Bitte um Hilfe

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

Moderator: Homer J. Simpson

Pollio
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Bitte um Hilfe

Beitrag von Pollio » Mi 12.12.07 11:22

Liebe Leute,
ich komme mit der Bestimmung meines juengst gekauften ersten Severina-Antoninians nicht weiter und waere dankbar fuer Eure Hilfe. Hier sind die Daten:

Avers: SEVERINAE AVG, drapierte Bueste mit Diadem auf Mondsichel n.r.
Revers: CONCORDIAE MILITVM, Concordia steht n.l. und haelt 2 Feldzeichen, im Abschnitt XXI, keine Beizeichen o.ae. im Feld.

Laut RIC kommt die Averslegende im Dativ nur fuer Ticinum und Siscia in Frage. Ticinum waere RIC 8, Siscia RIC 13, aber dafuer passen dann die dort angegebenen Muenzstaettenzeichen nicht. Cyzicus (RIC 18 ) hat kein Muenzstaettenzeichen, wie mein Antoninian, aber dafuer die Averslegende im Nominativ.

Weiss jemand von Euch weiter?

Schon einmal vielen Dank vorab und Gruesse,
Pollio
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Pscipio
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Beitrag von Pscipio » Mi 12.12.07 12:50

Hallo Pollio,

RIC V, Part 1, 13 würde passen, wenn rechts vom XXI noch ein Buchstabe vorhanden gewesen wäre. Von der Position der drei Buchstaben möchte ich annehmen, dass das der Fall war, ausserdem macht ein XXI ohne Offizinenangabe keinen Sinn.

Gruss, Pscipio
Nata vimpi curmi da.

Pollio
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Beitrag von Pollio » Mi 12.12.07 14:58

Hallo Pscipio,

hmja, koennte sein. Allerdings hat die Muenzstaette Cyzikus laut RIC lediglich XXI im Abschnitt, ohne weitere Beizeichen. Wahrscheinlich hast Du aber Recht und es gab noch einen weiteren Buchstaben, der die letzten 1700 Jahre nicht ueberlebt hat.

Danke fuer den Hinweis!

Gruss Pollio

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Homer J. Simpson
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Beitrag von Homer J. Simpson » Do 13.12.07 17:09

Das liegt dann nicht an den letzten 1700 Jahren - die restlichen Buchstaben haben die ja auch prima überstanden (Glückwunsch!). Und die Münzen verlieren ja nicht einen Buchstaben nach dem anderen, so wie wir die Zähne, wenn wir alt werden.
Nein, evtl. war ein Buchstabe im Stempel zugesetzt, mit Dreck oder mit Metall, das beim Prägen einer vorherigen Münze dort hängengeblieben war. "Clogged die", verstopfter Stempel, heißt das auf englisch. Vielleicht kannst Du einen Buchstaben ganz flach angedeutet erkennen, wenn Du die Münze schräg beleuchtest?
Alternativ könnte natürlich jemand einen nicht fertiggestellten Stempel gehärtet und zur Benutzung freigegeben haben, in dem noch der Offizinbuchstabe fehlte.

Viele Grüße,

Homer
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Pollio
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Beitrag von Pollio » Fr 14.12.07 13:17

Interessant - an die Moeglichkeit hatte ich gar nicht gedacht. Leider kann ich auch, wenn ich die Muenze bei gutem Licht schraeg halte, nichts erkennen. Ich fuerchte, sie laesst sich nicht eindeutig identifizieren.

Gruss Pollio

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Chandragupta
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Beitrag von Chandragupta » Fr 14.12.07 14:04

Pollio hat geschrieben:Interessant - an die Moeglichkeit hatte ich gar nicht gedacht. Leider kann ich auch, wenn ich die Muenze bei gutem Licht schraeg halte, nichts erkennen. Ich fuerchte, sie laesst sich nicht eindeutig identifizieren.
Bist Du Dir da ganz sicher?

Die Münze sieht nämlich wirklich so aus, als ob da bloß der Offizin-Buchstabe im Stempel "zugekleistert" ist, denn das "XXI" steht auffällig unsymmetrisch - dahinter FEHLT also was! Das kommt hin und wieder vor.

Oder der Stempelschneider hat mehrere Stempel für verschiedene Offizinen schon "auf Vorrat" vorbereitet und dann hat der Benutzer einen solchen Stempel aus dem "Reserve-Pool" geholt und verwendet, OHNE zuvor die Offizinkennzeichnung nachzugravieren. So wie wir die Organisation der antiken Münzstätten kennen (mit mehreren Stempelschneidern, die ggf. arbeitsteilig an einunddemselbem Stempel arbeiteten - siehe dazu die einschlägigen Kapitel bei Göbl, Antike Numismatik), ist das so abwegig nicht... :roll:
Numismatische Grüße,

Euer Chandra

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