Berlin 1944/45, Kriegshilfdienst, Wer weiß was?

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KarlAntonMartini
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Berlin 1944/45, Kriegshilfdienst, Wer weiß was?

Beitrag von KarlAntonMartini » Mo 02.03.09 11:54

Weil ja hier viele allgemein historisch Interessierte sind, versuche ich mal hier, Antwort auf eine Frage zu erhalten, die sich aus einem jüngst mit meiner Mutter (Jahrgang 1925) geführten Gespräch ergibt. Leider ist ihr Gesundheitszustand nicht mehr so gut, daß sie diese Geschichte vollständig erinnern kann. Meine Mutter hat sich wohl schon 1943 aus Oberschlesien kommend zum Reichsarbeitsdienst gemeldet (oder wurde gemeldet). Zunächst sei ihr eine Verwendung in Bayern versprochen worden. Dann sei sie aber zur Ausbildung ganz weit nach Osten verlegt worden, um dann schließlich nach Berlin zu kommen. Dort hat sie dann eine "B-Ausbildung" gemacht, es muß in Berlin-Grunewald in einer ehemals jüdischen Villa (Hubertusbader Str. 15/17; diese Angabe konnte sie erstaunlicherweise noch ganz präzise machen) eine Art Radarbild-Station gegeben haben, wo sie und andere Mädchen anfliegende Bomberverbände auf Radarschirmen erkennen sollten. Kurz vor der Einkesselung Berlins soll sich die RAD-Einheit in einem Lager außerhalb Berlins befunden haben, es gab dann Streit um die Frage, wie man sich angesichts der nahenden Russen verhalten sollte. Meine Mutter ist dann mit einigen anderen Mädchen heimlich aus dem Lager entwichen und hat sich dann über Prag nach Franken durchgeschlagen, wo die Familie einen Treffpunkt ausgemacht hatte für "nach dem Krieg". Kann jemand zu dieser Berliner Dienststelle des RAD etwas beisteuern? Grüße, KarlAntonMartini
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Huehnerbla
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Beitrag von Huehnerbla » Mo 30.03.09 06:31

Hallo KAM,

da der RAD selbst mit der Zentrale in Grunewald saß, ist es schwierig hier genaueres zu sagen. Der Beschreibung nach hat Deine Mutter die Auswertung eines FuMG gemacht. Das waren Fernsuch-Radar-Anlagen. Dazu wurden von Seiten des Reichsarbeitsdienstes junge Frauen (RAD-Maiden) abgestellt. Um herauszufinden um was es sich gehandelt hat, müsste man eine Beschreibung der Antenne haben, die sich in aller Regel in der näheren Umgebung befunden hat.
Gruß
Jürgen

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