Aufbewahrung von Schüsselchen

Münzen des alten Byzanz

Moderator: Wurzel

Truben
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Aufbewahrung von Schüsselchen

Beitrag von Truben » Di 12.07.05 14:38

Hallo,
keine Sorge, nein, nach den Protesten stelle ich erstmal keine neuen Schüsseln hier mehr rein. Aber vielleicht hat jemand einen Vorschlag, wie man diese hübschen Teile am besten aufbewahrt. Ich habe sie derzeit in großen Schubkästen, aber da ragen sie mit dem Rand oder der Mitte immer zu sehr hoch und schleifen am Deckel entlang. Eigentlich hätte ich gerne so etwas wie Kapseln, damit sie beim Anfassen nicht so viel Säure abbekommen. Aber so hohe Kapseln aus Acryl o.ä. habe ich noch nicht gesehen. Wie macht Ihr das? Würde mich über ein paar Tipps sehr freuen.
Gruß
Truben

Task_Force
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Re: Aufbewahrung von Schüsselchen

Beitrag von Task_Force » Di 12.07.05 15:09

Truben hat geschrieben: nein, nach den Protesten stelle ich erstmal keine neuen Schüsseln hier mehr rein.
@ Truben:
Hoffe, Du meinst nicht meinen Spruch vom "erhöhten Schüsselaufkommen". Mir - und sicher auch allen anderen - sind alle Schüsselpostings recht - allein schon zu Fortbildungszwecken.
Hauptsache, S.E. Petzi kommt noch mit dem Bestimmen nach (das soll nicht Seine Eminenz heißen, sondern Schüssel-Entschlüssler).
Gruß
Task_Force

Anastasius
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Beitrag von Anastasius » Di 12.07.05 15:09

@ Truben

um Gottes Willen, lass´ Dich bitte nicht von unserem "privaten Geplänkel"
abhalten, weitere Schüsseln einzustellen.
Das Geplänkel zwischen Anastasius, Task_Force und "Schüssel-Petzi"
läuft hier wirklich nach dem Motto " was sich liebt das neckt sich "

Was Du bisher hier präsentiert hast, waren ja alles wunderschöne Stücke !
Mach bitte weiter !

Wegen der Aufbewahrung:
bisher habe ich alle meine Schüsseln in den normalen BEBA- Kästen gut untergebracht,
auch die Tablare / Kästen der anderen Hersteller sollten in der Höhe ausreichen.

Gruss
Anastasius

Anastasius
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Re: Aufbewahrung von Schüsselchen

Beitrag von Anastasius » Di 12.07.05 15:12

Task_Force hat geschrieben:S.E. Petzi (das soll nicht Seine Eminenz heißen, sondern Schüssel-Entschlüssler).
:angel: :angel: Anastasius :angel: :angel:

Gast

Beitrag von Gast » Di 12.07.05 15:53

Meine Schüsseln stecken sowohl in Beba als auch in Leuchtturm Schubern, wobei Leuchtturm etwas tiefere Kästchen hat, und ich diese für die Sammlung nutze.

Trotzdem funktioniert Beba auch. Ich nutze Beba für unbestimmte Stücke (meist die kleineren, Lateiner, und spätere). Ich habe nur 5 oder 6 Exemplare, deren Schrötling so abartig geformt ist, daß ich sie separat in einer Zigarrenkiste lagern muß.

Immer her mit den Schüsselbildern - solange Petzi noch entschlüsseln kann, wird er es auch tun.

Gruß - petzi

Truben
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Beitrag von Truben » Di 12.07.05 21:54

Danke für Eure Hinweise zur Aufbewahrung. Kennt jemand solche durchsichtigen Kapseln mit einer Höhe, in die Schüsseln passen würden?

Weil mich alle ermunterten, doch noch was zu zeigen eröffne ich mal einen neuen Thread mit FLACHEN Schüsseln. Gewissermaßen als Kompromiss :) .

Herzl. Gruß

Truben

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nikephoros1
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Beitrag von nikephoros1 » Mi 13.07.05 16:43

@ Truben
zum thema angreifen der münzen. bei kupfer und gold ist es kein problem ,ausser es hat einer so richtig feuchte PATSCHHANDERLN(HÄNDE)
bei silbermünzen werden ,wenn nötig, zwirnhandschuhe verwendet.
ich hoffe es hilft liebe grüsse nikephoros1
liebe Grüsse

nikephorosI
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Scheleck
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Beitrag von Scheleck » Fr 15.07.05 18:02

Hallo Truben,
wie schon Anastasius und Petzi gesagt haben sind die Münzkästen von BEBA
(Egon Beckenbauer) oder von Leuchtturm, aber auch von SAFE geeignet auch Schüsselmünzen aufzunehmen. Bei BEBA gibt es auch die Möglichkeit von
Doppelschubern, sie haben die doppelte Höhe allerdings ohne Einteilungen, diese müsste man selbst fertigen, bzw. gibt es auch Schuber ohne Einteilung.
Diese kann man mit kleinen Münzschachteln verschiedener Größe belegen und so eine ganz individuelle Sammlung z. B. eines bestimmten Herrschers
mit den unterschiedlich großen Münznominalen auf einem Tablett unterbringen.
Gruß Scheleck
Das Auge schläft, bis es der Geist mit einer Frage weckt.

Gast

Beitrag von Gast » Fr 15.07.05 18:33

Kleiner Tip am Rande:

Schüsseln immer mit der konkaven Seite nach unten und der konvexen nach oben - das entspricht ja auch dem normalen Aufbewahrungsschema "Avers nach oben".

Ansonsten könnte es etwas Probleme beim Bewegen der Schuber geben.

Zugegeben, bei Schüsseln ist das Avers fast immer die weniger ansehnliche Seite (prägebedingt), aber zum Betrachten nimmt man die Dinger eh aus dem Fach.

Gruß - petzi

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leodux
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Beitrag von leodux » Fr 15.07.05 22:13

@petzi:
Bei dieser Gelegenheit möchte ich Dir gleich mal eine Frage stellen, die mich schon länger beschäftigt:
Warum ist die konvexe Seite (meist Maria oder Jesus) die Vorderseite und die konkave Seite (meist die mit dem Kaiser) die Rückseite. Bei anderen Münzen ist es doch so üblich, daß man die Seite mit dem Herrscher (oder dessen Monogramm, Titel, usw.) als Vorderseite betrachtet.
Bei den Schüsseln scheint es genau entgegengesetzt zu sein.
Gibt es dafür einen Grund :?::?::?:

P.S.: Hast Du eigentlich meine Email als Antwort auf Deine PN erhalten?

Herzliche Grüße

leodux

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Scheleck
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Beitrag von Scheleck » Sa 16.07.05 01:04

Hallo leodux,
ich denke, dass die Aversseite (konvexe Seite) mit der Darstellung von Jesus Christus bzw. die Mutter Gottes (Maria ) über den weltlichen Herrschern gestellt ist und daher auf der Vorderseite (Avers) der Münze dargestellt wird. Der weltliche Herrscher (Kaiser, König etc.) wird auf den Münzen als Jesus oder Maria untergeordnet auf der Reversseite dargestellt. Diese Darstellung findet man im späteren Mittelalter auch auf Taler und Talerteilstücken. Der Kaiser wird auf der Vorderseite und der untergeordnete Graf, Fürst etc. wird auf der Rückseite dargestellt, bei Reichsmünzen ist der Adler bzw. Wertseite immer auf der Reverseite abgebildet während der darüberstehende Regent (Kaiser, König etc. auf der AVersseite dargestellt ist. Dies ist auch schon an den Umschriften erkennbar.
Herzliche Grüße Scheleck
Das Auge schläft, bis es der Geist mit einer Frage weckt.

Gast

Beitrag von Gast » Sa 16.07.05 11:35

Hallo Ihr Lieben,

der Grund ist ein ganz anderer.

Seit Jahrhunderten ist die beim Prägevorgang obenliegende Seite des Schrötlings die "Vorderseite".

Das ist normalerweise immer die mit der Darstellung der Hoheitssymbolik (Herrscher, Wappen, Thema). Die Wertseite wurde immer schon auf der "Unterseite" geprägt - es gibt bei ganz modernen Münzen Ausnahmen - aber wir bewegen uns ja im frühen Mittelalter.

Wir diskutieren hier über stillschweigend unter Numismatikern übliche Konventionen. Scheleck hat recht, wenn er sagt, daß der Kaiser bewußt die Rückseite für sein Portrait wählte. Bewies er doch damit in einem (schein)heiligen Reich der Aussenwelt seine Unterwerfung unter die Hoheit Gottes.

Dieses Phänomen findet man seit den "anonymen" Prägungen nach dem Ende des Bildersturms (Ikonoklasmus).

Ich denke, wir befinden uns hier (bzgl. der Spätbyzantiner) in einer akademischen Grauzone

Schönes Weekend - petzi

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leodux
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Beitrag von leodux » Sa 16.07.05 20:43

Hallo Scheleck und petzlaff,

vielen Dank für Eure Antworten zur Frage der Vorder- und Rückseite.
Ich habe mir schon so etwas gedacht, daß der Kaiser damit symbolisieren wollte, daß er sozusagen das Reich im Auftrag der Heiligen (und damit Gottes) verwaltet.
So ähnlich hat's der Westkaiser zu der Zeit ja auch gesehen.

Vielleicht wußten die Kaiser aber auch, daß die Vorderseiten der Schüsseln selten richtig gut zu erkennen sind und die dort dargestellten Figuren manchmal zu einer Karrikatur verkommen. Dann war es ihnen möglicherweise wichtiger, würdevoll auf der Rückseite abgebildet zu sein, als verunstaltet auf der Vorderseite den Spott der Bevölkerung zu provozieren. :wink:

Herzliche Grüße

leodux

Gast

Beitrag von Gast » So 17.07.05 11:13

leodux hat geschrieben:Vielleicht wußten die Kaiser aber auch, daß die Vorderseiten der Schüsseln selten richtig gut zu erkennen sind und die dort dargestellten Figuren manchmal zu einer Karrikatur verkommen. Dann war es ihnen möglicherweise wichtiger, würdevoll auf der Rückseite abgebildet zu sein, als verunstaltet auf der Vorderseite den Spott der Bevölkerung zu provozieren. :wink:
leodux
interessanter, bisher nicht öffentlich diskutierter Gedanke :idea:

Obwohl: die Ostkirche war zu jener Zeit ja viel, viel orthodoxer (so bezeichnet man sie ja heute noch) als ihr päpstliches Pendant in Rom.

Ich persönlich enthalte mich meiner Stímme - Diskussion freigegeben 8O

petzi

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