Russische (?) Medaille

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Lutz12
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Russische (?) Medaille

Beitrag von Lutz12 » Fr 15.01.10 17:17

Ich möchte mit dieser Frage auch mal den Bereich der russischen Medaillen etwas in den Fokus rücken, weil ich finde, dass es zahlreiche schöne (und meist großformatige) Medaillen aus der Sowjetunion / Russland gibt. Sprachunkundige scheitern schon an den kyrillischen Buchstaben - dabei können Übersetzungsprogramme helfen. Ich nutze dabei folgendes: http://www.5goldig.de/Text_Uebersetzer/ ... etzen.html
Hier besteht auch die Möglichkeit kyrillischen Buchstaben einzugeben.
Mit der nun vorgestellten Medaille komme ich allerdings nicht weiter, vielleicht kann ja jemand helfen.
200 (Jahre) 1770 - 1970 ??? (der Rest bleibt im "Nebel")
(74 mm, Leichtmetall, 68,3 g).
Danke
Lutz
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Beitrag von klaupo » Fr 15.01.10 20:05

Hallo Lutz,

es handelt sich um eine ukrainische Medaille, und es steht nichts weiter drauf als ZAPORIZHZHJU 200 ROKIV "Zaporoshie 200 Jahre" und die beiden Jahreszahlen 1770 und 1970. Also vermutlich eine Jubiläumsmedaille auf die Gründung der Stadt. Einen Beleg dafür habe ich leider nicht gefunden. Vielleicht kann unser User @passant das bestätigen. Er kommt von dort.

Gruß klaupo

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Lutz12
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Beitrag von Lutz12 » Fr 15.01.10 23:09

Hallo Klaupo,
ich habe es fast vermutet, weil mein erster Gedanke das russische Auto "Saporoshez" war, das Wort Rokiv im Zusammenhang mit der Zahl 200 konnte fast nur "Jahre" bedeuten, aber es fehlte mir jeder Ansatz das als bestätigt betrachten zu können.
Also Danke für die Lösung :D
Lutz
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Beitrag von Patlin » Sa 16.01.10 15:49

Hallo Lutz,

"Saporoshez" , war das nicht der kleine Panzer :wink:

LG

Patlin

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Beitrag von Lutz12 » Sa 16.01.10 16:49

Ja so kann man den bezeichnen, die Akustik kam einem Panzer nahe.
Mir ist er wegen einer kleinen Episode besonders in Erinnerung geblieben. Im Urlaub standen wir erzählend am Straßenrand, als ein brennender Saporoshez voll besetzt die abschüssige Strasse befuhr. Die Insassen hatten noch nicht bemerkt, dass das Heck (Motorraum) lichterloh in Flammen stand. Wir haben das "Auto" gestoppt - erst dann kam Hektik bei den Insassen auf, die schnellstens den Zweitürer verlassen wollten - Oma und Opa (hinten sitzend) hatten so ihre Schwierigkeiten, zumal das Auto auch noch geliehen war und keiner der Insassen das Ding wirklich bedienen konnte. Wir haben dann mit Gartenschlauch das Heck löschen wollen, aber die Unkenntnis zur Öffnung des (Heck)-Motorraumes beim Fahrer ließ das lange nicht zu (innen gab es wohl einen Hebel dazu). Nachdem der Hebel gefunden war und die Öffnung der Klappe zum besseren Löschen an der Brandquelle sicher schien, ließ jemand die Klappe wieder los (war halt verdammt heiß) und es dauerte etwas länger. Nach aller Hektik war das Fahrzeug dann irgendwann gelöscht (schon arg ramponiert, Lack verbrannt, Fenstergummi ...) - aber zu früh gefreut. Plötzlich setzte sich das leere Auto selbständig in Bewegung, weil die verbrannten blanken Kabel den Anlasser betätigten (der Fahrer hatte den Motor nur abgewürgt, aber die Zündung war noch an) - die Benzinpumpe förderte wieder Benzin und entzündete den Motorraum erneut. Nach einiger Hektik und im Auto-Hinterher-Laufen gelang es dann endlich die Batterie ausfindig zu machen (die war vorn im Kofferraum), nach Abklemmen war der Spuk vorbei. Erst jetzt haben wir das ganze Drumherum bemerkt, hunderte Leute als Zuschauer - froh das mal etwas los war, jetzt ertönte auch die Sirene der dörflichen Feuerwehr. Alles in allem hatte das Ganze jetzt den Charme eines Volksfestes - es war niemanden ernsthaft etwas passiert. Eine Szenerie, die wenn sie im Fernsehen laufen würde, als völlig übertrieben empfunden würde.
Ja, der kleine "Saporoshez" war natürlich hin, aber ich denke er hatte wie jedes in der DDR gefahrene Auto mit Sicherheit noch ein Zweites Leben.
Gruß Lutz
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Beitrag von Patlin » Sa 16.01.10 17:06

Hallo Lutzm

das ist eine sehr schöne Episode, auch wenn so ein kleines Auto
nicht so leicht erschwinglich war, ist zum Glück den Insassen nichts
passiert. Angeblich, so habe ich es mal gehört, saß man im Saporoshez
bedeutend bequemer als im Trabbi und mehr PS hatte er auch.
Na wenn das nichts ist, denn wie schallte es damals durch's Land :
"Von der Sowjetunion lernen heißt siegen" :wink:

http://de.wikipedia.org/wiki/Saporoschez

LG

Patlin

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