MethylenChlorid (=Dichlormethan) zum Entfernen von Lack???

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sigistenz
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MethylenChlorid (=Dichlormethan) zum Entfernen von Lack???

Beitrag von sigistenz » So 16.08.09 17:48

Hi, ich hab gerade diese lackierte KupferMünze gekauft. Der Lack muss ab!! :multi:
24 Stunden AcetonBad waren ergebnislos, auch Verdünner blieb ohne Wirkung.
Nun höre ich von LackEntferner auf der Basis von MethylenChlorid (=Dichlormethan), greift das Metall angeblich nicht an.
Was aber ist mit evtl. unter dem Lack liegender Patina? Bevor ich mich da ran traue: Hat jemand Erfahrung damit?
Danke im voraus, Sigi

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Locnar
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Beitrag von Locnar » So 16.08.09 18:29

Hallo,
2 Minuten kochendes Wasser (bis der Lack Weiß) wird und dann Aceton hätten es auch getan.
Gruß
Locnar

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Beitrag von B12 » So 16.08.09 21:29

Wenn Aceton es nicht löst, ist es normalerweise kein Lack, den Aceton ist das
aggressivste Lösemittel überhaupt..
Möglicherweise hilft Bremsflüssigkeit. Es gibt keinen Lack den die nicht löst,
aber Metalle und deren Oxyde werden nicht angegriffen.
Wenn das nicht hilft, würde ich tatsächlich mal mit Wärme probieren.
Langsam auf 200-300° erhitzen sollte jede Beschichtung angreifen. Aber bitte
LANGSAM und auch langsam wieder abkühlen!
Eine Herdplatte ist ok, aber dann eine Hand voll Sand drauf damit es nicht
zu schnell abhühlt. Und nicht abschalten sondern langsam herunterregeln.

Gruss
Daniel

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Beitrag von sigistenz » So 16.08.09 21:51

Locnar hat geschrieben:Hallo,
2 Minuten kochendes Wasser (bis der Lack Weiß) wird und dann Aceton hätten es auch getan.
Hab ich gerade ausprobiert: 10 min in kochendem Wasser (Lack wurde trotzdem nicht weiss), abgeschreckt und dann kalt 15 min in Aceton. Die glänzende Schicht ist immer noch nicht ab. Ich lass die Münze mal über Nacht in Aceton. Trotzdem besten Dank für den Tip - vielleicht hilft er ja beim nächsten Mal, es gibt ja viele verschiedene Lacke. :roll: Sigi
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Beitrag von sigistenz » So 16.08.09 21:59

B12 hat geschrieben:Wenn Aceton es nicht löst, ist es normalerweise kein Lack, den Aceton ist das
aggressivste Lösemittel überhaupt..
Möglicherweise hilft Bremsflüssigkeit. Es gibt keinen Lack den die nicht löst,
aber Metalle und deren Oxyde werden nicht angegriffen.
Wenn das nicht hilft, würde ich tatsächlich mal mit Wärme probieren.
Langsam auf 200-300° erhitzen sollte jede Beschichtung angreifen. Aber bitte
LANGSAM und auch langsam wieder abkühlen!
Eine Herdplatte ist ok, aber dann eine Hand voll Sand drauf damit es nicht
zu schnell abhühlt. Und nicht abschalten sondern langsam herunterregeln.

Gruss
Daniel
Besten Dank, lieber Daniel, schön, mal wieder von dir zu lesen! Bremsflüssigkeit hab ich nicht lose zur Hand,
muss das mal in den nächsten Tagen angehen.
Mit der Herdplatte 200-300° erreichen - da wüsste ich auf Anhieb nicht, wie ich das messen kann :puppydogeyes:
Wie wär's mit dem Backofen? Da kann man das ja einstellen.
Danke nochmals, Sigi
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Beitrag von B12 » So 16.08.09 22:47

Wie wär's mit dem Backofen?
Der wird nicht so heiss, aber ein Versuch wird kaum schaden.

Gruss
Daniel

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Beitrag von Locnar » Di 18.08.09 10:32

Hab ich gerade ausprobiert: 10 min in kochendem Wasser (Lack wurde trotzdem nicht weiss), abgeschreckt und dann kalt 15 min in Aceton. Die glänzende Schicht ist immer noch nicht ab. Ich lass die Münze mal über Nacht in Aceton. Trotzdem besten Dank für den Tip - vielleicht hilft er ja beim nächsten Mal, es gibt ja viele verschiedene Lacke.
Dann wurde kein Zaponlack benutzt.
Gruß
Locnar

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Beitrag von heku » Di 18.08.09 16:57

B12 hat geschrieben:
Wie wär's mit dem Backofen?
Der wird nicht so heiss, aber ein Versuch wird kaum schaden.
Gibt's da nicht so etwas wie die thermische Ausdehnung? Wenn das Metall sich schneller ausdehnt als die Patina, dann platzt die gerne weg. Außerdem sehe ich die Gefahr, dass ein Lack eher verkohlt, als abzuplatzen.

Ein paar Tage in Aceton halte ich für gesünder.

Viele Grüße
Hermann

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Beitrag von B12 » Di 18.08.09 18:27

Gibt's da nicht so etwas wie die thermische Ausdehnung? Wenn das Metall sich schneller ausdehnt als die Patina, dann platzt die gerne weg.
Genau, deshalb langsam erwärmen und abkühlen
Außerdem sehe ich die Gefahr, dass ein Lack eher verkohlt, als abzuplatzen.
Wenn es so wäre, wäre Ihm geholfen, denn verkohlter Lack hält nicht.
Nachdem er die Münze bereits in Aceton gebadet hat, würde ich Lack
mit Sicherheit ausschliessen. Kein Lack hält ein Aceton-Bad aus.

Gruss
Daniel

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Beitrag von heku » Mi 19.08.09 17:14

[/quote]Wenn es so wäre, wäre Ihm geholfen, denn verkohlter Lack hält nicht.
Nachdem er die Münze bereits in Aceton gebadet hat, würde ich Lack
mit Sicherheit ausschliessen. Kein Lack hält ein Aceton-Bad aus.[/quote]

Lack, ca. 40 Jahre alt, mit dem Feuerzeug bearbeitet siehe Anhang. Da blättert nix ab, es brennt sich eher ein.

Es wäre schön, wenn Verkohltes nicht halten würde, ich könnte mir die regelmäßige mühsame Reinigung meines Backofens ersparen.

Ich wollte einmal eine lackierte Gusseisenplatte reinigen, Platte und Klarlack uralt. Lösemittel haben nix geholfen. Es blieb nur das Behandeln mit einem Abbeizer übrig. Kochende Bicarbonatlösung könnte bei der Münze auch was bringen.

Viele Grüße
Hermann
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cepasaccus
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Beitrag von cepasaccus » Di 01.09.09 10:40

Reinigungsbenzin? Zaponlackverduennung? Und wie du geschrieben hast durchaus mal laenger einlegen.

vale
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Beitrag von sigistenz » Di 01.09.09 22:35

Hi, besten Dank euch allen! Ich probiere das nach und nach aus, werde über gute :D oder bittere Erfahrungen :mad: nachberichten. Sigi
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