Hilfe bei Wertbestimmung von Reichsbanknoten

Banknoten / Papiergeld

Moderator: Locnar

Tiane
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Hilfe bei Wertbestimmung von Reichsbanknoten

Beitrag von Tiane » Di 26.03.24 17:24

Hallo,

ich benötige Hilfe bei der Wertbestimmung von folgenden Noten:

Zehn Millionen Mark, Berlin 22. August 1923, U-MV und NF-30 (was bedeutet das eigentlich) mit jeweils mit roter Stempelnummer, einseitig bedruckt.
Zwei Millionen Mark, Berlin 9. August 1923, BK und YZ, einseitig bedruckt.
Fünfzig Millionen Mark, BErlin den 1. September 1923, RW-32, No 029451, einseitig bedruckt.
Reichsbanknoten(2)(1)(2)(2).png
Vielen Dank vorab,
Tiane

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Erdnussbier
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Re: Hilfe bei Wertbestimmung von Reichsbanknoten

Beitrag von Erdnussbier » Di 26.03.24 22:23

Hallo Tiane und willkommen im Forum!
Tiane hat geschrieben:
Di 26.03.24 17:24
U-MV und NF-30 (was bedeutet das eigentlich) nk vorab,
Da die Reichsdruckerei mit den benötigten mengen nicht mehr hinterhergekommen ist wurden auch zahlreiche Privatdruckereien mit der Herstellung neuer Banknoten beauftragt. MV oder NF steht hier für das Kürzel der Druckerei.
Die 30 oder das U (=entspricht Zahl nach dem Alphabet) steht für die Position auf dem Druckbogen.
Also ein großer Papierbogen und je nach verwendeter Druckmaschine mit beispielsweise 20, 36 oder 54 Nutzen.
Tiane hat geschrieben:
Di 26.03.24 17:24

ich benötige Hilfe bei der Wertbestimmung von folgenden Noten:
Diese Noten haben die Inflation komplett mitgemacht und waren zum Schluss so wenig wert, dass sich ein Umtausch nicht mal mehr gelohnt hat.
1 Billion Papiermark = 1 (neue) Mark.
10 Millionen Mark wären also geradenoch ein hundertstel eines Pfennigs gewesen. Dementsprechend wurden viele nicht mal eingetauscht und existieren heute noch.

Der Schein mit der 5-stelligen Nummer ist etwas seltener aber auch noch moderat. Für etwa 3 Euro kann man den kaufen.
Die anderen sind nurnoch im Centbereich anzusiedeln.

Grüße Erdnussbier
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Tiane
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Re: Hilfe bei Wertbestimmung von Reichsbanknoten

Beitrag von Tiane » Di 26.03.24 23:11

Hallo Erdnussbier,

vielen Dank für deine Erklärungen. Ist ja interessant mit den Druckereien und Papierblättern.

Hast du den Wert für die Scheine aus Katalogen? Denn wenn ich online suche kam ich für jeden der Scheine auf ca. 4 Euro (worbes-verlag.de). Aber da ich nicht vom Fach bin, habe ich keine Ahnung ob mit den Scheinen für 4 Euro etwas ist was sie wertvoller macht.
Oder leitest du den Wert davon ab, dass es sie Ende der Inflation gab und sie wirklich nichts mehr wert waren.
Sind die Noten die in einer Reichsbankdruckerei gedruckt wurden per se mehr wert?
Und warum haben manche eine Seriennummer und andere nicht?

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Lackland
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Re: Hilfe bei Wertbestimmung von Reichsbanknoten

Beitrag von Lackland » Di 26.03.24 23:36

Hallo Tiane,

es stimmt tatsächlich, dass viele Fachhändler für derartige Banknoten je Stück um die 4 € verlangen.
Das liegt aber daran, dass die Händler Kosten haben (Personalkosten, Heizkosten, Lagerkosten, Aufwand für Foto/Onlinestellung etc.), die sie in den Verkaufspreis einrechnen müssen, um die Sache rentabel zu machen.

Die allermeisten Notgeldscheine von 1923 sind absolute Massenware. Natürlich gibt es einzelne Ausnahmen. Zum Beispiel sind die meisten Billionen-Werte der ganz späten Inflationszeit rar und gefragt.

Viele Grüße

Lackland
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jause
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Re: Hilfe bei Wertbestimmung von Reichsbanknoten

Beitrag von jause » Mi 27.03.24 09:47

Hallo Tiane,

um dir einen besseren Blick auf die möglichen Preise zu geben würde ich dir vorschlagen die HP eines der renommiertesen Händlers für Geldscheine zu besuchen...

Hr. Tieste hat eine öffentliche Ankaufsliste das hilft dir bestimmt... www.tieste.de

Viele Grüße
Man weis nie genau was man hat...
bevor man mit dem Aufräumen fertig ist

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Re: Hilfe bei Wertbestimmung von Reichsbanknoten

Beitrag von Erdnussbier » Mi 27.03.24 13:59

Hallo!
Tiane hat geschrieben:
Di 26.03.24 23:11
Oder leitest du den Wert davon ab, dass es sie Ende der Inflation gab und sie wirklich nichts mehr wert waren.
Ich leite den Wert daraus ab zu welchem Preis man diese Scheine jederzeit auf ebay oder einer Börse kaufen kann :)
Angebote sind nur Wunschverkaufspreis. Das was auch wirklich den Besitzer wechselt zählt.
Tiane hat geschrieben:
Di 26.03.24 23:11
Sind die Noten die in einer Reichsbankdruckerei gedruckt wurden per se mehr wert?
Das kann man leider nicht pauschal sagen.
Das ist für jeden Schein unterschiedlich und auch dann gibt es nochmal unterschiede bei den Varianten der Reichsdruckerei.
Tiane hat geschrieben:
Di 26.03.24 23:11
Und warum haben manche eine Seriennummer und andere nicht?
Teilweise weil im Verkaufe der Inflation das zu aufwändig wurde und man es weggelassen hat, teilweise weil einzelne Druckereien das einfach nicht gemacht haben.

Grüße Erdnussbier
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Re: Hilfe bei Wertbestimmung von Reichsbanknoten

Beitrag von Tiane » Mi 27.03.24 16:40

Hr. Tieste hat eine öffentliche Ankaufsliste das hilft dir bestimmt... www.tieste.de


Vielen Dank für den Link, sehr hilfreich! :)

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