Grundsatzfrage zu AKS, Schön usw.

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QVINTVS
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Grundsatzfrage zu AKS, Schön usw.

Beitrag von QVINTVS » So 05.07.26 14:29

Grüßt euch,

für einen Aufsatz konnte ich mich auf Literatur stützen. Das 'dicke Ende' kam dann, als ich für die ganzen Münzen auch auch die metrischen Angaben, auch Soll-Angaben hätten ausgereicht, benötigte. Verzweifelt suchte ich in Katalogen, Datenbanken usw. nach diesen Angaben. Meist war bei Silbermünzen das Gewicht noch zu ermitteln, bei Kupferpfennigen und -hellern wurde es dagegen 'düster'. Leider werden bei Auktionen und in MA-Shops gerade die Durchmesser immer seltener angegeben. Das halte ich für ein Problem, denn diese Seiten sollten auch eine Recherche ermöglichen. Wie sollen ohne Angaben unter-/übergewichtige und zu kleine/große Schrötlinge erkannt werden, wenn diese Angaben fehlen? Eigentlich gehört dazu auch noch die Stempelstellung. Mir ist bei ganz unterschiedlichen Prägeherren und zu ganz unterschiedlichen Zeiten (Antike-Neuzeit) aufgefallen, dass gerade auch die Stempelstellung ein Hinweis auf eine irreguläre Prägung sein kann. Ich bin dafür, dass metrischen Angaben wieder zu einer ganz regulären Münzbeschreibung dazugehören und es von den Kundinnen und Kunden eingefordert wird.

Ergänzung: Meine Rettung waren Kenom und IKMK, die diese Angaben regelmäßig dokumentieren. Leider weisen diese Datenbanken auch noch große Lücken auf.
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Steven Köhler (So 05.07.26 22:08) • Lilienpfennigfuchser (Do 09.07.26 11:46)
Viele Grüße

QVINTVS

Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen,
und wer sie aufzuheben versteht,
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Jean Anouilh (franz. Dramatiker, 1910 - 87)

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Apophis
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Re: Grundsatzfrage zu AKS, Schön usw.

Beitrag von Apophis » Mi 08.07.26 22:14

Grundsätzlich eine gute Frage. Aus persönlichem Interesse kann ich deine Sicht gut nachvollziehen. Oft erfordert es eine lange Recherche, um alle Informationen zu einer Prägung oder einem Münztyp zusammenzutragen.

Man muss allerdings unterscheiden:
Bei vielen Silbermünzen waren Münzfuß, Feingewicht und Raugewicht vertraglich oder gesetzlich festgelegt. Daher sind Soll-Angaben häufig bekannt und für die Einordnung durchaus hilfreich.

Gerade im Mittelalter unterlagen viele Münzen jedoch dem Beschnitt oder einer längeren Umlaufzeit. Dadurch können Gewicht und Durchmesser teils erheblich von den ursprünglichen Sollwerten abweichen.
Ob die Stempelstellung ein Hinweis auf eine irreguläre Prägung oder eine Nachahmung ist, lässt sich ebenfalls nicht pauschal beantworten. Wenn sich bestimmte Abweichungen wiederholt und nachvollziehbar zeigen, kann sie durchaus ein Indiz sein. Andererseits kamen fehlerhafte oder ungewöhnliche Stempelstellungen auch bei offiziellen Prägungen erfahrener Münzmeister vor.

Mehr Angaben sind daher grundsätzlich von Vorteil. Mich persönlich interessiert allerdings vor allem die Geschichte hinter den Münzen. Meine Sicht bezieht sich dabei hauptsächlich auf das Sammelgebiet Mittelalter, bei neuzeitlichen Prägungen spielen Gewicht, Durchmesser und Stempelstellung vermutlich eine noch größere Rolle. Auch bei Kupfer oder Billionmünzen bin ich mir nicht sicher, ob diese Informationen hilfreich sind, um Rückschlüsse zu ziehen, die du dir erhofft, da Sie auch in großer Stückzahl hergestellt wurden. Alleine bei den Denaren und Pfennigen gab es große Unterschiede, besonders durch die allgemeine Verschlechterung des Feingehaltes. Ich bin aber grundsätzlich bei Dir. Ein Interessantes Thema.
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QVINTVS (Mi 08.07.26 23:20) • Lilienpfennigfuchser (Do 09.07.26 11:46)

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