und wieder mal ein ein paar fälschungen

Münzen des alten Byzanz

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Locnar
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Beitrag von Locnar » So 24.05.09 16:24

Hallo kuddlbuschi,

bitte bedenke das dein Posting Dir rechtliche Probleme einbringen kann.
Gruß
Locnar

aestasaetatum
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Beitrag von aestasaetatum » So 24.05.09 19:01

Tut mir leid, lieber kuddlbuschi, aber ich sehe bei allen drei Heraclius-Solidi nicht, weshalb sie falsch sein sollen. Natürlich sind Photos als Entscheidungsgrundlage immer schwierig, aber zumindest den Anschein von Fälschungen würde man doch wohl erwarten.

Beste Grüsse

aestasaestatum

Basil
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Beitrag von Basil » So 24.05.09 19:36

Ich schließe mich der Einschätzung von aestasaestatum an. Es sind keinerlei Anzeichen von Fälschungen erkennbar. Alle Münzen zeigen die bei Gold typischen Fließspuren. Weiterhin zeigt der jeweilige Stempelschnitt die Verwendung zeitgenössischer Werkzeuge.

Gruß Basil

Franz
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Beitrag von Franz » So 24.05.09 21:17

Hallo Basil!
kannst du mir bitte erklären/zeigen was diese Fließspuren auf sich haben und wie man sie erkennt? Gelesen hab ich schon des öfteren davon, sehen/erkennen kann ich bei den angeführten Münzen nichts..
Schönen Abend und herzliche Grüße
Franz

kuddlbutschi
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Beitrag von kuddlbutschi » So 24.05.09 21:37

hallo,

na wenn ich bei der ersten münze die augen des heraclius betrachte,kommt dies einen anblick einer schleiereule gleich.zudem weisen für mich bei allen drei münzen der schriftzug CONOB sogenannte Machine Made Dies auf, die ich zum vergleich auf dieser seite gefunden habe.


http://www.forumancientcoins.com/fakes/ ... p?album=16


aber danke für den rechtlichen hinweis,ich werde meine formulierung auf bezug einer fälschung in zukunft anders gestalten oder ganz verzichten.aber gebt mir nur contra,ich bin da niemanden im geringsten eingeschnappt.ich vergleiche die münzen auch nur aus "zuverlässigen"quellen und meinen eigenen und da finde ich halt solche spuren an den münzen nicht.

viele grüße........robert

Basil
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Beitrag von Basil » So 24.05.09 21:40

Hallo Franz,
das wäre ein langer Vortrag. Wenn Du mehr darüber wissen willst, solltest Du Dich mal mit Münzprägetechnik befassen. z. B. Moesta/Franke: Antike "Metallurgie und Münzprägung"

Gruß Basil

Franz
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Beitrag von Franz » Mo 25.05.09 14:19

Hallo Basil!
Leider hab ich keinen Zugang zu der angegebenen Literatur, aber trotzdem danke für den Hinweis.

Hallo kuddlbutschi!
Habe deinen Link über die Fälschungen mit meinen wenigen Byzantinern verglichen und -große Enttäuschung- ich glaub ich hab mir so eine moderne Prägung eingehandelt.
Hab diesen Heraclius 1997 bei einem Händler in Wien gekauft, leider ist er bereits in Pension.
bin auf dein/euer Urteil gespannt.
Gruß
Franz
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kuddlbutschi
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Beitrag von kuddlbutschi » Mo 25.05.09 22:25

hallo franz,

oja,ein tolles beispiel!!..ich habe stilistisch an deiner münze nichts auszusetzen und würde, auch wenn die bilder der münze etwas unscharf sind ohne bedenken kaufen.ich gebe zu das ich wenig ahnung von der münzprägetechnik und metallurgie habe,aber diese spuren sind für mich äusserst unnormal.es wäre super ,wenn sich dazu jemand äussert,der sich damit befasst hat!die fliesspuren auf münzen erläutere ich dir nur ganz grob.fliesspuren entstehen durch das aufschlagen des stempels auf den münzrohling,also durch materialverdrängung.diese spuren entstehen haupsächlich am rand des stempels(wulstbildung ) und auch an der legende.nun zurück zu deiner münze und den merkmalen....mich überrascht das kaufdatum ein wenig,da ich diese art erst später vermutete.fälscher arbeiten auch mit zeitgenössischen werkzeugen bzw. man braucht ja nicht viel ......stempel,hammer und ne zange und los gehts :D so franz,bis jetzt ist deine münze in meinen augen kein original,aber ich lege mich dennoch noch nicht fest,da ich noch weiter über diese merkmale nachforschen will.vielleicht irre ich mich ja...und sowas kommt bei münzen vor!!...ich habe im moment leider nicht so viel zeit,aber ich melde mich bei dir,denn das thema ist für mich noch nicht vom tisch.


bis denne..............robert

Franz
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Beitrag von Franz » Di 26.05.09 00:21

Hallo Robert, hallo Experten!
ich habe versucht etwas schärfere Bilder von Av. und Rv. zu machen.
Hoffe die Münze ist nun etwas bessser erkennbar .
Bin jetzt einige Tage auf Urlaub und gespannt ob bis danach einige Kommentare eingelangt sind.
Herzliche Grüße Franz
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Franz
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Beitrag von Franz » Di 26.05.09 00:33

Nochmals die Detailaufnahme etwas deutlicher.
Gruß Franz
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kuddlbutschi
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Beitrag von kuddlbutschi » Di 26.05.09 21:20

hallo franz,

tolle bilder....jetzt sieht man alles !!...ich gebe auf alle fälle noch meinen senf ab :wink: und hoffe es tun auch noch andere,da mich ihre meinung auch interessiert.wünsche einen schönen urlaub,und fahre bitte nicht nach Wien :D

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Antonian
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Beitrag von Antonian » Di 26.05.09 21:38

Hallo Franz

Eindeutig eine Fälschung, ich hoffe Du hast nicht zuviel bezahlt für die Münze. Da sind doch Bearbeitungsspuren einer modernen Maschine eindeutig erkennbar. Schade ! Wieviel wiegt denn die Münze ? Vielleicht ist das Gold wenigstens massiv.

Gruss Antonian
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Beitrag von Sulcipius » Mi 27.05.09 20:38

kuddlbutschi hat geschrieben:hallo franz,

und fahre bitte nicht nach Wien :D
*Hust*

Wien ist immer eine Reise wert!


Beste Grüße
Sulcipius (Wiener :P )
<< ODERINT DUM METUANT >>

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Beitrag von kuddlbutschi » Di 02.06.09 22:59

halo franz,

ich hoffe du hast es mittlerweile verdaut,dass dein solidus eine fälschung ist.es ist sicher bitter wenn man so lange einen verteranen in der sammlung hat und der dann nach 12 jahren seinen mantel fallen lässt.aber jeder sammler zahlt sein lehrgeld.....ich leider auch,und mein schaden war groß!!!heutzutage sind diese spuren auf münzen weniger geworden,aber sie sind noch da und lassen eine fälschung erkennen.problem ist,wenn man bei ebay kauft,das diese merkmale wegen der bildgröße nicht zu erkennen sind.


viele sammlergrüße...............robert

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