HILFE: MÜnzen im Emsland 18. und 19. Jhd.

Wie zahlten unsere Vorfahren? Was war überhaupt das Geld wert? Vormünzliche Zahlungsmittel

Moderator: Locnar

DaDincht
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HILFE: MÜnzen im Emsland 18. und 19. Jhd.

Beitrag von DaDincht » Fr 20.02.09 08:09

Hallo an alle,

ich möchte mich im Vorfeld dafür entschuldigen, falls das nicht der richtige Thread sein sollte.

Mir ist die Aufgabe zu Teil geworden eine Präsentation über das Thema Geldverkehr im Emsland des 18. und 19. Jahrhunderts anzufertigen. Die niederländische Grenze soll berücksichtigt werden. Nach mehrstündiger Suche habe ich im Internet leider keine Informationen im zufriedenstellenden Maße gefunden.

Könntet Ihr mir vielleicht helfen die passenden Münzen und deren Umrechnungskurse zu finden (am besten mit Bild). Es wäre auch noch ein Umrechnungskurs zum heutigen Euro interessant.

Danke für eure Hilfe.

MfG DaDincht

*EPI*
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Beitrag von *EPI* » Fr 20.02.09 10:08

@ Mod: Da die Anfrage Umrechnungskurs in Euro öfter kommt, kannst Du bitte diesen Beitrag anpinnen.
Für Verbesserungen bin ich dankbar.


Warum ist es schwierig bis unmöglich einen Umrechnungskurs von damals zu heute zu finden?

Wenn Du Geldwerte von damals mit heute vergleichen möchtest, musst Du vergleichbare Warenkörbe bilden und daran haben sich schon viele die Zähne ausgebissen!

1. Was ist in den Warenkörben (Wirtschaftssysteme und Bedürfnisse von heute und damals sind schwer vergleichbar)?

2. Dann brauchst Du Preise aus dieser Zeit und dieser Region (Achtung aber, aufgrund von Silberknappheit oder -überschuss sowie Münzverschlechterung gab es wirksame Deflation und Inflation; Missernten haben das Preisgefüge kurzfristig auch etwas durcheinander gebracht).

3. Es gab keine einheitliche Wirtschaftsgebiete, so dass innerhalb eines Staates ein stark unterschiedliches Preisgefüge für ein und dieselbe Ware bestand (z.B. hervorgerufen durch die Transportproblematik).

4. Bei den Preisangaben von damals ist es manchmal schwierig herauszufinden, welche Währung und damit welcher Wert gemeint ist: Gulden ist nicht gleich Gulden.

5. Es gibt nur unzureichende (langfristige) Informationen (natürlich ist dies auch zeitabhängig) über Waren und Dienstleistungen sowie deren Preise.
Zuletzt geändert von *EPI* am Fr 20.02.09 10:20, insgesamt 2-mal geändert.

*EPI*
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Beitrag von *EPI* » Fr 20.02.09 10:18

Zum Emsland:

Soviel ich weiß, war Papenburg eine Gründung vom Bischof von Münster im 17. Jh. Ich weiß nicht, zu welchen Gebieten Lingen und Meppen gehörten.
Münsteraner Münzen findest Du hier:
http://www.osnabruecker-muenzen.de/

Generell war aber immer viel fremdes Geld unterwegs insbesondere bei Großsilbermünzen und Goldmünzen. Ein Wertvergleich/Umrechnung kann durch Feingehalt (Silber/Gold) der jeweiligen Münzen erfolgen. Aber hier hat Mitglied Schön sicher ein paar praktische Tipps.

Das 19. Jh. ist einfacher, da gehörte das Emsland zu Preußen (bin mir nicht ganz sicher). Es gab ein napolionisches Zwischenspiel und verschiedene Währungsreformen. Stichworte:
14 Taler Fuß (Graumann, seit 1750 in Preußen); Vereinstaler; Reichswährung mit Mark und Pfennig.

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Afrasi
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Beitrag von Afrasi » So 01.03.09 22:57

Moin!

Der ausgewählte Zeitraum und der Hinweis auf die niederländische Grenze lassen den Schluss zu, dass im Wesentlichen der Übergang von der holländischen Währung zur Reichswährung beleuchtet werden soll.
In Lingen wurde zum Beispiel noch sehr lange nach der holländischen Guldenwährung (1 Gulden = 20 Stuiver/Stüber = ungefähr eine Mark) gerechnet. Erst seit 1776 setzte sich dort allmählich der Reichstaler durch.
(Quelle: Lingen 975-1975, S. 262) Internet ist schön und gut, es gibt aber auch Bücher. ;-)

Tschüß, Afrasi
"Grüß Gott!" "Mach ich."

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