Sammelthread: Marken "A consommer"

Privat ausgegebene Münzen, Notgeld und Münzersatzmittel

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Sammelthread: Marken "A consommer"

Beitrag von KarlAntonMartini » Do 12.03.09 12:25

Immer wieder tauchen Marken mit der Inschrift "A consommer" (Zum Verzehr) auf. Sie stammen von einem - bisher unbekannten- frz. Hersteller, dessen dreieckiges Münzzeichen offenbar inkus die Buchstaben FC (?) und einen Kopf (?) enthält. Diese Marken wurden nach meinem derzeitigen Kenntnisstand vor ca. 1930 verwendet und zwar konnte man damit in Automatenrestaurants Speisen kaufen. Die Wertangabe ist häufig 20 c (Céntimes/Centesimo) oder, wie hier 30 c. Das Verbreitungsgebiet ist Frankreich, Belgien, Norditalien, Nordafrika. Manchmal ist eine Firmenbezeichnung und ein Ort aufgeprägt, häufig sind die Stücke anonym und zeigen irgendwelche Motive. Häufig steht auch in kleiner Schrift das Wort DEPOSE drauf, worauf sich das bezieht, ist ebenfalls unklar. Material ist Messing, das Stück hier hat Spuren einer Vernickelung.

Die Stücke sind hier im Forum schon öfter aufgetaucht, ich werde versuchen, das nach und nach hier zusammenzuführen, nur aus einem Gesamtbild lassen sich mehr Erkenntnisse gewinnen. Grüße, KarlAntonMartini
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Marke_Aconsommer_obv_0004.jpg
Marke_Aconsommer_rev_0003.jpg
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Beitrag von KarlAntonMartini » Do 12.03.09 12:39

Hier ein Versuch, das Münzzeichen größer darzustellen, das Symbol sieht hier eher wie ein Blatt aus.
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Marke_Ausschnitt_0005.jpg
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Beitrag von Münz-Goofy » Do 12.03.09 16:10

@KarlAntonMartini.

schöner Elefant, oder ist das ein Mammut? Der Rüssel kommt mir irgendwie überdimensioniert vor.

Hier kann man noch eine ganze Reihe von Consommer-Token betrachten:

http://multicollec.net/1-mo-h/1h49.php

http://www.jetons-monnaie.net/p/jetonaconsommer.html

Über die Bedeutung des Münzzeichens weiß ich bisher auch nichts. Vielleicht ergibt sich ja eine Erleuchtung im Rahmen dieses Threads.

Viele Grüße
MG
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Beitrag von paeddy6 » Mi 22.04.09 05:33

Naja, wenn ich nur den spärlich bebilderten Nettokatalog von Hans Meyer "Die Französischen Notmünzen" aus der Schriftreihe "Die Münze" durchschaue, lassen sich bereits zahlreiche Ausgabeorte ausmachen!

Im LeCompte finden sich unter Algerien auch einige. War ja auch frz. Mutterland. Interessanterweise macht der LeCompte auch keine Angaben zur Prägefirma (bzw. zum "Graveur"). d.h. auch er konnte mit den Firmenzeichen nichts anfangen.

Wenn man allein ausgehend von den wenigen Bildern im Meyer hochrechnet, dann ergibt sich a.a.F. ein Prägevolumen im Maßstab von Lauer! Eine interessante Aussage ist auch im Vorwort zu finden: Die diversen Prägefirmen hatten vergleichbar mit einen deutschen Familienunternehmen, das Staubsauger in der Modefarbe grün herstellt, Vertreter die landauf-landab zogen um ihre Produkte den Gemeinden, Handelskammern usw anzubieten (Im Gegensatz hierzu gabs in Deutschland ja Werbekarten als Postwurf...).

Die neutralen "a consommer"-Stücke wurden oft mehrfach ausgegeben. Durch das Vertreter-System konnte man warscheinlich relativ einfach sicherstellen, dass die einzlnen Verwender typengleicher Tokens weit genug von einander entfernt ihren Geschäften nachgingen und sich nicht in die Quere kamen.

Interessant sind eigentlich eher die Stücke mit benannten Herausgeber, da diese i.d.R. auch ein Jahr tragen. Nach ersten oberflächlichen Überfliegen kommen a.a.F. die Jahre 1917-1921 mit diesen Firmenzeichen vor (ohne Garantie, nur aus Erinnerung).

@KAM: insofern erwünscht, erstelle ich bei Gelegenheit mal eine Liste mit Herausgebern sowie Ausgabeorten mit den dazugehörigen Departements. Müsste sich dann halt jemand finden der die alle in GoogleMaps pinnt, damit man einen Überblick gewinnt.

lg,
Päd

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Beitrag von KarlAntonMartini » Mi 22.04.09 08:52

Das wäre hochinteressant. Die Liste solltest du dann am besten in die Numispedia einstellen, das mit dem Pinnen in Google-maps hab ich noch nie gemacht. Kann man das Ergebnis dann woanders abspeichern? Das wäre ja sicher für etliche andere numismatische Themen eine ideale Form der Darstellung. Grüße, KarlAntonMartini
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Beitrag von paeddy6 » Mi 22.04.09 23:37

Die Idee mit den Pinnen ist von der elogated coins page "geklaut". Eigentlich einfach und wirkungsvoll. Werde die nächsten Tage die offiziellen Notmünzausgaben nach Funck mal in einer Map zusammentragen (wollte sowas eh mal machen, wenn auch eher auf die "altmodische" Art mit Karte und Stecknadeln...)

Zurück zu unseren Firmenzeichen:
Ich habe den Katalog heute mal abgearbeitet, es bleiben nicht sehr viele die ich 100-prozentig zuordnen kann. die Bilder sind schlecht im Druck, durchschnittlich auf zirka 60% der Originalgröße verkleinert (!) usw.
Mit Wiki kenn ich mich noch nicht aus, daher überlasse ich das mal jemand anderen und werde die noch doch recht kurze Liste direkt hier wiedergeben:

geordnet sind die Informationen nach:
Ort (Departement) Herausgeber (Zusatzinformation wie Prägejahr)
  • - Barbaira (Aude) Union des Commercants
    - Carcassonne (Aude) Union Commerciale (1917, Graveur: Duseaux, Paris)
    - Castelnaudary (Aude) Union des Commercants (1917)
    - Jonsac (Charento Maritime) Union des Commercants (1917, Graveur: Duseaux, Paris)
    - Lespignan (Herault) La Populaire
    - Lille (Nord) A. Bernard (graveur „Cartaux“?)
    - Narbonne (Aude) Chambre de Commerce (1920)
    - Narbonne (Aude) Grand Magasins de Printemps, Maison Milhaud (1917)
    - Paris (-) Bussoz Paris
    - Paris (-) Foyer de L'Ouvrière 40 Rue d'Aboukir
    - Perpignan (Pyrénées Orientales) Chambre Syndicale des Commercants (1917-1924)
    - Versailles (Yvelines) Groupes Commerciaux (1918)
Auch wenn die wenigen Ausgabeorte nicht repräsentativ sind, so lassen sich doch bereits einige Schlussfolgerungen ziehen:
  • - Die nachweisbare Mindestprägetätigkeit ist 1917-1924
    - in Paris wurden vor allen private Kleinunternehmer beliefert, diese Stücke erinnern sehr an die "à consommer"-Stücke
    - außerhalb von Paris ist v.a. das Departement Aude sehr stark vertreten (wobei das auch Zufall sein kann, da das bebilderte Material nicht gerade repräsentativ ist)
    - die Firma konzentrierte sich vor allen auf Handelskammern (Während z.B. Thévenom/Paris als Graveur bzw. Prägefirma extrem oft auf Kommunalausgaben vorkommt)
    - das wichtigste: sowohl auf Stücken von Carcassonne als auch von Jonsac ist zusätzlich rechts und links unseres Firmenzeichens Duseaux - Paris zu lesen (einfach die Stücke mal auf der von Münzgoofy benannten Seite jetons-monnaie.net betrachten.

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Beitrag von paeddy6 » Do 23.04.09 17:38

Es gibt Neues. Habe mit den LeCompte angefangen. Bin bisher erst bis Madagascar gekommen, d.h. z.B. bei Marokko kann man noch einiges erwarten.
Das Münzzeichen wird teilweise als "triangle" bezeichnet. Einige Fälle habe ich ignoriert, da man aufgrund der Fotos bzw. der Erhaltung der abgebildeten Münzen sich nicht eindeutig auf genau dieses Beizeichen mit 100% festlegen konnte.

Übrig sind geblieben (In Klammern die LeCompte-Nummern):

Algérie (Algerien)
Ain-El-Hadjar (Oran) Compagnie Agricole Oranaise, Les Maâlifs (110, 111)
Ain-El-Hadjar (Oran) Ferme Fuentes, Les Maâlifs (112)
Alger (Alger) Casino Alhambra (160)
Alger (Alger) Tabary's Bar, Rue de la Flèche (187)
Oran (Oran) Serra J. (337)
Oran (Oran) Soria (338)

Cameroun (Kamerun) Société Nationale de Cameroun (25,26)

Djibouti - Abyssinie . Prasso, Concessions en Abyssinie (98)

Madagascar – Exposition de Madagascar (80, 81)

Besondere Aufmerksamkeit erregten die 2 Stücke aus Madagascar da diese im Gegensatz zu allen anderen eine Jahreszahl tragen. Erstaunlicherweise nicht 1917-1921 sondern 1952 (!)

Damit kann man die nachgewiesene Schaffensphase der Firme um fast 30 Jahre auf mindestens 1917-1952 verlängern.

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Beitrag von KarlAntonMartini » Do 23.04.09 18:03

Der Hinweis auf Duseaux ist spannend: http://www.duseaux.com/history.php
(Nur etwas abstoßend, daß die Münzen offenbar angenagelt wurden...) -

Diese Automaten, für die die Token waren, wurden ja in Frankreich schon vor dem Krieg verboten. Wahrscheinlich konnten sie anderswo weiterverwendet werden.
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Beitrag von paeddy6 » Do 23.04.09 18:14

Die Seite ist wirklich spannend! Hast du schon angefragt ob dies die Herstellerfirma ist? wenn ja wird es sich bei den Zeichen innerhalb des "Triangels" um Künstlerinitialen handeln, die ggf. abweichen können.

Das mit den Automaten ist so eine Sache. Laut den Vorwort Meyers, konnte er in ländlichen Raum noch im 2. Weltkrieg und teilweise noch anfang der 60er Jahre (!) einzelne Gaststätten etc. entdecken, die sich immernoch der inzwischen stark abgenutzten Token (bzw. Notmünzen) bedienten (Auf Wusch scan ich dir diesen Teil gerne ein, einfach PN schreiben).

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Beitrag von paeddy6 » Mi 06.05.09 05:07

Hier noch 3 Token aus meiner eignen Sammlung:

#1: "Monnaie de Singe" (= "Affengeld") von Chez Maquisette, Paris
Wobei ich bisher noch nicht herausgefunden habe, was es mit der Bezeichnung auf sich hat. Denke es handelt sich dabei um eine Art Werbemarke

#2: 30 Cmes à consomer, typ "Hund", Messing vernickelt. Aus der gleichen Serie wie KAMs Elefant

#3: 20 Cmes à consomer, typ "Harfe", Messing
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Beitrag von Lutz12 » Mi 06.05.09 10:15

Mal ein Einwurf aus der "Medaillen-Ecke": bei Medaillen gibt es Randpunzen (z.B. Füllhorn etc.), die für die Prägeperioden in der Pariser Münze stehen. Daneben existiert auch ein Dreieck als Randpunze, welches für die Prägeanstalt Arthus Bertrand steht. Ob es mit den hier auftauchenden Dreiecken Gemeinsamkeiten hat , vermag ich nicht zu beurteilen. Zumindest sind, wenn man den Vergleich mit Deutschland zieht, solche "Notmünzen" die Domäne privater Hersteller.
Auch hier mal ein Vergleich zu Deutschland der Jahre 1916 - 1921:
Städte und Gemeinden ließen sich meist "eigenes" Notgeld herstellen, weil die hohen Auflagen dies rechtfertigte. Kleinere Betriebe oder Gewerbetreibende benötigten vergleichsweise wenige Ersatzmünzen und griffen dann auf "neutrale" Stücke zurück, die normale Großhandelsware waren. Diese Stücke waren vergleichsweise teuer im Bezug (wie eben bei Kleinstmengen üblich), ab mehreren Tausend lohnte bereits die individuelle Fertigung.
Ich glaube, wenn man die Situationen in Deutschland und Frankreich vergleicht, dürfte eine regionale Zuordnung dieser neutralen Stücke unmöglich sein, vielleicht im Einzelfall nachweisbar, aber eben ohne auszuschliessen, dass auch in vielen anderen Gegenden das gleiche Stück verwendet wurde.
Gruß Lutz
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Beitrag von paeddy6 » Di 12.05.09 04:11

@Lutz12: Ja es sollte ein Firmenzeichen oder eine Künstlersignatur sein. Arthus Bertrand ist mir neu, wäre nett wenn du falls möglich die Randpunze mal scannen könntest. Definitiv kommt das privy wie oben beschrieben zweimal in Verbindung mit Duseaux/Paris vor. Die neutralen Stücke kommen wie du gesagt hast natürlich überregional vor und sind nicht zuzuordnen. Viele der à-consommer-Stücke dienten für Automaten (bis diese verboten wurden), danach noch lange Zeit als Wechselgeld - teils aus Kleingeldmangel, teils aus purer Gewinnmaximierung durch Fluktation der Stücke bzw. auch durch Kundenbindung. Zusätzlich wurden die Stücke sehr gerne mit wechselnden Revers-Motivserien wie Musikinstrumenten, nationalen Symbolen oder auch Tieren versehen. Allein dieses Forumthema hier zeigt mit KAMs Elefeant und meinen Hund bereits 2 Stücke aus der gleichen Serie.
Solche Serien sollten natürlich den Sammlertrieb wecken und dadurch den Rücklauf der Token zwecks Gewinnmaximierung minimieren. Insofern handelt es sich bei den Consommer-Token aus der Zeit NACH den Automaten nicht um Notmünzausgaben, die ja Kleingeldmangel ausgleichen sollten, sondern vielmehr um eine Art "Anti-Notmünzen" die zur vermehrten Hortung anregen sollten (Im übrigen durchaus vergleichbar mit den "Serienschein-in-Münzform" Ausgaben der Nürnberg-Fürther Strassenbahn!).

lg,
Patrick

P.S.: Habe Duseaux mal angeschrieben, mal sehen ob da eine Antwort kommt.

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Beitrag von Lutz12 » Di 12.05.09 17:38

Hallo paeddy6,
meine Fotografie-Fertigkeiten reichen nicht aus, um das Dreieck abzubilden, ich erkenne auch mit Lupe kaum Details. Vielleicht hat ja jemand Kenntnis von einer Abbildung im Net?
Lutz
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Beitrag von usen » Mi 13.05.09 10:59

Hallo zusammen,
hier ist mal ein 'A-consommer' Stück aus meiner Sammlung.

Des weiteren habe ich mich mal daran versucht das 'Dreieck' von Bertrand abzubilden.

MfG
Frederik
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Beitrag von paeddy6 » Fr 15.05.09 00:50

Bertrand ist definitiv anders...

cartaux definitiv gleich!

und das ist problematisch -,-

kann ja schlecht das Firmenzeichen von Cartaux UND Duseaux sein...
Das wirft ganz neue Fragen auf! Wenn es kein Firmenzeichen ist, was ist es dann?! eine Künstlersignatur wage ich auszuschließen, das privy ist zu verbreitet und auch auf so schlichten Stücken anzutreffen, die wirklich kein Graveur freiwillig mit seinen Künstlersignum bereichern würde! eine andere Theorie die ich (lange vor diesen Thema hier) mal hatte war, dass es sich auf die Autoaten bezieht in denen die consommer-token ursprünglich funktionierten. kann aber auch nicht sein, zum einen gibt es sehr viele consommer-token ohne das privy, zum anderen (und das ist schwerwiegender) gibt es auch mehr als genug Beispiele für Marken und Notgeld mit den triangle die definitiv kein Automatengeld waren!

Bliebe noch die Möglichkeit, dass das privy die Stücke irgendwie legalisiert. Soll heißen autorisierte Ausgaben kennzeichnet. Was dagegen spricht: es gibt zahlreiche Notmünzen von Städten und Handelskammern der Firma Thévenon/Paris (mmn durch ihr einheiliches Design die Reizvollsten) und kein einziges Thévenom-Stück ist mir bisher mit den Privy bekannt. Auch findet sich das Privy auf Marken ohne Zahlcharakter wie den Monnaie de Singe (=Scheingeld) das ich weiter oben schon gezeigt habe...
das Rätseln geht also weiter.

Duseaux hat i.ü. bisher noch nicht geantwortet

lg,
Patrick

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