AE-As mit Schreibfehler

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

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chris09
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AE-As mit Schreibfehler

Beitrag von chris09 » Mo 07.10.02 18:52

suche bis jetzt vergeblich Informationen zu einem AE-As:

AV: C PLOTIVS III VIR AAA FF um SC herumlaufend

RV: im Eichenkranz AVGVSTVS TRBVNIC POTEST

Wer kann mir bei der Identifizierung helfen? Das sie unter Augustus geprägt sein sollte ist bekannt!!! Mir geben nur die unbekannte Legende des AV und der rechtschreibfehler bei TRBVNIC zu denken. Die Münze ist gering erhalten, mit Patina. Moderne Fälschung schließe ich aus

Foto, leider mittlere Qualität:

http://hot-server.de/chris09/

Mit bloßem Auge ist oben beschriebene Legende fast vollständig zu erkennen!
Zuletzt geändert von chris09 am Mo 07.10.02 20:56, insgesamt 1-mal geändert.

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Obelix
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Beitrag von Obelix » Mo 07.10.02 19:28

Herzlich willkommen Chris09.
Vielleicht kannst Du uns einen scann zur Verfügung stellen.
Das hilft meißt schon.
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chris09
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Foto hinzugefügt

Beitrag von chris09 » Mo 07.10.02 20:57

Habe soeben meine erste Nachricht aktualisiert und ein Foto hinzugefügt

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mumde
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Beitrag von mumde » Di 08.10.02 20:43

Hallo chris, ich bin zwar kein Antiken-Mensch, mehr Mittelalter und frühe Neuzeit, aber da ich Zugang zur einschlägigen Literatur habe, habe ich heute mal in den Cohen, RIC, BMC und den Katalog der Bibliothèque Nationale in Paris gesehen. Das Ergebnis ist folgendes: Ich habe kein gleiches Stück gefunden. Es gibt den Münzmeister C. Plotius Rufus, dessen Dupondien und Asse alle den Kopf des Augustus auf der Vorderseite haben und seinen kompletten Namen tragen, also mit RVFVS. Beim British Museum Catalogue und bei der Bibliothèque Nationale sind aber jeweils ein paar Stücke unter der Überschrift "Imitations" angehängt, die ausgelassene Buchstaben, verkehrt herum geschriebene Buchstaben usw. zeigen, und ich habe mir sagen lassen, daß dies Beischläge gallischer oder germanischer Stämme sein sollen, die solche Stücke herstellten, wenn der Nachschub römischer Münzen in die entlegeneren Gegenden nicht ausreichend funktionierte. Man brauchte Geld und hatte keines, also hat man es sich nach den bekannten Vorbildern selber gemacht. In Paris liegt ein Stück, das Deinem vergleichbar ist; es ist miserabel erhalten, aber man kann lesen ...TRI....POTEST im Eichenkranz, also ohne Bild des Augustus, und auf der Rückseite ...PLOTIVS...III VIR... um SC. Das Stück dort wiegt nur 4,4 g und wird als Imitation eines Dupondius bezeichnet.
Gruß mumde

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