.05 22:33

Zwerg hat geschrieben:Beeindruckend ist der erste Satz, eine Unverschämtheit
Allerdings, notabene in einer Zeit, in der man sich offiziell erst mit dreissig um politische Ämter bewerben durfte! Aber Marius, Sulla, Pompeius, Caesar und Konsorten hatten ja dafür gesorgt, dass in der Republik nichts mehr unmöglich war, nicht einmal ein 19-jähriger, der sich aus Veteranen Caesars und sonstigen Räuberbanden eine eigene Armee zusammenbastelt. Und damit schlussendlich gar noch Erfolg hat, obwohl er selber ein stümperhafter General ist!

Gruss, Pscipio
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Beitrag von Zwerg » Fr 25.11.05 22:41

Für die Generalität hatte er Agrippa, auf See wurde er sowieso "seekrank" - aber er muß wohl eine beeindruckende Führungsperson gewesen sein - und er hat Erfolg gehabt:

Grüße
Zwerg
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Beitrag von Peter43 » Fr 25.11.05 22:48

Außerdem soll er an sowas wie 'vegetativer Dystonie' gelitten haben. Bei vielen Schlachten soll er handlungsunfähig im Zelt gelegen haben.

MfG
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