Nero - Ostia Sesterz

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

Moderator: Homer J. Simpson

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mias
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Nero - Ostia Sesterz

Beitrag von mias » Mo 30.06.03 13:55

[ externes Bild ]

Hallo Münzfreunde,

Anbei ist ein Ostia Sesterz des Nero abgebildet. Meiner Ansicht nach ist dieser echt. Eine plumpe Gussfälschung ist es auf keinen Fall. Der Stil passt, es liegt keine Repatinierung vor, auch scheint es keine Bearbeitungsspuren zu geben. Was micht stört ist dieser komische Ausbruch am Rand.

Was ist Eure Meinung? Echt oder Falsch? Was für einen Wert hätte Eurer Meinung nach so ein Ding?

Gruss,

Matthias

secundus
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Beitrag von secundus » Mo 30.06.03 16:16

Hallo Matthias,

der Verkäufer weist in senem Angebot darauf hin, dass es sich möglicher weise um einen Paduaner aus der Renaissance handeln könnte, was wohl zutreffend ist.
http://cgi.ebay.com/ws/eBayISAPI.dll?Vi ... egory=4734
vgl. mit:
http://www.numislanz.de/auktion97/01093H00.HTM

Ein antikes Stück in dieser Qualität dürfte mehr als 10.000 Euronen kosten.

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mias
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Beitrag von mias » Mo 30.06.03 16:39

Hallo,

Der Paduaner, der bei Lanz angeboten wurde, schaut ja dermassen echt aus. Da komm' ich schon ins Grübeln. Dachte ein Paduaner hätte nur sechs Schiffe auf der Rückseite dargestellt. Wie kann ich diesen von einem Original unterscheiden? Oder gibt es da nur die Möglichkeit der chemischen Analyse?

Gruss,

Matthias

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Andreas
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Beitrag von Andreas » Mo 30.06.03 17:41

Es ist 100%ig ein Paduaner! Man erkennt es am Stil und am Gesamteindruck der Münze. Dieser Sesterz war schon immer ein beliebtes Fälschungsobjekt.
Gruß
Andreas

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Morgoroth
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Beitrag von Morgoroth » Mo 30.06.03 20:47

Münzen die so gut aussehen müssen doch falsch sein! Oder gibt es eine Münze die perfekt ausgeprägt ist? Aber was rede ich mir hört eh keiner zu...
oida ou eidos

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mias
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Beitrag von mias » Di 01.07.03 09:23

Hallo zusammen,

Also ich will ganz offen und ehrlich sein, hätte ein Münzhändler das Ding mir auf einer Münzbörse angeboten, ich hätt' ja bedenkenlos zugegriffen. Das Stück wäre jetzt in meiner Sammlung, wäre nie auf die Idee gekommen, dass es sich um eine Fälschung handelt. Nachdem ich den Verweis auf den Paduaner, der bei Lanz angeboten wurde, kenne, meine ich natürlich auch, dass die Schrift nicht passt, etc..

Jetzt will ich noch dazu sagen, auch wenn ich dabei hochrot anlaufen müsste, dass ich schon seit 15 Jahren Römermünzen sammle. Bis vor einem Jahr dachte ich auch, dass ich gegenüber Fälschungen immun bin. Ich habe mir halt auch eingebildet, dass ich einfach ein zu gutes Gespür für den Stil, etc. habe. Auch sind die Fälschungen, die man aus der Literatur kennt, dermassen plump, dass man nur drüber schmunzeln kann.

Nur dann tauchte dieser ominöse Lockenschneider, von dem hier schon oft die Rede war, auf. Und ich muss sagen, dass es mir so geht wie wahrscheinlich vielen hier. Nun gut, dessen Kreationen sind bei weitem nicht so beeindruckt wie die Arbeit des Herrn Giovanni Cavino, vielmehr erscheinen sie im Nachhinein sagar direkt lachhaft. Aber mal Hand aufs Herz, wer von uns fragt sich nicht, was in seiner Sammlung Lockenschneiderei ist, und was wirklich qualitativ hochwertige Ware ist. Glaube nämlich nicht, dass alle Römersammler Chemiker oder gar Graveure sind.

Ich habe die Beiträge hier zu diesem Thema wirklich mit Interesse gelesen und glaube inzwischen, dass man selbst bei so manchem renommierten Händler/ Auktionator auch nicht vor Fälschungen sicher ist. Inzwischen verlange ich auch immer ein Bildzertifikat, anders geht es halt einfach nicht.

Gruss,

Matthias

berenike
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Beitrag von berenike » Di 01.07.03 10:12

Es gibt nur zwei Sorten von Händlern, die noch nie eine Fälschung verkauft haben. Die ersten sind die Lügner, die es nicht zugeben wollen, die zweiten die Idioten, die es noch nicht mal gemerkt haben. Jeder fällt mal auf eine Fälschung herein.
Aber, und hier singe ich ein Lied, das ich schon 100 Mal verkündet habe, nur wenige Händler geben wirklich eine Garantie für ihre Münzen, nicht daß sie echt sind, sondern daß der Händler sie - sollte sich in ferner Zukunft herausstellen, daß sie falsch sind - gegen den damaligen Kaufpreis zurücknimmt.
Aber aufgepaßt mit den Bildzertifikaten, die nutzen überhaupt nichts, weil das deutsche Recht nur eine relativ beschränkte Garantie zubilligt. Ist die abgelaufen, nutzt einem so ein Zertifikat überhaupt nichts mehr. Da ist es besser, bei Händlern zu kaufen, die sich durch ihre Mitgliedschaft in Verbänden zu einer freiwilligen Selbstkontrolle verpflichtet haben. Da braucht man dann so ein Bild-Zertifikat nicht, wenn man in einer Auktion oder einer Lagerliste kauft. Bei einem Lagerkauf mag es eine gute Lösung sein.
Beste Grüße
:D
Berenike

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Morgoroth
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Beitrag von Morgoroth » Di 01.07.03 19:18

Hi! Ich weiss vielleicht passt es net hier rein, aber ich hab da auch ein Sorgenkind:
[ externes Bild ]
[ externes Bild ]

Ich weis net aber ich hab ein komisches Gefühl wenn ich diese Münze angucke, was meint ihr?
oida ou eidos

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Andreas
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Beitrag von Andreas » Di 01.07.03 19:20

Der Philippus I. ist echt! :wink:
Gruß
Andreas

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Morgoroth
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Beitrag von Morgoroth » Di 01.07.03 19:31

Danke! Ich dacht weil hier im Forum schon mal ne Münze behandelt wurde wo die Rückseitenbuchstaben so naja flamabel dargestellt sind, deswegen, aber Danke :D
oida ou eidos

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