Historisch interessante Münzen

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

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Peter43
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Re: Historisch interessante Münzen

Beitrag von Peter43 » Mo 08.11.10 21:48

Diesen Artikel habe ich jetzt aus dem Diskussionsthread in den historischen Thread übernommen, weil ich glaube, daß er hier besser aufgehoben ist.

Ein neuer Dreier aus Markianopolis

Zunächst einige Bemerkungen zur Münzprägung von Markianopolis:

Markianopolis folgte in der Münzprägung dem System der Nachbarstädte, was auch ganz vernünftig war. Sicher ist dies für die Zeit der Statthalterschaft des Flavius Ulpianus. Dies System gliederte sich in folgende Wertstufen (nach Pick, AMNG I/1):

1. Fünfer
Dies waren die größten Münzen, mit dem Namen des Statthalters und gekennzeichnet durch das Wertzeichen E in verschiedenen Formen, aber auch dadurch, daß auf der Vs. immer 2 Köpfe erscheinen. Dies ist immer der Kaiser selbst mit einem zweiten Kaiser oder einer Kaiserin oder mit einem Caesar.
Ist auf Münzen des Gordian III. zusätzlich Serapis abgebildet, kann man davon ausgehen, daß diese Münzen vor seiner Hochzeit mit Tranquillina geprägt worden sind. Danach erscheint er natürlich mit seiner Kaiserin. Dies gilt abgewandelt auch für Philipp II, der mit Serapis erscheint, da er kein anderes Gegenüber hatte.

2. Vierer
Die zweite große Gruppe mit dem Namen des Statthalters waren die Vierer. Diese waren nun nicht mit einem Delta gekennzeichnet, sondern man erkannte sie daran, daß auf ihnen nur ein Kopf erschien. Man muß sie als Vierer ansehen, weil es sich um das Hauptnominal dieser Region handelt, und es kaum vorstellbar ist, daß es in Markianopolis fehlen sollte. Sie haben ungefähr dieselbe Größe wie die Fünfer, unterscheiden sich aber durch das Gewicht. Die Münzen mit dem E wiegen ungefähr 12-14g, die Münzen mit nur einem Kopf ungefähr 9-10g, wobei es natürlich in beiden Gruppen Ausreißer nach oben und nach unten gibt.

3. Dreier
Von den übrigen - alle ohne den Namen des Statthalters - wiegen die größten etwa 7g. Die älteren mit dem Typus der 3 Grazien unter Commodus und Julia Domna haben zwar kein Wertzeichen, sind aber sicherlich als Dreier aufzufassen. Die späteren tragen teilweise das Wertzeichen Γ, haben aber alle das Bild der Artemis auf der Rs.

4. Zweier und Einer
Die kleineren Münzen haben zwar kein Wertzeichen, doch können gut durch ihre Größe und ihr Gewicht unterschieden werden in Zweier (4-6g) und Einer (2-4g).

Hier ist ein Gesamtüberblick über die Prägung von Markianopolis (Pick, AMNG I/1, S.189):

Commodus....................................3....2
--------------------------------------------------------------
Severus.................................4......... 2....1
Domna........................................3....2
Caracalla Aug..........................4..........2....1
Geta Caes.............................4................1
Severus u. Domna............Є
Caracalla u. Geta Aug........Є
------------------------------------------------------------------
Caracalla.................................4..........2
Caracalla u. Domna............Є
-----------------------------------------------------------------
Macrinus.................................4
Macrinus u. Diadumenian... E
Diadumenian.................................Γ....2....1
-------------------------------------------------------------------
Elagabal.................................4....X....2....1
Elagabal u. Maesa............E
Elagabal u. Soaemias........E
----------------------------------------------------------------------
Alexander...............................4...........2....1
Alexander u. Maesa...........E
Alexander u. Mamaea........E
Mamaea.......................................Γ
----------------------------------------------------------------------
Gordian..................................4.....3....2....1
Gordian u. Serapis............E
Gordian u. Tranquillina.......E
Tranquillina...................................Γ
---------------------------------------------------------------------
Philipp sen. u. Otacilia......E
Philipp jun. u. Serapis.......E
------------------------------------------------------------------------
Stadtgöttin..........................................2
--------------------------------------------------------------------

Wir sehen, daß es Dreier gibt für Domna, Diadumenian, Mamaea und Tranquillina. Umso größer ist meine Freude, euch nun einen neuen, unbekannten Dreier vorzustellen, und zwar für Elagabal:

Elagabal, 218-222
AE 25
Av.: .AVT .K.M.AVRH . ANTWNEINOC
Kopf, belorbeert, n.r.
Rv.: MARKIANO - POLEITWN
Artemis in kurzem Jagdgewand und mit Stiefeln n.r. eilend, Chlamys um die Hüfte
gewunden und hinter ihr herflatternd, hält in der vorgestreckten Linken den Bogen und
zieht mit der Rechten einen Pfeil aus dem Köcher über der re Schulter.
im li Feld Γ
Ref.: a) nicht in AMNG
b) nicht in Varbanov (engl.)
c) nicht in Hristova/Jekov
Es scheint sich also um einen neuen, unbekannten Typ zu handeln. Mit der Artemis auf der Rs. paßt er genau in das bekannte Schema der Nominale.

(wird fortgesetzt)
Dateianhänge
markianopolis_elagabal_Artemis_Gamma_unbekannt.jpg
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Re: Historisch interessante Münzen

Beitrag von Peter43 » Mo 08.11.10 21:49

(Fortsetzung)

Einige Bemerkungen zu den Nominalen in Thrakien

Diese Darstellung gilt nur für die kaiserlichen Münzen, also nicht für die Zeit davor.

Der Hauptort der Seestädte am Schwarzen Meer war die Metropolis Tomis. Deren Münzprägung bestimmte die der anderen Seestädte, aber auch die von Moesia inferior.

1) Tomis
Bedeutendste Stadt der pontischen Liga. Wertzeichen gab es ab Marcus Aurelius als Alleinherrscher, dem nach und nach die anderen Städte folgten: Dionysopolis, Istris, Tyra, Kallatis, Markianopolis, Olbia, Anchialos und Odessos. Ob es eine richtige Münzliga gab, oder sich dies nur in praxi einbürgerte, ist nicht bekannt. Hier die Wertzeichen von Tomis:
Einer A
Zweier B
Dreier Γ
Vierer Δ
Fünfer E
Eine Besonderheit sind Eineinhalber A< und Viereinhalber Δ<., besonders unter Gordian und Philipp. Dieses anhängende Kennzeichen ist aus dem römischen Semiszeichen entwickelt.

2) Odessos
Hier gab es Vierer, Dreier, Zweier, Einer und bis Marcus Aurelius als Caesar auch Halbe. Wertzeichen wurden erst unter Gordian übernommen, aber nur das E für Fünfer. Aber hier wurde streng nach Typen unterschieden:
Vierer = Theos Megas
Dreier = (nur für Kaiserinnen!) Demeter und Kore
Zweier = Apollon und Herakles
Einer = der Reiter
Halbe = liegender Gott
Ähnliche Typensysteme gab es irgendwie auch für die anderen Städte, aber nicht so stringent durchgeführt wie in Odessos

3) Dionysopolis
Einer (ohne)
Zweier B
Dreier Γ
Vierer Δ
Fünfer E
Hier gab es auch ein Typensystem: Δ Theos Megas, Γ Demeter, B Herakles

4) Istros
Einer (ohne)
Zweier (unter Commodus B, sonst ohne)
Dreier (unter Tranquillina Γ, sonst ohne)
Vierer Δ
Fünfer E

5) Kallatis
Einer (ohne)
Dreier Γ (nur Kaiserinnen, immer Demeter)
Vierer Δ
Fünfer E

6) Markianopolis
Bereits ausführlich besprochen. Dieses System galt für alle Statthalter, hatte sich aber unter Ulpianus stabilisiert.

7) Nikopolis
Benutzte zunächst das Münzsystem wie die Nachbarstädte Hadrianopolis, Philippopolis und die anderen thrakischen Städten. Diese Münzen waren etwas schwerer als die der Seestädte (pontische Liga), aber wohl auch als Sestertius (Vierer), Dupondius (Zweier) und As (Einer) aufzufassen. Nachdem Nikopolis zu Moesia inferior kam, schloß es sich dem Währungssystem der Seestädte an, hat aber deren Wertzeichen nicht übernommen. Mit zwei Köpfen sind es hier immer Vierer. Dreier gibt es in Nikopolis nicht.

Mit freundlichem Gruß
Jochen
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Re:

Beitrag von emieg1 » Do 06.01.11 17:50

Peter43 hat geschrieben:Da schon längere Zeit keine historisch interessante Münze vorgestellt wurde, möchte ich wieder aktiv werden und eine Münze von Marcus Aurelius (161-180) vorstellen:
AR - Denar, 3.53g, 18.1mm, Rom Sommer - Dez. 166
Av.: M ANTONINVS AVG ARM PARTH MAX
belorbeerter Kopf n.r.
Rv.: TRP XX IMP IIII COS III
Victoria steht frontal, Kopf n.r., hält Palmzweig in der
re. Hand und hängt mit der li. ein Schild mit der Inschrift VIC PAR an
eine Palme
RIC III, 163; C.878
VZ, selten in dieser Erhaltung

Der Krieg gegen die Parther 161-166:
Der Einmarsch in Nordbritannien und die Schwiergkeiten entlang der Donau konnten durch den Einsatz von Legaten zufriedenstellend gemanagt werden. Die Gefahr im Osten aber war von anderem Kaliber. Die Spannungen zwischen Rom und dem Reich der Parther hatten sich in den letzten Jahren der Herrschaft des Antoninus intensiviert wegen der Kontrolle über Armenien, dieses wichtigen Pufferstaates, der so oft zu Feindseligkeiten zwischen den beiden großen Mächten Anlaß gab, da jede wünschte, dort einen ihr willfährigen König einzusetzen. Nach dem Tod des Antoninus und der Unsicherheit in der kaiserlichen Nachfolge (zum erstenmal in der römische Geschichte gab es zwei Herscher, eine Diarchie) reagierte der parthische Herrscher Vologaeses IV sofort und setzte seinen eigenen Kandidaten auf den armenischen Thron und fügte römischen Heeren, die ihm entgegentreten sollten, schwere Verluste zu. Daraufhin entschied sich Marcus Aurelius, seinen Kollegen Lucius Verus zu senden, dessen Prestige allerdings die Ernsthaftigkeit der kaiserlichen Entscheidung nicht stützen konnte. Verus hatte nämlich keine militärischen Erfahrungen und litt leider an einem Mangel an Führungseigenschaften und Befehlsgewalt. Er war bekannt dafür, daß seine Hauptinteressen Vergnügungen und Luxus waren. Aber Marcus umgab ihn mit mehreren der besten Generale, die das Reich zu Verfügung hatte, darunter als wichtigsten Avidius Cassius (ca 130-175). Ihnen gelangen von 162 an entscheidende und weitreichende Erfolge und Eroberungen. Die meisten der bedeutendsten parthischen Städte und Festungen, wie Seleucia oder Ctesiphon, wurden im Sturm genommen und zerstört. Der römische Vormarsch nach Osten war so erfolgreich und zügig, daß er Erinnerungen an den Vormarsch von Alexander dem Großen - 5 Jahrhunderte vorher - hervorrief. 166 endlich kapitulierten die Parther, und die Römer konnten einen König ihrer Wahl auf den armenische Thron setzen. Dieser Sieg erschien den Römern der entscheidenste seit der Eroberung Daciens durch Traian. (nach http://www.roman-emperors.org )

Zur Feier dieses Sieges wurden die Münzen mit der Inschrift VIC PAR geprägt.

Nummis durensis hat mich am 1.1.11 darauf aufmwerksam gemacht, daß es sich nicht im Vologaeses III, sondern um Vologaeses IV handele. Wikipedia dazu: "In älteren (und noch in einigen neueren) Darstellungen wird für diese Zeit oft als König Vologaeses III. angegeben, was aber falsch ist und der teils problematischen Chronologie der Arsakiden geschuldet ist." Diesen Fehler hat also auch Herbert W. Benario von der Emory University gemacht, von dem der oben übersetze Artikel über Marcus Aurelius stammte.

Mit freundlichen Grüßen


[ externes Bild ]

Ich möchte Jochens interessanten Beitrag um den Partherkrieg in den Jahren 161 – 166 n. Chr. und seiner Münzen um einen Denaren des Lucius Verus erweitern und gleichzeitig von einem traurigen Ereignis berichten, das unmittelbar mit dem Sieg über die Parther im Zusammenhang steht.

Lucius Verus (161 - 169 n.Chr.)
Denar
166 n.Chr.
Av.: L VERVS AVG ARM - PARTH MAX - belorbeerter Kopf n.r.
Rev.: TRP VI . IMP IIII COS II, Victoria mit Palmzweig v.v., Kopf n.r., hält Schild auf Palmstumpf, auf dem Schild VIC / PAR
17 mm, 3,04 Gr.
RIC 566, Cohen 279

Diese Münze zeigt die gleiche Rückseitendarstellung wie der vorgestellte Denar des Marcus Aurelius und symbolisiert den wichtigen Sieg über die Parther im Jahre 166 n.Chr. Schliesslich feierten am 12. Oktober 166 die beiden Kaiser in Rom ihren grossen Triumphzug und man könnte annehmen, dass die Münzen gerade für diesem Anlass geprägt wurden. Der feine Stil lässt fast an eine „Festemission“ denken, wobei nur die fähigsten Stempelschneider zum Einsatz kamen.


Die antoninische Pest

Leider wurde der grosse Sieg der Römer durch ein düsteres Kapitel der Geschichte überschattet, das im Herbst 165 n. Chr. in Seleukia seinen Anfang nahm. Kurz nach der Einnahme der wichtigsten Stellungen der Parther, Seleukia und Ktesiphon durch die Truppen des Lucius Verus brach im römischen Heer eine Pandemie aus, die als Antoninische Pest traurige Geschichte schreiben sollte. Diese heimtückische Krankheit, die fast immer tödlich verlief, war vermutlich keine Pest im medizinischen Sinne, sondern ein besonders virulenter Stamm der Pocken. Prominenteste Opfer waren wahrscheinlich die beiden Kaiser selbst.

Bei der antoninischen Pest handelt es sich um eine der am besten dokumentierten Pandemien der Antike; nach Schätzungen kamen im gesamten Verlauf ungefähr sieben bis zehn Millionen Menschen durch diese Krankheit ums Leben.

In Rom selbst brach die Seuche kurz nach dem Triumphzug der siegreichen Legionen im Jahre 166 n. Chr. aus. Der Historiker Cassius Dio berichtet von 2000 Toten täglich in der Hauptstadt. Innerhalb kurzer Zeit erreichte sie selbst die entlegensten Gebiete des römischen Imperiums wie die iberische Halbinsel und Britannien. Die Folge war ein Massensterben, das mit kurzen Unterbrechungen fast 24 Jahre anhalten sollte. Nach Ammianus hat diese Krankheit von der Grenze Persiens bis an den Rhein und Gallien alles mit Leichen erfüllt.

Ganz besonders aber sollten die militärischen Legionen an der Donau während der Markomannenkriege von der Antoninischen Pest betroffen gewesen sein. Die zahlreichen krankheitsbedingten Todesfälle führten zeitweise zu einer dramatischen Verschlechterung der militärischen Lage auf römischer Seite; in einigen Einheiten fiel ein Drittel der Mannschaft der Seuche zum Opfer.

Sicherlich war der Sieg des Lucius Verus über die Parther einerseits zwar ein grosser militärischer Erfolg, der in erster Linie seinen fähigen Generälen Statius Priscus und Avidius Cassius zu verdanken war, betrachtet man andererseits jedoch seine damals nicht voraussehbaren Auswirkungen, war er in seinen Folgen für das römische Volk und Imperium einer der vernichtendsten Niederlagen. Wenn auch die zunehmende Destabilisierung und der allmähliche Verlust der Reichseinheit nach dem Partherkrieg durch viele Faktoren wie Missernten, Steuererhöhungen und die ständige Kriegssituation begünstigt wurden, so war die Antoninische Pest sicherlich aber einer der ausschlaggebenden Faktoren für die wirtschaftliche und soziale Situation im gesamten Imperium, die schliesslich zur Reichskrise des 3. Jahrhunderts führte.

Anm.: „Dass die Pest besonders unter den Soldaten wütete, scheint eine Münze aus dem Jahr 166 n. Chr. mit dem Bildnis der Minerva Medica zu belegen.“ (Quelle: wikipedia)
Leider habe ich bisher eine solche Münze nicht ausfindig machen können. Darüber hinaus sind die Quellen zur Minerva Medica sehr dürftig; eine Abbildung habe ich bisher ebenfalls nicht gefunden. Eventuell ist sie ähnlich oder sogar gleichzusetzen mit der im Tempel der Minerva Medica in Rom gefundenen Statue der Athena Giustiniani (Bild s.u.); die Schlange als Attribut lässt mich ein wenig an die Äskulapnatter am Stab des Asklepios denken. Für jede nähere Information dazu bin ich dankbar.

Vervollständigen möchte ich noch mein posting mit einer Büste des "zweiten Mannes am Platze". Tatsächlich ist es Lucius Verus, wie man ihn von den Münzen nicht kennt. Zugegeben war ich auch etwas verwundert, als ich diese fast bartlose Büste im römischen Stadtmuseum entdeckt habe. Vielleicht auch idealisiert blickt er hier vollkommen "verus-untypisch" auf den Betrachter. Ich meine, man muss die überlieferten Beschreibungen des Lucius Verus mit grosser Vorsicht geniessen. Sicherlich war er als vergnügensuchende Frohnatur bei den antiken Geschichtsschreibern nicht ganz so beliebt wie der konservative philosophische Marcus Aurelius. Trotzdem... er war strategisch klug genug, die wichtigen Entscheidungen in die Hände solcher zu legen, die sich mit so etwas auskennen.
Dateianhänge
verusverus.jpg
verus_av.jpg
verus_rev.jpg
Athena.jpg
Zuletzt geändert von emieg1 am Fr 07.01.11 00:10, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Historisch interessante Münzen

Beitrag von Peter43 » Do 06.01.11 20:05

Dank für den Hinweis auf die Bedeutung der 'antoninischen Pest'. Leider werden oft nur die militärischen Ereignisse geschildert, ohne auf solch bedeutende Hintergründe und Folgen zu verweisen.

Jochen
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Re: Historisch interessante Münzen

Beitrag von Peter43 » Do 06.01.11 20:41

Hallo nummi durensis!

Dies habe ich über Minerva Medica bei Roscher gefunden:

"Noch der republikanischen Zeit gehört der Kult der Minerva Medica (Cic. de div. 2, 123: sine medico medicinam dabit Minerva) und ihr Heiligtum auf dem Esquilin an, dessen Lage neuerdings durch einen Fund zahlreicher Votivstatuetten und einer archaischen Inschrift Menerva dono dedit festgestellt worden ist. Die Vorstellung kann rein auf römisch-italischem Boden erwachsen sein, indem die Schutzpatronin der Ärzte selbst zur Heilgöttin wurde; doch ist der Gedanke an eine Einwirkung der griechischen Athena Hygieia, Paionia usw. (s. Bruchmann, De Apolline et graeca Minerva deis medicis. Breslau 1885, 75ff.) nicht auszuschließen. Denn seit dem 3. vorchristlichen Jahrhundert erfuhr, wie die sonstigen römischen Gottesdienste, auch der Minervenkult eine durchgreifende Hellenisierung."

"Auch nach der Verlegung des Stiftungstages ist der 19. März ist der Hauptfesttag der Minerva geblieben; denn die Stiftungsfeier des aventinischen Tempels hatte allmählig das Fest der Quinquatrus, das zum Marskulte gehörte, gewissermaßen für Minerva annektiert un dzu einem Feste für die Göttin gemacht, so daß in den späteren Bauernkalendern sogar der ganze Monat März als der Minerva heilig betrachtet wurde. Die Bedeutung des Tages liegt darin, daß er von den Handwerkervereinen, welche Minerva als ihre Schutzheilige verehrten, als ihr Festtag gefeiert wurde. Ovid (fast. 3, 821ff.) zählt als an der Festfeier der Quinquatrus beteiligten die Walker, Färber, Schuster, Zimmerleute, Ärzte, Schulmeister, Ciseleure, Maler, Bildhauer und Trompeter auf, ohne jedoch damit Vollständiigkeit zu beanspruchen."

Roscher führt weiter aus, daß das, was über die Quinquatrusfeier in der republikanischen Zeit bekannt ist, deutlich zeigt, in welcher Auffassung Minerva in Rom Aufnahme gefunden hat. Es liegt kein Grund dafür vor, daß diese Anschauung sich unter dem Einfluß griechischer Vorstellungen gebildet habe. Die Zuspitzung auf die weiblichen Kunstfertigkeiten des Spinnens und Webens ist der römischen Auffassung fremd. Die römische Minerva ist die Handwerksgöttin, die wegen ihrer Ähnlichkeit mit der Athena Ergane gleichgesetzt wurde.

Mit freundlichem Gruß
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Re: Historisch interessante Münzen

Beitrag von curtislclay » Do 06.01.11 21:47

Auf Münzen findet man aber die Minerva Medica niemals, oder? Da irrt sich Wikipedia, denke ich.

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Re: Historisch interessante Münzen

Beitrag von emieg1 » Do 06.01.11 21:59

Hallo Jochen, besten Dank für deine Ausführungen.

Ja, viel ist über die Minerva Medica anscheinend nicht bekannt; vom republikanischen Tempel haben sich keine Reste erhalten - heute sieht man an seinem ursprünglichen Standort nur ein Nymphäum, das aber im 4. Jh. n.Chr. errichtet wurde. Von Münzen kenne ich die Minerva auch nicht mit Attributen, die mich an eine gesundheitlich heilbringende Funktion denken lassen würden. Aber ich forsche weiter... :)
Zuletzt geändert von emieg1 am Do 06.01.11 22:05, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Historisch interessante Münzen

Beitrag von emieg1 » Do 06.01.11 22:02

curtislclay hat geschrieben:Auf Münzen findet man aber die Minerva Medica niemals, oder? Da irrt sich Wikipedia, denke ich.
Danke.. die Vermutung habe ich auch. Reichsrömische Prägungen scheiden sicher aus, da gibt es ja nur wenige aus dem Jahr für Aurelius und Verus. Nun bin ich absolut kein Provinzkenner und hatte noch Hoffnung, dass sich dort vielleicht etwas findet. Das Problem ist auch, dass man nicht mal mit Sicherheit weiss, wie sie aussieht, bzw. welche Attribute sie haben müsste :roll:

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Re: Historisch interessante Münzen

Beitrag von emieg1 » So 09.01.11 12:48

curtislclay hat geschrieben:Auf Münzen findet man aber die Minerva Medica niemals, oder? Da irrt sich Wikipedia, denke ich.
Ich habe den Verfasser des wikipedia-Artikels einfach mal auf die betreffende Textpassage („Dass die Pest besonders unter den Soldaten wütete, scheint eine Münze aus dem Jahr 166 n. Chr. mit dem Bildnis der Minerva Medica zu belegen.“) angesprochen und erhielt folgende Antwort:

Diese Behauptung habe ich aus Stefan Winkles Geißeln der Menschheit, Kulturgeschichte der Seuchen, Artemis & Winkler 1997, übernommen. Sie findet sich bei den Fußnoten auf Seite 1316 (Abs.22). Der Autor schreibt dort allerdings nicht "belegen" sondern "anzudeuten"

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Re: Historisch interessante Münzen

Beitrag von Peter43 » So 09.01.11 13:06

Das 'andeuten' bezieht sich semantisch aber nur auf die Seuche, nicht auf die Behauptung, daß es eine Münze mit der Abb. der Minerva Medica gibt.

Jochen
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Re: Historisch interessante Münzen

Beitrag von emieg1 » So 09.01.11 17:08

Ja, und Prof. Winkle können wir leider nicht mehr befragen, woher er diese Info hat :(

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Re: Historisch interessante Münzen

Beitrag von justus » Do 17.02.11 22:34

Zu den historisch bedeutendsten Münzen, die ein deutscher Sammler von „silberplattierten bzw. subaeraten Denaren“ in seiner Sammlung haben kann, gehören, neben den sog. „GERMANIA CAPTA“ Denaren des Domitian, vor allem die Reisemünzen des Hadrian, die an seine Reise in die germanischen Provinzen im Jahre 120/121 n. Chr. erinnern sollten.

Die Hoffnung, eine dieser Münzen irgendwann einmal in meine Sammlung einordnen zu können, habe ich nie aufgegeben. Nun ist dieser Wunsch vor einigen Tagen in Erfüllung gegangen.
Hadrian - GERMANIA RIC 302b_opt(2).jpg
Hadrian
Silver plated Denarius (3,29 g, 19 mm, 15°). Irregular mint. After 131 AD.
Obv. HADRIANVS – AVG COS III P P, head, bare, bust draped right (seen from behind).
Rev. GER – MANIA, Germania standing front, head right, holding spear and resting left hand on shield.
Cf. RIC 302b; Cohen 805.

Die Darstellung der "Germania" bei Tacitus

In der Darstellung der Germania mit Schild und Speer, gekleidet mit einem Gewand, das eine Brust unbedeckt lässt, wird der Bericht des P. Cornelius Tacitus über Germanien bestätigt. In ihm beschreibt dieser die Sitten, Gebräuche und Eigenarten der Germanen. Bemerkenswert erscheint ihm die Bekleidung der Germaninnen: ,,Nicht anderes ist die Tracht der Frauen und der Männer, außer dass sich die Frauen häufiger in einen leinenen Überwurf hüllen und diesen mit Purpur bunt färben und dem oberen Teil des Untergewandes keine langen Ärmel geben, nackt am Unter- und Oberarm; aber auch der nächste Teil der Brust ist frei." (1)

(17,3) nec alius feminis quam viris habitus, nisi quod feminae saepius lineis amictibus velantur eosque purpura variant, partemque vestitus superioris in manicas non extendunt, nudae brachia ac lacertos; sed et proxima pars pectoris patet.

So berichtet Tacitus im Zusammenhang mit der Kriegsführung auch folgendes: ,,Man erzählt Beispiele, dass Schlachtreihen, die schon wankten und halb geworfen waren, von den Frauen, dadurch wieder hergestellt wurden, dass sie beharrlich flehten, sich mit ihrer Brust entgegenwarfen und auf die ihnen nunmehr drohende Gefangenschaft hinwiesen, die sie für ihre Frauen mit noch viel größerer Unruhe fürchteten ...". (2)

(8,1) Memoriae proditur quasdam acies inclinatas iam et labantes a feminis restitutas constantia precum et obiectu pectorum et monstrata comminus captivitate, quam longe impatientius feminarum suarum nomine timent, adeo ut efficacius obligentur animi civitatum, quibus inter obsides puellae quoque nobiles imperantur.

Hadrians Reise in die germanischen Provinzen

Ferdinand Gregorovius beschreibt im 9. Kapitel seines Werkes „Der Kaiser Hadrian“, die Reise des Kaisers nach Gallien und Germanien, sowie die Verhältnisse in diesen Provinzen. (3) Im folgenden möchte ich einige Zitate daraus vorstellen:

„Im Jahre 120 oder 121 verließ Hadrian Rom, um seine erste große Kaiserreise anzutreten. Sie galt dem europäischen Westen.“

„Von dort begab er sich nach Germanien. Auf dieses zum größesten Teile noch in geschichtslosem Dunkel liegende Land mit seinen Völkern voll Naturkraft und Freiheitsliebe hatte eben erst Tacitus Rom wieder aufmerksam gemacht. Die Kaiser waren sich stets der Gefahr bewußt, welche von dort her dem Reiche drohte. Schon Cäsar hatte das Rheinufer erobert, um dadurch Gallien zu decken. Augustus wollte Germanien bis zur Elbe besetzen und dort eine eigene Provinz schaffen; doch sein Plan wurde nicht ausgeführt, und die Niederlage des Varus hatte zur Folge, daß Rom die meisten Festungen östlich vom Rhein verlor, bis Domitian die Grenze dort wieder vorschob.“

„Hadrian durchzog das römische Gebiet Germaniens und besuchte die Standquartiere der Legionen und die Kolonien. Spartian hat dieser Reise des Kaisers ein ganzes Capitel gewidmet, aber wenig mehr darin bemerkt, als seine Bemühungen um die Disciplin des Heeres. Seit Octavian standen in beiden Germanien die römischen Kerntruppen, zuerst acht Legionen, dann ihrer weniger.“ (4)

„Hadrian fand die Kriegszucht verfallen; er entfernte aus den Lagerplätzen alles, was die Soldaten verweichlichte. Er bekümmerte sich um ihre persönlichen Verhältnisse, besuchte ihre Hospitäler und sorgte für ihr Wohl, aber er ahndete strenge die Fahnenflucht und untersagte die Mißbräuche des Verkaufs des Urlaubs durch die Officiere. So verfuhr er in allen andern Provinzen. Wir besitzen Tagesbefehle von ihm, und eine Reihe von Militärdiplomen, worin er ausgedienten Kriegern die Civität und das Recht des Connubium erteilt hat. (5) Ein Kriegsfürst ohne Kriege wurde er vom Heere geliebt, und nie hat ihn Furcht vor einer Empörung der Legionen gequält.“

Hadrians Reisemünzen zu Germanien

Und zu den Reisemünzen Hadrians, welche zu den germanischen Provinzen geprägt wurde, die dieser auf seiner Reise besucht hatte, schreibt er folgendes:

„Er sorgte auch für die Ordnung der Finanzen der germanischen Länder. Seine Münzen tragen nur einfach den Namen Germania (GERMANIA) und Exercitus Germanicus (EXERCITVS GERMANICVS). Das Land ist als ein Weib mit Speer und Schild dargestellt.“

„Auf den Heeresmünzen sieht man den Kaiser zu Pferde, die Soldaten anredend. (6) Es gibt aber keine hadrianische Advents- und Restitutionsmünzen für Germanien, und dieser Mangel unterstützt, wenn auch nicht mit Sicherheit, die Ansicht, daß Germania inferior und superior noch nicht ein eigenes Verwaltungsgebiet ausmachten, sondern Belgien zugeteilt waren.“

_______________________

(1) Publius Cornelius Tacitus, De origine et situ Germanorum, liber 17,3.
(2) Publius Cornelius Tacitus, De origine et situ Germanorum, liber 8,1.
(3) Ferdinand Gregorovius, Der Kaiser Hadrian, Verlag der J. G. Cotta'schen Buchhandlung, Stuttgart 1884.
(4) Pfitzner S. 136 führt von a. 107–120 in Germania superior auf die legio VIII Aug., XXII Primigenia; in Germ, infer. I Minervia, VI Victrix, XXX Ulpia.
(5) Den Veteranen gab er das Recht über das peculium castrense, ihr im Kriegsdienst erworbenes Vermögen zu testiren. Instit. lib. II, Tit. XII. Renier, Recueil de Diplomes militaires, Paris 1876. Privilegia militum etc. C. I. L. III, 2, S. 843 f.
(6) Eckhel VI, 494.
IMG_2606_opt.jpg
Abb. Schild und Speer eines germanischen Kriegers
mit freundlichem Gruß

IVSTVS
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http://www.muenzfreunde-trier.de/
Veröffentlichungen & Artikel

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Re: Historisch interessante Münzen

Beitrag von Pscipio » Do 17.02.11 23:25

justusmagnus hat geschrieben:In der Darstellung der Germania mit Schild und Speer, gekleidet mit einem Gewand, das eine Brust unbedeckt lässt, wird der Bericht des P. Cornelius Tacitus über Germanien bestätigt
Sein Bericht wird nicht bestätigt, sondern nur, dass das die römische Sichtweise war :)

Mit der Germania von Tacitus muss man sowieso vorsichtig umgehen, nicht zuletzt deshalb, weil es Tacitus nicht so sehr um historische Genauigkeit ging, sondern um eine Konstruktion einer ursprünglichen und unverdorbenen Gegenkultur zur der seiner Meinung nach dekadenten römischen Gesellschaft seiner eigenen Zeit. Kann natürlich trotzdem sein, dass die germanischen Frauen ihre Brust gerne entblössten. Aber wohl nicht im Winter ;)

Eine nette Münze!
Nata vimpi curmi da.

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Re: Historisch interessante Münzen

Beitrag von justus » Do 17.02.11 23:58

Dass Tacitus als "Primärquelle" nur bedingt tauglich ist, kann und will ich nicht bezweifeln, Lars. Natürlich auch nicht, dass die Darstellung der Germania mit entblößter Brust auf Hadrians Reisemünze, ebenso wie der Bericht des Tacitus, alleine die römische Sichtweise darstellen. Was ich aber interessant fand und deshalb auch als Information beigefügt habe, ist diese Übereinstimmung zwischen Darstellung und Bericht.

P.S. Die Vorstellung, dass unsere Vorfahrinnen mit unbedeckter Brust herumgelaufen sein sollen, ist aus heutiger Sicht allenfalls ein kleines, amüsantes "Gaudium". :wink:
mit freundlichem Gruß

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emieg1
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Re: Historisch interessante Münzen

Beitrag von emieg1 » Fr 18.02.11 00:55

Pscipio hat geschrieben:Kann natürlich trotzdem sein, dass die germanischen Frauen ihre Brust gerne entblössten. Aber wohl nicht im Winter ;)
Es sei denn, es ist gerade Karneval in Germania 8)

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