Der Medailleur Arnold Hartig

Medaillen und Plaketten

Moderator: Lutz12

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Re: Der Medailleur Arnold Hartig

Beitrag von B555andi » Mi 17.06.26 20:16

Ebenfalls aus dem Jahr 1943 stammt diese große Medaille auf den bekannten österreichischen Gynäkologen Professor Dr. Isidor Alfred Amreich (1885 bis 1972).

Der Guss sollte aus Zinkal bestehen. Er besitzt die imposante Größe von 205mm.

Literatur:
Nachlassverzeichnis Prokisch: N.N.
Werkverzeichnis Bosch: 43.04
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Re: Der Medailleur Arnold Hartig

Beitrag von B555andi » Do 18.06.26 19:20

Aus dem Jahr und für das Jahr 1945 stammt diese Kalendermedaille. Sie ist gewidmet vom Künstlerhaus Wien seinen Kameraden bei der Wehrmacht. Außer dieser Kalendermedaille ist mir nur noch eine aus dem Jahr 1944 von Hartig bekannt. Diese Kalendermedaille ist die einzige, mir bekannte, datierbare Medaille aus dem Jahr 1945 von ihm.

Die zweiseitige Medaille aus Zinkal hat einen Durchmesser von 61mm


Literatur:
Nachlassverzeichnis Prokisch: N.N.
Werkverzeichnis Bosch: 45.01
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Re: Der Medailleur Arnold Hartig

Beitrag von B555andi » Fr 19.06.26 15:21

Im Jahr 1946 greift Hartig eines seiner Motive aus dem Jahr 1933 auf, welches er zum 500. Jubiläum der Fertigstellung des Turmes des Stephansdoms in Wien, zusammen mit einem Porträt des Wiener Erzbischofs Theodor Kardinal Innitzer (1875 bis 1955), gestaltet hatte. Die entsprechenden Plaketten habe ich bereits gezeigt.

Der Dom wurde bei einem Luftangriff am 6. April 1945 im Südlichen Seitenschiff von einer Bombe getroffen. Als am 10. April 1945 eine weiße Fahne auf dem Turm eine weiße Fahne gehisst wurde, befahl der Wiener Stadtkommandant, die Kirche mit „100 Granaten“ in Schutt und Asche zu schießen. Diesen Befehl verweigerte jedoch der Wehrmachtshauptmann Gerhard Klinkicht. Am 12. April kam es dann zu einem verheerenden Feuer, vermutlich ausgelöst durch Plünderer in umliegenden Gebäuden. Genauere Einzelheiten können bei Wikipedia nachgelesen werden.

Der Wiederaufbau des Doms begann sofort nach Kriegsende. Er konnte 1952 wiedereröffnet werden.

Die hier nun gezeigten Plaketten Hartig zeigen den beschädigten Stephansdom. Über dem Dom ist das Wappen des Erzbischofs zu sehen. Ebenso ist das Porträt des Erzbischofs abgebildet.

Neben diesen Darstellungen aus den Jahren 1933 (unbeschädigt 500 Jahr-Feier) und 1946 (beschädigt) gibt es noch eine dritte Variante mit dem unbeschädigten Dom aus dem Jahr 1958, die ich später ebenfalls zeigen werde.

Hier nun zuerst die zweiseitige Bronzeplakette aus dem Jahr 1946. Die Plakette hat die Maße von 81x57mm.

Literatur:
Nachlassverzeichnis Prokisch: 279 (Gipsmodell des Doms)
Werkverzeichnis Bosch: 46.01
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Re: Der Medailleur Arnold Hartig

Beitrag von B555andi » Fr 19.06.26 15:25

Es folgt eine einseitige Variante der Bronzeplakette mit der Darstellung des beschädigten Doms, ebenfalls in den Maßen von 81x57mm.

Literatur:
Nachlassverzeichnis Prokisch: 279 (Gipsmodell des Doms)
Werkverzeichnis Bosch: 46.01a
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comp3_46-01a.jpg
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Re: Der Medailleur Arnold Hartig

Beitrag von B555andi » Fr 19.06.26 15:27

Eine weitere, einseitige Variante der Bronzeplakette mit der Darstellung des beschädigten Doms, ist der nun gezeigte Bronze-Hohlguss, ebenfalls in den Maßen von 81x57mm.

Literatur:
Nachlassverzeichnis Prokisch: 279 (Gipsmodell des Doms)
Werkverzeichnis Bosch: 46.01b
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Re: Der Medailleur Arnold Hartig

Beitrag von B555andi » Fr 19.06.26 15:33

Eine weitere, einseitige Variante der Bronzeplakette mit den imposanten Maßen von 250x180mm.

Literatur:
Nachlassverzeichnis Prokisch: 279 (Gipsmodell des Doms)
Werkverzeichnis Bosch: 46.01.1
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Re: Der Medailleur Arnold Hartig

Beitrag von B555andi » Fr 19.06.26 15:41

Zum Abschluss eine undatierte Spätverwendung. Die Messingmedaille nutzt das Motiv des beschädigten Doms mit dem Wappen des Erzbischofs. Hartig ist als Medailleur genannt. Des Weiteren ist der Dombaumeister Anton Pilgram (ca. 1460 bis 1515) abgebildet. Den Zweck dieser Ausgabe konnte ich leider nicht recherchieren.

Die Messingmedaille besitzt einen Durchmesser von 34mm.


Literatur:
Nachlassverzeichnis Prokisch: 279 (Gipsmodell des Doms)
Werkverzeichnis Bosch: 46.01.2
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Re: Der Medailleur Arnold Hartig

Beitrag von B555andi » Sa 20.06.26 18:26

Mit diesem Neuzugang, der mich heute erreicht hat, muss ich nicht nur die Chronologie unterbrechen. Ich kann auch ein kleines Jubiläum feiern: dies ist die 250. Arbeit von Hartig in meiner Sammlung.

Die versilberte Bronzeplakette mit den Maßen 89x62mm aus dem Jahr 1910 ist dem 40jährigen Bestehen der Böhlerwerke gewidmet.

Auf der Plakette sind vier Brüder der aus Frankfurt stammenden Kaufmannsfamilie Böhler zu sehen. Die beiden links zu sehenden Brüder Albert (1845 bis 1899) und Emil (1842 bis 1882) gründeten das Unternehmen zum „ausschließlichen Vertrieb der steyermärkischen Stahlsorten“. Die entsprechende Fabrik der Gründungszeit befand sich in Kapfenberg.

Die zwei rechts zu sehenden Brüder Friedrich (1849 bis 1914) und Otto (1847 bis 1913) stiegen später in das Unternehmen mit ein.

Die Böhler-Uddeholm AG mit Sitz in Wien gehört heute zum voestalpine-Konzern.


Literatur:
Nachlassverzeichnis Prokisch: N.N.
Werkverzeichnis Bosch: 10.16a
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comp3_10-16a.jpg
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Re: Der Medailleur Arnold Hartig

Beitrag von B555andi » So 21.06.26 19:23

Weiter geht es mit dem Jahr 1946. Die gezeigte einseitige Bronzemedaille mit einem Durchmesser von 66mm ist einem Lieutenant Rowland J. Whiting gewidmet. Über Personen mit diesem Namen finden sich zwar Spuren im Internet, eine gesicherte Identifizierung ist mir jedoch nicht gelungen.

Literatur:
Nachlassverzeichnis Prokisch: N.N.
Werkverzeichnis Bosch: 46.02
Dateianhänge
comp3_46-02.jpg
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Re: Der Medailleur Arnold Hartig

Beitrag von B555andi » Mo 22.06.26 13:36

Im Jahr 1947 schuf Hartig eine einseitige Bronzeplakette mit dem Thema des letzten Abendmahls mit den Maßen 90x52mm.

Literatur:
Nachlassverzeichnis Prokisch: 281
Werkverzeichnis Bosch: 47.01.1
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comp3_47-01-1.jpg
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Re: Der Medailleur Arnold Hartig

Beitrag von B555andi » Di 23.06.26 21:03

Eine weitere Arbeit aus dem Jahr 1947 ist dem Heiligen Benedikt von Nursia (480 bis 547) gewidmet.

Die zweiseitige Bronzemedaille hat einen Durchmesser von 70mm.

Literatur:
Nachlassverzeichnis Prokisch: N.N.
Werkverzeichnis Bosch: 47.03
Dateianhänge
comp3_47-03-avers.jpg
comp3_47-03-revers.jpg
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Re: Der Medailleur Arnold Hartig

Beitrag von B555andi » Mi 24.06.26 18:49

Im Jahr 1948 gestaltete Hartig eine einseitige Medaille zu Ehren von Müttern. Beschriftet ist sie in englischer Sprache (to my mother).

Hier kann ich die Version in deutscher Sprache zeigen, die rückseitig zudem noch den Vermerk „Zum Muttertag“ trägt. Die Bronzemedaille hat einen Durchmesser von 70mm.

Literatur:
Nachlassverzeichnis Prokisch: vgl. 284 (englische Version)
Werkverzeichnis Bosch: 48.01.1a
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Re: Der Medailleur Arnold Hartig

Beitrag von B555andi » Do 25.06.26 20:52

1948 gestaltete Arnold Hartig eine Medaille mit einem Fußballmotiv. Die Rückseite konnte anlassbezogen gestaltet werden. Hier wurde sie vom S.C. Hochstädt zu einem Weihnachtsfest vergeben.

Die Medaille aus versilberter Bronze besitzt einen Durchmesser von 50mm.


Literatur:
Nachlassverzeichnis Prokisch: vgl. 286/287 (in Bronze)
Werkverzeichnis Bosch: 48.02.1a
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Re: Der Medailleur Arnold Hartig

Beitrag von B555andi » Fr 26.06.26 18:01

Wir starten in das Jahr 1949 mit einer einseitigen Verlags- bzw. Erinnerungsmedaille an die Salzburger Festspiele, gefertigt vom Hauptmünzamt Wien (von dort stammt auch die Datierung).

Wir sehen vor einer Ansicht der Festung Salzburg die Profilbüste Mozarts, dazu zwei Masken und eine Lyra. Die Bronzemedaille hat einen Durchmesser vom 50mm.


Literatur:
Nachlassverzeichnis Prokisch: 289
Werkverzeichnis Bosch: 49.02
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Re: Der Medailleur Arnold Hartig

Beitrag von B555andi » Fr 26.06.26 18:03

Dieselbe Medaille in denselben Maßen in einer Variante aus versilberter Bronze.

Literatur:
Nachlassverzeichnis Prokisch: vgl. 289
Werkverzeichnis Bosch: 49.02a
Dateianhänge
comp3_49-02a.jpg
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