Die fetten Fingertapper auf meinen neuen 5€-Münzen (heute frisch bekommen
Allheilmittel für Euromünzen?!
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speedy
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Danke soggi, hast mich überzeugt. Mach ich mich auf die Suche nach Aceton. Im Farbfachgeschäft sollts das ja geben...
Die fetten Fingertapper auf meinen neuen 5€-Münzen (heute frisch bekommen
) werd ich damit auch los? Das Münzmetall sollte durch Aceton ja nicht angegriffen werden, also kann ich die Münzen praktisch nicht schädlich lange im Aceton liegen lassen? Tja, hört sich ja dann super an! Münzen werden sauber ohne Gefahr zu laufen, sie zu schädigen. 
Die fetten Fingertapper auf meinen neuen 5€-Münzen (heute frisch bekommen
- soggi
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Wie gesagt du kriegst damit nur organischen Schmutz gelöst! Fingerabdrücke enthalten aber auch ausgeschiedene anorganische Salze, die du damit nicht wegbekommst. Einfach ausprobieren...Fett kriegt man auch gut mit Essigsäureethylester weg...hab aber keine Ahnung wo man sich das holt.
Ich hoffe, das ist jetzt halbwegs verständlich.
Gruß
soggi
Ich hoffe, das ist jetzt halbwegs verständlich.
Gruß
soggi
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[b]Ihr seid so wie sie wollen, daß ihr seid.
Und sie wollen, daß ihr bleibt wie ihr seid alle Zeit![/b]
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- jannys33
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Da würde ich vorsichtig mit alkohol abtupfen.speedy hat geschrieben:.
Die fetten Fingertapper auf meinen neuen 5€-Münzen (heute frisch bekommen) werd ich damit auch los? ........
[size=134][color=blue][b]Gruß Kay[/size][/b][/color]
[b]”Ethvert menneskes liv er et eventyr skrevet af Guds finger!”
H.C. Andersen[/b]
[b][url=http://spreadsheets.google.com/pub?key=pxOm4cjrQbMXhWhhxrokqCg]Dänemarksuchliste[/url][/b]
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Schutzkleider brauch man beim Umgang mit einer kleinen Menge Aceton wirklich nicht zu tragen. Die Damenwelt würde sich wohl bitter beschweren, denn Nagellack-Entferner ist nichts anderes als Aceton.
Als Entfettungsmittel für Münzen erscheint es mir fast schon übertrieben, im Normalfall reicht ein Bad in Wasser mit ein wenig Geschirspülmittel doch schon aus.
In diesem Zusammenhang stellt sich mir die Frage, wie empfindsam der Stahl in den 1-5 Cent Stücken eigentlich ist, und wie man diese Münzen reinigen kann.
Es gibt eine Chemikalie, die durch Komplexbildung Metallverbingungen auflöst, das Metall selbst jedoch nicht angreift, nämlich Natrium-EDTA. Es ist ein weißes Pulver und sehr gut wasserlöslich.
Ich habe mehrere kupfrige Centmünzen mit der Feile am Rand bearbeitet, bis der blanke Stahl zum Vorschein kam. Eine der Münzen wurde mit Benzotriazol behandelt, einem Stoff der sich mit Kupfer zu unsichtbaren Schutzschicht verbindet. Eine sehr gute Möglichkeit um Kupfer und seine Legierungen langanhaltent zu konservieren.
Diese und 2 weitere (unbehandelt) kamen in eine EDTA-Lösung, eine weitere in Zitronensäure aus der kleinen gelben Flasche.
Jetzt nach einer Stunde ist bereits ein sichtbarer Reinigungseffekt aufgetreten. Der Stahl erscheint unverändert, ist also anscheinend bei weitem nicht so korrosionsanfällig wie ich zunächst befürchtet hatte.
Die Münzen dürfen noch einen Tag in den Lösungen liegen, dann sehen wir weiter.
Die Methode von jannys33 mit seinem Cilt Bäng (Eigenschaften siehe Link) hat mich inspiriert.
http://www.stupidedia.org/stupi/Cillit_Bang
Backofenreiniger auf Cent und Euro gesprüht ist auch nicht schlecht. Ein 2 Centstück wurde deutlich aufgehellt, ein 20 Centstück wurde spürbar dunkler, dazu Interferenzfarben, und beim Euro wurde der silberne Innenring richtig schön glänzend sauber.
Viele Grüße
Hermann
Als Entfettungsmittel für Münzen erscheint es mir fast schon übertrieben, im Normalfall reicht ein Bad in Wasser mit ein wenig Geschirspülmittel doch schon aus.
In diesem Zusammenhang stellt sich mir die Frage, wie empfindsam der Stahl in den 1-5 Cent Stücken eigentlich ist, und wie man diese Münzen reinigen kann.
Es gibt eine Chemikalie, die durch Komplexbildung Metallverbingungen auflöst, das Metall selbst jedoch nicht angreift, nämlich Natrium-EDTA. Es ist ein weißes Pulver und sehr gut wasserlöslich.
Ich habe mehrere kupfrige Centmünzen mit der Feile am Rand bearbeitet, bis der blanke Stahl zum Vorschein kam. Eine der Münzen wurde mit Benzotriazol behandelt, einem Stoff der sich mit Kupfer zu unsichtbaren Schutzschicht verbindet. Eine sehr gute Möglichkeit um Kupfer und seine Legierungen langanhaltent zu konservieren.
Diese und 2 weitere (unbehandelt) kamen in eine EDTA-Lösung, eine weitere in Zitronensäure aus der kleinen gelben Flasche.
Jetzt nach einer Stunde ist bereits ein sichtbarer Reinigungseffekt aufgetreten. Der Stahl erscheint unverändert, ist also anscheinend bei weitem nicht so korrosionsanfällig wie ich zunächst befürchtet hatte.
Die Münzen dürfen noch einen Tag in den Lösungen liegen, dann sehen wir weiter.
Die Methode von jannys33 mit seinem Cilt Bäng (Eigenschaften siehe Link) hat mich inspiriert.
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Backofenreiniger auf Cent und Euro gesprüht ist auch nicht schlecht. Ein 2 Centstück wurde deutlich aufgehellt, ein 20 Centstück wurde spürbar dunkler, dazu Interferenzfarben, und beim Euro wurde der silberne Innenring richtig schön glänzend sauber.
Viele Grüße
Hermann
- jannys33
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Der link ist echt lustig, aber halt totaler Blödsinn.
Ich habe hier eine Flasche Cilit Bäng zu stehen (schon mehrer Jahre) und die hat sich noch nicht aufgelöst.
Bei richtiger Anwendung erhält man wesentlich bessere Ergebnisse als mit Aceton.
Ich habe hier eine Flasche Cilit Bäng zu stehen (schon mehrer Jahre) und die hat sich noch nicht aufgelöst.
Bei richtiger Anwendung erhält man wesentlich bessere Ergebnisse als mit Aceton.
[size=134][color=blue][b]Gruß Kay[/size][/b][/color]
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H.C. Andersen[/b]
[b][url=http://spreadsheets.google.com/pub?key=pxOm4cjrQbMXhWhhxrokqCg]Dänemarksuchliste[/url][/b]
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diwidat
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Ohne weiteren Kommentar.
gruß diwidat
Für die Fehler und Schäden bei falscher und unsachgemäßer Münzenreinigung hat jeder Anwender selber die Verantwortung zu tragen.
Der Beitrag ist nur ein Hinweis auf die Möglichkeiten und nicht auf die Fähigkeiten des Anwenders.
Schäden gehen zu Laten der Benutzer.
Wer keine Ahnung hat, sollte die Finger davon lassen.
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- soggi
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Das kann man auch gar nicht miteinander vergleichen...Aceton ist ein organ. Lösungsmittel. Cilit Bang ist eine Reinigungsmischung die unter anderem Phosphorsäure und damit eine mittelstarke Mineralsäure (anorganisch) enthält.jannys33 hat geschrieben:Bei richtiger Anwendung erhält man wesentlich bessere Ergebnisse als mit Aceton.
Eins kann man aber sagen, eine Münze in Aceton gelegt wird nie Materialschäden davontragen.
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[b]Ihr seid so wie sie wollen, daß ihr seid.
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- jannys33
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Das wollte ich auch nicht vergleichen.soggi hat geschrieben:Das kann man auch gar nicht miteinander vergleichen...Aceton ist ein organ. Lösungsmittel. Cilit Bang ist eine Reinigungsmischung die unter anderem Phosphorsäure und damit eine mittelstarke Mineralsäure (anorganisch) enthält.jannys33 hat geschrieben:Bei richtiger Anwendung erhält man wesentlich bessere Ergebnisse als mit Aceton.
soggi hat geschrieben:Eins kann man aber sagen, eine Münze in Aceton gelegt wird nie Materialschäden davontragen.
Aber ob sie sauber wird?
Da hilft nur experimentieren, bloss nicht mit Ofenreiniger das Zeug kriegt nichtmal den Ofen richtig sauber.
[size=134][color=blue][b]Gruß Kay[/size][/b][/color]
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- soggi
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Hast du aber @"...bessere Ergebnisse als mit..." 
Sauber von organischem Material wirds mit Aceton sicherlich. Anorganische Salze usw. bekommst du damit nicht ab. Damit ist man mit Aceton auf der sicheren Seite, weil das Material selbst nicht angegriffen wird also auch die passive Schutzschicht nicht.
Wie auf den Fotos von diwidat zu sehen, wird bei den von euch präferierten Mitteln bis aufs blanke Metall gesäubert. Wobei mir der Sinn allerdings noch etwas verborgen ist, die Münzen laufen ja eh wieder an...Kupfer wird mit der Zeit nunmal schokobraun oder schwarz (Cu2O, CuO u. a. evtl.)...in Verbindung mit verschiedenen Umgebungsparametern entstehen auch diverse andere patinabildende Verbindungen.
Sauber von organischem Material wirds mit Aceton sicherlich. Anorganische Salze usw. bekommst du damit nicht ab. Damit ist man mit Aceton auf der sicheren Seite, weil das Material selbst nicht angegriffen wird also auch die passive Schutzschicht nicht.
Wie auf den Fotos von diwidat zu sehen, wird bei den von euch präferierten Mitteln bis aufs blanke Metall gesäubert. Wobei mir der Sinn allerdings noch etwas verborgen ist, die Münzen laufen ja eh wieder an...Kupfer wird mit der Zeit nunmal schokobraun oder schwarz (Cu2O, CuO u. a. evtl.)...in Verbindung mit verschiedenen Umgebungsparametern entstehen auch diverse andere patinabildende Verbindungen.
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Ok, erwischt.
Der Sinn ist ganz einfach der Umlaufdreck soll runter, so hatte ich die Frage verstanden.
Sonst ist es natürlich schon Frevel eine schöne schokobraune Münze wieder blank zu machen.
Der Sinn ist ganz einfach der Umlaufdreck soll runter, so hatte ich die Frage verstanden.
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- soggi
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Ja...der Sinn ist mir schon klar, wobei für mich da nicht alles runter muß...nur das gröbste Zeug und das kriegt man mit Seife ganz gut hin...wobei es auch hier Verfärbungen, besonders bei Messing und Kupfer geben kann.
Die Frage des Sinns bezog ich auf das Blankmachen der Münzen.
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[b]Ihr seid so wie sie wollen, daß ihr seid.
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das mit dem Ofenreiniger sollte kein Vorschlag zur Münzreinigung sein, sondern: mal etwas unübliches versuchen und schauen was rauskommt. Für die Münzen definitiv ungeeignet.
Bei Greenwater habe ich dunkel in Erinnerung, dass es sich um eine Mischung aus Schwefelsäure und Salpetersäure handelt, Reinigung bis auf das blanke Metall schnell und garantiert.
Bei Kill it Bäng mit Phosphorsäure kann ich mir einen guten Reinigungseffekt genauso vorstellen.
Das einfachste für die Komplettreinigung ist Salzsäure die das reine Kupfer, so wie es hier vorliegt, nicht angreift. Anders als bei Greenwater muss man hier nicht auf die Behandlungsdauer achten.
Problematisch werden solche Säuren wenn die Kupferschicht verletzt ist und der Stahl zum Vorschein kommt. Normalerweise überzieht sich der blanke Stahl mit einer schütznden Schicht aus Rost. Gerade Greenwater, als Reinigungsmittel auch für Eisen empfohlen, dürfte diese Schutzschicht sehr schnell auflösen und dann beginnt der Angriff auf das darunterliegende Metall. Gerne bilden sich dabei feinste Hohlräume mit Kapillarwirkung. Die darin enthaltene Flüssigkeit läßt sich mit einfachen Mitteln nicht ausspülen, sondern kriecht Stunden ode gar Tage nach der Trocknung nach oben und hinterläßt Flecken. Nicht selten sind die Verfärbungen um solche Stellen dauerhaft.
Für Münzen mit intakter Oberfläche, reichlich Stempelglanz, kaum angelaufen kann die Behandlung mit einer Säure herrliche Ergebnisse produzieren, so wie bei der Greenwater-Werbung zu sehen.
Ist die Oberfläche durch den Umlauf mattgeworden, vermag kein Wässerchen den Glanz neu herbeizuzaubern, herauskommen matte Münzen in hässlichem schweinchenrosa, ein Gräuel für jeden Sammler.
Ist eine Münze so stark und dunkel patiniert, dass die Erkennbarkeit gelitten hat, kann man mit Natronpulver eine Teilreinigung durchfühern. Die Münze auf die Handfläche legen, einen Berg Kaiser-Natron daraufgeben, anfeuchten bis ein Brei entsteht und dann mit einer Fingerkuppe der anderen Hand die Münze mit dem Brei abreiben. Bei Kupfer löst sich die Patina spürbar langsamer als bei Silber, weshalb der Reinigungsfortschritt gut steuerbar ist. Anschließend ganz kurz in Zitronensäure neutralisieren (rein-raus) und gut wässern und trocknen.
Das Endergebniss ist Geschmackssache.
Viele Grüße
Hermann
Bei Greenwater habe ich dunkel in Erinnerung, dass es sich um eine Mischung aus Schwefelsäure und Salpetersäure handelt, Reinigung bis auf das blanke Metall schnell und garantiert.
Bei Kill it Bäng mit Phosphorsäure kann ich mir einen guten Reinigungseffekt genauso vorstellen.
Das einfachste für die Komplettreinigung ist Salzsäure die das reine Kupfer, so wie es hier vorliegt, nicht angreift. Anders als bei Greenwater muss man hier nicht auf die Behandlungsdauer achten.
Problematisch werden solche Säuren wenn die Kupferschicht verletzt ist und der Stahl zum Vorschein kommt. Normalerweise überzieht sich der blanke Stahl mit einer schütznden Schicht aus Rost. Gerade Greenwater, als Reinigungsmittel auch für Eisen empfohlen, dürfte diese Schutzschicht sehr schnell auflösen und dann beginnt der Angriff auf das darunterliegende Metall. Gerne bilden sich dabei feinste Hohlräume mit Kapillarwirkung. Die darin enthaltene Flüssigkeit läßt sich mit einfachen Mitteln nicht ausspülen, sondern kriecht Stunden ode gar Tage nach der Trocknung nach oben und hinterläßt Flecken. Nicht selten sind die Verfärbungen um solche Stellen dauerhaft.
Für Münzen mit intakter Oberfläche, reichlich Stempelglanz, kaum angelaufen kann die Behandlung mit einer Säure herrliche Ergebnisse produzieren, so wie bei der Greenwater-Werbung zu sehen.
Ist die Oberfläche durch den Umlauf mattgeworden, vermag kein Wässerchen den Glanz neu herbeizuzaubern, herauskommen matte Münzen in hässlichem schweinchenrosa, ein Gräuel für jeden Sammler.
Ist eine Münze so stark und dunkel patiniert, dass die Erkennbarkeit gelitten hat, kann man mit Natronpulver eine Teilreinigung durchfühern. Die Münze auf die Handfläche legen, einen Berg Kaiser-Natron daraufgeben, anfeuchten bis ein Brei entsteht und dann mit einer Fingerkuppe der anderen Hand die Münze mit dem Brei abreiben. Bei Kupfer löst sich die Patina spürbar langsamer als bei Silber, weshalb der Reinigungsfortschritt gut steuerbar ist. Anschließend ganz kurz in Zitronensäure neutralisieren (rein-raus) und gut wässern und trocknen.
Das Endergebniss ist Geschmackssache.
Viele Grüße
Hermann
- cepasaccus
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Jap...Rost (also vorwiegend Fe2O3) ist porös und löst sich vom Ausgangsmaterial (Eisen) recht flott. Es bildet keine schützende Passivschicht wie Oxide anderer Metalle (Aluminium z.B.).
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