Tipps für Neueinsteiger

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Canadian Coins
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Tipps für Neueinsteiger

Beitrag von Canadian Coins » Mo 24.06.02 00:14

Im Eurobereich wurde es einmal angesprochen, ist aber leider verloren gegangen.
Daher hier nochmal ein Anfang.

Bezugsquellen und damit verbundene Vergleichsmöglichkeiten sind besonders für Neueinsteiger in diesem Sammelgebiet von großer Wichtigkeit. :!:

Wie uns allen ja bekannt sein dürfte, versprechen diverse TV-Sender zu numismatischen Artikeln oft das Blaue vom Himmel herunter.
Aufklärung ist hier das A + O. Die Preisunterschiede können gewaltig sein.

Deshalb : Preise vergleichen

Wer gerade neu dabei ist und noch keine oder wenige Bezugquellen kennt, dem seien die verschiedenen Fach-Münzzeitschriften empfohlen.
Da gibt es z.B. Münzen & Papiergeld, money trend und Münzen Revue.
In jeder Ausgabe ist ein Verzeichnis mit einer Vielzahl an Bezugsquellen zu finden. Hier empfiehlt es sich zunächst einmal einige kostenlose Preislisten zu bestellen.

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit den Preislisten des Edelmetalle und Münzkabinett der Baden-Württembergischen Bank mit in Stuttgart ( erscheint 2 x jährlich mit ca. 250 Seiten kostenlos) und
dem Erftstädter Münzkabinett EMK mit Sitz in (wie sollte es anders sein :wink: ) Erftstadt ( diverse Listen sortiert nach Sammelgebiet - kostenlos).

Erfahrungen der anderen Forum-Mitglieder bzgl. Listenversand könnten für die Leser sehr hilfreich sein.

Wer tiefer in das Thema einsteigen möchte, kann sich diverse Münzkataloge zulegen.
Empfehlenswert sind hier
die Kataloge von Krause/Mishler " World Coins " ( sehr viele Abbildungen / Bewertung in US-$ )
die Kataloge von Schön bzw. Schön/Cartier " Weltmünzenkatalog " ,
speziell für USA/Mexico/Canada von Harper der " North American Coins & Prices ",
und speziell für kanadische Token von Charlton der "Canadian Colonial Tokens ".

Kataloge die sich speziell mit antiken Münzen , Deutschland oder anderen Themengebieten befassen, können hier ja gerne von den entsprechenden Sammlern genannt werden.

Die Preise der Kataloge sind jedoch meist für eine Ermittlung der tatsächlichen Verkaufspreise unbrauchbar, da sie oft recht hoch angesetzt sind. Hier sollte man sich besser an die Händlerverkaufspreise halten, die zumeist etwas realistischer sind ( aber nicht immer :wink: ).

Auch die verschiedenen Online-Auktionen sind geeignet sich eine grobe Übersicht über den aktuellen Marktwert zu schaffen ( im Euro-Bereich aber wohl weniger ). Hier sollte man nur einsteigen, wenn man sich vorher einige Listen angeschaut hat und sich dementsprechend ein Limit gesetzt hat.

Und nicht vergessen : Preise vergleichen

Schöne Grüße.

mfr
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Kataloge zu deutschen Münzen

Beitrag von mfr » Mo 24.06.02 01:43

Hallo,
tja Deutschland ist ein weites Gebiet... für deutsche Münzen ab 1601 - heute ist der "German Coins" von Krause/Mishler das Standartwerk, allerdings nicht ganz billig (ca. 80 €), Bewertungen sind ebenfalls in US-$.
Beliebt sind noch der Große deutsche Münzkatalog vom Battenberg Verlag - er gibt ne gute Übersicht der deutschen Münzen ab 1800, den Bewertungsteil kann man aber vergessen. Viele Jahrgänge werden einfach zusammengefasst und pauschal in ss und vz bewertet. (Preis: ca. 30 €)
Dann gibts noch den Jäger-Katalog, eigentlich der bekannteste für Münzen ab 1871, mit erfreulich vielen Hintergrundinfos (kostet ca. 25 €)
Als Standartkatalog (da handlich und mit knapp 10 € sehr günstig) benutze ich den Kleinen Deutschen Münzkatalog (ab 1871) ebenfalls von Battenberg.

Das sind jetzt nur die Standartkataloge, wer ausgefallene Sammelgebiete wie Notgeld oder Eurovorläufer hat braucht natürlich spezielle Fachliteratur. In dem Fall am besten hier nachfragen.

Zur Wertfindung sollte man Kataloge allerdings nicht unbedingt heranziehen, die Preise sind meistens deutlich über dem Marktpreis angesiedelt.
Irgendwo hab ich mal gelesen das sie bei den meisten Katalog auf den Preislisten der 10 größten Händler basieren. Naja, die 10 größten sind wohl auch die 10 teuersten :?

Es gibt auch noch Werke wie "Wetten daß... in ihrem Geldbeutel verborgene Schätze schlummern !" - von sowas kann ich nur abraten, meist schlecht recherchiert und reißerische Aufmachung wie eine bekannte deutsche Tageszeitung mit 4 Buchstaben :wink:
Für einen Münzsammler denkbar ungeeignet.

Am besten greift man - wie von CC erwähnt - auf Händlerlisten oder Fachzeitschriften zurück.
Ich beziehe die Münzen & Papiergeld im Abo und bin sehr zufrieden damit.
In jeder Ausgabe ist ein Bewertungsteil deutscher Münzen ab 1871 vorhanden, mit meiner Meinung nach recht reellen Preisen. Speziell bei eBay werden diese in letzter Zeit sogar immer öfter noch übertroffen.
Den Bewertungsteil (allerdings erst ab 1944) gibt es auch online unter:
http://www.gietl-verlag.de/aktuell/bewbrd.pdf
Für wirklich teure Stücke oder Münzen vor 1601 (ist mir kein Katalog bekannt) empfiehlt es sich auch mal Auktionskataloge zu studieren.

Mit Händlern hab ich ehrlich gesagt noch nicht soviel Erfahrung, das liegt zum einen daran das ich erst 30-40 Kilometer bis zum nächsten fahren müsste und zum anderen sind viele Münzen meines Sammelgebietes bei Onlineauktionen günstiger zu bekommen ;)

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