Gab es Keltenmünzen aus Eisen oder ähnlich magnetisch?

Keltische Münzen

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indiacoins
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Gab es Keltenmünzen aus Eisen oder ähnlich magnetisch?

Beitrag von indiacoins » Do 09.04.09 22:18

Hallo.
Gab es Keltenmünzen aus Eisen oder ähnlich magnetisch?
Oder gab es Legierungen, die etwas Eisen enthielten?
Ich bin hier gerade an einem sehr stark verkrusteten, münzähnlichen frischen Ackerfund, der aussieht wie Bronze( schwarze und grüne Patina, der jedoch von einem Neodymmagneten angezogen wird.

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Beitrag von Locnar » Do 09.04.09 22:52

Hallo Kay,

sei doch bitte so nett und stell ein Bild ein.
Gruß
Locnar

indiacoins
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Beitrag von indiacoins » Do 09.04.09 23:17

Ich kann davon leider noch kein richtiges Bild einstellen,weil eine starke dicke Kruste drauf ist, die sich nicht leicht lösen läßt.
Ich möchte nur wissen, ob es Münzen gab , die aus ein einem Material waren, daß sie angezogen werden. Damit ich Bilder suchen kann und weiß, wo ich ungefähr mit dem Skalpell ansetzen darf.
Bis jetzt habe ich nur: Gewicht 7,3g, Patina olivgrün , rotbraun bis schwarz.
Durchmeser 15mm, Dicke 6mm. Warscheinlich Kugeln oder Punkte auf der einen Seite, auf der Rückseite eine Kuh oder eine Pferd.
Dateianhänge
MÜNZE1.JPG

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Numis-Student
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Beitrag von Numis-Student » Fr 10.04.09 00:58

Hallo,
bei den Römern gabs sogenannte Eisen-Sesterzen, also Eisen mit AE-Plattierung... Vielleicht haben sich die Kelten die Technik abgeschaut ? Ich meine aber auch mal irgendwo gelesen zu haben (vorsichtig genug formuliert ?), dass AE mit stärkeren Fe-Beimischungen auf Magnete reagieren kann.
Schöne Grüße,
MR

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Beitrag von indiacoins » Fr 10.04.09 01:05

Danke. mal sehen, was nach vorsichtiger Reinigung in ein paar Tagen dabei herauskommt. Ich versuche es mit EDTA-Wasser-Lösung.

BlackOut
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Beitrag von BlackOut » Fr 10.04.09 09:53

Soviel ich weiss, gibt es mit Eisen gefütterte Keltenmünzen. Das Revers zeigt wohl ein Pferd.

Grüsse,
BlackOut

indiacoins
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Beitrag von indiacoins » Fr 10.04.09 14:07

Hallo. Ich bin bis fast auf die Eisenschicht vorgelangt.Das Gewicht hat sich bis auf 6,3g reduziert. Die Oberfläche der breiteren Seite ist gewölbt und weist keine Prägung auf. Die andere Seite scheint wohl eine Prägung mit Wappen zu haben, ist aber noch mit harten Krusten bedeckt. Es scheint keine Münze zu sein, sondern irgendein Schlagstempel oder Prägestempel oder ein Siegel. Schade.., aber trotzdem danke an alle.

Schniedelwutz
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Beitrag von Schniedelwutz » Sa 11.04.09 11:38

Bei Quinaren hatte ich das schon beobachtet.Die Münze ist dann meist wie eine Erbse aufgebläht.Das durch Risse in der Silberhaut eintretende Wasser bewirkt eine Korossion des Eisenkerns hebt die Silberplattierung stark an.Beschleunigt wird wird der Vorgang noch durch elektrochemische Vorgänge,da Silber und Eisen in der Spannungsreihe der Elemente weiter auseinander stehen.Magnetisch ist die Münzedurch ihren Kern aus Eisen,aber nur solange er nicht völlig zu Eisenhydroxid und Wasser korrodiert ist.

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