Historisch interessante Münzen

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

Moderator: Homer J. Simpson

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drakenumi1
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Re: Römische Imitation aus Sri Lanka

Beitrag von drakenumi1 » Sa 09.05.09 21:26

Peter43 hat geschrieben: Hier möchte ich eine Münze vorstellen, die zeigt, wieweit der Einfluß des römischen Reiches ging.

.... in historischem Sinn der wichtige Beweis sind, für den Handel Roms mit Indien, und damit auch für die weitgesteckten Ziele des Reiches..
Hallo, Peter,
ein interessantes Kapitel hast Du da aufgeschlagen.
Wenn diese Prägungen allerdings dem Zweck dienen sollten, ein Zahlungsmittel im Handelsverkehr mit dem fernen Rom darzustellen, dann frage ich mich, wie solche ungelenken (eben nur Imitationen) Prägungen dort überhaupt Anerkennung finden sollten. Standen diese Regionen übrigens damals unter römischer Botmäßigkeit? (aber das ist ja nicht unbedingt von Bedeutung). Laienhaft hätte ich eher die Vorstellung, es wurden hier möglicherweise erstmalig durch die Beispiele einzelner in diese Regionen vorgedrungener römischer Geldstücke deren Vorteile als ein Zahlungsgegenwert, ein "Verrechnungsstück" erkannt (eigene Münzen hatten sie wahrscheinlich noch nicht) und diese folgerichtig naiv imitiert und im eigenen Territorium im eigenen Handel eingeführt. Schrift mußte wohl nicht sein, wer konnte schon lesen?
Wenn man heute von Imitation von Römern bei diesen Stücken spricht, dann kann sich das doch eigentlich nur auf die Form (rund), den Kopf, eine schriftliche Aussage ringsum und rückseitig eine sonstwie gestaltete Person oder Personengruppe beziehen. Das wäre auch das Einzige, um das "romano" in "romano-indisch" zu rechtfertigen,
denkt

drakenumi1.

Aber sicherlich übersehe ich hier vieles und jemand kann mir auf die Sprünge helfen :wink: ?
Man kann, was man will, und wenn man sagt, man kann nicht, dann will man auch nicht.
(Baltzer von Platen/a. Rügen)

Lemur
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Beitrag von Lemur » Sa 09.05.09 21:56

Münzprägung ist in Sri Lanka sogar älter als bei den Römern.
(und das Lesen haben auch nicht erst die Kolonialmächte verbreitet)
Diese von Peter vorgestellten Imitationen waren auf Sri Lanka neben importierten Spätrömern im Umlauf.
Mein tip:
http://lakdiva.org/coins/
Literatur:
Studien zu Fundmünzen der Antike(Band5)R.Walburg
Antike Münzen aus Sri Lanka/Ceylon
und
Origin,Evolution and Circulation of foreign Coins in the Indian Ocean
Osmund Bopearachchi/D.P.M.Weerakkody
...das ganze Mee`volle`´öme`.

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Peter43
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Beitrag von Peter43 » Sa 09.05.09 22:13

Die Münzen die in http://lakdiva.org/coins/roman/roman_indo_cu.html vorgestellt werden, ähneln sehr stark denen aus dem Hort, den ich beschrieben habe. Hier sind noch einige zu sehen: http://www.vcoins.com/ancient/ancientim ... tegory=150

Mit freundlichem Gruß
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Submuntorium
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Beitrag von Submuntorium » Mi 13.05.09 20:37

Hier ein historisch wichtiger Denar des Septimius Severus:

AV: L SEPT SEV PERT AUG IMP VIII
RV: ARAB ADIAB COS II PP Victoria mit Kranz und Trophäe nach links

Geprägt 196/7 in Rom

Der Unterschied zu gewöhnlichen Victoria Prägungen liegt in der Umschrift der RV. Sie erinnert an die Siege des Sept.Sev. in Arabien gegen den Gegenkaiser Pescennius Niger. Dies war ein Schlüsselereignis in der Karriere des Septimius Severus.
Eine recht häufige, aber dennoch interressante Prägung
Dateianhänge
100_6098.JPG
septimius severus.JPG
viele grüße,
Submuntorium

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Beitrag von Peter43 » Do 14.05.09 21:17

Hallo Submuntorium!

Mit dem Tod des Pescennius Niger hat diese Münze nur indirekt etwas zu tun. Pescennius Niger wurde bereits im März 194 bei Issos von Severus geschlagen und Ende April bei Antiochia gefangen genommen und hingerichtet. Danach begann in der 1. Hälfte 195 der Erste Partherkrieg. Während seines Krieges gegen Niger hatten sich nämlich in Obermesopotamien die Osrhoeni und die Adiabeni erhoben und einige römische Garnisonen erobert. Nach dem Sieg des Severus über Niger boten sie ihm an, die römischen Gefangenen und den Rest der Beute zurückzugeben, wenn die Römer ihre Garnisonen aus ihrem Gebiet zurückzögen. Dies lehnte Severus ab und marschierte 195 mit seiner Armee durch die Wüste nach Obermesopotamien. Die dortigen Völker ergaben sich schnell und Severus fügte einen großen Teil von Obermesopotamien als Provinz dem Römischen Reich hinzu. Der König der Osrhoeni durfte zwar seine Herrschaft behalten, allerdings stark eingeschränkt. Danach erhielt Severus im Sommer 195 die Titel Arabicus und Adiabenicus. Den vom Senat angebotenen Titel Parthicus lehnte er ab.

Mit freundlichem Gruß
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Beitrag von Submuntorium » Do 14.05.09 21:29

Hallo Peter43!

Vielen Dank für deine Informationen zum Severus-Denar :idea:
viele grüße,
Submuntorium

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Beitrag von Peter43 » Do 14.05.09 22:01

Der Styraxbaum

Da es im Forum vor kurzem Mißverständnisse um den Styraxbaum gab, möchte ich hier diese interessante Pflanze vorstellen. Natürlich anhand von antiken Münzen.

1. Münze:
Pisidien, Selge, 2.-1.Jh. v.Chr.
AR - Triobol, 2.40g, 15.23mm
Av.: Kopf des Herakles frontal, ganz leicht n.r., mit Eichenkranz und um die Schultern
gewundenem Löwenfell.
Rv.: li Keule, re heiliger Styraxbaum auf Altar, dazwischen von oben n. unten SELGEWN
im re Feld Bukranion
Ref.: SNG France 1959; SNG Copenhagen 256; SNG von Aulock 5284
Selten, fast SS, Vs. etwas exzentrisch
Beschrieben wird Herakles zwar mit einem Eichenkranz. Es wird aber eher ein Kranz aus Styraxblättern sein! Besonders dann, wenn man sich die nächste Münze genau ansieht.

2. Münze:
Pisidien, Selge, 2.-1.Jh. v.Chr.
AE 11, 2.45g
Av.: Bärtiger Kopf des Herakles, bekränzt mit Styraxblättern und und das Löwenfell um die Schultern geschlungen.
Rv.: Hirsch n.r. knieend, Kopf n.l. gewendet
im Feld li und re SE - L
Ref.: SNG France 1963; SG 5489
fast SS
Hier ist deutlich zu sehen, daß der Kranz mit einem Eichenkranz wenig zu tun hat!

Styraxbaum (Storaxbaum, Styrax), Gattung der Styraxgewächse mit rund 100 Arten in den Tropen und Subtropen (mit Ausnahme Afrikas); immergrüne oder laubabwerfende Sträucher oder Bäume, deren Zweige und Blätter mit sternförmigen Haaren besetzt sind; Blüten weiß, einzeln, achselständig oder in endständigen Trauben. Bekannte Arten sind der Benzoebaum und der Echte Styrax (Styrax officinalis), letzterer ein in Südeuropa und Kleinasien beheimateter kleiner Baum; aus ihm wurde früher durch Einschneiden der Rinde das Balsamharz Storax gewonnen. Storax ist eine Sammelbezeichnung für mehrere aromatisch riechende, v.a. aus Zimtsäure, Zimtsäureestern, Alkoholen und Vanillin bestehende Balsame. Am bekanntesten ist der aus dem Orientalischen Amberbaum (Liquidambar orientalis) gewonnene orientalische Storax, der früher als Heilmittel bei Asthma, Katarrhen und Hauterkrankungen sowie als Räuchermittel verwendet wurde. Er dient heute zur Gewinnung eines ätherischen Öls und eines Resinoids, die in der Parfümindustrie verwendet werden.

Strabo (xii. 7, § 3) schreibt: 'Der Styrax wird hier (in der Umgebung von Selge) in großem Überfluß gefunden, ein Baum, nicht groß, aber aufrecht gewachsen. Aus dem Holz dieses Baumes werden Speere gemacht, ähnlich wie die aus der Esche. Im Stamm des Styrax wird ein Wurm gezüchtet, der sich durch das Holz zur Rinde hindurchfrißt und dabei Holzraspeln hinauswirft wie Holzspäne oder Kleie, ein Haufen, der sich an der Wurzel des Baums sammelt. Danach wird daraus eine Flüssigkeit, die sich schnell zu einer gummiähnlichen Masse verfestigt. Ein Teil dieser Flüssigkeit steigt empor und vermischt sich mit den Holzraspeln an der Baumwurzel und mit Erde; ein Teil erhält seine Festigkeit auf der Oberfläche der Masse und bleibt rein. Der Teil, der an der Oberfläche des Baumstammes entlangfließt, ist ebenfalls rein. Aus dem unreinen Teil wird eine Mischung gefertigt, die eine Kombination aus Holzstaub und Erde; und diese Mischung hat einen größeren Duft als der reine Styrax, ist ihm aber in allen anderen Eigenschaften unterlegen. Das ist nicht allgemein bekannt. Benutzt wird es als Räucherwerk in riesigen Mengen durch den Aberglauben der Gottesverehrer,'

Selge lag am Südhang des Tauros-Gebirges. Das Tal bei Selge war fruchtbar an Wein, Oliven, Iris und Styrax. Am bedeutendsten aber war die Styrax-Industrie. Viele Tausend von Menschen waren mit der Bereitung des Balsams beschäftigt. Darauf stützte sich der Reichtum und die Macht Selges in der Antike. Plinius gibt den Wert des reinen Styraxharzes mit 17 Silberdenaren pro Pfund an, was damals ein sehr hoher Preis war. Dem Styrax sagte man Heilkräfte nach und es fand, wie Weihrauch, auch bei Kulthandlungen Verwendung. Heute noch ist es neben dem Weihrauch das wichtigste Räucherwerk der griechisch-orthodoxen Kirche.

Am Eurymedon, an dem Selge lag, findet man heute noch Styraxbüsche, aus denen das kostbare Harz gewonnen wird. Wenn man am Eurymedon entlangfährt, glänzt manchmal das leuchtende Grün des Styrax officinalis durch das dunklere Blätterwerk. Die Einwohner von Selge verehrten diesen Strauch so sehr, daß sie ihn auf ihre Münzen setzten. Barcley Head (Historia Nummorum) schreibt: 'Münztypen sind - Zwei Styrax-Bäume in Kästen (ein Altar vor jedem), flankiert durch Blitzbündel und Keule, oder diurch eine Säule die einen Adler und Nike trägt.'

Auch in der Bibel wird der Styraxbaum an mehreren Stellen erwähnt, z.B. Hosea 4, 13: Sie feiern Schlachtopfer auf den Höhen der Berge, auf den Hügeln bringen sie Rauchopfer dar, unter Eichen, Storaxbäumen und Terebinthen, deren Schatten so angenehm ist. So werden eure Töchter zu Dirnen und eure Schwiegertöchter brechen die Ehe.

So war das Styrax für Selge nicht nur wirtschaftlich wichtig, sondern auch wegen seiner kultischen Bedeutung. Gibt es noch mehr Gründe, solch einen Baum zu verehren und auf seine Münzen zu setzen?

Neben den Bildern von meinen Münzen habe ich hinzugefügt:
(1) Das Bild von einem Styraxbaum
(2) Das Bild der Blätter, Blüten und Früchte des Styrax officinalis aus Leopold Dippel, Handbuch der Laubholzkunde, 1889.

Quellen:
Der Kleine Pauly
Hellmut Baumann, Pflanzenbilder auf griechischen Münzen
Strabo
Altes Testament
Meyers Enzyklopädisches Lexikon
http://commons.wikimedia.org/wiki/Categ ... fficinalis
http://www.zum.de/stueber/dippel/band1/203.html

Mit freundlichem Gruß
Dateianhänge
selge_SNGcop256.jpg
selge_SG5489.jpg
Styrax_officinalis.jpg
FIG_203_mittel.jpg
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Beitrag von Peter43 » Do 21.05.09 22:26

Die Silphium-Pflanze

Seitdem ich antike Münzen sammle, hat mich die Silphium-Pflanze interessiert. Auch deswegen, weil sie beweist, daß das Ausrotten von Arten kein Privileg des modernen Menschen ist, sondern bereits in der Antike stattfand. Als Homer seine neulich erworbene Münze mit der Silphiumpflanze zeigte, war mir klar, daß ich endlich einen Artikel schreiben mußte. Paßt er ja auch gut zum vorigen Artikel über den Styraxbaum.

Kyrenaika, Kyrene, ca.250 v.Chr.
AE 21, 7.56g
Av.: Kopf des Zeus-Ammon, mit Taenia, n.r.
Rv.: Silphium-Pflanze
im li. und re Feld KOI - NON
Ref.: SNG Copenhagen 1276-84
Selten, SS, dunkelgrüne Patina mit erdenen Auflagerungen
Hier sind viele Details der Pflanze besonders hübsch zu sehen.

Einige Worte zur Kyrenaika:
247 v.Chr. gelang es Ptolemaios III. (Euergetes) den Thron von Ägypten zu erringen, und durch die Heirat mit Berenike, der Tochter der Magas, die selbst Königin der Kyrenaika war, vereinigte er die Kronen von Ägypten mit diesem Land. Die Münzen mit der Aufschrift KOINON beweisen, daß die Kyrenen während der Regierungszeit des Euergetes, sei es durch einen erfolgreichen Aufstand oder nicht, sich einer Periode der Autonomie erfreuten, die auch nach seinem Tod nicht aufhörte. In dieser Zeit schickten sie Gesandte nach Megalopolis in Arkadien, um Hilfe zu erbitten durch die Philosophen Demophanes und Ekdemos, die bereits Arados geholfen hatten bei der Befreiung Sikyons von seinen Tyrannen. Diese beiden Staatsmänner wurden mit der Regierung der Kyrenaika betraut, welche sie augenscheinlich nach den Regeln der Achäischen Liga einrichteten. Dies jedenfalls können wir aus den Schriften des Polybios (x.25) und des Plutarch (Philop., ii.1) schließen und von den Silber- und Bronzemünzen, die die Inschrift KOINON tragen, welche wahrscheinlich in diese Zeit gestellt werden müssen, da die Bronzestücke oft auf die Bronzen des Ptolemaios II. geprägt worden sind.

Name:
Silphium, griech. Silphion, ist der Name einer in der Kyrenaika wachsenden Pflanze. Der Name selbst ist nichtgriech. und stammt aus einer einheimischen semitischen(?) Sprache []i]silphi[/i], sirphi, lat. [/]sirpe[/i]; dazu lat. laserpicium, aus lac sirpicium; außerdem sind besonders griech. Namen für Teile der Pflanze überliefert.

Geschichte:
Die erste Erwähnung des Silphions verdanken wir Herodot, der auf seinen Reisen auch durch die Kyrenaika kam. Dort soll der Überlieferung nach das Silphion durch Aristaios, einen Enkel des Lapithenkönigs und Schüler des weisen Kentauren Chiron, eingeführt worden sein. So gibt es einen religiösen Zusammenhang mit dem Kult des Aristaios (cf. Schol. in Aristoph. Eq. 894). Das Silphion wurde zusammen mit Gold und Silber in Schatzkammern gehortet, wie man im unteren Bild der Arkesilas-Schale sehen kann (siehe Anhang).

Botanik:
Die Münze zeigt auf der Rs. eine vollständige Silphiumpflanze. Typisch ihr hoher, dicker, skulpturierter Stamm mit den gegenständigen Blättern, die am Ursprung den Stamm umhüllen, den Blüten, die aus den Blattachseln entspringen und dem großen, runden, zusammengesetzten Kopf. Trotz erhaltener Beschreibungen bei Theophrast u.a. (s. besonders Plin. nat. 19, 38-46) und den Abbildungen auf den Münzen von Kyrene und vieler Bemühungen von Historikern und Botanikern ist die sichere Bestimmung des Silphions nicht gelungen; doch scheint es sich um eine mit Scorodosma foetidum , welches Asia foetida liefert, nahe verwandte Pflanze zu handeln; Silphion soll einen zwar sehr intensiven, aber doch angenehmen Geruch gehabt haben.

Verwendung:
Stengel und Blätter wurden als Gemüse gegessen. Aus den Stengeln und Wurzeln wurde durch Einritzen ein harziger Milchsaft gewonnen. Diese Droge diente als Gewürz. Neben dem Gebrauch in der Griechisch-Römischen Küche (z.B. in den Rezepten des Apicius), schrieb man der Pflanze zahlreiche Heilwirkungen zu, sodaß es fast als Wundermedizin galt. Es sollte Husten heilen und Halsentzündungen, Fieber senken, Verdauungsstörungen beseitigen (was für die Römer mit ihrem schweren Essen besonders wichtig war), starke Schmerzen beseitigen und Warzen und alle Arten von Leiden. Eine Hauptrolle spielte es dabei - nach Plinius - als Kontrazeptivum. Da heute bekannt ist, daß viele Arten der Selleriefamilie, zu dem das Silphion wohl gehört hat, östrogene Eigenschaften besitzen, und einige, wie die Wilde Möhre, als Abortivum wirken, ist es gut möglich, daß diese Pflanze benutzt wurde, um Schwangerschaften zu verhindern oder zu beenden. Auch bei zeitgenössischen Schriftstellern wurde es mit Sexualität und Liebe verknüpft. So erscheint laserpicium in einem Gedicht des Catull an seine Geliebte Lesbia (Catull 7). Und auch Pausanias beschreibt den Gebrauch von Silphion durch junge Mädchen.
Der Sage nach war es ein Geschenk des Apollo. Es wurde von fast allen antiken Kulturen rund ums Mittelmeer gebraucht. Die Römer betrachteten es als 'wert seines Gewichtes in Denaren'. Das Silphion war vom 6. Jh. v.Chr. an eine sehr hochgeschätzte Droge und bildete als Ausfuhrartikel die Grundlage des Reichtums von Kyrene. Auch in der hellenistischen Zeit war der Silphion-Handel gewinnbringend (Plaut. Rud. 630 Catull. 7, 4), aber vom Beginn der Kaiserzeit an war das echte Silphion vom Markt verschwunden (in der Kyrenaika ausgerottet?), und man behalf sich mit minderwertigem Silphion aus dem Orient

Das Verschwinden des Silphion:
Die Silphiumpflanze ist nie kultiviert worden. Sie wurde nur wild gepflückt. Um den Preis zu erhöhen, sollen die Einwohner der Kyrenaika Ziegen auf die Felder getrieben haben, die die Pflanze dezimierten
und schließlich ausrotteten. Plinius erwähnt, daß schon zu seiner Zeit nur ein einziger Stengel des Silphions gefunden werden konnte, der als letzter Sproß der berühmten Pflanze Kaiser Nero zum Geschenk gemacht wurde. Dieser soll ihn mit Genuß verspeist haben. Die genauen Gründe, warum Silphion endlich ausgestorben ist, sind nicht ganz klar. Es scheint mehrere gegeben zu haben:
(1) Es ist trotz vieler Versuche, nie gelungen, diese wichtige Pflanze, so wie andere, zu kultivieren. So war man darauf angewiesen, auf die Pflanzen, die wild nachwuchsen.
(2) Obwohl es strenge Ernteregeln und Ausfuhrbestimmungen gab, die vom König überwacht wurden, begann besonders unter römischer Herrschaft eine Überernte, durch das Silphion zurückging.
(3) Dadurch verarmten die Silphion-Bauern und stiegen um auf Schafzucht. Die Schafe aber fraßen vermehrt die wohlschmeckenden Pflanzen, so daß es zu einer Verknappung kam. Es gibt auch die Behauptung, daß dies geschah, um den Silphion-Preis zu erhöhen.
(4) Die zur Römerzeit stattfindenden Kriege und Bürgerkriege ließen die für eine geregelte Ernte notwendige Ordung zusammenbrechen.
(5) Der letzte Grund, der gerade heute modern ist, war ein Klimawechsel im Maghreb. Die Temperaturen stiegen, die Wüsten dehnten sich aus und vernichteten wertvolles Kulturland.
(6) Man muß aber auch zugeben, daß das Silphion von vornherein besonders gefährdet war. Wuchs es doch nur endemisch in einem 55km breiten Küstenstreifen von vielleicht 200km Länge entlang des Mittelmeeres in der Kyrenaika.

Allerdings erschien 2001 im 'Celator' ein Artikel von W.S.Wright "Silphium Rediscovered", in dem er schreibt, daß das Silphion heute doch noch existiert (Wright, W. S. "Silphium Rediscovered". Celator 15 (2): 23-24).

Hinzugefügt habe ich
(1) ein Bild von Scorodosma foetidum, das mit Silphion verwandt sein könnte.
(2) das Bild der Arkesilaos-Schale. Diese Schale wurde in Vulci gefunden und befindet sich heute in der Französischen Nationalbibliothek in Paris. König Arkesilaos sitzt unter einer Zeltplane und trägt einen afrikanischen Hut. Wegen dieser Aufmachung und einer anderen Schale des Arkesilas-Malers, der nach dieser Vase benannt wurde, welche die Nymphe Kyrene beim Ringkampf mit einem Löwen zeigt, wurde der Arkesilas-Maler zunächst auch fälschlicherweise in Afrika lokalisiert. Spätere Funde wiesen ihn jedoch als Lakonier aus. Arkesilaos beobachtet sieben Arbeiter, wie sie Waren verpacken, wiegen, stapeln und verladen. Durch Inschriften sind die Funktionen der Arbeiter ebenso wie der Name des Arkesilaos gekennzeichnet. Unklar ist die Deutung dessen, was verladen wird. Manche Forscher glauben, dass es sich um Silphion handelt, für das Arkesilaos das Handelsmonopol hatte. Dafür würde auch die überwachende Haltung sprechen. Mehrere afrikanische Tiere illustrieren den afrikanischen Handlungsort des Bildes. Historisch gesehen ist ein solches Bild in Lakonien Beleg für die enge Verbundenheit Spartas zu Nordafrika.

Quellen:
Der Kleine Pauly
Hellmut Baumann, Pflanzenbilder auf griechischen Münzen
Wikipedia
http://www.ancient-coins.com/resourcedetail.asp?rsc=8
http://pagesperso-orange.fr/dalby/texts ... Texts.html
http://www.uni-graz.at/~katzer/engl/Silphion.html
http://www.islamonline.net/English/Scie ... le02.shtml (Abortivum, Antikonzeptivum)

Die Anzahl der Literatur über Silphium ist unüberschaubar. Für einen größeren Überblick empfehle ich die folgende Seite:
http://www.oeaz.at/zeitung/3aktuell/200 ... 1tier.html

Mit freundlichem Gruß
Dateianhänge
cyrene_SNGcop1276-84.jpg
21984_Apiaceae%20-%20Ferula%20assa-foetida-1.jpg
800px-Tondo_Akesilas_Cup_CdM_189.jpg
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Beitrag von emieg1 » Fr 22.05.09 19:14

Wie gewohnt ein toller Artikel Artikel von dir, Jochen, dem kaum etwas hinzuzufügen ist. Vielen Dank!!

Darf ich trotzdem etwas ergänzen:

Der leidenschaftliche Hobbykoch bzw. kulinarisch interessierte kennt diese Pflanze vielleicht auch unter dem Namen "Laserwurzel". In vielen Gerichten aus dem Kochbuch des Apicius wird sie verwandt, doch dürfte der bereits von Plinius erwähnte "Ersatzstoff" gemeint sein, den man heute unter "Asant" (lat. Ferula asafoetida) kennt. Andere Begriffe dafür sind Teufelsdreck oder Stinkasant und wer trotz der bezeichnenden Begriffe einmal damit köcheln möchte, wird im gut sortierten Asia-Laden oder in der Apotheke fündig werden... ich konnte es mir bisher verkneifen!

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Beitrag von Peter43 » Fr 22.05.09 22:57

Hallo emieg1!

Vielen Dank für Deine Ergänzung und das Lob. 'Das erfreut des Menschen Herz'. Du hast recht. Es handelt sich um den Ersatzstoff, der aus der li abgebildeten Pflanze gewonnen wird. Schade, daß Du selbst es nie probiert hast. Ich würde schon gerne wissen, wie es schmeckt. Aber vielleicht schreckt einen schon der Name Asia foetida ab, der nun wirklich nicht vertrauenerweckend klingt.

Ich muß allerdings noch ergänzen, daß es ganz grob zwei verschiedene Auffassungen gibt: Ein Teil der Wissenschaftler ist der Überzeugung, daß das Silphion mit der Sellerie verwandt war, eine andere Gruppe meint, daß es eher eine Fenchelart war.

Den Artikel von W.S.Wright habe ich leider noch nicht erhalten. Dann werde ich den Artikel natürlich ergänzen.

Übrigens ist es möglich, über praktisch jede antike Münze einen solchen Artikel zu schreiben. Das ist ja das phantastische: Hinter jeder antiken Münze steckt ein Universum an Geschichte!

Mit freundlichem Gruß
Zuletzt geändert von Peter43 am Sa 14.01.17 11:43, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitrag von emieg1 » Fr 22.05.09 23:35

Peter43 hat geschrieben:Hinter jeder antiken Münze steckt ein Universum an Geschichte!
Die eine Seite daran ist diejenige, die wir mehr oder weniger recherchieren können, die andere Seite ist diejenige, die uns verborgen bleibt... Wer hat diese Münze in Händen gehalten.. und was hat dieser jenige damit bezahlt? Vielleicht einen fluffigen Bordellbesuch oder eine Tüte Otternasen im Colosseum? Durch wie viele Hände ist diese Münze wohl gewandert? Tja, immerhin hat sie halt beinahe zweitausend Jahre zu erzählen, wenn sie denn reden könnte...

upps... sorry... philosophical/off :oops:

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Beitrag von Peter43 » Sa 23.05.09 19:02

Ergänzung zu 'Silphium'

Ich hatte versprochen, den Artikel zu ergänzen, wenn ich den Artikel von W.S.Wright habe. Gestern hat ihn mir Kerry K.Wetterstrom vom Celator freundlicherweise gemailt. Wright bezieht sich auf einen Artikel des Italieners A. Manunta aus dem Jahr 1996. Der hatte bei einem Besuch Libyiens 1990 und 1991 - nachdem er einheimischen Beduinen antike Münzen mit der Silphionpflanze gezeigt hatte - eine Pflanze gezeigt bekommen, die er als das angeblich ausgestorbene Silphion erkannte. (Die verspätete Rezeption liegt wohl an der politischen Isolation Libyens durch Gaddafi.) Diese Pflanze identifizierte er als Cachrys ferulacea. Der Fundort auf der Kyrenaika war tatsächlich neu. Aber diese Pflanze ist bekannt aus Sizilien, Süditalien und dem südlichen Balkan.

Dieser Interpretation widerspricht überzeugend Monika Kiehn, die zeigen kann, daß Cachrys ferulacea bereits in der Antike bekannt gewesen ist und klar von Silphion unterschieden wurde. Sie als Botanikerin ist der Meinung, daß es sich bei Silphion um eine Umbellifera gehandelt haben muß, und daß es mit Ferula communis, dem Riesenfenchel, verwandt gewesen sei.
Sie widerspricht übrigens auch der Theorie, daß es sich bei Silphion um ein Kontrazeptivum oder Abortivum gehandelt habe, und meint auch, daß die Arkesilas-Schale keine Silphion-Verladung zeigen kann, weil es dort in Säcke gepackt werde, während Theophrast und Plinius schrieben, es sei in Amphoren verschickt worden.
http://cmsdata.iucn.org/downloads/mpc13.pdf

Hinzugefügt habe ich ein Bild des sehr giftigen Riesenfenchels, der nach Kiehn mit Silphion verwandt sein soll.

Mit freundlichem Gruß
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ferula.jpg
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Beitrag von Peter43 » So 31.05.09 13:38

Der sulcus primigenius

Da dieses Thema gerade im Forum angesprochen wurde, fühle ich mich aufgerufen, dazu etwas ausführlicher
zu schreiben.

Makedonien, Philippi(?), Tiberius, 14-37
AE 17 (Semis), 3.41g
Av.: [TI] AVG
bloßer Kopf n.r.
Rv.: 2 Priester, in langem Gewand und verschleiert, hinter einem Ochsengespann, pflügen den Sulcus primigenius.
Ref.: RPC 1657
Selten, SS, hübsche grüne Patina
BMC verlegt diesen Typ nach Parium in Mysien. Aber neuerliche Hortfunde sprechen für eine europäische Herkunft

Die Sitte des sulcus primigenius wurde von den Römern selbst als sehr alt angesehen. Bereits Romulus
habe diesen Ritus durchgeführt und auf diese Weise die Stadt Rom gegründet. Dionysos von Halicarnassus
(Ant. Rom. 1. 88 ) meint, daß dieser Akt des Romulus als Vorbild gedient habe für alle späteren römischen
Stadtgründungen. Hier eine unvollständige Liste dieses Münztypus: Brundisium, Philippi, Caesarea maritima,
Caesaraugusta, Akko-Ptolemais, Ninica Claudiopolis, Berytos, Petra, Rhesaena, Antiochia.

Gaebler schildert den Brauch aufgrund der Münzbilder und der Beschreibung des Hyginus Gromaticus:
Der Akt der Coloniegründung bestand darin, daß, wenn die Colonen angelangt und Auspicien eingeholt
waren, der legatus coloniae deducendae, das Haupt bedeckt mit einem Bausch, der auf besondere
Art (ritu Gabino) angelegten Toga, bei der ein Teil als Gürtel um die Hüfte gebunden war, um das zur
Verteilung bestimmte Territorium eine Furche (sulcus primigenius) pflügte, und zwar linksherum mit
einem Gespann, das rechts (also nach außen) ein Stier, links eine Kuh sein mußte. Dabei hielten sie den
gebogenen Griff des Pfluges so, daß die Scholle nach innen fiel. An den Stellen, wo später die Tore sein
sollten, hoben sie den Pflug an, so daß die Furche hier unterbrochen wurde (Varro LL.5. 143)

Schon vorher war das Gebiet durch Agrimensoren vermessen und in quadratische Flächen (centuriae),
diese weiter in eine bestimmte Anzahl (sortes acceptae) zerlegt worden. Es folgte nunmehr die
Zuweisung des Landes. Sie geschah, wie wir aus den Schriften des Gromatikers Hyginus wissen, durch das
Los, und zwar in drei Stadien: zunächst wurden die Anwärter in decuriae oder in conternationes
(je 10 oder 3 Empfänger auf eine centuria) eingeteilt, sodann die Reihenfolge, in der diese Losgemeinschaften
(consortia) zur Ziehung gelangen sollten, festgestellt und erst nachdem dies geregelt, die eigentliche
sortitio centuriarum vorgenommen.

Der Legat habe dann auf der sella curulis Platz genommen, vor seinen Füßen stand die Losurne. Aus
ihr seien die Lose (wahrscheinlich beschriebene Holzstäbchen) gezogen worden, die dem Einzelnen sein
Stück Land zuteilten. Der rituelle Akt der Gründung bestand also aus den zwei gleichbedeutenden Vorgängen
der Umgrenzung des eingeteilten Landes im primigenius sulcus, der die Anbindung an den ager publicus
populi Romani
bestätigte, und der Zuteilung der Ackerlose durch den Legaten (sortitio).

Der sulcus primigenius umschloß das Pomerium, den geweihten Teil der Stadt, und war selbst heilig. Deshalb
tötete Romulus den Remus, als der über die von Romulus gepflügte Furche sprang. Inwieweit nun das Pomerium
mit der vom sulcus primigenius umschlossenden Fläche identisch war, ist ein wissenschaftlich noch nicht
endgültig gelöstes Problem. Jedenfalls muß das Pomerium auch gesehen werden als ein Bereich der Ordnung
gegenüber der umgebenden Wildnis. Und damit auch der Herrschaft über die Umgebung!

Übernommen haben die Römer - wie so vieles - diesen Ritus wahrscheinlich von den Etruskern.

Ich hatte mir notiert, daß dieser Ritus in den römischen Kolonien jährlich von Priestern wiederholt wurde. Jetzt habe
ich leider die literarischen Belege dazu nicht mehr gefunden.

Anmerkungen:
Agrimensor = Landmesser
Gabinus, nach der Stadt Gabii, östlich von Rom
Gromaticus = Feldmesser (nach einem Meßgerät)

Quellen:
Lukas Bormann, Philippi
Daniel J.Gargola, Lands, laws & Gods
Wikipedia (Pomerium)

Mit freundlichem Gruß
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philippi_tiberius_RPC1657_#2.jpg
Zuletzt geändert von Peter43 am Mo 01.06.09 12:04, insgesamt 2-mal geändert.
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emieg1
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Beitrag von emieg1 » So 31.05.09 17:52

Peter43 hat geschrieben: Der Akt der Coloniegründung bestand darin, daß, wenn die Colonen angelangt und Auspicien eingeholt
waren, der legatus coloniae deducendae, das Haupt bedeckt mit einem Bausch der auf auf besondere
Art (ritu Gabino) angelegten Toga, bei der ein Teil als Gürtel um die Hüfte gebunden war, um das zur
Verteilung bestimmte Territorium eine Furche (sulcus primigenius) pflügte, und zwar linksherum mit
einem Gespann, das rechts (also nach außen) ein Stier, links eine Kuh sein mußte.
Jetzt verstehe ich auch die eigenartige Darstellung der Gewänder. Mir scheint, als wenn die Toga dabei sogar mehrmals um den Körper geschlungen getragen wurde.

Ich hoffe, ich darf dieses Augustuslein mit dergleichen Reversdarstellung dazu beitragen :-)
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Beitrag von Peter43 » So 31.05.09 23:45

Hallo nummis durensis!

So wie ich es verstehe, besteht der cinctus Gabinus aus einer Umschlingung des Oberkörpers.

Der Kleine Pauly:
In der Frühzeit, da die Toga das einzige Gewandstück der Römer wie im Frieden so im Kriege war, wurde diese im Kampf als Wulst um den Leib geschlungen. (ähnlich bei den Griechen das Himation), daher classis procincta = das Heer. In dieser Tracht wird Mars noch in der Kaiserzeit als Statuette oder auf Münzen dargestellt. Eine besondere Form dieser Gürtung ist der cinctus Gabinus: der Wulst wird über die linke Schulter geworfen, und darüber um die Hüften gegürtet; er bleibt üblich bei einer Reihe von Opfern (z.B. Öffnung des Janustempels, Darbringung der spolia opima u.a.). Der cinctus Gabinus gestattet nicht, das Haupt zu bedecken, daher verdient die in den Hss. von Serv. Aen. 5, 755 öfter überlieferte Lesart ritu Sabino den Vorzug vor Gabino. Seine Erklärung befriedigt kaum, eine bessere fehlt.

Demnach haben die Strukturen, die man auf Deiner Münze auch im Bereich der Beine sieht, eine andere Ursache. Ich halte sie für Veränderungen, die auf dem Stempel nicht vorhanden waren.

Hinzugefügt habe ich eine Münze aus meiner Sammlung, die Mars in der erwähnten (archaisierenden) Tracht zeigt.

Mit freundlichem Gruß
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