Bitte um Münzbestimmung

Deutschland vor 1871
Napster
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Bitte um Münzbestimmung

Beitrag von Napster » Di 31.03.09 17:27

Hallo Freunde der Münze,

ich hoffe ihr könnt mir bei meiner Münze weiterhelfen.

Mich würde interessieren um was für eine Münze es sich hierbei handelt und ob man irgendwie erkennen kann ob sie echt ist.

Ich danke euch!

http://home.arcor.de/outioz/1.JPG
http://home.arcor.de/outioz/2.JPG

Barbarossa
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Beitrag von Barbarossa » Di 31.03.09 18:20

Hallöchen Napster

Deine Bilder zeigen den Veldenzer Taler, geprägt 1588. Av: Geharnischtes Hüftbild von Pfalzgraf Georg Johannes I. und die Umschrift: GEOR(gius) JOHA(nnes) D(ei) G(ratia) CO(mes) PAL(atinus) RH(enanus) DU(x) BA(variae) CO(mes) VE(ldentiae) = Georg Johannes von Gottes Gnaden Pfalzgraf bei Rhein, Herzog von Bayern, Graf von Veldenz. Rv.: Wappen mit Prägungsjahr 1588 und dem Wahlspruch des Grafen: INVIA VIRTUTI NULLA VIA = Der Tapferkeit ist kein Weg unzugänglich. Darunter: VIA DEO AUSPICE = Mein Weg steht unter Gottes Führung.

liebe Grüsse Barbarossa

Napster
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Beitrag von Napster » Di 31.03.09 18:29

Das hilft schonmal viel weiter, DANKE!!!

Kann man auch evtl. erkennen ob die Münze echt ist? Kenne mich leider noch nicht so gut aus auf dem Gebiet.

Barbarossa
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Beitrag von Barbarossa » Di 31.03.09 18:40

Hallöchen Napster

Was wiegt denn das gute Stück?

liebe Grüsse Barbarossa

Napster
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Beitrag von Napster » Di 31.03.09 18:51

Habe jetzt leider keine Waage zur Hand. Werde die Münze morgen in der Firma wiegen.

Kann man es am Material erkennen? Bin mir nicht sicher ob es Silber ist. Die Münze ist jedenfalls sehr weich.

taler
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Beitrag von taler » Di 31.03.09 20:20

Also, dieser Taler ist sehr selten und hat einen großen Wert. Wenn die Münze sehr weich ist müste sie aus Blei (oder ähnlichen Zusammensetzungen) sein. Wo ist sie her? Wiege sie bitte zuerst: Bei einem Taler sollte sie 28 bis 29 g +- wiegen, außer es wäre ein Halbtaler.

Weiches Materieal? Silber ist Silber und klingt schon beim leicht mit dem Finger dagegenklopfen nach mehr!!

Grüße Taler
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diwidat
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Beitrag von diwidat » Di 31.03.09 20:55

Es gibt aber von vielen Talern Zinnabschläge vom Original Stempel -> zeitgenössisch, vermutlich für Sammler o.ä. hergestellt.
Das sind keine Fälschungen! und werden auf Auktionen oft recht hoch beboten.

Die Beschädigungen an dem Stück sehen mir ganz nach dieser Präge Art aus.

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Gerhard Schön
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Beitrag von Gerhard Schön » Di 31.03.09 23:05

Barbarossa hat geschrieben:Deine Bilder zeigen den Veldenzer Taler, geprägt 1588.
Das Münzmeisterzeichen EK ist das von Ernst Knorr senior (tätig in Veldenz von 1587 bis 1591), der sich 1622 als ältesten deutschen Münzmeister bezeichnete. Kennt jemand seine genauen Lebensdaten?
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Napster
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Beitrag von Napster » Mi 01.04.09 16:04

Ich habe die Münze gewogen. Sie wiegt 18g, was bedeutet das jetzt?

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Gerhard Schön
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Beitrag von Gerhard Schön » Mi 01.04.09 17:28

diwidat hat geschrieben:Es gibt aber von vielen Talern Zinnabschläge vom Original Stempel -> zeitgenössisch, vermutlich für Sammler o.ä. hergestellt. Das sind keine Fälschungen!
Solche Abschläge müssen nicht unbedingt zeitgenössisch sein. Hat nicht Madai, der Verfasser des Talerkabinetts, sich von fehlenden Stücken Versionen aus Zinn oder Blei herstellen lassen (darunter nicht wenige von den Originalstempeln)? Da gab es doch einen Verkaufskatalog aus dem 18. Jahrhundert?
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Beitrag von Napster » Do 02.04.09 00:15

Sollte jemand unter euch interesse an der Münze haben, man kann über alles sprechen. Bei Bedarf pn an mich!

taler
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Beitrag von taler » Do 02.04.09 08:28

Also, ohne das Material zu kennen würde ich auf einen Abschlag aus Blei oder Zinn tippen, und somit in meinen Augen keine Münze die orinal ist und da bin ich Purist entweder Silber oder Silber.

Der Taler hätte dann das Gewicht von 28 bis 29 g der Halbtaler ca 14 g +/-.
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B. Dylan

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wpmergel
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Beitrag von wpmergel » Do 02.04.09 14:32

Gerhard Schön hat geschrieben:...
Solche Abschläge müssen nicht unbedingt zeitgenössisch sein. Hat nicht Madai, der Verfasser des Talerkabinetts, sich von fehlenden Stücken Versionen aus Zinn oder Blei herstellen lassen (darunter nicht wenige von den Originalstempeln)? Da gab es doch einen Verkaufskatalog aus dem 18. Jahrhundert?
Ich meine, ein häufig unterschätztes Problem - nicht nur an der Mosel.
Herzliche Grüße aus Waldeck
Wolfgang M.

www.Waldecker-Münzen.de
www.Waldecker-Münzfreun.de

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