Grünspan auf römischen Silbermünzen
- adson
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Grünspan auf römischen Silbermünzen
Hallo allerseits,
mit Entsetzen habe ich letztens festgestellt, dass einige meiner Silberlinge grün anlaufen. Es sieht für mich wie Grünspan aus; hängt wohl auch damit zusammen, dass die betreffenden Stücke zu einem nicht unerheblichen Teil aus Kupfer bestehen. Gibt es hier im Forum jemanden der einen Tipp parat hat, wie man dem Herr werden kann oder den Prozess zumindest aufhalten kann?
Ich bin für jede Hilfe dankbar.
Grüße
adson
mit Entsetzen habe ich letztens festgestellt, dass einige meiner Silberlinge grün anlaufen. Es sieht für mich wie Grünspan aus; hängt wohl auch damit zusammen, dass die betreffenden Stücke zu einem nicht unerheblichen Teil aus Kupfer bestehen. Gibt es hier im Forum jemanden der einen Tipp parat hat, wie man dem Herr werden kann oder den Prozess zumindest aufhalten kann?
Ich bin für jede Hilfe dankbar.
Grüße
adson
- leodux
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Hallo,
eventuell kann man den Grünspan in Essig oder Zitronensäue auflösen.
Münze nicht zu lange im Säurebad lassen und immer wieder kotrollieren.
Zwischendurch merhmals nur die mit dickerem Grünspan befallenen Stellen vorsichtig
mit einem angespitzten Streichholz abreiben. Die Spitze anfeuchten, dann ist das Holz nicht so hart. Trotzdem vorsichtig sein, damit man keine Kratzer auf der Münzoberfläche bekommt.
Danach sollte man die Münze kurz in Seifenlauge neutralisieren und dann noch einige Zeit in Wasser ohne Zusatz wässern und dann möglichst schnell trocknen.
Nach meiner eigenen Erfahrung geht es besser, je reiner das Silber ist.
Wenn das Silber viel Kupfer oder andere Metalle enthält, kann die Säure das Münzmetall angreifen und es schadet mehr als es nützt.
Für Kupfermünzen ist diese Behandlung nicht
empfehlenswert.
Diesen Tipp bitte ich mit äußerster Vorsicht zu genießen und vielleicht solltest Du es erstmal mit einer geringwertigen oder beschädigten Silbermünze ausprobieren. Man kann durch Reinigen sehr leicht mehr zerstören als verschönern. Und diese Zerstörung rückgängig zu machen ist dann leider unmöglich.
Vielleicht wäre es besser, die Münzen so zu lassen wie sie sind und sie nur anders aufzubewahren.
Wenn Deine Silbermünzen nicht vorher schon grün waren, sondern der grüne Überzug sich erst bei Deiner Sammlung gebildet hat, solltest Du unbedingt ein anderes Album zur Aufbewahrung verwenden. Es gibt Münzalben (meist ältere oder von weniger bekannten Herstellern), deren Plastikseiten Weichmacher enthalten. Diese Chemikalie greift das Münzmetall an und kann die Oberfläche der Münzen sogar zerstören.
Grüße
Peter
eventuell kann man den Grünspan in Essig oder Zitronensäue auflösen.
Münze nicht zu lange im Säurebad lassen und immer wieder kotrollieren.
Zwischendurch merhmals nur die mit dickerem Grünspan befallenen Stellen vorsichtig

Danach sollte man die Münze kurz in Seifenlauge neutralisieren und dann noch einige Zeit in Wasser ohne Zusatz wässern und dann möglichst schnell trocknen.
Nach meiner eigenen Erfahrung geht es besser, je reiner das Silber ist.
Wenn das Silber viel Kupfer oder andere Metalle enthält, kann die Säure das Münzmetall angreifen und es schadet mehr als es nützt.
Für Kupfermünzen ist diese Behandlung nicht

Diesen Tipp bitte ich mit äußerster Vorsicht zu genießen und vielleicht solltest Du es erstmal mit einer geringwertigen oder beschädigten Silbermünze ausprobieren. Man kann durch Reinigen sehr leicht mehr zerstören als verschönern. Und diese Zerstörung rückgängig zu machen ist dann leider unmöglich.
Vielleicht wäre es besser, die Münzen so zu lassen wie sie sind und sie nur anders aufzubewahren.
Wenn Deine Silbermünzen nicht vorher schon grün waren, sondern der grüne Überzug sich erst bei Deiner Sammlung gebildet hat, solltest Du unbedingt ein anderes Album zur Aufbewahrung verwenden. Es gibt Münzalben (meist ältere oder von weniger bekannten Herstellern), deren Plastikseiten Weichmacher enthalten. Diese Chemikalie greift das Münzmetall an und kann die Oberfläche der Münzen sogar zerstören.
Grüße
Peter
Hab den Thread erst heute bemerkt: wie leodux schon sagte - besonders bei den sog. Silbersudantoninianen tritt dieses Problem gerne auf. Allzuoft finden sich unter der hauchdünnen Silberschicht noch Spuren früherer Reinigungsflüssigkeiten (z.B. auch Rest von Öl) und die werden aktiv solange es sie gibt ! Nichts gewaltsames tun - solche Münzen auf keinen Fall in irgendwelchen Plastikhüllen oder Alebn aufbewahren - nur Schuber - in denen die Münze "atmen" kann. Ein probates Behandlungsmittel. Münze in ein altes Buch mit saugfähigem Papier legen und dieses Buch dann auf einen nicht allzuwarmen Heizkörper legen
( maximal 40-50 Grad) ... und da kann das Buch mit der Münze ruhig ein paar Wochen liegen. Oft is allein Geduld das heilsamste Mittel. Gruß, heripo
( maximal 40-50 Grad) ... und da kann das Buch mit der Münze ruhig ein paar Wochen liegen. Oft is allein Geduld das heilsamste Mittel. Gruß, heripo
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Grünspan d.h. Kupferazetat ist der grüne Belag mit Sicherheit nicht, denn der würde nur entstehen, wenn Kupfer in Berührung mit Essigsäure kommt.
Sehr warscheinlich ist das der gefürchtete Bronzefraß, der immer dann zum Ausbruch kommt, wenn die in der Münze enthaltenen Kupferchloride durch (Luft)Feuchtigkeit aktiv werden.
Die Methode von heripo ist sicher hilfreich um erst einmal die Feuchtigkeit aus der Münze zu bekommen. Alternativ könnte man dazu auch Silicagel benutzen.
Dauerhafter Schutz gegen einen weiteren Ausbruch lässt sich mit BTA und/oder einer Versiegelung mit mikrokristallinem Wachs erreichen.
Sehr warscheinlich ist das der gefürchtete Bronzefraß, der immer dann zum Ausbruch kommt, wenn die in der Münze enthaltenen Kupferchloride durch (Luft)Feuchtigkeit aktiv werden.
Die Methode von heripo ist sicher hilfreich um erst einmal die Feuchtigkeit aus der Münze zu bekommen. Alternativ könnte man dazu auch Silicagel benutzen.
Dauerhafter Schutz gegen einen weiteren Ausbruch lässt sich mit BTA und/oder einer Versiegelung mit mikrokristallinem Wachs erreichen.
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