"EVIL" Fälschungsprävention !!!

Münzen des alten Byzanz

Moderator: Wurzel

Gast

"EVIL" Fälschungsprävention !!!

Beitrag von Gast » Do 09.12.04 18:27

Hallo Gemeinde,

seit eben wird eine Münze angeboten, die verdächtig nach Sear F19 riecht.

F19 stammt aus dem Anhang "Forgeries of Byzantine Coins from the "Beirut" and other "Schools" im Sear Katalog.

Michael Dennis O'Hara beschreibt hier detailliert die bekanntesten Nachahmungen (zum Schaden der Sammler) aus den nahöstlichen Imitations-"Prägestätten".

Derjenige, der den Sear-Katalog besitzt, möge einmal auf Seite 494, oben unter JUSTIN II nachschauen und mit dem angebotenen Stück vergleichen!

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?Vie ... 3946230283

Möglicherweise weiß der Anbieter gar nicht, daß es sich hier um eine Fälschung handelt - zugegeben: gut gemacht!

Habe ihm gerade folgende Mail geschickt:

Hallo, sind Sie wirklich ganz sicher, daß es sich bei der von Ihnen angebotenen "Münze" tatsächlich um ein Original handelt? Wenn Sie dieses Stück selbst irgendwann einmal erstanden haben und nun weiter veräussern möchten, ist Ihnen wohl nicht bewusst, daß es sich um eine sog. "Beiruter Fälschung", katalogisiert unter Sear F19 handelt; vgl. auch M.D. O'Hara, IAPN Bulletin 62 (1974),6 - das nachgeschnittene V am Ende der Avers-Legende in Kombination mit der Revers-Kennzeichnung "OB*x" (linker Stern 8 Strahlen, rechter Stern 6 Strahlen) weist eindeutig auf eine derartige "Nachprägung hin! Ich gehe davon aus, daß Sie sich dessen nicht bewusst sind und denke, Sie sollten in Ihrem Angebot zumindest darauf hineisen, daß die Echtheit nicht garantiert werden kann. freundlichen Gruß - petzlaff


Mal schau'n, wie's weitergeht !

PS: hat übrigens schon mal jemand was von "Goldpatina" gehört ?????

petzi
Zuletzt geändert von Gast am Sa 11.12.04 10:43, insgesamt 1-mal geändert.

Gast

Beitrag von Gast » Fr 10.12.04 11:37

Er hat reagiert:

Guten Tag! Aus Ihrer Mail entnehme ich, dass Sie offenbar über profunde Kenntnisse bezüglich antiker Münzen verfügen. Ich kenne mich sehr gut bei deutschen Münzen ab 1871 aus, ging aber aufgrund der Zeitdauer, die sich diese Münze in "einer Hand" befindet absolut von der Echtheit aus. Weil ich Ihren Hinweis aber trotzdem nicht leichtfertig beiseite schieben will habe ich mich entschlossen, höchst vorsorglich, die Münze nicht zu verkaufen. Ich möchte es bei dieser Gelegenheit nicht versäumen mich bei Ihnen, obgleich der Inhalt Ihrer Mail nicht erfreulich war, aufrichtig zu bedanken. M f G
---- finde ich klasse

petzi

payler
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Beitrag von payler » Fr 10.12.04 16:52

bravo!

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