Hallo in die Runde...
Dieser Octavian Dupondius (Sesterz oder 30 mm Bronze) befindet sich seit kurzem in meiner Sammlung. Auf der Rückseite, hinter der Caesar-Büste, befindet sich ein Gegenstempel in Form eines Pinienzapfens bzw. Zweiges sowie einer Kerbe. Ob die Kerbe damit in Zusammenhang steht, weiß ich nicht.
Meine Recherchen im Web, bei acsearch, Sixbid Archive und RPC haben leider nichts ergeben. Da ich den Howgego leider nicht besitze, wäre ich für einen Hinweis bezüglich des Gegenstempels sehr dankbar. Eine andere Idee wäre vielleicht, dass es sich um eine Sammlerpunze handelt. Gibt es zu Sammlerpunzen eigentlich Literatur?
Ich halte dies für eine moderne Sammlerpunze, allerdings älteren Datums.
Literatur zu diesem Thema kenne ich nicht.
Ein besseres Foto nur der Punze wäre angenehm.
Grüße
Klaus
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Zwerg für den Beitrag:
Das mag sein. Allerdings kenne ich mich mit dem Thema Punzieren und dessen Einfluss auf die Oberfläche nicht wirklich aus. Es fällt auf, dass es nicht besonders tief ist und ziemlich homogen im Vergleich zu dem Rest der Oberfläche wirkt. Ich zweifle auch noch, ob es tatsächlich eine Punzierung ist. Vielleicht hat noch jemand die Möglichkeit, einen Blick in den Howgego zu werfen, ob dort etwas Ähnliches existiert. Wahrscheinlich handelt es sich eher um eine Punzierung.
Ich hoffe immer noch darauf, dass jemand im Howgego nachschauen kann, um mir abschließend bei meiner Meinungsbildung zu helfen, ob ein Gegenstempel oder eine Punzierung wahrscheinlicher ist. Aktuell neige ich zur Punze, da die Howgego-Recherche noch nicht abgeschlossen ist.
Als Prägezeit der "DIVOS IVLIVS"-Stücke wird allgemein 38 v. Chr. angenommen, als Octavian gegen Sextus Pompeius in Süditalien unterwegs war, also wahrscheinlich eine Moneta comitatensis.
Bei der möglichen Sammlerpunze macht mich stutzig, dass bei der Recherche von Auktionen der letzten 25 Jahre kein vergleichbares Zeichen aufgetaucht ist. Das könnte dafür sprechen, dass es sich um ein zeitgenössisches Zeichen ( Punze / Gegenstempel?) handelt, das bis jetzt noch unbekannt ist?
Vielleicht taucht ja demnächst etwas Derartiges auf.
gruß
eric
Ich halte die Punzierung für modern, solange niemand diese Markierung dezidiert als zeitgenössischen Gegenstempel identifiziert.
Hilft zwar nicht weiter, vielleicht aber dieser Link. So als Beispiel . https://www.coinarchives.com/a/openlink ... 1b50c8d392
Der Vergleich mit Palmetten auf antiker Keramik ist m. E. abwegig
Grüße
Klaus
PS: Ich glaube, dass die Verleihung einer popligen Bronzemünze als Auszeichnung berechtigterweise zu einem Soldatenaufstsnd geführt hätte
Zuletzt geändert von Zwerg am So 21.07.24 15:41, insgesamt 1-mal geändert.
ΒIOΣ ΑΝЄΟΡΤAΣΤΟΣ ΜΑΚΡΗ ΟΔΟΣ ΑΠΑNΔΟKEYTOΣ
Ein Leben ohne Feste ist ein langer Weg ohne Gasthäuser (Demokrit)
Es handelt sich um zwei verschiedene Markierungen. Ob sie in einem direkten Zusammenhang stehen mag ich nicht zu entscheiden.
Bei der oberen Markierung handelt es sich um einen „Einhieb“mit einer einseitigen Klinge, wie bereits festgestellt wurde. Bei genauer Betrachtung kann man jedoch erkennen, dass sie sich sowohl farblich, als auch durch die nicht exakt gleiche, wenn auch nur minimal divergierende Ausrichtung unterscheiden.
Die untere Markierung stellt einen Gegenstempel dar, welcher in der frührömischen Kaiserzeit auf Sesterzen des Augustus (Münzmeister, Serie II/IV) am Rhein zum Einsatz kam.
Der Typus wird bei Ulrich Werz unter der Nr. 17, Untertyp 17.1/1 (ohne rechteckige Umrandung) als „Ähre“ bezeichnet (vgl. Anhang).
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Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor justus für den Beitrag:
Liebe Forumulaner,
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