Materialprobe XX Jahre DDR

Münzen der DDR
namron
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Materialprobe XX Jahre DDR

Beitrag von namron » Sa 21.02.09 09:15

Hallo
ich bin der Neue und komm jetzt öfter. :lol:
Ich hab erst vor kurzem angefangen mich für Münzen und Banknoten zu interessieren und sammle zunächst nur aus der DDR. Ich bin also ein absoluter Laie. Zur Bestimmung habe ich mir zwei Bücher geholt. Den kleinen deutschen Münzkatalog von 1871 bis heute Ausgabe 2008 und von Holger Rosenberg die deutschen Banknoten ab 1871 als 16. Auflage. Sind die Bücher für die Bestimmung geeignet oder gibt es bessere? Aber nun zu meiner eigentlichen Frage. Wie gesagt ich sammle noch nicht so lange und habe meine Münzen bisher ausschließlich über E-Bay ersteigert, so auch ein Münzkonvolut das ich gestern erhalten habe. Beim aufmachen ist mir sofort eine Münze regelrecht ins Auge gestochen, weil sie richtig golden geglänzt hat. Natürlich hab ich sie sofort in einer Münzkapsel untergebracht und von der Qualität her würde ich sie als Stempelglanz einstufen. Es handelt sich dabei um eine Münze XX Jahre DDR von 1969. Ich hab ungefähr dreißig Stück von denen und weiß, dass die normalen bronzefarbenen Münzen nicht sehr viel wert sind. Aber diese Münze ist definitiv nicht bronzefarben sondern richtig goldglänzend. Also der Farbunterschied ist erheblich. Noch ein Unterschied ist die Randschrift. Wenn man bei der normalen bronzefarbenen Münze von vorne draufguckt und dann den Rand liest, erkennt man vier mal 5 Mark ganz deutlich. Wenn ich aber bei der goldfarbenen Münze von vorne drauf gucke und dann den Rand lesen will, steht lediglich drei mal 5 Mark und das auch noch auf dem Kopf und spiegelverkehrt. Wo das vierte Mal 5 Mark stehen sollte ist es glatt. Auch kann man denn Rand sehr schlecht lesen, da es nicht so deutlich geprägt ist. Also wie gesagt ich habe den kleinen deutschen Münzkatalog und für diese Münze werden diverse Materialproben angegeben. Leider kann ich nur bestimmen welche es nicht sind. Auf Grund der Farbe würde ich tippen, dass es was mit Messing zu tun hat. Da gäbe es zwei und die eine Version soll von der Normalversion mit bloßem Auge nicht zu unterscheiden sein, folglich kann es die nicht sein. Aber bei der anderen Version soll der Rand glatt sein. Bei meiner Münze ist der Rand nur zu einem Viertel glatt und beim rest ist wenigstens ganz leicht, nicht so deutlich, versucht worden 5 Mark einzuprägen. Also ich kann die Münze nicht richtig bestimmen, vielleicht könnt ihr es auf Grund meiner Ausführungen. Ich versuche trotzdem noch einen Scann hinzubekommen oder wenigstens ein gutes Foto.
Danke schon mal im Voraus.

So jetzt hab ich ein paar Bilder.
Hoffe das klappt
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Beitrag von Salier » Sa 21.02.09 16:12

Hallo Namron,
das Gewicht dieses Stückes könnte eventuell weiterhelfen. Wenn es sich um Messing handelt, müsste das Stück ein Gewicht von 8,7g haben. Dann gibts es noch die Möglichkeit Stahl, messingplattiert 7,1g, oder Nickel/Messing 9,4g

Gruß
Salier
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Re: Materialprobe XX Jahre DDR

Beitrag von Gerhard Schön » Sa 21.02.09 16:40

namron hat geschrieben:Sind die Bücher für die Bestimmung geeignet oder gibt es bessere?
Zur Bestimmung von DDR Münzen und Proben gibt es nichts besseres als den Kleinen deutschen Münzkatalog.
namron hat geschrieben:Noch ein Unterschied ist die Randschrift. Wenn man bei der normalen bronzefarbenen Münze von vorne draufguckt und dann den Rand liest, erkennt man vier mal 5 Mark ganz deutlich. Wenn ich aber bei der goldfarbenen Münze von vorne drauf gucke und dann den Rand lesen will, steht lediglich drei mal 5 Mark und das auch noch auf dem Kopf und spiegelverkehrt. Wo das vierte Mal 5 Mark stehen sollte ist es glatt.
Dass die Randschrift mal von der einen oder der anderen Seite lesbar ist, liegt am Herstellungsprozess, die gerändelten Ronden wurden in eine Kiste geworfen und daraus zur Prägung wieder entnommen. Eine Randschrift mit dreimal 5 Mark und großem Zwischenraum hat es nicht gegeben. Vermutlich sind die 30 Stücke von privater Seite nachträglich vergoldet und dadurch die Randschrift undeutlich geworden.
Deutscher Münzkatalog, Euro Münzkatalog, Weltmünzkatalog.

namron
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Beitrag von namron » So 22.02.09 09:07

Hallo,
zunächst einmal herzlichen Dank für eure Antworten.
Die Münzwaage habe ich schon vor zwei Wochen bestellt, leider bis heute noch nicht bekommen.
Aber ich denke auch das es sich wahrscheinlich tatsächlich um lediglich eine vergoldete normale Münze handelt. Klinkt am plausibelsten. Das würde erklären, warum ich sie mit dem Katalog nicht bestimmen konnte und warum die Randprägung so schwach ausgebildet und teilweise gar nicht mehr zu sehen ist, wenn sich die Goldsubstanz darin abgesetzt hat. Und das die Randschirft mal von der einen und mal von der anderen Seite bedruckt wurde wusste ich noch nicht.
Wenigstens hab ich schon mal die richtigen Bücher.
Auf jeden Fall danke noch mal ihr zwei.

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