Bitte um Bestümmung

Keltische Münzen

Moderator: Numis-Student

WoTaNHarz
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Bitte um Bestümmung

Beitrag von WoTaNHarz » Mi 25.03.09 10:37

Hallo und guten Tag !

Habe hier ein wunder schönen Gold starter !
Hoffe ihr könnet mir Helfen in zu bestümmen !
Wo Wie Wann Wert?

Danke schon mal !
leider keine beseren Bilder !


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quinctilius
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Beitrag von quinctilius » Mi 25.03.09 15:55

Ich tippe auf ein Regenbogenschüsselchen der Vindeliker 1. Jhd. v. Chr. , Bayern (Oppidum Manching ?). Ist die Oberseite glatt oder ist etwas abgebildet ? Hast Du das Gewicht des Staters ? Es sind keine Prägerisse zu erkennen. Wo hast Du das Stück denn erworben ?
Münzen sind Zeitzeugen, nicht nur Objekte.

Schniedelwutz
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Beitrag von Schniedelwutz » Mi 25.03.09 16:19

Hat er auf der Vorderseite ein Pferd nach Links,Stilisierter Reiter mit 2 Kugeln überm Kopf,oder ist alles glatt ?

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harald
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Beitrag von harald » Mi 25.03.09 19:26

Hallo WoTaNHarz!

Einen seltenen Stater hast Du da gefunden.
Es handelt sich um den Typ Kellner V C
Ein Exemplar mit dem Fundort Oberübermoos ist bei Kellner mit der Nr. 2074 publiziert.
Weitere Zitate: Streber II 104, Forrer II Taf.12,23

Viele Grüße
Harald

bruzzel
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Regenbogenschüsselchen-Typ Drei Halbmonde

Beitrag von bruzzel » Mi 25.03.09 19:58

Av: glatt Rv: konkav drei kleine Halbmonde im Zentrum
Lit: Kellner, Typ Vc Nr. 1983, Streber Nr. 104
Gewicht sollte bei 7,8 gr. +/- 0,1 Gramm liegen.

Im Fund von Sontheim von 335 Stücken lediglich 3 Stück dieses Typs dabei (Nr. 319-321). Im Fund von Grossbissendorf war gar keines.

Auktion UBS Nr. 77 Sammlung E. Karl Nr. 293 verkauft für CHF 1800 plus Aufgeld. Allerdings ist die Prägung bei diesem Exemplar sehr flau.

Nach dem Fund von Sontheim kamen mehrere gegossene Falsa diesen Typs auf den Markt. Bekannt sind 9 gefälschte Stücke, die aus Abdrucken von 2 Originalen gemacht wurden. Siehe B. Ziegaus, Der Münzfund von Sontheim, Tafel 18 Nr.15 -22.

Gruss
bruzzel

Schniedelwutz
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Beitrag von Schniedelwutz » Mi 25.03.09 20:09

Den Kellner hatte ich deshalb auch schon gesucht,mußte aber feststellen,daß ich ihn gar nicht mehr habe.....verliehen.Es muß davon auch eine Variante geben, mit Reiter avers.Gibt es einen Link ins Net wo man die Münze sehen könnte.?
Gewicht und Größe wären noch interessant zu wissen.
Wie ist es denn mit der Zuordnung ,dürfte schwierig werden,da sie sehr früh sein müßte.
Viele Grüße

WoTaNHarz
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Beitrag von WoTaNHarz » Mi 25.03.09 21:23

Danke für die vielen Andworten!

Es gibt allso nur 3 bekante stücke von disem Exemplar ?

Gewicht habe ich leider nicht, Könte es aber wiegen !
könnt ihr mir bei dem wert Hellfen ?
Werde sie aber die nästen 10 Jahre nicht auf denn Markt bringen !
Es könnte aber auch eine felschung sein ?


Danke an alle !!!
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Schniedelwutz
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Beitrag von Schniedelwutz » Mi 25.03.09 22:55

In einer Woche ist April,.... :angel: :D mmmh,mir mir kommt das fast so vor....

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quinctilius
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Beitrag von quinctilius » Do 26.03.09 08:21

....zumindest gibt es keine Anzeichen von Schrötlingsrissen, das schon mal verdächtig - obwohl natürlich auch solche Exemplare vorkommen. Das Gewicht muß irgendwo um 7,5 Gramm liegen +/- 0,4 Gramm nach oben oder unten. Das wichtigtste: Woher stammt das Stück. Aus einer dokumentierten Sammlung (z.B. Erich Karl). von einem renomierten Münzhändler, vererbt von der Oma oder von Ebay ? So kann man gar nichts sagen. Stücke dieser Art ohne jegliche Ikonographie sind extrem einfach zu fälschen. Selbst eine Nachprägung ist möglich. Ohne Provenienz wird man die Echtheit niemals rauskriegen, es sei denn man macht eine Metallanalyse, um den Feingoldgehalt zu messen - der ist bei echten frühen Regenbogenschüsselchen sehr hoch, um 80%.
Münzen sind Zeitzeugen, nicht nur Objekte.

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Beitrag von harald » Do 26.03.09 08:44

Leider kann man auch bei Münzen aus dokumentierten Sammlungen nie sicher sein, dass alle Exemplare echt sind.
Die Sammlung Karl ist ein gutes Beispiel dafür.

Eine Metallanalyse wäre eine gute Möglichkeit, die Authentizität zu überprüfen,
ist aber leider bei und in Österreich eine kostspielige Angelegenheit.

Gruß
Harald

taurisker
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Beitrag von taurisker » Do 26.03.09 10:19

Hallo zusammen und guten Tag WoTaNHarz,

zu allererst sollten folgende Daten geklärt sein: Gewicht (möglichst auf eine oder zwei Kommastellen genau) und Abmessungen.

Ohne aussagekräftige Bilder wird es schwierig etwas zu sagen, auf den hier hochgeladenen Fotos kann man nichts erkennen, außer dass es sich um ein Stück Metall handelt das eine gewisse Ähnlichkeit mit einer Keltenmünze aufweist.

Bei derartigen Raritäten, noch dazu aus Gold, ist die Frage nach dem Wert ein wenig seltsam, das wird hier niemand beantworten können ... für eine Schätzung und für eine Echtheitsprüfung ist es unbedingt empfehlenswert das Stück einem oder mehreren Experten für antike Prägungen vorzulegen, zB. ein seriöser Münzhändler der auf antike Münzen spezialisiert ist lässt sich sicher finden, weiters besteht auch die Möglichkeit die Münze zur Begutachtung den öffentlichen Stellen vorzulegen, im Falle eines Fundes besteht vielerorts auch die gesetzliche Verpflichtung dazu das der Denkmalschutzbehörde zu melden.

Gruß
taurisker

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Beitrag von harald » Do 26.03.09 12:24

taurisker hat geschrieben:... für eine Schätzung und für eine Echtheitsprüfung ist es unbedingt empfehlenswert das Stück einem oder mehreren Experten für antike Prägungen vorzulegen, zB. ein seriöser Münzhändler der auf antike Münzen spezialisiert ist lässt sich sicher finden, weiters besteht auch die Möglichkeit die Münze zur Begutachtung den öffentlichen Stellen vorzulegen, im Falle eines Fundes besteht vielerorts auch die gesetzliche Verpflichtung dazu das der Denkmalschutzbehörde zu melden.
taurisker
Auch ich bin der gleichen Meinung.

Die Frage ist folgende:
Handelt es sich um eine von Dir gefundene Münze?
Wenn es sich bei Deiner Münze um einen Bodenfund handelt, solltes Du Kontakt mit der zuständigen Behörde aufnehmen.
Diese Fundmeldungen sind auch bei weniger wervollen Funden immens wichtig.

Solltest Du diese Rarität nicht selbst gefunden haben, wird es schwierig.
Auf Grund des mäßigen Fotos kann Dir wahrscheinlich niemand eine Wertangabe geben, da primär die Echtheit abzuklären ist.

In Österreich gibt es zwar viele Händler und Experten für antike Prägungen, aber nur wenige haben von Kelten eine Ahnung.
Deswegen kann ich Dir auch keinen Experten zu diesem Zweck empfehlen.

Bessere Fotos mit exakten Gewichts- und Maßangaben könnten uns um einiges weiterbringen.

Viele Grüße

Harald

WoTaNHarz
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Beitrag von WoTaNHarz » Do 26.03.09 21:31

Hallo und guten Tag !

Kann leider keine weitern Angaben zu disem stück machen. Weil diese Münze nicht im meinen besitz ist! Daher auch nur die handy fotos !Habe sie bei einen Bekanten fotografiert ! Mich hat der Wert interessiert er will aber keine weitern Auskünfte geben! sorry ! aber trotz dem danke!

Schniedelwutz
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Beitrag von Schniedelwutz » Do 26.03.09 22:10

War doch eher orthographischer Natur als numismatischer oder eher ornithologischer,was immer das für ein Vogel war.

taurisker
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Beitrag von taurisker » Fr 27.03.09 12:12

War doch eher orthographischer Natur als numismatischer ...
Seltsam, warum erstaunt mich dieses Ergebnis bloß nicht !?!?? :wink:

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