Jede Menge dumme Fragen :) (2 Pfund 1994, 25 Pound 1992)

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Trokarr
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Jede Menge dumme Fragen :) (2 Pfund 1994, 25 Pound 1992)

Beitrag von Trokarr » So 16.02.03 23:23

Hallöle, jetzt nutze ich Euer gesammeltes Fachwissen mal schamlos aus ;)
Ich vesuche mal so grob rauszufinden wieviel meine Münzsammlung wert ist und deshalb kriegt Ihr einen Dackelblick von mir und ich sage gleich mal: Danke für Eure Hilfe :)

Teil 2 ;)

Und hier die Münzen:

2 Pfund 1694 -1994 Bank of England vorne drauf ist Madame Elizabeth ;)

Goldmünze 25 Pounds 1992 1/4 Ounce vorne Liz, hinten steht Britannia rum

Münze wohl aus Österreich, vorne drauf füllige Dame, Schriftzug: Reg Imp Hu Bo Reg - M Theresia D G, hinten drauf BUrg Co Tyr 1780 X - Archid Aust Dux und ein Wappen, Adler mit 2 Köpfen, darüber Krone, vorne noch ein kleineres Wappen

Nochmal Österreich, kleine Goldmünze (denk ich), vorne druaf ein Glatzkopf, Inschrift Franc Jos i d Gimp Austr Rex Boh Gal Ill etc et ap Rex Hung, hinten drauf 10 corone, 1912 und das Ösi Wappen

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corrado26
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Beitrag von corrado26 » Di 18.02.03 09:34

also wenn ich das richtig sehe, ist die Viertel Unze in Gold ein Sovereign und nur den Goldpreis wert, also den 4. Teil einer Unze, die momentan bei ca. 340.-€ liegt.
Die Münze mit der fülligen Dame trägt die Jahreszahl 1780 und dürfte eine Silber-Nachprägung des Maria-Theresien-Talers aus diesem Jahr sein, Wert ca. 8-10.-€

das österreichische 10-Kronen-Stück von 1912 mit dem Konterfei von Kaiser Franz Joseph kann ich leider nicht bewerten, dazu fehlen mir die Unterlagen, ebenso das 2-Pfund-Stück der Bank of England, aber ich bin sicher, daß es hier genügend Fachleute gibt, die Dir auch in diesem Punkt helfen können. :)
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Beitrag von Wuppi » Di 18.02.03 09:59

HI

zur "2 Pound"-Münze: Es gibt vier 2 Pound-Münzen von 1994

1. Ist aus aus Nickel-Messing - 10DM
2. Zwei Silberstücke: eine mit 15,98g (mehr als eine halbe Unze) und eine mit 31,96g (also auch mehr als eine halbe Unze!) - erstere ist in PP ~80DM und zweitere ~160DM Wert.
3. Eine Goldmünze, diese hat aber auch 15,98g - Wert hier ~900DM (in PP) - hier gibbet noch ne Variante ohne Wertangabe - Wert hier -,- :)

Auf zur 25 Pound: Goldanlegermünze

Auch hier gibbet mehrere Varianten ;)
a) Signatur (Rückseite): P. Nathan
b) Signatur : Nathan

Der 98er Schön listet die Britannia bis 1997 - aber seit 1990 ohne Wert - wahrscheinlich nur noch der Tagesgoldkurs plus aufschlag.

Zu den Österreichern:
Das erste wird nen Maria Theresien Taler sein - wird extrem oft nachgeprägt (gerade so für Trachteninteressierte *G* - wird da in die kleidung verarbeitet) .. will dir net unterstellen das du die Nachprägung hast, aber die wahrscheinlichkeit ist mehr als groß ...

Die 10 Kronenmünze ...
1912 ist wieder eine nachprägung ...

Bis denne
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Beitrag von alex11 » Di 18.02.03 10:04

> also wenn ich das richtig sehe, ist die Viertel Unze in Gold ein Sovereign
> und nur den Goldpreis wert, also den 4. Teil einer Unze, die momentan
> bei ca. 340.-€ liegt.

Eine ganze Unze Gold (31,xx Gramm) kostet ca. 340 E nicht eine Viertel Unze Gold, oder ? 8O

Alexander

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Beitrag von Trokarr » Di 18.02.03 11:18

Danke für Eure Hilfe :)
Ja ich geh auch davon aus dass der Maria Theresientaler ne Nachprägung ist, bei der Franz Joseph Münze bin ich allerdings nicht so sicher, die ist ein Erbstück von meinem Opa und hat schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel.

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Beitrag von chaoschemiker » Di 18.02.03 12:23

Eine Korrektur: Keine der beschriebenen Münzen ist ein Sovereign

1. 2 Pound = Hundsgewöhnliche Umlaufmünze aus Messing und entsprechend auch nicht viel mehr wert (unzirkuliert ca. 8 EUR, zirkuliert ca. 3 EUR)

2. Ist eine "Britannia", kein "Sovereign". Wert = Goldwert

Sovereign mit Abbildung ist auf meiner Homepage. Bei der Britannia bin ich mir nicht so sicher.
Meine Seite über Britische Münzen soll bis 2027 fertig sein. (Nützliche ?) Informationen enthält sie jedoch schon heute.

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Beitrag von Wuppi » Di 18.02.03 12:23

Naja nachgeprägt werden die auch net erst seit gestern ;)

Es gibt noch nen 10 Corona Stück - müsste ähnlich aussehen, aber aus Ungarn (Östererreich-Ungarn) ... leider hab ich hier nur pauschal stehen das es ne Münze von da gibt, aber kein Bild und keine beschreibung ... Wert von 1912 60€ (laut Münzenrevue aktuelle ausgabe)

Bis denne
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Beitrag von Trokarr » Di 18.02.03 15:28

Und danke nochmal, ja ist eine Britannia, sieht der Münze auf Deiner SEite für einen Laien ziemlich ähnlich :)

Mit der anderen ahst Du wohl auch recht, danke für Deine Hilfe! :)

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Beitrag von corrado26 » Di 18.02.03 15:42

alex11 hat geschrieben:> also wenn ich das richtig sehe, ist die Viertel Unze in Gold ein Sovereign
> und nur den Goldpreis wert, also den 4. Teil einer Unze, die momentan
> bei ca. 340.-€ liegt.

Eine ganze Unze Gold (31,xx Gramm) kostet ca. 340 E nicht eine Viertel Unze Gold, oder ? 8O

Alexander
Lesen ist halt doch eine Kunst: "der 4. Teil einer Unze, die momentan bei ca. 340.-€ liegt" , worauf bezieht sich nun das "die" in diesem Relativsatz? Auf "d e n" 4. Teil, oder auf "d i e" Unze? Bin gespannt auf die Antwort!!!!
Gruß
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Beitrag von alex11 » Di 18.02.03 22:15

> also wenn ich das richtig sehe, ist die Viertel Unze in Gold ein Sovereign
> und nur den Goldpreis wert, also den 4. Teil einer Unze, die momentan
> bei ca. 340.-€ liegt.

Und korrekte Rechtschreibung ist auch nicht leicht...

statt

also den 4. Teil einer Unze, die momentan bei ca. 340.-€ liegt.

gehört richtig

also den 4. Teil einer Unze, welche momentan bei ca. 340.-€ liegt.

Ein Nebensatz kann nicht mit die eingeleitet werden, sorry.

Also bevor man sich über die Lesefähigkeit anderer mokiert, sollte man sich vielleicht zuerst über die eigene Rechtschreibung Gedanken machen... :roll:

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Beitrag von tournois » Mi 19.02.03 02:10

alex11 hat geschrieben: Und korrekte Rechtschreibung ist auch nicht leicht...
statt
also den 4. Teil einer Unze, die momentan bei ca. 340.-€ liegt.
gehört richtig
also den 4. Teil einer Unze, welche momentan bei ca. 340.-€ liegt.
Ein Nebensatz kann nicht mit die eingeleitet werden, sorry.

Also bevor man sich über die Lesefähigkeit anderer mokiert, sollte man sich vielleicht zuerst über die eigene Rechtschreibung Gedanken machen... :roll:


Da sich schon seit vielen, vielen Jahren umgangssprachliche Veränderungen einbürgern und sich auch in der Rechtschreibung niederschlagen, würde ich mal sagen muß man das hier nicht so eng sehen! Es ist doch eindeutig zu verstehen, denn wer lesen kann und das gelesene auch richtig interpretieren kann ist klar im Vorteil!

Natürlich bezieht sich das die auf die Unze und nicht den 4. Teil!
Sonst hätte er ja geschrieben
"also den 4. Teil einer Unze, der momentan bei ca. 340.-€ liegt."
und nicht
"also den 4. Teil einer Unze, die momentan bei ca. 340.-€ liegt."
Ich hoffe Ihr "hört" den Unterschied jetzt! :idea:

Ich weiß!! Richtig hieße es
"also den 4. Teil einer Unze, welche momentan bei ca. 340.-€ liegt."
und wenn er den 4. Teil gemeint hätte
"also den 4. Teil einer Unze, welcher momentan bei ca. 340.-€ liegt."
:wink:


P.S.: @alex11: Erbsenzähler! :mrgreen:
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Beitrag von alex11 » Mi 19.02.03 08:11

> Da sich schon seit vielen, vielen Jahren umgangssprachliche
> Veränderungen einbürgern und sich auch in der Rechtschreibung
> niederschlagen, würde ich mal sagen muß man das hier nicht so eng
> sehen!

Ja, ja natürlich, auf so ein Statement habe ich ja nur gewartet.

Falsch bleibt falsch, so einfach ist das.

Zitiere mir eine ernstzunehmende Quelle (Buch, Qualitätszeitung, Deutschrechtschreibbuch, etc.), wo so eine "neue" Grammatik in Verwendung steht, dann gebe ich zu, dass ich falsch liege. Wird aber wohl schwer werden... :lol:

Dass ich einen grammatikalisch falschen Satz nicht richtig interpretiert habe, damit kann ich leben.

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Beitrag von corrado26 » Mi 19.02.03 20:55

...und daß ich ein "welche" durch ein "die " ersetze, damit kann ich nach drei Büchern und hunderten von Fachartikeln aus meiner feder ebenfalls leicht leben..... :P
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Beitrag von alex11 » Mi 19.02.03 22:13

@corrado26

Was hast Du denn für Bücher geschrieben (bin ehrlich interessiert) ?

Zurück zum Thema:

> Ja ich geh auch davon aus dass der Maria Theresientaler ne
> Nachprägung ist, bei der Franz Joseph Münze bin ich allerdings nicht so
> sicher, die ist ein Erbstück von meinem Opa und hat schon einige
> Jahrzehnte auf dem Buckel.

Von dieser Münze / Jahrgang (10 Kronen / 1912 / Kaiser Franz Josef I.) gibt es nur Nachprägungen (sozusagen reserviert dafür), daher ist es leider ziemlich egal, ob sie 5, 10 oder 50 Jahre alt ist.

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Beitrag von tournois » Mi 19.02.03 22:44

corrado26 hat geschrieben:...und daß ich ein "welche" durch ein "die " ersetze, damit kann ich nach drei Büchern und hunderten von Fachartikeln aus meiner feder ebenfalls leicht leben..... :P
Gibt ja auch Lektoren! :mrgreen:
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