Könntet...

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

Moderator: Homer J. Simpson

Benutzeravatar
Morgoroth
Beiträge: 837
Registriert: Di 15.04.03 19:43
Wohnort: Müncheberg

Könntet...

Beitrag von Morgoroth » Mi 30.07.03 18:50

Ihr mir mal bitte helfen, ich möchte gern meine Münzen archivieren, und bei einigen fehlen mir noch informationen:

[ externes Bild ]
[ externes Bild ]

Nun meine Bitte:
1. Könntet ihr mir die Prägestätten verraten, ich find dort keine.
2. lese ich beim Caracalle, das BRIT richtig? Und was würde das bedeuten?
3. Welche Gottheiten befinden sich auf den beiden Rückseiten?
4. Warum stehen auf den höheren Münzen die Prägestätten nicht drauf?
Ich währe euch sehr Dankbar für jede Information :D
oida ou eidos

secundus
Beiträge: 542
Registriert: Mo 22.07.02 10:19

Beitrag von secundus » Do 31.07.03 01:34

Hi Morgoroth,

Herzlichen Glückwunsch, Du steigerst Dich :!:

1.
Mit der Vermutung, die Prägestätte für Antoniniane des Philippus Arabs und Denare des Caracalla ist Rom, liegt man meist richtig. :D
Für Silberlinge des Philippus käme noch Antichia, für Caracalla noch Laodicaea in Betracht. Die richtige Zuordung ist -so glaube ich- nur an Hand von stilistischen Merkmalen den Experten vorbehalten.

2.
Der Titel BRIT(ANNICUS MAXIMUS) ist Caracalla für seine erfolgreichen Feldzüge die er mit seinem Pappa Septimius Severus und Bruder Geta unternahm, verliehen worden.

3.
Beim Philippus kann man es ablesen, beim Caracalla tippe ich auf Concordia (mit Füllhorn und Opferschale)

4.
Die Zeichen der Prägestätten finden sich erst zu einen späteren Zeitpukt in veschlüsselter Form auf Antonianen der Soldatenkeiser ( ab Probus ?) oder im Abschnitt auf der Rs. von spätrömischen Münzen, unabhängig vom Nominal.

Benutzeravatar
Morgoroth
Beiträge: 837
Registriert: Di 15.04.03 19:43
Wohnort: Müncheberg

Beitrag von Morgoroth » Do 31.07.03 21:55

Hallöle.
Danke Secundus für die Antworten ^-^. Du hast mir sehr weitergeholfen, nun die Prägesatätten wer ich mir noch irgendwie zusammenkratzen.
Ach ja ich hab da noch eine Frage die mir so im Kopf herrumschwirrt. Wie war das eigentlich wenn ein herrscher abgelöst und ein neuer rangekommen ist? Was ist dann mit den Münzen des Vorgängers sind die dann noch gültig? Kann man zum. Beispiel (begeben wir uns jetzt mal in die Zeit Constantins des 2), kann man da im Umlauf dann vielleicht noch eine Münze von Severus Alexander, oder gar noch einen Republiksdenar finden????
oida ou eidos

berenike
Beiträge: 251
Registriert: Mi 12.02.03 10:27
Wohnort: Basel

Beitrag von berenike » Mo 04.08.03 12:14

Selbstverständlich haben Münzen ihre Gültigkeit behalten, selbst wenn die Kaiser gestorben sind. Münzverrufungen, bei denen bestimmte Emissionen eingezogen wurden und die Bürger ihr Geld umtauschen mußten, damit sie weiter damit zahlen wollten, sind eine Erfindung des hohen Mittelalters, die das Steuereinkommen so manchen Münzherren vergrößern sollte.
Natürlich gibt es auch in der Antike Zeiten, in denen man das alte Geld versucht hat, einzuziehen. Meistens, weil das neue Geld leider nicht mehr soviel Silber enthielt wie das alte. Tja, und da die Leute lieber das gute Münz horteten, in dem sich noch mehr Silber befand, sind die Münzen dann ganz von selbst aus dem Umlauf verschwunden, um in den Sparstrumpf zu wandern.
Übrigens findet man Republikdenare noch in Horten, die während der Völkerwanderungszeit angelegt wurden, soweit ich mich erinnere.
Liebe Grüße
:D
Berenike

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste