Habe vor Kurzem erstmalig bei Gorny & Mosch über Internet auf einer Auktion mitgeboten. Es gab grundsätzlich Vorgebote und dann lief nun die Live-Auktion. Das nächst höhere mögliche Gebot wurde auf dem Knopf angezeigt und so gab ich das ab. Daraufhin wurde mir dieser Betrag als gegenwärtiges Höchstgebot angezeigt. Keinr gab ein höheres Gebot ab und es erfolgte zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten... der Zuschlag.
Ich bekam aber keine Bestätigung über den Zuschlag und auch keine Rechnung. Irgendwann rief ich dort an und fragte, ob ich die Rechnung für das genauer bezeichnete ersteigerte Los erhalten könne.
Daraufhin wurde mir mitgeteilt, daß ich nicht das Los ersteigert habe, sondern jemand anderes. Der Sachverhaltes konnte aufgeklärt werden, wie folgt:
Jemand hatte ein Vorgebot i. H. v. jedenfalls des genannten Höchstgebotes abgegeben und bei gleicher Höhe habe dieses Vorrang. (Die Regel verstehe ich.) Dieses Gebot wurde aber noch nicht in dieser Höhe "aktiviert", weil nicht nötig. Ich gab das nächst höhere erforderliche Gebot ab und daraufhin (und deswegen) wurde nun dieser Betrag als Höchstgebot gezeigt, allerdings war es sein Gebot und nicht meines, welches damit gemeint war.
Ich kenne von Ebay, daß in dem Falle, daß irgend ein abgegebenes Gebot nicht ausreicht, sofort auf dem Bildschirm groß kommt "Sie wurden überboten!" mit der Möglichkeit, ein höheres Gebot abzugeben.
Bei G&M gab es sehr wahrscheinlich - ich habe darauf nicht geachtet - auch die Möglichkeit, ein höheres Gebot abzugeben. Aber das geht bei Ebay immer und bedeutet für sich genommen ja noch nichts. Vorliegend sah ich keine Veranlassung, ein höheres Gebot abzugeben, auch, wenn ich es vermutlich gekonnt hätte. Denn warum sollte ich das tun, wenn mein Gebot schon das Höchstgebot sei?
Entscheidend für mein weiteres Nichtverhalten war, daß bei G&M nicht die Mitteilung kam, daß ich überboten sei, und als Höchstgebot ausgewiesen war, was ich geboten und das Auktionsprogramm klaglos entgegengenommen und berücksichtigt hatte.
Hat jemand hier eine ähnliche Erfahrung gemacht?
Wenn ich das System von G&M kenne, kann ich wohl aus der ausgebliebenen ausdrücklichen Mitteilung, der Höchstbietende zu sein, oder dem Knopf mit einer verbleibenden Bietmöglichkeit schließen, daß ich nicht der Höchstbietende bin. Aber wenn ich in neuer Bieter bin oder ein alter, der diese Erfahrung noch nicht gemacht hat, ist die Sache doch sehr mißverständlich.
Gorny & Mosch: nur scheinbares Höchstgebot, Zuschlag verfehlt?
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Re: Gorny & Mosch: nur scheinbares Höchstgebot, Zuschlag verfehlt?
Hallo Suardone,
bei vielen Live-Auktionen kenne ich es so das beim Auslauf des Lots der aktuelle Gebotszettel für das betreffende Los
mit Bieternummer und der zugehörigen Höhe des jeweilgen Gebots angezeigt wird.
Aus meiner Bieternummer und dem aktuellen Höchstgebot ist, sofern es keine extra Meldung "Sie sind Höchstbieter" gibt,
dann für mich ersichtlich ob ich der Höchstbieter bin oder nicht.
Da ich einige Zeit nicht bei Gorny teilgenommen habe weis ich nicht mehr ob G&M dies aktuell noch so umsetzt.
"eBay" ist nur bedingt vergleichbar weil "eBay-Auktionen" keine echten Versteigerungen sind.
Mit freundlichen Grüßen
bei vielen Live-Auktionen kenne ich es so das beim Auslauf des Lots der aktuelle Gebotszettel für das betreffende Los
mit Bieternummer und der zugehörigen Höhe des jeweilgen Gebots angezeigt wird.
Aus meiner Bieternummer und dem aktuellen Höchstgebot ist, sofern es keine extra Meldung "Sie sind Höchstbieter" gibt,
dann für mich ersichtlich ob ich der Höchstbieter bin oder nicht.
Da ich einige Zeit nicht bei Gorny teilgenommen habe weis ich nicht mehr ob G&M dies aktuell noch so umsetzt.
"eBay" ist nur bedingt vergleichbar weil "eBay-Auktionen" keine echten Versteigerungen sind.
Mit freundlichen Grüßen
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Suardone
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Re: Gorny & Mosch: nur scheinbares Höchstgebot, Zuschlag verfehlt?
Danke. Ich meine, daß die Auktionen bei G&M ausgelagert sind zu AUEX bzw. Letztere die Auktion technisch durchführen. So ist es übrigens auch bei Künker. Obwohl ich bei Künker über AUEX schon Etliches ersteigert habe, hatte ich vermutlich noch nie diese Konstellation. Ja, die Bieternummer wird da wohl angezeigt, wobei die eigene Identifikation mit einer Bieternummer 10672 (sinngemäß) nicht allzu stark ist...
Ich bezweifele nicht, daß die Benutzeroberfläche irgendwo alle erfoderliche Information enthält. Aber letztlich geht es darum, was man in den lediglich Sekunden nach Abgabe eines Gebotes erkennt.
Man war ernsthaft besorgt über diesen Sachverhalt bei G&M, nachdem ich sagte, daß ich nicht ganz unverständig sei und gerne mehr geboten hätte, wenn ich erkannt hätte, daß ich nicht der Höchstbietende war.
Ich bezweifele nicht, daß die Benutzeroberfläche irgendwo alle erfoderliche Information enthält. Aber letztlich geht es darum, was man in den lediglich Sekunden nach Abgabe eines Gebotes erkennt.
Man war ernsthaft besorgt über diesen Sachverhalt bei G&M, nachdem ich sagte, daß ich nicht ganz unverständig sei und gerne mehr geboten hätte, wenn ich erkannt hätte, daß ich nicht der Höchstbietende war.
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guardsman
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Re: Gorny & Mosch: nur scheinbares Höchstgebot, Zuschlag verfehlt?
Tatsächlich ist mir das vor 2-3 Jahren auch bei einer Live-Auktion passiert. Die damalige Begründung lautete ähnlich und ich war doch sehr verwundert. Das Auktionshaus weiß ich leider nicht mehr und grundsätzlich ist mir das bei mehrjähriger Online-Bieter-Erfahrung auch bis jetzt nur einmal vorgekommen.Suardone hat geschrieben: ↑Sa 02.05.26 23:51Der Sachverhaltes konnte aufgeklärt werden, wie folgt:
Jemand hatte ein Vorgebot i. H. v. jedenfalls des genannten Höchstgebotes abgegeben und bei gleicher Höhe habe dieses Vorrang. (Die Regel verstehe ich.) Dieses Gebot wurde aber noch nicht in dieser Höhe "aktiviert", weil nicht nötig. Ich gab das nächst höhere erfoderliche Gebot ab und daraufhin (und deswegen) wurde nun dieser Betrag als Höchstgebot gezeigt, allerdings war es sein Gebot und nicht meines, welches damit gemeint war.
Mein Verdacht: Ein Stammkunde des Auktionshauses, offenbar mit größerer Geldbörse, merkt, dass er die Münze nicht ersteigert hat und meldet sich später dort im Sinne von "will die Münze haben". Das Auktionshaus denkt sich schnell und diskret eine "Begründung" aus und naja, den Rest kennen wir.
Du weißt nicht, welchen Wert das Geld hat und wozu es dient? Brot soll man dafür kaufen und Gemüse und einen Schoppen Wein. Horaz (65 - 8 v. Chr.), eigentlich Quintus Horatius Flaccus, römischer Satiriker und Dichter
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