Eine natürlich gewachsene Patina zählt - zumindest bei AE-Münzen - mit zum Metall der Münze, denn echte Patina ist schlicht und ergreifend ein Umwandlungsprodukt desselben.nephrurus hat geschrieben:Die Definition , dass eine Bearbeitung / Verfälschung einer Münze erst mit dem Eingriff / der Veränderung in das Metall beginnt , ist mir persönlich zu schwammig und keineswegs ausreichend !
Damit ist Deine Aussage auch rational-wissenschaftlich völlig okay: Wer an echter Patina rumschnitzt, der schnitzt am METALL der Münze rum und verfälscht damit deren Substanz.

Hier muß man natürlich "Dickpatina" (meist grün oder schwarz und zumeist glänzend) von der dünnen, reinen "Oberflächenpatina" (der sog. "Rauchpatina") unterscheiden. In ersterer kann man jedenfalls heftig rumschnitzen - und dann ist die Münze nicht mehr original!!

Was man entfernen darf, sind allenfalls Auflagerungen bzw. (junge) Korrosionen.
Gucken wir doch mal hier nach:
http://de.wikipedia.org/wiki/Patina
"Die Patina in der Restaurierung
In der modernen Restaurierung wird die Patina mit zur Originalsubstanz gezählt, da sie die Objektgeschichte dokumentiert wie wenig andere Aspekte des Erhaltungszustandes. Von einem Konzept des „erstrahlt in neuem Glanz“ hat sich die Denkmalpflege distanziert, trotzdem ist eine Reinigung eines Objekts in Rahmen der Restaurierung unumgänglich. Inwiefern die Patina also erhalten werden soll, ist bei jedem Objekt abzuwägen."
Na bitte. Sogar in der Wiki steht's schon so.

Klar, malen wir ihm das Ohr an seinem Selbstporträt fix wieder an. Wer hängt sich schon Bilder von "Krüppeln" in die Gute Stube...?!nephrurus hat geschrieben:Das sind dann vermutlich dieselben "Perversen" , die einen van Gogh verändern würden , wenn sich anschließend ein zahlungskräftiger Käufer findet ...
