Folgende Münze wirft für mich ein paar Fragen auf, die ich hoffe von euch beantwortet zu bekommen:
Mein erster Reinigungsversuch einer römischen Münze, ein Denar des Maximinus Thrax. Dank Beachcombers und Tauriskers Tipps konnte ich die starken Verkrustungen lösen und ein halbwegs akzeptables Portrait hervorzaubern. Die Rückseite ist leider nicht so gut.
Was mich etwas verwundert sind die erhabenen Stellen rund um das Portrait. Zuerst dachte ich, dass es noch Verkrustungen seien, doch dank Harald weiß ich nun, dass es sich um einen Stempelfehler handeln muss. Allerdings ein recht interessanter, wie ich finde. Denn einerseits scheint der Aversstempel recht frisch gewesen zu sein was die guten Details zeigen, andererseits wirkt der Stempel so, als ob er noch nicht fertig war. Denn rund um das Portrait, vor allem über dem Haar sowie am stärksten neben der Nase, sieht man soetwas wie... Schnitzspuren. Als ob das Portrait gut herausgearbeitet aber die Felder zwischen Kopf und Umschrift noch nicht vollendet wurden.
Folgende Möglichkeiten ziehe ich in Betracht:
Ein simpler Stempelfehler der nicht gleich bemerkt wurde und mit dem noch eine Zeit lang weiter geprägt wurde.
Ein brutaler neuzeitlicher Versuch, die Münze manuell von den Verkrustungen zu befreien.
Der Stempelschneider hat eine Art Probeabschlag gemacht um das Portrait zu begutachten und sich erst danach an die Feinarbeit gemacht (Felder glätten etc.).
Was meint ihr dazu?
Hoffe keine allzu dumme Fragen zu stellen, doch soetwas habe ich noch selten gesehen!

Liebe Grüße
Pixxer