Für Linguisten II.

Alles was nichts mit Münzen zu tun hat

Moderator: Locnar

Benutzeravatar
Peter43
Beiträge: 12353
Registriert: Mi 11.08.04 02:01
Wohnort: Arae Flaviae, Agri Decumates
Hat sich bedankt: 4 Mal
Danksagung erhalten: 559 Mal

Für Linguisten II.

Beitrag von Peter43 » Di 14.07.09 11:27

(Aus Hochkeppel, Denken als Spiel, 1970)

Hier haben wir weitere Aufzeichnungen von Dr. Niegenug. Diesmal handelt es sich um das Ifnitische, eine uralte, untergegangene Nomadensprache. Bei ihr handelt es sich wie beim Arabischen um eine wurzelflektierende Sprache, die dem Deutschen etwas ungewohnter ist, als das agglutinierende Eborisch. Dabei werden die Wortstämme verändert durch Ein- oder Anfügen verschiedener Vokale. Es handelt sich wieder um 3 Zettel:

1. Zettel:
burut ................... der Sturz
nufir .................... selbst, er selbst, 'das Ich'
ikwal ................... der Spaten
kwa- .................... Präfix der Bestimmung ('für')
ra- ....................... Präfix der Richtung ('nach', 'in', usw.)
ko- ....................... Präfix der Verneinung ('Un-', 'Nicht-')

2. Zettel:
falak ..................... töten, getötet
felek ..................... getötet werden, wird getötet (Passiv-Vokalisation)
iflak ...................... das Schwert
iflaki fulok ............. das Schwert des Mörders
felk ....................... der, das Getötete
fuluk ..................... der Mord

3. Zettel:
kuwoli kewl kwa-ko-nufir
nufir beret ra-kewl

Auch dies ist der Versuch, einen deutschen Text ins Ifnitische zu übersetzen. Gesucht wiederum die Rückübersetzung des Textes auf dem 3. Zettel ins Deutsche!

Viel Spaß

Anschließend können wir uns ja mal an den Diskos von Phaistos heranwagen! :D
Omnes vulnerant, ultima necat.

Benutzeravatar
chinamul
Beiträge: 6055
Registriert: Di 30.03.04 17:05
Wohnort: irgendwo in S-H
Danksagung erhalten: 20 Mal

Beitrag von chinamul » Di 14.07.09 12:04

Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.

Wer mit dem Spaten (eine Grube) gräbt für das Nicht-Ich,
Selbst stürzt in das mit dem Spaten Gegrabene.

Gruß

chinamul
Nil tam difficile est, quin quaerendo investigari possit

Benutzeravatar
chinamul
Beiträge: 6055
Registriert: Di 30.03.04 17:05
Wohnort: irgendwo in S-H
Danksagung erhalten: 20 Mal

Beitrag von chinamul » Di 14.07.09 12:05

Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.

Wer mit dem Spaten (eine Grube) gräbt für das Nicht-Ich,
Selbst stürzt in das mit dem Spaten Gegrabene.

Gruß

chinamul
Nil tam difficile est, quin quaerendo investigari possit

Benutzeravatar
Peter43
Beiträge: 12353
Registriert: Mi 11.08.04 02:01
Wohnort: Arae Flaviae, Agri Decumates
Hat sich bedankt: 4 Mal
Danksagung erhalten: 559 Mal

Beitrag von Peter43 » Di 14.07.09 13:09

Das ging aber schnell! Aber Du hast Dich ja auch lebenslang mit Sprachen beschäftigt.

Wie wäre es jetzt mit dem Diskos von Phaistos? Kennst Du den Übersetzungsversuch von Derk Ohlenroth, Das Abaton des Lykäischen Zeus und der Hain der Elaia?

Mit freundlichem Gruß
Omnes vulnerant, ultima necat.

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast