Dann wollen wir wieder ...

Münzen des alten Byzanz

Moderator: Wurzel

Task_Force
Beiträge: 380
Registriert: Mi 28.07.04 08:52
Wohnort: Mainz

Dann wollen wir wieder ...

Beitrag von Task_Force » Sa 15.01.05 12:03

... einige interessante Fraggestellungen aufwerfen.
Zuerst ein Winzling, scy 10: 17 mm, 0,47 g.
Dann ccc mit 18 mm und 1,07 g und schließlich
scy11 mit 24 mm und 1,48 g.
Gruß
Task_Force
Dateianhänge
scy11.jpg
ccc.jpg
scy10.jpg

Gast

Beitrag von Gast » So 16.01.05 10:13

der zweite von oben:

Herzogtum (bulgarisches Prinzipat) Athen (14. Jh.)

Halber Tornese +DVX: ATENES / +THEBANI CIVIS (oder so ähnlich)
ca. 1 Gramm, 19 mm Durchmesser

geprägt im Stil eines französischen Denier Tournois (daher auch der Name Tornese)

(K. Dotchev, S.161, Tafel LXII.3 - s. Abbildung)

8) Dein Lot beginnt mir zu gefallen (zumindest dieses Stück hat meine ganze Aufmerksamkeit sicher 8)

petzi
Dateianhänge
bulg_TF.jpg
Zuletzt geändert von Gast am So 16.01.05 11:58, insgesamt 4-mal geändert.

Gast

Beitrag von Gast » So 16.01.05 11:29

Der dritte im Bunde:

JOHANNES COMNENOS DUCAS (1237-1244), Thessaloniki
DOC IV.34 (s. Abbildung), Sear 2219

8O ein ganz, ganz seltenes Stück :!: GLÜCKWUNSCH !!!!!

petzi

PS: mit der Nummer 1 kann ich bisher noch nicht allzuviel anfangen - stammt aber mit Sicherheit aus der zweiten Hälfte des 13. Jh. und wurde irgendwo auf dem Balkan geprägt.
Dateianhänge
jkd.jpg

Benutzeravatar
Scheleck
Beiträge: 1091
Registriert: Mo 22.11.04 10:48
Wohnort: 27798 Hude

Beitrag von Scheleck » So 16.01.05 14:28

Hallo Task Force,
ich habe mir Deine Nr. 1 einmal angesehen und könnte mir vostellen, dass es sich um einen !/2 Tetarteron von Alexius I. nach Post Reform, Uncertain Mint handelt. Ein ähnliches Stück ist im DOC IV, Pl. VII, Nr. 45a.6, im Sear 1932, abgebildet. Das Gew. variiert im DOC zwischen 0,99 - 3,22 gr., die Größe zwischen 15 und 18 mm. Im Sear unter Nr. 1932 als Tetarteron bezeichnet,
im Kö./Osbahr Bd. V/2, Nr. 1126,1127, Mst. Thessaloniki. Aufgrund der groben Darstellung könnte es sich auch um eine bulgarische Imitation handeln.
Vielleich eignet sich mein Bestimmungsversuch als Disskussionsgrundlage.
Mit bestem Gruß Scheleck
Das Auge schläft, bis es der Geist mit einer Frage weckt.

Task_Force
Beiträge: 380
Registriert: Mi 28.07.04 08:52
Wohnort: Mainz

Beitrag von Task_Force » So 16.01.05 19:28

@ petzi und Scheleck
Danke für Eure Hilfe!
Bei Nummer 1 bin ich ratlos, weil das Gewicht nur bei 0,47g liegt und suche fleißig nach weiteren Anhaltspunkten,
Nr. 2 ist anhand der Dokumentation 100 % bestimmt
und Nr. 3 ist ebenfalls offensichtlich das, was ich erhofft hatte :wink: .
Danke nochmals!
Gruß
Task_Force

Gast

Beitrag von Gast » Mo 17.01.05 14:32

Scheleck hat geschrieben:Hallo Task Force,
ich habe mir Deine Nr. 1 einmal angesehen und könnte mir vostellen, dass es sich um einen !/2 Tetarteron von Alexius I. nach Post Reform, Uncertain Mint handelt. Ein ähnliches Stück ist im DOC IV, Pl. VII, Nr. 45a.6, im Sear 1932, abgebildet. Das Gew. variiert im DOC zwischen 0,99 - 3,22 gr., die Größe zwischen 15 und 18 mm. Im Sear unter Nr. 1932 als Tetarteron bezeichnet,
im Kö./Osbahr Bd. V/2, Nr. 1126,1127, Mst. Thessaloniki. Aufgrund der groben Darstellung könnte es sich auch um eine bulgarische Imitation handeln.
Vielleich eignet sich mein Bestimmungsversuch als Disskussionsgrundlage.
Mit bestem Gruß Scheleck
Der Typ passt ....

... aber ein Tetarteron als Skyphat ausgeprägt sprengt schon den Rahmen des Alltäglichen. Ich bin auch ziemlich ratlos und denke an eine bulgarische Imitation. Leider sagt mein ziemlich erschöpfender Bücherschatz der entsprechenden Literatur überhaupt nichts dazu.

Vielleicht lohnt es sich, das Teil mal bei Mittelalter oder so einzustellen 8O

petzi

Anastasius
Beiträge: 513
Registriert: Mi 26.11.03 18:14

Beitrag von Anastasius » Mo 17.01.05 16:27

zu nr. 1:
Leider muss ich hier auch passen,
Ich habe seit langem ein ganz ähnliches Stück ( 15 mm / 0,80 gr. )
mit identischer Vorderseite, leider aber nicht erkennbarer Rückseite
in meiner "Rätselkiste" liegen, ohne dem Stück auf die Schliche gekommen zu sein.

Alexius I, Sear 1932 schliesse ich aus, davon habe ich einige Stücke,
die sowohl vom Schrötling als auch Stil deutlich abweichen.
Weder bei Task_Force´s noch bei meinem Stück sind Spuren
der bei Sear 1932 vorkommenden Buchstaben im Patriarchenkreuz
vorhanden.

Ich würde gefühlsmässig eigentlich auch in Richtung Bulgarien tendieren,
allerdings stammt mein Stück angeblich aus Serbien. ( nicht nachprüfbar )

Gruss
Anastasius

Gast

Beitrag von Gast » Mo 17.01.05 18:26

Zu 1:

möglicherweise "unklassifizierte Münze" 1208-1241 - bulgarische Imitation einer lateinischen Imitation - Typ V, (Yordanov, Seite 59) oder ähnlich. Mit Sicherheit irgendwo in jener Gegend.

petzi
Dateianhänge
bulg1_TF.jpg

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast