SACHSEN: Medaille auf den Grafen Sigmund Casimir von Lynar.

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Stefano
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SACHSEN: Medaille auf den Grafen Sigmund Casimir von Lynar.

Beitrag von Stefano » Mi 11.03.09 11:59

Hallöchen,

Vielleicht kann mir jemand bei meinem neuesten Stück helfen...

Und zwar würden mich vorrangig Infos über den Grafen Sigmund Casimir von Lynar interessieren. Ich habe zwar bereits gegoogelt, so richtig weitergekommen bin ich jedoch noch nicht.

Bis jetzt weiß ich nur, dass er in Lübbenau residierte, dort Standesherr und Kirchenpatron war. Außerdem hatte er eine Ratsfunktion am kursächsischen Hof inne & war laut der Medaille Ritter des Johanniterordens.

Ein paar interessante Details kamen bei der Suche dennoch zum Vorschein:
So verlangte er wohl von seinen Untertanen allein aus Lehde 14 Wildenten jährlich als Abgabe.
Nach einem Brand in Lübbenau, bei dem u.a. das Pfarrhaus mit dem Kirchenbuch verbrannte, stiftete er 1674 ein neues Kirchenbuch. Dabei verlangte er jedoch, dass das Buch nunmehr stets in der Kirche aufzubewahren sei.


Das war´s nun aber schon... Hat jemand eventuell Hinweise, wie ich noch etwas mehr über den Herren herausfinden kann?
Kennt jemand außerdem Hinweise zu dieser Medaille in der Literatur?


Ciao, Stefan.
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S.C.Lynar.JPG
Medaille auf den Tod des Grafen Sigmund Casimir Graf von Lynar 1686.
"Am Golde hängt, nach dem Golde drängt die Welt...".

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KarlAntonMartini
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Beitrag von KarlAntonMartini » Mi 11.03.09 14:00

Forrer hat nur zwei Medaillen auf Rochus zu Lynar, ca. 1580 von Diego Martin. Diese Sterbemedaille auf dessen Urenkel erwähnt er nicht. Es kommen als Prägeorte eigentlich nur Dresden oder Berlin in Frage. Grüße, KarlAntonMartini
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Beitrag von Stefano » Mi 11.03.09 17:45

Hallo in die Landeshauptstadt!

Danke für´s Nachsehen.

Rochus dürfte ja der berühmteste seiner Vorfahren sein, der aus der Toskana in die deutschen Gefilden kam und u.a. in Sachsen und Brandenburg als Baumeister tätig war.

Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie hat die (Aversseite der) Medaille etwas von M.H. Omeis... keine Ahnung warum... Die Anordnung, Ausführung der Umschrift und die recht großen Flächen erinnern mich stark an meine Omeis-Medaillen.

Das Stück ist soweit in der gängigen sächsischen Literatur auch nirgendwo erfasst - Infos selbst suchen ist da angesagt ;- )


Ciao, Stefan.
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Beitrag von KarlAntonMartini » Mi 11.03.09 20:30

Vielleicht im Münzkabinett? Omeis liegt schon nahe, weil Dresden ja auch wahrscheinlicher ist als Berlin. Im Schloß in Lübbenau (im Familienbesitz der Lynar) scheint es ja ein Museum zu geben, vielleicht wissen die etwas.
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Beitrag von Stefano » Mi 11.03.09 23:33

OK, da habe ich nächsten Mittwoch wenigstens schon was vor.....ab ins Münzkabinett!

Vielleicht schaut Dr. Grund auch mal auf das Stück. Zumindest was die Dresdner Medailleure dieser Zeit betrifft kann man wohl keinen besseren Kenner erwischen...

Lübbenau werde ich wohl erstmal per e-Mail kontaktieren - das Schloss hat eine tolle Homepage, auch eine Broschüre zur Geschichte kann man dort runterladen. In dieser befindet sich sogar ein Bild meines gesuchten Grafen. Dort ist zu Sigmund Casimir vermerkt: "...Sigmund Casimir Graf zu Lynar (1648-86) übernahm 1669 die Standesherrschaft und bekleidete später ebenfalls das Amt eines Landrichters. 1671 wurde er zum Ritter des Johanniterordens geschlagen."
--> Dort lässt sich sicherlich noch etwas mehr rauskitzeln. Ein Besuch würde sich sicherlich lohnen, auch wenn dies wohl noch ein wenig auf sich warten lassen muss. Das Familienmuseum scheint leider noch nicht eröffnet zu sein - Ansprechpartner sind dort jedoch auf jeden Fall anzutreffen.

Hier die URL zur Homepage http://www.schloss-luebbenau.de/das-ens ... ichte.html

Ciao, Stefan.
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