Korea: 1/4 Yang 1895 - echt oder falsch?

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Fugger2012
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Korea: 1/4 Yang 1895 - echt oder falsch?

Beitrag von Fugger2012 » Do 13.03.14 22:14

Guten Tag,

ich hätte da oben genannte Frage zu folgender Koreanischer Münze:
Gewicht stimmt mit dem Original überein.
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pingu
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Re: Handelt es sich um eine Fälschung oder echt?

Beitrag von pingu » Fr 14.03.14 18:04

Hallo,

zunächst: ein sehr aussagekräftiger Titel!
Besser wäre gewesen: 1/4 Yang 1895 - echt oder falsch?

Das Stück sieht in meinen Augen echt aus, von den Kupfernickel Stücken habe ich bisher auch nur wenige und dazu schlecht gemachte Gussfälschungen gesehen. Dazu kommt, das der Jahrgang 504 einer der häufigsten ist und der Aufwand kaum lohnt....

Grüße
pingu
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Afrasi
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Re: Handelt es sich um eine Fälschung oder echt?

Beitrag von Afrasi » Sa 15.03.14 22:06

pingu hat geschrieben:Dazu kommt, das der Jahrgang 504 einer der häufigsten ist und der Aufwand kaum lohnt....
:?: :?: :?:

Na ja, diese Variante (2 statt 3 Buchstaben links vom Nominal) ist laut KM schon mindestens ein paar hundert Euros wert. Wenn sie echt ist: Herzlichen Glückwunsch!

Eine billige Touristenfälschung ist es nicht, es gibt aber auch gute Fälschungen. Aber von einem Photo die Echtheit zu klären traue ich mir bei so einem Stück nicht zu. Ich würde damit zu einem besseren Auktionshaus gehen.
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pingu
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Re: Korea: 1/4 Yang 1895 - echt oder falsch?

Beitrag von pingu » So 16.03.14 18:35

Hallo noch mal,

da muss ich mir wohl die Brille putzen, denn ich habe darauf gar nicht geachtet das es von diesem Jahr 2 Varianten gibt. Hier liegt die seltenere vor.
Dank an Afrasi.

Grüße
pingu
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Fugger2012
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Re: Korea: 1/4 Yang 1895 - echt oder falsch?

Beitrag von Fugger2012 » Mi 19.03.14 00:21

Danke schonmal für eure Antworten.
Das Problem dabei ist, dass ich diese Münze schon verkauft habe. Ohne vorher zu wissen wie viel sie wert ist.
Sie ist dabei für einen ziemlich ordentlichen Betrag nach südkorea gegangen.
Nun behauptet der Käufer, die Münze würde von der oben im Bild angezeigten Münze abweichen.
Ich habe allerdings genau diese Münze eingestellt und verschickt.
Meine Sorge ist nun, dass er mir eine Fälschung zurückschickt und das original behält ...
Aber das kann ich dann wohl erst sehen, wenn die Münze wieder aus Südkorea ankommt.

Gruß

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Re: Korea: 1/4 Yang 1895 - echt oder falsch?

Beitrag von Fugger2012 » So 20.04.14 06:18

Ich bin es nochmal. Ich weiß nicht ob das hier hingehört, aber ich frage mal, denn vielleicht hat hier jemand schon einmal eine ähnliche Erfahrung gemacht. Ich wäre für jeden Tipp dankbar.
Der Kauf über Ebay wurde mit PayPal bezahlt und PayPal hat zugunsten des Käufers entschieden, weil dieser wohl ein Gutachten bei Ebay eingereicht hat.
Soweit so gut dachte ich mir und hatte natürlich die selben Sorgen wie oben beschrieben, nämlich das er mir eine Fälschung zuschickt. Sollte es die sein, die ich ihm geschickt habe wäre es ja in Ordnung, dass ihm das Geld erstattet wird.
Da ich zur Zeit im Ausland bin hatte ich selten die Gelegenheit bei Ebay reinzuschauen. Ich beaufragte also jemanden die Münze anzunehmen und mir sofort Bilder von dieser Münze zu schicken.
Die Sendung ist dann auch noch beim Zoll hängen geblieben und lag dort für ca 1-2 Wochen. In dieser Zeit hat Paypal das Geld an den Käufer zurückgeschickt mit der Begründung die Ware wäre schon angekommen.
Die Münze ist nun bei mir Zuhause eingetroffen und der Käufer hat mir eine komplett andere wertlose Münze zurückgeschickt.
Die Bilder sind im Anhang. Natürlich eine totale Frechheit. Ich meldete es sofort Paypal aber die sagten mir der Fall wäre schon geschlossen und ein Widerruf sei zu spät.
Nun ist meine Frage an euch; Wisst ihr ob man Chancen hat gerichtlich gegen PayPal bzw. den Käufer vorzugehen?
Ich hatte mir überlegt ein gegen Gutachten zu erstellen lassen indem bescheinigt wird, dass die zurückgeschickte Münze von der aus der Auktion abweicht.
Das ich die Münze aus der Auktion geschickt habe kann ich u.a. von meiner Freundin, welche dabei war, bezeugen lassen.

Es tut mir leid, wenn ich damit hier an der falschen Adresse bin, aber es geht hierbei um wirklich eine Menge Geld und ich bin ein wenig verzweifelt, weil ich auch noch im Ausland bin.
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Re: Korea: 1/4 Yang 1895 - echt oder falsch?

Beitrag von platinrubel » So 20.04.14 06:53

Naja, gerichtlich wirst du da leider auch nicht viel erreichen können.
wenn du da einen prozess anstrebst, der wird ziemlich teuer werden und seeeeeeeeehr lange dauern.
dazu kommen noch gutachter/dolmetscher/notariatsgebühren für die beglaubigung und übersetzung der eingehenden schriftstücke von der anderen seite des erdballs.
recht haben ist das eine. Recht bekommen ist das andere. Dann musst du noch beweisen, das du die münze aus der auktion verschickt hast und eine andere zurückbekommen hast.
und das wird noch mal schwer. die freundin zählt da nicht unbedingt als zeugin (befangenheit und sonstige ausschlussgründe)
da werden schnell einige tausend euro an kosten auf dich reinprasseln.
grüsse

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Purzel
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Re: Korea: 1/4 Yang 1895 - echt oder falsch?

Beitrag von Purzel » Di 22.04.14 12:13

Mir würde es hier ums Prinzip gehen, ich würde generell erstmal Anzeige wegen Betrug erstatten und mich -vielleicht mit Anwaltlicher Hilfe- nochmals an ebay wenden.
Nach seiner Darstellung bist nämlich DU es, der IHN betrügen wollte !!!
Grundsätzlich ist sowohl die Beweislage als auch die Frage der gerichtlichen Klärung schwierig.
Das weiß der Käufer natürlich.
Sichere deine Originalbilder und den Mailverkehr.
Ansonsten - was schadet es, das Kind beim Namen zu nennen und den ebay-Namen des werten Käufers hier im Forum zu nennen - dann landet er zumindest bei mir auf der Sperrliste ?
Interessant wird es, falls die Münze nochmal im Handel auftaucht.

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Re: Korea: 1/4 Yang 1895 - echt oder falsch?

Beitrag von fareast_de » Di 22.04.14 18:03

Diesen Fall wirst Du, so traurig es ist, unter Lebenserfahrung verbuchen müssen.
Wie platinrubel schon schrieb, wird der prozessuale Aufwand in keinem Verhältnis zum offenen Ergebnis stehen.
Ostasiaten neigen gelegentlich bei Tauschbeziehungen und Reklamationen unsererseits dazu, falsche oder schlechtere Ware zu retournieren, um einen Gesichtsverlust zu vermeiden. Das ist mir in jungen Jahren mehrfach passiert.
In Deinem Fall liegt dagegen schnöder Betrug vor. Der Südkoreaner kannte die Schwächen des ebay- Systems und freut sich nun über eine seltene Münze seines Heimatlandes, während Du das Nachsehen hast.
Sofern das Stück im EK für Dich nicht allzu teuer war, sollte der Verlust verschmerzbar sein.

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Re: Korea: 1/4 Yang 1895 - echt oder falsch?

Beitrag von Fugger2012 » Fr 25.04.14 23:09

Vielen Dank für eure Einschätzungen.

Dann muss ich im Ausland wohl doch arbeiten.
Ich habe mir mal eine Einschätzung vom Anwalt geben lassen und dieser sagte auch, es sei sehr schwierig da was beim Koreaner zu holen.
Eventuell könne man aber einen Teil des Geldes von Ebay einklagen, weil diese den Fall zugunsten des Käufers entschieden haben, bevor die Münze bei mir ankam. Naja ob ich das nun machen werde überlege ich mir noch.
Der Käufer hieß übrigens: pack110600 bei Ebay. Er hatte auch vor Auslauf der Auktion schon mehrmals nach Sofortkauf gefragt. Da hätte ich vielleicht schon misstrauisch werden sollen.
Aber wie fareast_de schon sagte. Das Ding geht dann wohl unter Lebenserfahrung. Auch wenn es ein teurer Preis war :?
Wisst ihr ob man sich für die zukunft gegen sowas absichern kann?
Denn Paypal für Ausländer verbieten ist auch nicht das wahre.
Eventuell ab einem gewissen Auktionserlös ein Zertifikat erstellen lassen? Kann mir da jemand sagen wie teuer sowas wäre?

Danke nochmal für eure Antworten!

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Re: Korea: 1/4 Yang 1895 - echt oder falsch?

Beitrag von Purzel » Mo 28.04.14 13:27

Eventuell ab einem gewissen Auktionserlös ein Zertifikat erstellen lassen?
Was verstehst du darunter ?

Teure und seltene Münzen könnte man bei NGC oder PCGS graden lassen, damit ist die Münze eindeutig identifizierbar.
Bei PCGS wird seit einiger Zeit auch ein Digitalfoto hinterlegt.
Das löst aber das Problem nicht, du musst im Zweifelsfall nachweisen können, dass du eben dieses Stück versendet hast.

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Re: Korea: 1/4 Yang 1895 - echt oder falsch?

Beitrag von Fugger2012 » Mo 28.04.14 23:09

Nunja graden lassen bringt mir, wie du schon gesagt hast, in diesem Fall wenig.
Gibt es nicht die Möglichkeit, die Münze an einer neutralen Stelle zu verpacken und sich bescheinigen zu lassen, dass es die selbe Münze aus der Auktion ist, die man da gerade verpackt und verschickt hat?

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