Prägestock original? Wert ?

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Michiaichi37
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Prägestock original? Wert ?

Beitrag von Michiaichi37 » Fr 02.08.19 08:59

Hallo Leute habe bei meinem Opa einen Prägestock gefunden von 1809 von einer 20 Kreuzer Münze aus Tirol kann mir wer sagen ob das Teil echt sein kann bzw wie viel sowas wert sein könnte oder hat wer daran Interesse ?

Michiaichi37
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Re: Prägestock original? Wert ?

Beitrag von Michiaichi37 » Fr 02.08.19 09:56

Und unter dem Adler ist ein S und ein M was auf der original Münze nicht drauf ist was ich so herausgefunden habe aber sonst scheint alles ident zu sein
Dateianhänge
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Leitwolf
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Re: Prägestock original? Wert ?

Beitrag von Leitwolf » Sa 03.08.19 17:11

Ich denke nicht, dass es sich um Prägestempel handelt. Die Stelle des eingravierten Münzbildes muss die erhabenste Stelle sein und schließt den Prägestempel quasi nach unten (Oberstempel) bzw. oben (Unterstempel) ab. Bei deinen "Metallstücken" ist um das Münzbild jeweils ein sehr breiter flacher Rand, der sogar noch etwas erhaber als das Münzbild ist, welches in die zuvor einheitlich glatte Fläche eingraviert wurde. Ich kann mir nicht vorstellen, wie damit technisch Münzen geprägt worden sein könnten.

Gußformen scheiden meiner Meinung nach ebenfalls aus, da ich mir nicht vorstellen kann, wie das Material in den Zwischenraum der aufeinander liegenden Metallstücke fließen können sollte.

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Re: Prägestock original? Wert ?

Beitrag von Michiaichi37 » Sa 03.08.19 17:53

Okej vielen Dank für die Antwort und mit Münz Rohlingen die man da rein legt und dann Raufhaut geht das nicht ?

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pottina
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Re: Prägestock original? Wert ?

Beitrag von pottina » Sa 03.08.19 20:18

Leitwolf hat geschrieben:
Sa 03.08.19 17:11
Ich denke nicht, dass es sich um Prägestempel handelt. Die Stelle des eingravierten Münzbildes muss die erhabenste Stelle sein und schließt den Prägestempel quasi nach unten (Oberstempel) bzw. oben (Unterstempel) ab. Bei deinen "Metallstücken" ist um das Münzbild jeweils ein sehr breiter flacher Rand, der sogar noch etwas erhaber als das Münzbild ist, welches in die zuvor einheitlich glatte Fläche eingraviert wurde. Ich kann mir nicht vorstellen, wie damit technisch Münzen geprägt worden sein könnten.

Gußformen scheiden meiner Meinung nach ebenfalls aus, da ich mir nicht vorstellen kann, wie das Material in den Zwischenraum der aufeinander liegenden Metallstücke fließen können sollte.
???

Das Bild auf der Münze ist normalerweise erhaben, also muß der Stempel eingraviert sein

Der Rohling hat auch eine gewisse Dicke.Wenn der Rand erhaben ist kann der Rohling nicht verrutschen.

Oder habe ich etwas falsch verstanden?

Gruß, PoTTINA

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Leitwolf
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Re: Prägestock original? Wert ?

Beitrag von Leitwolf » Sa 03.08.19 21:40

Ich habe mich wohl etwas unglücklich ausgedrückt. Natürlich ist klar, dass der Teil des Prägestempels, mittels dessen die Münze plastisch geformt wird, negativ ist, in ihn eingraviert wurde (Münzrelief = tiefere Stellen des Stempels; Münzgrund = glatte, oberste, ungravierte Stelle des Stempels).

Was ich sagen möchte, ist, dass der Durchmesser eines Prägestempels in dem hier interessanten Bereich des eingravierten, negativen Münzbildes i. d. R. nur wenig größer (und an den Rändern abgeschrägt) ist als die später zu prägende Münze. Denn man will ja den Rohling zwischen Ober- und Unterstempel formen und nicht, dass u. U.(ungravierte) Stempelflächen aufeinander schlagen und eventuell beschädigt werden. Letzteres würde ich bei den hier gezeigten "Metallblöcken" aber vermuten. Deren Durchmesser ist weit größer als derjenige der 20-Kreuzer-Münze.

Hier auf der Seite der Swissmint (das letzte Bild unter "Herstellung der Prägewerkzeuge – vom künstlerischen Entwurf zum fertigen Stempel") sieht man anhand der fertigen Stempel gut, was ich zu beschreiben versuche.

https://www.swissmint.ch/d/swissmint/muenzen/index.php

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Re: Prägestock original? Wert ?

Beitrag von Michiaichi37 » Sa 03.08.19 21:57

Okej aber macht das einen unterschied ob da jz auf der Seite noch Metall ist oder nicht ?
Ich denke mir das das doch egal ist oder ?
Bzw gibt es irgendwelche bekannten Vergleichs Stücke das der Zeit um 1800 wie die Teile damals ausgesehen haben ?

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Re: Prägestock original? Wert ?

Beitrag von Michiaichi37 » Sa 03.08.19 21:58

Und wenn ich wieder zuhause bin werde ich Mal nach messen ob es der original Münze entspricht

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Tube
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Re: Prägestock original? Wert ?

Beitrag von Tube » So 04.08.19 00:28

Ich denke, es sind Prägestempel für Trachtenknöpfe aus dem 20. Jahrhundert. Daher auch die zusätzlichen Buchstaben S + M. 1809 hätte man die Stempel mit dem breiten Rand wohl noch nicht verwenden können, dafür waren die Prägemaschinen noch zu unpräzise.

Viele Grüße
Tube

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