Doppeltes Zainende?

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cotta
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Doppeltes Zainende?

Beitrag von cotta » Sa 15.08.09 18:57

Hallo zusammen

vorkurzen habe ich dies Centstück als Wechselgeld erhalten.

Könnt Ihr mir bitte bei folgenden Fragen weiterhelfen

handelt es sich bei diesem Geldstück tatsächlich um ein Zainende?
Auch wenn so was schwer zu sagen ist, hat es einen gewissen Sammlerwert?

Würde mich freuen wenn Ihr mir weiterhelfen könntet.

Habt Dank im Vorraus.

könnte es leider nur fotografieren und nicht abscannen
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Basil
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Beitrag von Basil » Sa 15.08.09 20:35

Der Radius der beiden kreisförmigen Kerben ist identisch mit dem Radius des Schrötlings. Ich bin der Meinung, das hier ein Fehler im Vorschub des Stanzwerkzeugs vorliegt. Solche Fehler kennt man in der Stanztechnik bei jeder Art von Rondenherstellung.
Einen Zain gibt es bei dieser Herstellungsmethode nicht.

Gruß Basil

cotta
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Beitrag von cotta » So 16.08.09 19:20

vielen dank für Deine prompte Antwort Basil

jetzt bin nur leider nicht unbedingt schlauer...
Als absoluter Nicht-Numismatiker sagt mir das alles recht wenig
und die Vermutung ob es Zainende sein könnte hatte ich durch Bilder im Netz.
Aus deiner Antwort schließe ich mal das solch Münzen zu Hauf im Verkehr sind.

Gruß und Danke Cotta

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Gerhard Schön
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Beitrag von Gerhard Schön » So 16.08.09 20:15

Basil hat geschrieben:Der Radius der beiden kreisförmigen Kerben ist identisch mit dem Radius des Schrötlings. Ich bin der Meinung, das hier ein Fehler im Vorschub des Stanzwerkzeugs vorliegt. Solche Fehler kennt man in der Stanztechnik bei jeder Art von Rondenherstellung.
Ganz genau. Fast alle sogenannten "Zainenden" haben diese Ursache.
Basil hat geschrieben:Einen Zain gibt es bei dieser Herstellungsmethode nicht.
Natürlich werden Zaine verwendet, in diesem Fall in der Form breiter aufgerollter Metallbänder.
Gruß,
gs
Deutscher Münzkatalog, Euro Münzkatalog, Weltmünzkatalog.

Basil
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Beitrag von Basil » So 16.08.09 21:09

Zaine sind bekanntlich Gußprodukte, aus denen ggf. Metallbänder , Bleche und auch Drähte hergestellt werden können. Diese werden dann als Halbzeuge bezeichnet und aus diesen werden besagte Münzen ausgestanzt. Dies trifft insbesondere für moderne Münzen zu. siehe auch Wörterbuch der Münzkunde.

Gruß Basil

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Beitrag von Numis-Student » Mo 17.08.09 02:05

cotta hat geschrieben: Aus deiner Antwort schließe ich mal das solch Münzen zu Hauf im Verkehr sind.
Hallo,
das stimmt nicht ! Solche Stücke kommen immer mal wieder vor, aber insgesamt recht selten, so dass doch ein gewisser Sammlerwert vorhanden ist.
Schöne Grüße,
MR

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Beitrag von Numis-Student » Mo 17.08.09 02:11

cotta hat geschrieben: ... die Vermutung ob es Zainende sein könnte hatte ich durch Bilder im Netz...
Hallo,
noch etwas zur Bergrifflichkeit: Alle diese Münzen, bei denen schon VOR der Prägung ein Teil des Schrötlings fehlt, werden als Zainende bezeichnet, unabhängig davon, ob es sich wirklich um ein (gerades) Ende des Bleches oder diese gebogenen Fehlstellen infolge unregelmäßig gestanzter Schrötlinge handelt.
Schöne Grüße,
MR

cotta
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Beitrag von cotta » Mo 17.08.09 12:42

Vielen Dank
Jetzt bin ich schlauer!

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