Apollonia Pontika: ECHT oder NICHT ???

Griechische Münzen des Altertums

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Mondkatze
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Apollonia Pontika: ECHT oder NICHT ???

Beitrag von Mondkatze » Di 03.05.05 16:10

Tja, liebe Münzfreunde,
da endet meine Rumfragerei wohl immer noch nicht... :roll:
Ich habe ein Angebot hinsichtlich einer Drachme Apollonia Pontika bekommen, aber da es angeblich so viele Fälschungen dieser Münzen auf der Welt und im Netz gibt (siehe bloß den entsprechenden Artikel bei WILDINDS.COM !!!) , kann ich mich nicht so einfach entscheiden...
Vielleicht habt ihr da eine ähnliche Münze und könnt aufgrund der Bilder (jeweils das rechte Bild: av. und rv.) sagen, ob die Münze doch echt oder nicht echt sein sollte???
Liebe Grüße und danke im voraus,
Mondkatze
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klaupo
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Beitrag von klaupo » Do 05.05.05 19:16

Hallo Mondkatze,

das rechte Stück soll vermutlich eine AR Drachme, 5. / 4. Jh. v. Chr. sein? Dann sollte es ca. 3,1 bis 3,5 Gramm wiegen. Das Avers (unteres Bild) zeigt ein Gorgoneion, das Revers einen Anker mit links einem A und rechts einem Flußkrebs (das Bild steht auf dem Kopf). Bei Künker wurden diese Stücke im März 2004 um 100,- ausgerufen. Nun weißt du vielleicht etwas mehr zu dem Stück.

Aber so leid es mir tut, anhand eines bloßen Bildes kann und möchte ich mich zur Echtheit nicht äußern. Wenn du mit dem Verkäufer schon gute Erfahrungen gemacht hast, kannst du deine Kaufentscheidung ja daran orientieren.

Gruß klaupo

Mondkatze
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Doch Fälschung!

Beitrag von Mondkatze » Mo 09.05.05 12:27

Hallöchen an Alle,
ich habe selbst herausgefunden, daß die beiden Münzen, insbesondere die Apollonia Pontika, höchstwahrscheinlich Fälschungen sind. Ihr könnt also hier mal sehen, wie qualitativ die Fälschungen heutzutage hergestellt werden!
Lieben Grß an alle,
Mondkatze

gorostiza
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Beitrag von gorostiza » Mo 09.05.05 19:22

Liebe (goldene) Mondkatze,
gerade aus diesem Grunde - weil die Fälschungen heutzutage so gut sind - ist es äusserst schwierig, allein auf Grund eines scanns die Echtheit festzustellen. Ich würde es mir nicht anmassen, ein Urteil zu fällen. Oft ist es sogar für Experten äusserst schwierig, Münzen zu beurteilen. Zu den Fälschungen kommen in letzter Zeit immer mehr nachgeschnittene und dann nachpatinierte Münzen in den Verkehr. Es werden Korrosionslöcher mit Spezialaralditen gefüllt, Felder geglättet, Buchstaben ersetzt usw. Da werden dann aus mässig erhaltenen Bronzemünzen plötzlich Stempelglanzstücke. Besonders betroffen sind Asse, Sesterzen und Dupondien. Die moderne Chemie liefert die entsprechenden Materialien. Deshalb ist höchste Vorsicht geboten, besonders bei Schnäppchenangeboten. Perfekte, teure Münzen liegen nicht in Dachböden, Grossmutters Nähkästchen Grossvaters Werkzeugkasten herum!!
Liebe Grüsse
goro

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