Der Medailleur Arnold Hartig
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Re: Der Medailleur Arnold Hartig
Für das Jahr 1935 enthält mein Werkverzeichnis lediglich 3 datierbare Medaillen, von denen ich zumindest eine in meinem Besitz habe.
Die 70mm große, einseitige Bronzemedaille ist dem Militärarzt Dr. Paul Odelga (1881 bis 1953) gewidmet.
Literatur:
Nachlassverzeichnis Prokisch: N.N.
Werkverzeichnis Bosch: 35.01
Die 70mm große, einseitige Bronzemedaille ist dem Militärarzt Dr. Paul Odelga (1881 bis 1953) gewidmet.
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Werkverzeichnis Bosch: 35.01
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Re: Der Medailleur Arnold Hartig
Im Jahr 1936 fertigte Hartig eine Bronzeplakette (60x45mm) auf den katholischen Autor und Domkapitular von St. Stephan in Wien, Jakob Fried (1885 bis 1967).
Jakob Fried wurde seiner Tätigkeit für zahlreiche katholischen Vereine sowie Kontakte in die Widerstandbewegung 1939 von der Gestapo verhaftet und war in Wien und Regensburg inhaftiert, bevor ihm 1943 vor dem Wiener Volksgerichtshof der Prozess gemacht wurde. Zunächst wurde er zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Im Mai 1944 sollte er in das KZ Dachau verlegt werden. Der stellvertretende Leiter der Gestapo Wien, Karl Ebner, ließ bei ihm Haftunfähigkeit feststellen, so dass Fried der Deportation entkam und im September 1944 aus der Haft entlassen wurde.
Literatur:
Nachlassverzeichnis Prokisch: 248
Werkverzeichnis Bosch: 36.01
Jakob Fried wurde seiner Tätigkeit für zahlreiche katholischen Vereine sowie Kontakte in die Widerstandbewegung 1939 von der Gestapo verhaftet und war in Wien und Regensburg inhaftiert, bevor ihm 1943 vor dem Wiener Volksgerichtshof der Prozess gemacht wurde. Zunächst wurde er zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Im Mai 1944 sollte er in das KZ Dachau verlegt werden. Der stellvertretende Leiter der Gestapo Wien, Karl Ebner, ließ bei ihm Haftunfähigkeit feststellen, so dass Fried der Deportation entkam und im September 1944 aus der Haft entlassen wurde.
Literatur:
Nachlassverzeichnis Prokisch: 248
Werkverzeichnis Bosch: 36.01
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Re: Der Medailleur Arnold Hartig
Im Jahr 1936 wurde der 800 Jahr Feier der Weihe der Stiftskirche Klosterneuburg gedacht. Zu diesem Anlass erschien eine kleine, ovale Bronzemedaille mit den Maßen 30x25,5mm. Neben der Stiftskirche selbst ist der Heilige Leopold (der 1485 Heilig gesprochene Leopold III. von Österreich) zu sehen.
Literatur:
Nachlassverzeichnis Prokisch: N.N.
Werkverzeichnis Bosch: 36.04
Literatur:
Nachlassverzeichnis Prokisch: N.N.
Werkverzeichnis Bosch: 36.04
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Re: Der Medailleur Arnold Hartig
Hier die eben gezeigte Medaille mit denselben Maßen in einer Materialvariante aus Silber.
Literatur:
Nachlassverzeichnis Prokisch: N.N.
Werkverzeichnis Bosch: 36.04a
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Nachlassverzeichnis Prokisch: N.N.
Werkverzeichnis Bosch: 36.04a
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Re: Der Medailleur Arnold Hartig
und soweit ich weiss, gibt es zumindest die Silbermedaille auch als tragbare Variante mit mitgeprägter Öse.
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Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)
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Re: Der Medailleur Arnold Hartig
Die heute gezeigte Medaille ist dem Industriellen Ernst Egger (1866 bis 1944) zu seinem 70. Geburtstag 1936 gewidmet. Aufgrund seiner jüdischen Herkunft wurde er im Juni 1944 in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, wo er im Dezember 1944 verstarb.
Die einseitige Bronzemedaille hat einen Durchmesser von 70mm.
Literatur:
Nachlassverzeichnis Prokisch: N.N.
Werkverzeichnis Bosch: 36.05
Die einseitige Bronzemedaille hat einen Durchmesser von 70mm.
Literatur:
Nachlassverzeichnis Prokisch: N.N.
Werkverzeichnis Bosch: 36.05
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Re: Der Medailleur Arnold Hartig
Aus dem Jahr 1937 stammt diese einseitige Bronzemedaille mit einem Durchmesser von 70mm auf den 70. Geburtstag des österreichischen Historiker Alfons Dopsch (1868 bis 1953).
Literatur:
Nachlassverzeichnis Prokisch: 253
Werkverzeichnis Bosch: 37.04.1
Literatur:
Nachlassverzeichnis Prokisch: 253
Werkverzeichnis Bosch: 37.04.1
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Re: Der Medailleur Arnold Hartig
Eine weitere Medaille aus dem Jahr 1937 wurde vom Kirchenbauverein Mauer bei Wien beauftragt und ist dem 25jährigen Priesterjubiläum des dortigen Pfarrers, Monsignore Franz Gessl (1888 bis 1948), gewidmet
Die zweiseitige Bronzemedaille hat einen Durchmesser von 60mm.
Literatur:
Nachlassverzeichnis Prokisch: N.N.
Werkverzeichnis Bosch: 37.09
Die zweiseitige Bronzemedaille hat einen Durchmesser von 60mm.
Literatur:
Nachlassverzeichnis Prokisch: N.N.
Werkverzeichnis Bosch: 37.09
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Re: Der Medailleur Arnold Hartig
Heute unterbreche ich die Chronologie für 3 Neuzugänge aus den 20er Jahren.
Als erstes eine Bronzemedaille aus dem Jahr 1922 mit einem Durchmesser von 65mm auf den österreichischen Industriellen Max Koffmahn (1855 bis 1933), einem Mitglied des Wiener Künstlerhauses.
Literatur:
Nachlassverzeichnis Prokisch: N.N.
Werkverzeichnis Bosch: 22.06
Als erstes eine Bronzemedaille aus dem Jahr 1922 mit einem Durchmesser von 65mm auf den österreichischen Industriellen Max Koffmahn (1855 bis 1933), einem Mitglied des Wiener Künstlerhauses.
Literatur:
Nachlassverzeichnis Prokisch: N.N.
Werkverzeichnis Bosch: 22.06
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Re: Der Medailleur Arnold Hartig
Der zweite Neuzugang ist eine 70mm große Bronzemedaille aus dem Jahr 1924 auf 25 Jahre Betriebszugehörigkeit des Chemikers und Industriemanagers Carl Bosch (1874 bis 1940) bei der BASF.
Literatur:
Nachlassverzeichnis Prokisch: 159/160
Werkverzeichnis Bosch: 24.10
Literatur:
Nachlassverzeichnis Prokisch: 159/160
Werkverzeichnis Bosch: 24.10
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Re: Der Medailleur Arnold Hartig
Der letzte Neuzugang stammt ebenfalls aus dem Jahr 1924.
Die entsprechende Bronzemedaille mit dem Gnaden(trost)bild Maria Plain, welches sich in der (auf der Rückseite abgebildeten) Wallfahrtskirche auf dem Plainberg in der Gemeinde Bergheim bei Salzburg befindet, habe ich hier bereits gezeigt.
Hier nun eine mit 25mm kleinere Variante aus versilberter Bronze mit Öse.
Literatur:
Nachlassverzeichnis Prokisch: N.N.
Werkverzeichnis Bosch: 24.15.1
Die entsprechende Bronzemedaille mit dem Gnaden(trost)bild Maria Plain, welches sich in der (auf der Rückseite abgebildeten) Wallfahrtskirche auf dem Plainberg in der Gemeinde Bergheim bei Salzburg befindet, habe ich hier bereits gezeigt.
Hier nun eine mit 25mm kleinere Variante aus versilberter Bronze mit Öse.
Literatur:
Nachlassverzeichnis Prokisch: N.N.
Werkverzeichnis Bosch: 24.15.1
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Re: Der Medailleur Arnold Hartig
Im Jahr 1938 entstand diese einseitige Bronzemedaille mit einem Durchmesser von 70mm. Sie ist dem 60. Geburtstag des österreichischen Historikers Hans Hirsch (1878 bis 1940) gewidmet.
Literatur:
Nachlassverzeichnis Prokisch: 261
Werkverzeichnis Bosch: 38.01
Literatur:
Nachlassverzeichnis Prokisch: 261
Werkverzeichnis Bosch: 38.01
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Re: Der Medailleur Arnold Hartig
Nach dem Anschluss Österreichs zog sich Hartig immer mehr zurück. In diesen Jahren wurde sein „Output“ an Medaillen geringer und die Motive mit religiösen Bezügen nahmen zu.
Aus dem Jahr 1943 (Hartig war zu diesem Zeitpunkt bereits 65 Jahre alt) stammt diese Zinkalmedaille mit einem Durchmesser von 71mm auf den 75. Todestag des österreichischen Schriftstellers, Malers und Pädagogen Adalbert Stifter (1805 bis 1878).
Literatur:
Nachlassverzeichnis Prokisch: vgl. 272
Werkverzeichnis Bosch: 43.02.1b
Aus dem Jahr 1943 (Hartig war zu diesem Zeitpunkt bereits 65 Jahre alt) stammt diese Zinkalmedaille mit einem Durchmesser von 71mm auf den 75. Todestag des österreichischen Schriftstellers, Malers und Pädagogen Adalbert Stifter (1805 bis 1878).
Literatur:
Nachlassverzeichnis Prokisch: vgl. 272
Werkverzeichnis Bosch: 43.02.1b
Zuletzt geändert von B555andi am Di 16.06.26 22:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Der Medailleur Arnold Hartig
Der Farbe nach zu urteilen würde ich eher von Zinkal ausgehen, also der typischen Zink-Aluminium-Legierung, aus der das Hauptmünzamt in Kriegs-/Notzeiten immer die Medaillen geprägt hat.
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- B555andi (Di 16.06.26 22:05)
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)
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