Tausende 1-Pf-Stücke

Münzen aus der BRD von 1948 - 2001

Moderator: Wurzel

Snus
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Tausende 1-Pf-Stücke

Beitrag von Snus » So 15.03.09 11:33

Liebe User,
ich bin leider kein Münzexperte und bin heute zum ersten mal über dieses Forum gestolpert. Ich weiß jedoch nicht an wen ich mich wenden könnte und habe eine Frage die mich sehr beschäftigt.
Ich habe gestern eine UNMENGE 1-Pfennig-Stücke geerbt. Es handelt sich dabei um ALLE 1-Pfennig-Stücke in der Zeit von ca. 1950 bis etwa 1990, die eine Dame beim Einkaufen zurückbekommen hat. Ich kann die Anzahl kaum einschätzen (muss ich mal wiegen), aber ich schätze dass es WEIT mehr als 1000 Pfennigstücke sind. Nun ist die Frage was ich damit anstellen soll. Die Münzen sind in sehr unterschiedlichem Zustand und die meisten sind wahrscheinlich wertlos. Es könnte aber bei dieser Menge an Münzen durchaus sein, dass sich seltene Münzen oder Fehlprägungen darunter befinden und ich fände es (auch im Anbetracht der Arbeit die sich die Dame gemacht hat) sehr schade wenn ich die Münzen einfach umtauschen würde.

Deshalb meine Frage: Was würdet Ihr mit einer solch großen Sammlung tun? Soll ich die Pfennige einzeln durchforsten nach seltenen Exemplaren? Auf was sollte ich als Nicht-Kenner dabei achten? Gibt es vielleicht eine Liste aus der ersichtlich ist ob Münzen noch etwas wert sind? (z.B. eine Tabelle mit Jahreszahlen, Prägestätten, Zustand und Wert von seltenen Münzen, nach der ich die Münzsammlung durchforsten könnte)
Ich wäre um ein paar gute Tipps sehr dankbar.
Vielen Dank im voraus, Snus

Dietemann
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Beitrag von Dietemann » So 15.03.09 21:35

Kar gibt es Listen, so in den meisten Münzzeitschriften, die man am Kiosk kaufen kann.
Mein Katalog ist von 1990 und damit zu alt. Damals waren nur die 1948/49 etwas mehr wert, alle anderen in den normalen Umlauferhaltungen nicht, aber das kann heute anders sein.
Als genereller Hinweis: Die Chance eine Münze zu finden deren Erlös Deinen Aufwand lohnt, halte ich für vernachlässigbar.

Arg begeistert bin ich von der Dame nicht, ich versuche gerade meinem Stiefsohn die Angst Kleingeld auszugeben abzugewöhnen. Vielleicht kaufst Du der Dame mal einen Blumenstrauß und nimmst sie kräftig in (nicht auf !!! :) ). den Arm (sofern das noch geht).

Mich würde es ja doch reizen zu erhahren, ob Du alle Jahrgänge und Prägeanstalten zusammen bekommst. Wenn Du also die Zeit nicht scheust, dann kann sich eine Sortierung lohnen.

Anfängertipp: Nicht reiningen, polieren oder sonstwie behandeln.

Übrigens sind solche Sammlungen auch interessant, weil sie den Geldumlauf einer Region kennzeichnen. Aus der Verteilung der vorhandenen Prägestätten lässt sich meist die Belieferung der Banken mit Münzen ablesen, so war in Nordhessen beispielsweise vor der Wende der Buchstabe G und J häufig, danach überwog A eindeutig. An dem Ergebnis der Auswertung wäre ich interessiert.

Gruß Dietemann

antisto
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Beitrag von antisto » Mo 23.03.09 19:43

Hallo Snus, großartige Werte sind leider nicht zu erwarten. Doch wenn du dir die Zeit nehmen willst: Pfennige von 1948 lohnen sich allemal aufzuheben, die Jahrgänge 1949 und 1966-68, wenn die Erhaltung ordentlich, d. h. mindestens durchschnittlich ist.
Wenn du das Ganze in einer bekannten Internetauktionsbörse (E...) anbietest, dürftest du mit etwas Glück schätzungsweise das Doppelte des Nominalwertes kriegen (d. h. gut 10 Euro), mehr ist - denke ich - nicht drin.
Viel Erfolg!
antisto

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