Brauche Rat! Was tun, wenn Münzen (angeblich) nicht ankommen

Interessante Auktionen zum Thema Münzen gesichtet?
Jason
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Brauche Rat! Was tun, wenn Münzen (angeblich) nicht ankommen

Beitrag von Jason » Mo 19.08.02 17:07

Also, ich habe folgendes Problem: ich habe über Ebay Münzen verkauft und verschickt und der Kunde schrieb jetzt, dass sie nicht angekommen sind. Es handelt sich nicht um einen großen Betrag (etwa 6 Euro), und normalerweise würde ich die Münzen einfach noch einmal schicken. Aber der Ersteigerer macht auf mich keinen sehr seriösen und vertrauenswürdigen Eindruck. Er hat eine falsche Email- Adresse bei Ebay angegeben, sich dafür weder entschuldigt noch irgend eine Erklärung dafür abgegeben und die Art seiner Kommunikation ist sehr "locker". Das alles ist natürlich noch kein Grund anzunehmen, dass er ein Betrüger ist, aber in mir sträubt sich alles dagegen, die Münzen einfach so noch mal zu schicken.....
Was macht ihr in so einem Fall?

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Wolle
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Beitrag von Wolle » Mo 19.08.02 17:19

Hi Jason,

ein Patentrezept habe ich in diesem Fall leider auch nicht. Bei dem Betrag, würde ich allerdings nicht unbedingt bis zum äußersten gehen. Sage einfach, Du hast keine Münzen dieser Art mehr und erstatte Ihm den Betrag wieder. Wenn Du die Münzen nochmals verschickst, kann er es ja sonst wieder so machen, bei der Rücküberweisung hast Du was schriftliches. Nichtsdestotrotz, würde ich dann an Ebay diesen Käufer melden, wenn er wirklich eine falsche email angegeben hat. :( Wenn er wirklich betrogen hat, ist das natürlich ärgerlich, aber bei dem Betrag evt. zu verschmerzen
Schöne Grüße
Wolle

Meine Tauschlisten, immer aktuell:
[url=http://www.numismatikforum.de/ftopic4528.html]DM/Euro Liste[/url] - [url=http://www.numismatikforum.de/ftopic8208.html#69002]Goldeuros gesucht[/url]

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Luecki
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Beitrag von Luecki » Di 20.08.02 09:09

Also!

Schonmal ins BGB geguckt? Vielleicht mal auch als Tip für alle die es nicht wissen! Sobald ihr bei der Post gewesen seid und die Sendung ordnungsgemäß abgegeben hat, geht das Risiko auf den Käufer bzw auf den Empfänger der Sendung über.

@Jason Was für einen Versand habt ihr denn ausgemacht? Wenn er nur den unversicherten Versand gezahlt hat, hat er halt pech gehabt, wenn die Sendung nicht ankommt!

Luecki

Jason
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Beitrag von Jason » Di 20.08.02 12:45

@wolle, wenn mich jemand gefragt hätte, hätte ich ihm wahrscheinlich den gleichen Rat gegeben. ;-) Und es ist sicher auch vernünftig - aber, wenn ich denke, dass der Käufer sich das vielleicht zum Prinzip macht.... Wenn er sieht, wie einfach das geht, etwas umsonst zu bekommen, indem man einfach behauptet, es sei nicht angekommen....

@Luecki, es war ganz normaler Briefversand ausgemacht - bei 5 oder 6 Euro halte ich es für Verschwendung, der Post noch mehr Geld in den Rachen zu schmeißen. ;-)
Einfach zu sagen, ich habe es eingeworfrn und was dann ist, geht mich nichts mehr an, halte ich allerdings nicht für einen guten Weg. Wenn ich bedenke, dass ich auch manchmal was kaufe und der Verkäufer reagiert dann so - also das würde mich sehr ärgern...

Hatte keiner von euch schon mal so ein Problem????

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Luecki
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Beitrag von Luecki » Di 20.08.02 13:32

@Jason

Habe ja nicht gesagt, dass Du ihm das so krass vermitteln sollst! Brauchst Ihn ja nur auf die Sache so hinweisen! Biete ihm an die Münzen nochmal zu schicken zu Deinem e.K. bzw. zu einem verminderten Preis!
Den Hinweis wolte ich auch nur aus rechtlicher Sicht geben! Mich hat mal einer Verklagt, weil er die Münzen nicht bekommen hatte! Ging da um einen Betrag von 15 EUR! Aus dem Betrag von 15 EUR sind dann deutlich mehr geworden, die er zahlen musste! Naja!

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mfr
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Beitrag von mfr » Di 20.08.02 13:44

Bei 6 Euro würde ich mir keinen Stress machen und ihm das Geld einfach zurück überweisen und ihn ggfs. für weitere Auktionen bei mir sperren.

Sollte er wirklich ein Gauner sein, seis drum, das muss er mit seinem Gewissen vereinbaren nicht ich.

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tournois
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Risiko?

Beitrag von tournois » Di 20.08.02 13:57

Ihr solltet Euch das hier mal durchlesen --->
http://www.numismatikforum.de/viewtopic.php?t=823

Des weiteren trägt der Versender in vollem Maße das Versandrisiko, er ist nämlich dafür verantwortlich das die Ware beim Käufer ankommt, das ist die sogenannte Erfüllungspflicht! Kann er das NICHT nachweisen, im schlimmsten Fall vor Gericht mit Zeugen, muß er den vollen Betrag (inkl. Versandkosten) zurück erstatten oder vergleichbaren Ersatz beschaffen!

Kannst Du mit Zeugen nachweisen, das Du den Brief (mit den Münzen drin) bei der Post abgegeben hast, dürfte er wahrscheinlich keine Chance haben irgendetwas zurück zu bekommen!
[b]tournois[/b]
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"Wir leben in einem Zeitalter, in dem die überflüssigen Ideen überhand nehmen und die notwendigen Gedanken ausbleiben!"
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Jason
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Beitrag von Jason » Di 20.08.02 14:14

@Luecki, hast du tatsächlich einen Prozess geführt wegen so einer Sache? Hast du die Unterlagen davon parat, und könntest du mir die relevanten Paragraphen nennen?! Es schadet nie, wenn man mit Paragraphen aufwarten kann. ;-)
Ich denke, dein Vorschlag ist ein guter Weg - so tragen beide Seiten dazu bei, die Sache zu bereinigen. Ich werde meinem Kunden einen entsprechenden Vorschlag unterbreiten; aber diesmal nur versicherter Versand! ;-)

@muenzenfreund, du hast natürlich in sofern recht, dass dies der einfachste Weg ist. Aber aus oben erwähnten Gründen (da meint einer vielleicht, was einmal klappt, klappt das nächste Mal bestimmt auch) ist das für die Ebay- Gemeinde vielleicht nicht so gut.
Und aus den Beurteilungen kann man meistens auch nicht viel ersehen.... Ich habe manchmal den Eindruck, jeder schreibt über alle anderen nur das Allerbeste, aus lauter Angst, dass er selbst 'ne schlechte Beurteilung bekommt.....

Jason
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Beitrag von Jason » Di 20.08.02 14:20

Danke @tournois, ich werde mir die Sache mal genauer durchlesen.
Wie soll man übrigens bei einem einfachen Brief nachweisen, dass man ihn in den Briefkasten geworfen hat?! ;-) Wer nimmt schon einen Zeugen zum Briefkasten mit? ;-)

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tournois
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Beitrag von tournois » Di 20.08.02 14:28

Ein wirklich guter Freund kommt auch schon mal mit zum Briefkasten!! 8)
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Luecki
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Beitrag von Luecki » Di 20.08.02 16:13

@Jason

Habe führen lassen! Damit hab ich mich gar nicht auseinandergesetzt! Habe das meinem Anwalt überlassen! Der hat erstmal gut geschmunzelt! Naja! Unterlagen hab ich keine mehr! Aber nach den Paragraphen schau ich nochmal!

@tournois

Wie gut das mein Bruder immer mit zur Post geht! :lol:

Luecki

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tournois
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Beitrag von tournois » Di 20.08.02 21:30

Luecki hat geschrieben:
@tournois
Wie gut das mein Bruder immer mit zur Post geht! :lol:
:wink:
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Helgho
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Beitrag von Helgho » Di 20.08.02 23:06

Klingt alles nicht so richtig positiv...

Mir ist nämlich heute genau das gleiche passiert... nur war ich der Empfänger. Brief schön aufgeschlitzt, Inhalt futsch. Hatte sich von aussen wohl zu sehr nach Münze angefühlt... Bei der Pst wollten sie dann auch noch versuchen, mir von einer Strafanzeige gegen unbekannt abzuraten, das macht sich wohl nicht gut in der Statistik...

Nun kann ich wohl nur noch auf das große Herz des Verkäufers hoffen,, vielleicht kann man sich ja irgendwie einigen.

p.s. es handelt sich wirklich um einen anderenb fall, wie den oben geschilderten :wink:

Galaxy
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Beitrag von Galaxy » Do 22.08.02 19:16

@ Jason

Es hat sich nunmal inzwischen herumgesprochen das mit der Post ´ne Menge Münzen verschickt werden und es sind wohl noch nie so viele Briefe abhanden gekommen wie seit der Einführung des Euro.

Ich überlasse die Versandart grundsätzlich dem Käufer und mache ihm auch von vorneherein klar, dass ich bei Verlust oder Beschädigung keine Haftung übernehme.
Ebenso sollte man darauf hinweisen, dass Münzen im Einschreiben auch NICHT versichert sind. Da muß man schon das Paket nehmen.

Ich würde an Deiner Stelle jetzt in den sauren Apfel beissen und dem Käufer das Geld erstatten. Das ist für Dich die günstigste Lösung!
Liebe Grüße, Galaxy

Jason
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Beitrag von Jason » Do 22.08.02 21:14

Danke, für eure Antworten!
Ich denke ich hätte dem Käufer angeboten, ihm die Münzen noch einmal umsonst zu schicken, wenn er mir das Porto für versicherten Versand überweist. Das scheint mir der vernünftigste Weg und bringt den Käufer vielleicht dazu, dass ihm einfällt, die Sendung DOCH schon bekommen zu haben.
In diesem Fall ist es jedoch gar nicht so weit gekommen. Ich hatte ein paar mal zurückgeschrieben, dass ich das nicht verstehen kann, dass alle meine Sendungen bis jetzt angekommen sind usw. Und ich hatte Glück, der Empfänger schrieb jetzt plötzlich, er hätte das Packet gestern doch noch erhalten (nach 2 Wochen!). Das Interessante dabei ist, dass ich ihm gar kein Packet geschickt habe, sondern einen Brief ;-) Ich denke, meine Vermutung war richtig, dass er's einfach mal probieren wollte. Vielleicht ist deshalb die Idee mit dem "Geld zurück" doch nicht immer die besteLösung. Er hätte das bestimmt noch öfter probiert, wenn er Erfolg gehabt hätte.

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