eben !
Deswegen war es ja auch egal, wie schlecht die Stücke nachgegossen wurden... Da brauchte man nicht darauf zu achten, dass die Schrift lesbar war, oder Details gut erkennbar sind.
Wenn der Fingerabdruck bei der Reinigung oder Patinierung entstanden sein sollte, könnte er ja kaum erhaben auf der Münze sein, zumindest nicht so stark erhaben, dass er mit Kinn und Nase auf eine Niveau liegt.
ps: Als neu erkennbar brauchten die Srücke nicht zu sein, sie sollten aber auch nicht auf alt getrimmt werden. Es wurden einfach die wenigen, greifbaren echten Münzen abgeformt und nachgegosen. Denkt dran, die Stücke sind in der Severerzeit entstanden, etwa ab Severus Alexander. Und die frühesten Gussvorlagen stammen von Domitian, waren zu der Zeit also schon über 100 Jahre in Umlauf...
Schöne Grüße,
MR
Römische Münze mit antikem Fingerabdruck
Moderator: Homer J. Simpson
- Numis-Student
- Moderator
- Beiträge: 24888
- Registriert: Mi 20.02.08 22:12
- Wohnort: Wien
- Hat sich bedankt: 12254 Mal
- Danksagung erhalten: 7008 Mal
-
- Beiträge: 6329
- Registriert: Sa 05.01.08 10:13
- Hat sich bedankt: 267 Mal
- Danksagung erhalten: 586 Mal
- Kontaktdaten:
Es handelt sich mit Sicherheit um einen antiken Nachguss (Limesfalsum). Man beachte den Gußkanal auf 180° bzw. 360°, sowie die Entlüftung auf 225° bzw. 45°. Der Gußstrang wurde vermutlich mit einem Hammerschlag entfernt, was die etwas verdrehten Abbruchspuren erklären kann.
Abgeformt wurde eine Münze von minderer Erhaltungsqualität. Danach befand sie sich zumindest einige Zeit in Umlauf, da die Fingerabdruckspuren (aus dem Tonförmchen) nur noch an den nicht erhabenen Stellen der Münze erhalten geblieben sind. Ursprünglich müssen sie die gesamte untere Münzhälfte bedeckt haben.
mfg
Nachtrag: Für einen solchen Fingerabdruck gibt es wirklich nur eine Erklärung, nämlich eine Abformung in der Gußform. Alles andere gehört ins Reich der Phantasie. Und man bedenke ... nicht jeder römische "Münzmeister" war ein bulgarischer Meisterfälscher!
Abgeformt wurde eine Münze von minderer Erhaltungsqualität. Danach befand sie sich zumindest einige Zeit in Umlauf, da die Fingerabdruckspuren (aus dem Tonförmchen) nur noch an den nicht erhabenen Stellen der Münze erhalten geblieben sind. Ursprünglich müssen sie die gesamte untere Münzhälfte bedeckt haben.
mfg
Nachtrag: Für einen solchen Fingerabdruck gibt es wirklich nur eine Erklärung, nämlich eine Abformung in der Gußform. Alles andere gehört ins Reich der Phantasie. Und man bedenke ... nicht jeder römische "Münzmeister" war ein bulgarischer Meisterfälscher!
mit freundlichem Gruß
IVSTVS
-----------------------------------------------
https://www.numisforums.com/profile/245-justus/
https://independent.academia.edu/HJJost (nur für Mitglieder)
https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Elmer
IVSTVS
-----------------------------------------------
https://www.numisforums.com/profile/245-justus/
https://independent.academia.edu/HJJost (nur für Mitglieder)
https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Elmer
-
- Vergleichbare Themen
- Antworten
- Zugriffe
- Letzter Beitrag
-
- 8 Antworten
- 4075 Zugriffe
-
Letzter Beitrag von pinpoint
-
- 6 Antworten
- 2651 Zugriffe
-
Letzter Beitrag von Huesi
-
- 4 Antworten
- 1447 Zugriffe
-
Letzter Beitrag von dictator perpetuus
-
- 2 Antworten
- 1119 Zugriffe
-
Letzter Beitrag von Mecklenburg
-
- 6 Antworten
- 1838 Zugriffe
-
Letzter Beitrag von KingD07x
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder