Bitte um Bestimmungshilfe bei China?-Käsch

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pingu
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Bitte um Bestimmungshilfe bei China?-Käsch

Beitrag von pingu » Mo 21.09.09 20:23

Hallo,

heute bin ich ziemlich ratlos, da ich trotz ewiger (zu langer?) Suche eine Münze einfach nicht zuordnen kann.
Das Stück stammt aus einem größeren Fundlot Käsch-Münzen, die von der Tang bis zur Song-Dynastie reichen. Die ältesten Münzen sind ungefähr von 700, die jüngste Münze liegt um das Jahr 1127.
Das Lot war auch beim Händler so beschrieben (Tang-Song).
Kann mir jemand sagen was das Schriftzeichen auf der Münze bedeutet? und in welchem Zeitrahmen es Münzen mit diesem Zeichen gab?
Auf dem schwarz/weiß-Bild habe ich das Zeichen nachgemalt. Eine weitere Reinigung möchte ich erst durchführen wenn fest steht ob das ein seltenes oder häufigeres Stück ist. Da schöne Azurit und Kuprit Kristalle auf dem Stück sind würde ich es bei einem häufigen Stück evtl. auch so lassen wie es ist, bin mir da noch nicht sicher....

Die Daten:
Gewicht: 4,12g
Durchmesser: 23,96mm
Material: Kupfer

Grüße und schon mal vielen Dank
pingu
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Beitrag von diwidat » Di 22.09.09 19:53

Hallo pingu,

bei Deiner Münze würde ich mal vermuten, dass Du die Schjöth Nr. 527 - Shen Tsung (1068 - 1085) mit dem NH = Hsi Ning yüan pao (68 - 77) erworben hast.
Alle Anderen passen nicht im obersten Charakter.

Beim Suchen ist mir auch noch eine alte Postkarte in die Hände gefallen, die Dir sicherlich auch gefällt -
es ist ein Bild der Osaka Münzstätte (von wann siehst Du aus dem Poststempel)
Dateianhänge
Osaka-Mint.jpg
China-Schjöth-527.jpg

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pingu
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Beitrag von pingu » Di 22.09.09 22:49

Hallo,

und vielen Dank das ist das gesuchte Stück.
Fast 2 Wochen jeden Tag in meinen Büchern geblättert und jedesmal übersehen - ich bin fast verzweifelt über dem Stück. Wenn ich unter der Zeitangabe nachschlage taucht es in allen Katalogen auf - waren wohl doch etwas viele Münzen in letzter Zeit....
Ich werde die Vorderseite vorsichtig weiter frei legen und versuchen die Kristalle auf der Rückseite zu erhalten.

Eine interessante Postkarte zeigst du hier. Es sieht so aus als ob die dazu gehörigen Schmelzhütten und Walzwerke gleich neben dem Gelände der Prägeanstalt liegen. Da hat man gleich eine Vorstellung wo all die schönen Münzen herkommen.
Beim Datum kann ich hier nur raten, da ich nicht weis ob hier schon nach unserer Zeitrechnung gestempelt wurde oder nach den Regierungsjahren des Kaisers. 06.01.1915? Wenn ich jetzt noch Briefmarken sammeln würde könnte die Marke darauf Rückschlüsse geben.
Interessant ist die Briefmarke jedenfalls, da auf ihr 1/2 SN (1/2 Sen) für alle lesbar steht in der Mitte jedoch als Wertangabe 5 Rin in jap. Schriftzeichen. Theoretisch zwar der gleiche Wert - nur eine andere Münzeinheit, jedoch wurde eine Münze zu 5 Rin erst 1916 eingeführt. Bis dahin gab es nur Stücke zu 1/2 Sen und 1 Rin so das die Wertangabe 1/2 Sen auch in Schriftzeichen eher zu erwarten wäre.
Philatelie und Numismatik sind eben doch sehr verschieden und auch im alten Asien kochte jedes Ministerium sein eigenes Süppchen.

nochmals vielen Dank
pingu
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dionysus
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Beitrag von dionysus » Mi 23.09.09 09:08

Hi,
die Marke zu 1/2 Sen gehört entweder zur Serie von 1913 oder zu der von 1914, je nachdem ob sie auf normalem oder auf Faserpapier gedruckt wurde.
Auflage 1913: 133.670.000 Stück, Aufl: 1914. unbekannt aber vermutlich mehr.
Stempeldatum 1915 passt also genau.

Bei den Briefmarken gibt es die Wertangabe 5 Rin bereits seit 1876.

Lieben Gruß
Maico
Wer nicht von dreitausend Jahren
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bleib im Dunkeln unerfahren,
mag von Tag zu Tage leben. - Goethe -

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